roderick hört den Angriff der grünen Spinnen
18.09.2008
Pro:
ordentliche Einführung der Charaktere, Sprecher gut
Kontra:
mittelmäßige Story, Charakter "Tanja"
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Langzeithörspaß:
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 roderick
Über sich:
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
In Erinnerung an viele schöne Nachmittage in meiner Kindheit / Jugend habe ich bei einer guten Gelegenheit zugeschlagen und mir einige CDs mit Jan-Tenner-Hörspielen gegönnt. Diese möchte ich euch hier nach und nach vorstellen. Den Anfang macht die erste Folge "Angriff der grünen Spinne", die erstmals 1980 erschien. Die Neuauflage als CD gibt es für 6-8 Euro im sortierten Handel, auf Flohmärkten dürfte man für wenig Geld die alten Kassetten bekommen.
~~ Inhalt ~~ Jan Tenner ist Physikstudent und macht bei Experimenten des Professor Futura mit. Dieser hat ein Serum entwickelt, um ein Tierart in eine andere zu verwandeln und zurück. Jan ist mit der Assistentin des Professors, der schönen Tanja, offenbar liiert.
Eines Tages beobachtet Professor Futura gemeinsam mit Tanja ein Experiment von General Forbett: dieser hat Spinnen gezüchtet, die nicht nur hochgiftig sind, sondern auch ein Netz spinnen, das undurchdringlich ist. Beherrscht werden die Spinnen von einer Mutterspinne, die durch eine Art elektronische Fernsteuerung unter Führung der Militärs steht. Leider kommt es bei der Vorführung zu einem schweren Zwischenfall. Ein Panzerfahrer verliert die Kontrolle und zerstört dabei den Unterstand mit der Steuerung der Spinnen. Diese sind nun unkontrolliert und werden zur Bedrohung.
Jan Tenner, der bei dem Experiment nicht anwesend ist, macht kurz darauf als Insasse eines Bus´ seine Erfahrung mit den Spinnen. Nur seiner hervorragenden Reaktion ist es zu verdanken, dass dem Bus nichts schlimmes widerfährt. Später trifft Jan auf den Professor und Tanja. Nach langem Hin und Her und gegen Tanjas Willen findet sich nur eine Möglichkeit, dem Spinnenproblem Herr zu werden, bevor diese die Stadt erreichen: Jan Tenner verwandelt sich mit Hilfe des Serums von Professor Futura in eine Spinne und tötet die Mutterspinne. Doch die Verwandlung birgt ein unerwartetes Risiko: je länger Jan eine Spinne ist, desto mehr verliert er seine Menschlichkeit, bis die Rückverwandlung unmöglich ist. Wird Jan es schaffen, den Plan des Professors umzusetzen und rechtzeitig wieder ein Mensch zu werden?
~~ rodericks Kritik ~~ Die Zusammenfassung des Inhalts liest sich nicht nur unheimlich trashig, die ganze Geschichte ist es auch. Die Geschichte mit dem Serum ist absurd, realistische Grundlagen sucht man vergebens. Doch seien wir ehrlich: das macht die Faszination der Serie aus. Wohlwissend, dass "Jan Tenner" sich vornehmlich an ein jüngeres Publikum mit einem Faible für Abenteuer mit Pseudo-Science-Fiction-Einschlag wendet, macht die Serie durchaus Spaß.
Diese spezielle Folge "Angriff der grünen Spinnen" ist sicherlich kein Höhepunkt der Serie. Das liegt sicherlich daran, dass sie vor allem die "guten" Charaktere einführt und auf einen greifbaren Gegenspieler verzichtet. Trotzdem lernt man durchaus gut die Charaktere kennen, wobei besonders Futura, Forbett und der Titelheld ihre Chance bekommen, sich dem Publikum vorzustellen. Die Nebenfigur Tanja beschränkt sich aufs Sorgen-Machen und Bewundern, was ihr nach drei Folgen wohl auch zum Verhängnis wurde. Eine Besonderheit dieser Folge ist, dass sie noch weitesgehend auf Science-Fiction-Elemente verzichtet, sondern eher einen Horror-Unterton bietet (Monsterspinnen). Ich denke aber, das ist dem Einführungscharakter der Folge geschuldet. Es soll nicht durch Technik-Gebrabbel von den Figuren abgelenkt werden.
Die Sprecher (eine Liste gibt es z.B. unter http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Tenner) zeigen eine ordentliche Leistung, wobei ich besonders bei Christine Schnell als Tanja finde, dass sie arg überbetont. Vielleicht ist dieses vokale Overacting der Zielgruppe geschuldet, aber da die anderen Sprecher darauf verzichten, wirkt es deplatziert. Der Produktionsstandard dieses Hörspiels ist gut, die Musik stimmig, wenn auch etwas minimalistisch, die Effekte werden gut und passend eingesetzt.
Zusammenfassend darf man der ersten Jan-Tenner-Folge bescheinigen, dass sie ihr Ziel, die neuen Figuren einzuführen, gut umsetzt. Sie hat keine besonders tolle Geschichte zu erzählen, bietet eher ein Standardabenteuer ohne besondere Höhepunkte. Von daher darf man diese Folge, auch und besonders in ihrer CD-Neuauflage empfehlen. Die CD-Version bietet gegenüber den Kassetten eine mediengeschuldete bessere Navigation (neun Tracks), ansonsten sind mir keine inhaltlichen oder produktionstechnischen Unterschiede aufgefallen.
Als Bewertung vergebe ich drei von fünf Sternen für den ordentlichen Start der Hörspielserie. Fans der Serie sollten auf jeden Fall zur CD-Version greifen, um sie auf zeitgemäße Medien zu besitzen. Es grüßt, euer roderick
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19.09.2008 12:12
das wär was für meinen neffen. lg