INHALT:
Vorwort
100 Gassenhauer
Zu Interpreten, Komponisten und Textern
Produktinfos
Die Songs
Resumee
Fortsetzungen
Wo bekommt man die CD-Box?
Anhang:
Was sind eigentlich Schlager?
Komponisten und Texter
Interpreten
Quellenhinweise
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... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von schlagergalaxie über 100 Gassenhauer 1 - Buchformat (Various) (Box-Set) - Various 1. Juni 2008
Produktbewertung des Autors:
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Dieser Tonträger ist:
Pro:
Super Zusammenstellung für wenig Geld - Originalaufnahmen - randvolle CDs
Kontra:
Siehe Text
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
INHALT: Vorwort 100 Gassenhauer Zu Interpreten, Komponisten und Textern Produktinfos Die Songs Resumee Fortsetzungen Wo bekommt man die CD-Box?
Anhang: Was sind eigentlich Schlager? Komponisten und Texter Interpreten Quellenhinweise----------------------------------- -------------------------------------------------
Vorwort
In diesem Bericht und den folgenden werde ich nun meinem Nickname alle Ehre machen. Wer meine Webseite (siehe Visitenkarte) mal besucht hat, dem schwant vielleicht schon was. Und wenn ich im letzten Bericht das Wort "Schlagerexpedition" verwendete, war das auch kein Zufall. Tatsächlich dringe ich musikmässig immer gerne in bisher unbekannte Welten vor, in die sich zumindest in meinem Bekanntenkreis noch nie zuvor ein Mensch gewagt hat. Dabei stiess ich eines Tages auch auf ein paar Schellack-Aufnahmen, die man sich online anhören oder sogar downloaden konnte. Mein Interesse war geweckt und es dauerte nicht allzu lange, bis ich Ausschau nach mehr hielt und die CD-Box, die ich heute vorstelle, war meine erste dieser Art. Da viele Lieder aufgrund der historischen Ereignisse (Erster Weltkrieg, Zwischenkriegszeit, Machtergreifung der NSDAP, Verfolgung von Juden, Homosexuellen usw., Zweiter Weltkrieg, Nachkriegszeit) auch eine über die musikalische Dimension hinausgehende Bedeutung haben, weil sie einfach im damaligen gesellschaftlichen Kontext zu sehen sind und darüber hinaus auch oft untrennbar mit den persönlichen Schicksalen der Künstler verbunden sind, ist der Bericht sehr umfangreich. Ich habe ihn daher in eigentlichen Bericht und Anhang gegliedert, um ihn möglichst übersichtlich zu halten. Wer sich primär für die Musik interessiert, wird mit dem eigentlichen Bericht sein Auslangen finden. Wer aber mehr erfahren möchte, für den ist der Anhang gedacht. Diese Gliederung ist auch für jene gedacht, die sich immer gleich von unnötigen Textstreckungen verfolgt fühlen. Illustrierende Textbeispiele wird es auch geben, einfach weil die Texte damals ganz andere waren und zum Teil auch Worte und Wendungen enthalten, die heute nicht mehr gebräuchlich sind.
100 Gassenhauer
Warum "Gassenhauer"? Zum einen: Gassenhauer ist zwar kein Genre, und an sich handelt es sich bei den vorliegenden Aufnahmen aus den Jahren 1920-51 um Schlager, jedoch verbindet man mit "Schlager" heutzutage etwas, was mit diesen uralten Schellack-Aufnahmen nur mehr bedingt etwas zu tun hat und ihnen einfach nicht gerecht wird. Die Gründe für diesen Bruch sind vielfältig - Wer Jude, homosexuell oder sonst irgendwie war, was der NSDAP nicht passte, musste nach deren Machtergreifung Europa verlassen. Von ihnen kehrte nach Kriegsende nur eine Minderheit nach Europa zurück, von denen auch bei weitem nicht alle an ihre früheren Erfolge anknüpfen konnten. Viele wollten oder konnten nicht mehr zurückkehren, nicht wenige starben auch im Exil. Die in Europa Gebliebenen wurden grösstenteils im KZ ermordet. Zum anderen: "Gassenhauer" wird diesen Liedern von der eigentlichen Bedeutung des Wortes her durchaus gerecht: Zu dieser Zeit waren diese Lieder einfach das, was man heute Hits, Strassenfeger oder Ohrwürmer nennen würde. Alle an weiteren Informationen Interessierten möchte ich auf das Kapitel im Anhang "Was sind eigentlich Schlager?" verweisen.
Zu Interpreten, Komponisten und Textern
Im Anhang habe ich Infos über die Interpreten, soweit verfügbar, zusammengetragen. Bei den Komponisten und Textern habe ich exemplarisch ein paar ausgewählt. Abgesehen davon, dass der Bericht einfach nicht fertig würde, wenn ich zu allen etwas recherchieren würde, halte ich es auch nicht unbedingt für sinnvoll. Mir geht es ja nur darum, darauf hinzuweisen, was viele von ihnen aufgrund der historischen Ereignisse erlebt haben oder erleben mussten, und wie das ihre Karrieren beeinflusste, begünstigte, oder zerstörte. Darüberhinaus ist eine vollständige Aufzählung auch gar nicht möglich, und zwar aus folgenden Gründen:
Von vielen ist heute einfach nichts mehr bekannt. Nicht nur weil's lange her ist, sondern auch, weil die Nazis - analog wie z.B. bei Büchern - darauf bedacht waren, alles was ihnen nicht passte, unwiederbringlich zu zerstören.
Nicht nur, dass Schellackplatten viel spröder und empfindlicher als Vinylplatten sind, es herrschte vor allem unter den Nazis auch Materialknappheit und daher wurden damals neben kaputten auch viele intakte Schellackplatten einfach rezykliert, um neue Schellackplatten herstellen zu können. Obwohl durch diese idiotische Vorgehensweise sicher vieles tatsächlich für immer verlorenging, blieb aber vieles auch in Privatsammlungen, teils unwissend, erhalten.
Auch damals schon veröffentlichten viele Interpreten, Texter und Komponisten ihre Lieder zum Teil unter Pseudonymen, z.B. weil jemand unter seinen Texten einen kurzen und einprägsamen Namen stehen haben wollte, weil man einen Vertrag mit einem anderen Verleger laufen hatte, den man gerade nicht kündigen konnte, weil ein bekannter Opernsänger nicht wollte, das die Leute erfahren, dass er auch Schlageraufnahmen macht, oder weil eben z.B. die aufkommenden Nazis nicht wissen sollten, wer sich hinter einem bestimmten Lied verbarg u.v.m.
Produktinfos
Es handelt sich um eine 4CD-Box im Buchformat. "Buchformat" bedeutet: Die Box ist etwa so lang wie 2 herkömmliche CD-Cases, so breit wie eines, und so dick wie 1 1/2. Klappt man die Box auf, hat man in der linken Hälfte zwei CDs in Kunststoffhalterungen, in der rechten ebenfalls, und dazwischen das fest mit dem "Buchrücken" verbundene Booklet. Die CDs lassen sich leicht entnehmen, fallen aber auch nicht aus den Halterungen heraus. Aussenrum ist übrigens stabiler Karton. Da zwischen Booklet und "Buchrücken" eine Perforation ist, könnte man das Booklet auch herausnehmen. Ich pflege aber alles so zu lassen, wie es ist. Zum einen kann's dann auch mal unabsichtlich herausfallen und zum anderen spiele ich ja nicht immer CDs, sondern bevorzugt MP3s ab. Es gibt davon übrigens auch eine etwa 1 1/2 Jahre ältere Ausgabe. Jene Box hat "normales" CD-Format, ist aber inzwischen deutlich teurer als die vorliegende Box. Und der Inhalt ist derselbe.
Umfang: 4 CDs mit insgesamt 100 Tracks und 25 Tracks pro CD. Gesamtspielzeiten: CD 1 = 68:51, CD 2 = 65:37, CD 3 = 71:27, CD 3 = 70:43.
Kopierschutz: nein
Coverbild: Ein paar bildliche Eindrücke aus jener Zeit, in der oberen Hälfte ist ein kreisförmiger Aufkleber mit den Worten "frech - frivol - witzig" darübergeklebt (ja, tatsächlich geklebt, zumindest bei meiner Ausgabe ist's so).
Rückseite: vollständige Tracklist mit Zeitangaben; Copyright-Hinweise u. dgl.
Innenseite / CD-Vorderseiten: siehe Scans
Booklet: 20 Seiten mit Einleitung, mehreren beispielhaften Liedtexten, Bildern aus dieser Zeit und Abbildungen der Schallplattenlabels, sowie den Tracklists mit Angabe von Komponisten und Textern, Jahreszahlen fehlen jedoch. 6 Seiten sind allerdings Werbung für weitere Veröffentlichungen aus dieser Reihe und ähnliche Veröffentlichungen.
Tonqualität: Mir fällt es wirklich schwer, was ich dazu sagen soll, oder wie ich bewerten soll. Zum einen: es sind ja Schellackaufnahmen, was heisst, dass die Tracks mehr oder weniger rauschen, Störgeräusche und manchmal auch Sprünge enthalten, und man bei den Aufnahmen vor 1928 den Text des öfteren nur mit Mühe versteht. Auch die Aufnahmequalität war damals natürlich noch nicht auf dem Stand wie heute, es sind Monoaufnahmen von schmaler Bandbreite. Würde heute eine Plattenfirma mit einer solchen Qualität daherkommen, würde man sie ihr wahrscheinlich um die Ohren hauen. Zum anderen: Aber dafür, dass manche Aufnahmen bereits fast 90 Jahre alt sind, sind sie eigentlich sehr gut erhalten. Und wenn ich mich frage, ob eine bessere Qualität möglich wäre, muss ich ehrlicherweise sagen: wahrscheinlich nicht. Nur in einigen wenigen Fällen finde ich, dass sie besser sein könnte. Zudem: Die meisten Aufnahmen wurden direkt von Schellackplatten übertragen (eine andere Möglichkeit gab es nicht) und anschliessend remastered, was eine absolute Gratwanderung ist: man möchte die Klangqualität verbessern oder zumindest heutigen Hörgewohnheiten annähern, andererseits muss man aber auch darauf achten, nicht zuviel zu machen, da sonst die Aufnahmen darunter leiden und man schnell mehr kaputtmachen als verbessern kann. Daher werde ich im Feld "Klangqualität" auch die zweithöchste Stufe wählen.
Ich werde jetzt natürlich nicht alle 100 Tracks durchbesprechen. Zur Musik lässt sich ohnehin nicht so viel schreiben, da bei vielen Aufnahmen der Gesang noch das ist, was am besten zu hören ist. Und bei der Qualität dann z.B. auch noch Instrumente identifizieren?! Im allgemeinen sind die Songs im flotteren Tempo, die damaligen Rhythmen kennt man heute oft gar nicht mehr, oder zumindest sind es meist Exoten. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Foxtrott, Paso Doble, Slowfox, Onestep, Tango, Charleston, Polka, Rumba. Bei ein paar Tracks geht's aber durchaus auch mal ins Jazzige. Und Volkstümliches gab es auch damals schon. Der Sänger oder die Sängerin wurde häufig von einer Kapelle oder einem kleinen Orchester begleitet. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man weiss, dass es recht häufig war, dass gestandene Opernsänger auch Schlageraufnahmen machten. Und da viele der Aufnahmen aus Filmen stammen, waren auch da diese Zusammensetzungen das übliche, dass ein Schauspieler eine eigene Band hatte, wird eher selten der Fall gewesen sein. Ein nicht unbedeutender Teil der Lieder enthält auch relativ wenig Text, oft nur einen Refrain, und der Rest ist instrumental. Die Mehrheit sind aber eben doch "richtige" Lieder, mit mehreren Strophen und Refrain. Bei "bestimmten" Texten bemühen sich die Sänger auch, ihre Interpretation entsprechend anzupassen, z.B. werden homosexuelle Lieder schon auch mal mit einer extrem tuntig klingenden Stimme gesungen, oder schlüpfrige Texte mit einer verspielten Stimme. Thematisch findet man in den Songs Alltagsleben, Parties und Feste, Liebe, "Seemannsleben" u.a. Recht häufig sind die für die 1920er typischen sogenannten "Nonsens-Texte" (z.B. "Mein Papagei frisst keine harten Eier" oder "Was macht der Mayer am Himalaya") vertreten. Die Highlights gebe ich auch zugleich als Anspieltipps an, die schwächsten Songs sind z.B. "Der Neger hat sein Kind gebissen" (reiner Blödelsong) oder "Hatschi hatschi". . Anspieltipps: . CD 1 / Track 01 - Karkoff-Orchester - Ich bin verrückt nach Hilde CD 1 / Track 04 - Kalliope Orchester - Katinka hat ein Höschen an CD 1 / Track 09 - Odeon-Tanz-Orchester - So lang' nicht die Hose am Kronleuchter hängt CD 1 / Track 14 - Die Monacos - Es war einmal ein treuer Husar CD 1 / Track 15 - Willi Rose - Puppchen, du bist mein Augenstern CD 1 / Track 16 - Willi Rose - Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen CD 1 / Track 17 - Rudolf Scherfling & Ina Brosow - Warte, warte nur ein Weilchen CD 1 / Track 18 - Heinz Maria Lins - Ich hab' mein Herz in Heidelberg verloren CD 1 / Track 19 - Brigitte Mira - Wo sind deine Haare, August CD 1 / Track 20 - Heinz Maria Lins - In einer kleinen Konditorei CD 2 / Track 01 - Karkoff-Orchester - Die Isabelle huppt in die Welle CD 2 / Track 03 - Carlos Cantieni - Was macht der Maier am Himalaja CD 2 / Track 16 - Brigitte Mira - Die Männer sind alle Verbrecher CD 2 / Track 17 - Herbert Prikopa - Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht CD 2 / Track 19 - Willi Rose - Ausgerechnet Bananen CD 2 / Track 20 - Erwin Hartung - Wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt' CD 2 / Track 21 - Erwin Hartung - Ich hab' das Fräulein Helen baden seh'n CD 3 / Track 01 - Die Dominos - Kornblumenblau CD 3 / Track 02 - Ein Seemannschor - Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern CD 3 / Track 04 - Trio Sorrento - Ich brauche keine Millionen CD 3 / Track 09 - Margot Friedländer - In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine CD 3 / Track 10 - Theo Lingen - Der Theodor im Fussballtor CD 3 / Track 11 - Karl Berbuer - Der Trizonesien-Song CD 3 / Track 19 - Siegfried Arno - Was kann der Sigismund dafür CD 3 / Track 20 - Comedian Harmonists - Veronika, der Lenz ist da CD 3 / Track 24 - Orchester Efim Schachmeister - Ja bei den Hottentotten CD 4 / Track 02 - Erwin Bolt - Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln geh'n CD 4 / Track 08 - Max Kuttner - Benjamin, ich hab' nichts anzuzieh'n CD 4 / Track 09 - Kurt Mühlhardt - Ferdinand, du bist so ungalant CD 4 / Track 10 - Willy Weiss - Wenn du meine Tante siehst CD 4 / Track 12 - Fritz Berger - Mein Papagei frisst keine harten Eier CD 4 / Track 13 - Comedian Harmonists - Mein kleiner grüner Kaktus CD 4 / Track 14 - Max Kuttner - Ich reiss' mir eine Wimper aus CD 4 / Track 15 - Irene Ambrus - Die Susi bläst das Saxophon CD 4 / Track 20 - Comedian Harmonists - Ich wollt', ich wär' ein Huhn CD 4 / Track 23 - Willy Fritsch - Ich lass' mir meinen Körper schwarz bepinseln CD 4 / Track 24 - Comedian Harmonists - Maskenball im Gänsestall CD 4 / Track 25 - Rudi Schuricke - Auf Wiederseh'n . Kommen wir zu dem, was diese Lieder wirklich ausmacht, den Texten.
Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln geh'n
Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln geh'n, sofern die Winde weh'n, das wär doch wunderschön. Am Sonntag will mein Süsser mal ein Seemann sein, mit mir im Sonnenschein, so ganz allein. Und dann beim Abendrot, mach ich das Abendbrot auf unserm Segelboot, für meinen Süssen und für mich. Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln geh'n, sofern die Winde weh'n, das wär doch schön.
Ausgerechnet Bananen
Ausgerechnet Bananen, Bananen verlangt sie von mir Nicht Erbsen, nicht Bohnen, auch keine Melonen, das ist ein Schikan von ihr Ich hab Salat, Pflaumen und Spargel, auch Olmützer Quargel Doch ausgerechnet Bananen, Bananen verlangt sie von mir
Heinrich, wo greifst du denn hin?
Heinrich, wo greifst du denn hin? Was sind das für Harmonien? Heinrich, ich bin sehr gespannt, wo gehst du hin mit der Hand, das ist doch kein Lohengrin, wo sind die Noten, und wo deine Pfoten, Ja sag mir, was hat das für Sinn, Heinrich, wo greifst du denn hin?
Ich hab' das Fräulein Helen baden seh'n
Ich hab' das Fräulein Helen baden seh'n, das war schön, da kann man Waden seh'n, rund und schön, im Wasser steh'n und wenn sie ungeschickt, tief sich bückt, so dann sieht man ganz genau, bei der Frau, oh Ich hab' das Fräulein Helen baden seh'n, das war schön, da kann man Waden seh'n, rund und schön, im Wasser steh'n Man fühlt erst dann, sich recht als Mann, wenn man beim Baden geh'n Waden seh'n kann.
Ich lass mir meinen Körper schwarz bepinseln
Ach, wie herrlich ist es in Paris, die Frauen sind so süss, und dennoch ist mir mies. Jeden Abend, Smoking oder Frack, so geht es Tag für Tag, das ist nicht mein Geschmack. Ich lass' mir meinen Körper schwarz bepinseln, schwarz bepinseln und fahre nach den Fidschi-Inseln, nach den Fidschi-Inseln. Dort ist noch alles paradiesisch neu, ach wie ich mich freu', ach wie ich mich freu'! Ich trage mein Feigenblatt mit Muscheln, Muscheln, Muscheln, und gehe mit 'ner Fidschipuppe kuscheln, kuscheln, kuscheln, Von Bambus richte ich mir eine Klitsche ein, Ich bin der Fritsche, will der Fidsche sein.
Ja bei den Hottentotten
Ja bei den Hottentotten da tanzt man den Black Bottom mit andr'en Tanzmarotten als bei uns zu Haus'. Du darfst die schwarzen Puppen beim Tanzen nicht betuppen sonst macht der Häuptling gleich aus dir 'nen hehren Schmaus. Ganz ohne Hemd und Socken und mit geölten Locken am Bauch Bananenglocken, springt man her und hin. Und wie die Hottentotten, so tanzen den Black Bottom, die sehr geehrten Damen bald auch in Berlin.
Mein kleiner grüner Kaktus
Blumen im Garten, so zwanzig Arten von Rosen, Tulpen und Narzissen, leisten sich heute die kleinsten Leute. Das will ich alles gar nicht wissen. Mein kleiner grüner Kaktus steht draussen am Balkon, hollari, hollari, hollaro! Was brauch' ich rote Rosen, was brauch ich roten Mohn, hollari, hollari, hollaro! Und wenn ein Bösewicht was Ungezog'nes spricht, dann hol' ich meinen Kaktus und der sticht, sticht, sticht. Mein kleiner grüner Kaktus steht draussen am Balkon, hollari, hollari, hollaro! Man find't gewöhnlich die Frauen ähnlich den Blumen, die sie gerne tragen. Doch ich sag' täglich: Das ist nicht möglich, was soll'n die Leut' sonst von mir sagen. Mein kleiner grüner Kaktus ... Heute um viere klopft's an die Türe, nanu, Besuch so früh am Tage? Es war Herr Krause vom Nachbarhause, der sagt: "Verzeih'n Sie, wenn ich frage, Sie hab'n doch einen Kaktus auf ihrem klein' Balkon, hollari, hollari, hollaro! Der fiel soeben runter, was halten Sie davon? Hollari, hollari, hollaro! Er fiel mir auf's Gesicht, ob's glauben oder nicht, jetzt weiss ich, dass ihr grüner Kaktus sticht, sticht, sticht. Bewahr'n sir ihren Kaktus gefälligst anderswo, hollari, hollari, hollaro!
Mein Papagei frisst keine harten Eier
Mein Papagei frisst keine harten Eier, Er ist ein selten dummes Vieh, Er ist der schönste aller Papageier, nur harte Eier, die frisst er nie, Er ist ganz wild nach Nuss, Bonbons und Kuchen, er nimmt selbst Kaviar, auch Sellerie, auch saure Gurken sah ich ihn versuchen, nur harte Eier frisst er nie.
Was kann der Sigismund dafür
Als Sigi in der Wiege lag, da war es schon zu seh'n, das Kind wird wunderschön, wie'n Standbild aus Athen, Die Männer wurden grün vor Wut, Die Mädchen in der Stadt, die sagten nur, kein Neid, wer hat, der hat! Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist, Was kann der Sigismund dafür, dass man ihn liebt, die Leute tun, als ob die Schönheit ein Vergehn ist Man soll doch froh sein, dass es so was Schönes gibt! Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist, ist nicht der Sigismund ein süsser Kavalier? Und dass er immer bei den Damen gern geseh'n ist, was kann der Sigismund, der Sigismund dafür?
Was macht der Mayer am Himalaya
Was macht der Mayer am Himalaya? Wie kommt der Mayer, der kleine Mayer auf den grossen Himalaya? Rauf, ja das kunnt' er, ich frag' mich aber, wie kommt er runter, ich hab' so Angst um den Mayer, er macht' 'nen Rutsch, und ist futsch.
Wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt
Die Elisabeth, die Süsse, hat ein neues langes Kleid Und es schlenkert um die Füsse, die seid'ne Herrlichkeit, Jedes Herz beginnt zu sieden, alle Männer dreh'n sich um, Doch sie selbst ist nicht zufrieden, und wissen Sie warum? Wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt, hätt sie viel mehr Freud, an dem neuen langen Kleid Doch da sie Beine hat, tadellos und kerzengrad, tut es ihr so leid, um das alte kurze Kleid, Das kann man doch verstehen, beim Gehen, beim Drehen, kann man jetzt nichts mehr sehen, und niemand weiss bescheid. Ja, wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt, hätt sie viel mehr Freud, an dem neuen langen Kleid.
Resumee
Ehrlich gesagt: ich hatte mir, als ich mich auf diese Musik einliess, weit weniger erwartet. Dass ich hier auf etwas viel interessanteres stossen sollte, als das, was ich bis dahin weitgehend unter "Schlager" kannte, damit hatte ich nicht wirklich gerechnet. Insgesamt hat es sich wohl gelohnt, man hat hier eine Fülle an manchmal frechen und frivolen, aber vor allem meistens witzigen Texten. Bei vielen musste ich allein schon bei den Titeln schmunzeln, als ich die ganzen Songs hörte, oft erst recht, und das empfinde ich auch heute noch so. Mein absoluter Favorit ist "Ja bei den Hottentotten". Ich höre mir diese Songs zwar nicht so oft, aber immer wieder mal gerne an. Diese uralten "Schlager" haben einfach ihren Reiz und ich finde es auch interessant, welche Musik man zu Beginn des letzten Jahrhunderts so gehört hat. Oder kurz gesagt: Ich bin begeistert! Darüberhinaus gibt's die 100 Songs zu einem Preis von nur etwa 10 Euro - man kaufe mal z.B. 100 Songs von Britney Spears und vergleiche die Kosten :-) Auch auf Parties sind diese Lieder immer für eine Überraschung gut. Wie schaut's nun mit der Bewertung aus? Obwohl man von schwächeren bis echt super Songs alles auf dieser Zusammenstellung hat, vergebe ich die volle Sternenzahl! Warum? Weil's einfach eine ausgezeichnete Zusammenstellung ist! Und gleichzeitig sind die Songs musikhistorische Dokumente und man bekommt einen sehr guten Einblick! Meines Erachtens absolut empfehlenswert, auch für Einsteiger oder einfach auch nur für Neugierige. . Ein kleiner Mangel vielleicht noch: Ich bin im Zweifel, ob nicht einige wenige Songs neueren Datums sind als auf dem Cover (1920-51) angegeben. Denn den Song "Die Männer sind alle Verbrecher" von Brigitte Mira habe ich an anderer Stelle als aus dem Jahr 1961 datiert gesehen, und Herbert Prikopa war 1951 erst 16 Jahre alt, da er 1935 geboren ist. Wenn ich seinen Song "Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht" höre, scheint es mir aber sehr unwahrscheinlich, dass er mit 16 (oder noch jünger?) bereits diese Stimme hatte. Aber auch wenn einige wenige Songs reingerutscht sein sollten, die in Wahrheit erst ein paar Jahre später entstanden sind, schmälert das meines Erachtens den Gesamteindruck nur geringfügig, sodass es deutlich übertrieben wäre, deswegen einen Stern abzuziehen.
Fortsetzungen
100 Gassenhauer Vol. 2 => weitere 100 "Schlager" aus dieser Zeit (siehe Bericht "Musikalische Zeitreise II") 100 Gassenhauer Vol. 3 => 100 Schlager aus der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit (siehe Bericht "Musikalische Zeitreise III")
Wo bekommt man die CD-Box?
Ich selbst habe sie bei Amazon gekauft, und das damals völlig überteuert. Denn dort kostet sie über 20 Euro, wogegen sie beim Hersteller originalverpackt für 10 Euro zu haben ist, gebraucht gibt es sie noch günstiger. Aber es war halt mein erster Musikkauf übers Internet... Machen wir ein paar Preisvergleiche bei meinen üblichen Verdächtigen (für ausführlichere Infos siehe dazu auch meine Liste "Online-Shops"; Preise in Euro, Stand 1.06.2008):
Alphamusic: nicht zu finden bzw. man findet nur Vol. 2 und Vol. 3 und die kosten beide 21,99 Euro.
Amazon: 21,99, zeitweise auch 32,99 (portofrei)
Amazon Marketplace: gebraucht ab 7,84; neu ab 9,86 (dort gibt's übrigens auch die frühere Ausgabe im "normalen" Box-Format ab 16,98)
AuM / Weltbild: ebenfalls nur Vol. 2 und Vol. 3 - jeweils zum Preis von 24,99
CD-LP-DVD: 9,99
Ebay (Sofortkauf): Vol. 1 finde ich hier ab 9,99; Allerdings gibt es dort auch ein Angebot von CD-LP-DVD um 24,99 für Vol.1-3 zusammen (also gesamt 12 CDs).
=> Ich würde entweder über Amazon Marketplace (Kundenbewertungen der Anbieter lesen!!!) oder "direkt" bei CD-LP-DVD kaufen.== ANHANG ==
Was sind eigentlich Schlager?
Scherzhafte und derbe Lieder, die im einfachen Volk kursierten, gab es nachweislich bereits am Ende des Mittelalters. Viele fanden sogar Eingang in die Kunstmusik oder tauchten plötzlich z.B. wieder als Kirchenlieder auf - natürlich mit geändertem Text. . Der Begriff "Schlager" tauchte erstmals etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf und es handelte sich dabei um eingängige Lieder und Melodien aus Operetten, die bei den Zuhörern "einschlugen" oder "durchschlagenden" Erfolg hatten - und daher kommt auch der Begriff. Im erweiterten Sinne sprach und spricht man auch bei anderen Produkten von "Schlagern" oder "Verkaufsschlagern" und im übrigen ist "Schlager" nichts anderes als die deutsche Entsprechung des englischen Wortes "Hit". Da man aber irgendwann auch andere Musik kennenlernte und nicht immer nur bei deutschsprachiger Musik blieb, änderte sich in Bezug auf Musik langsam die Bedeutung des Wortes "Schlager" und steht heute nun für ein ganzes Genre, dessen Lieder zwar vom Genre her Schlager sind, es aber von der ursprünglichen Bedeutung des Wortes her nicht mehr sein müssen (im Sinne von "Hit"). "Schlager" und "Hit" haben somit heute auch nicht mehr dieselbe Bedeutung, "Schlager" ist nunmehr ein Genre und ein "Hit" das, was man in der Anfangszeit der leichten Musik "Schlager" nannte. Bei anderen Produkten oder auch Texten, Ideen usw. dagegen sind die beiden Begriffe nach wie vor synonym, auch wenn "Hit" eher nur im Zusammenhang mit Musik verwendet wird. . Neben den Schlagern aus Operetten begann man ab etwa 1880-1900 nach und nach auch eingängige Lieder und Liedtexte zu schreiben, die für sich allein standen. Man kann also sagen, der Schlager hat sich aus der Operette heraus entwickelt. Dies geschah vornehmlich in Wien und in Berlin, da diese beiden Städte damals die Operettenzentren im deutschsprachigen Raum waren. . Zuerst war der Schlager primär den unterhaltungssüchtigen oberen Bevölkerungsschichten vorbehalten. Auch die Erfindung des Grammophons 1887 sowie der Schellackplatte 1895 (davor Hartgummiplatten) änderten daran kaum etwas, da diese für den Normalbürger vorerst unerschwinglich blieben. Die Titel mancher Schlager aus dieser Zeit sind noch heute geläufig oder zu geflügelten Worten geworden, so z.B. "Ich lade gern mir Gäste ein", "Glücklich ist wer vergisst" oder "Das macht die Berliner Luft". . Ab etwa 1920, dank der Erfindung und raschen Verbreitung des Tonfilms, wurde der Schlager nun einem breiteren Publikum zugänglich. Viele der Schlager dieser Zeit stammen daher auch aus Tonfilmen und stellen somit quasi die erste Filmmusik dar. Titel aus dieser Zeit sind z.B. "Was macht der Maier am Himalaja", "Unter den Pinien von Argentinien", "Der Onkel Bumba aus Kalumba tanzt nur Rumba" oder "Mein Papagei frisst keine harten Eier". Allein schon die Titel dieser Schlager sorgen bei vielen heutigen Betrachtern für ein gewisses Schmunzeln oder Verwunderung. . Mit dem Beginn von Schwulen- und Lesbenbewegungen um die Jahrhundertwende tauchten zuerst zaghaft, bald aber gar nicht mehr selten, Schwulen- und Lesbenlieder auf und kontrageschlechtliche Lieder und Darbietungen standen bald an der Tagesordnung. "Kontrageschlechtlich" bedeutet: Männer sangen für Frauen erdachte Lieder, Frauen für Männer erdachte Lieder. Zusätzlich wurde oft auch noch die Stimme entsprechend angepasst, so singt z.B. Max Kuttner das eifersüchtige "Ich reiss mir eine Wimper aus" mit einer extrem tuntigen Stimme, Claire Waldoff (sie war tatsächlich eine bekennende Lesbe) "Ach wie ich die Lena liebe" mit einer tiefen, männlich klingenden Stimme und in voller Inbrunst. Man muss sich das mal anhören - herrlich. Es scheint so, dass man in den 1920er und noch zu Beginn der 1930er Jahre diese Sache weniger eng sah als vielerorts noch heute. . Vielen Texten lässt sich auch eine gewisse Frivolität nicht absprechen. Das bezeugt zum einen die sogenannten "Wilden Zwanziger", zum anderen aber auch eine aufkommende Aufgeklärtheit und Emanzipation. Beispiele: "Eine Miezekatze hat se", "Veronika der Lenz ist da", "Ich hab das Fräulein Helen baden sehn", "Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben", "Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt", "Josef, ach Josef, was bist du so keusch?" Die Kirchen hatten damit natürlich keine Freude. . Ab 1933, mit der Machtergreifung der NSDAP, begann jedoch der Anfang vom Ende. Da viele Künstler sich bewusst vom aufkommenden Naziregime abgrenzen wollten, entstanden zuerst noch Texte wie z.B. "Mein lieber Schatz, bist du aus Spanien" anstatt des bis dahin ideologiefreien "Dein Wesen war einst treudeutsch germanisch". Viele jüdische Künstler verliessen bald Deutschland, zum Teil aufgrund von Vorahnungen oder aber auch, weil sie bereits von Auftrittserschwernissen oder -verboten betroffen waren. Bis zur Olympiade 1936 gab sich das Naziregime nach aussen hin noch liberal, danach begann eine gnadenlose Verfolgung. Z.B. mussten sich deswegen die "Comedian Harmonists" splitten, die jüdischen Mitglieder verliessen 1935 Deutschland und machten noch eine Weile als "Comedy Harmonists" in Wien, London und Kopenhagen weiter, bevor sie nach Amerika gehen mussten, die zurückgebliebenen holten neue Mitglieder hinzu und nannten sich fortan "Meistersextett", weil das Naziregime nur deutsche Namen duldete. Hermann Leopoldi, Interpret von Wienerliedern und Schlagern, der auch über 2000 Lieder komponiert, vertont oder getextet hat, kam ebenso ins KZ wie Fritz Löhner-Beda, Komponist mehrerer bekannter Operetten und vieler Schlager. Noch im KZ schrieben sie zusammen das Buchenwald-Lied, quasi in letzter Minute konnte Leopoldi doch noch irgendwie "freigekauft" werden, Löhner-Beda hatte weniger Glück und wurde in Auschwitz ermordet. Fritz Grünwald ("Ich hab das Fräulein Helen baden sehn") in Dachau. . Mit der Emigration bzw. Inhaftierung/Ermordung jüdischer Komponisten und Texter verschwanden auch die homosexuellen, frivolen, anzüglichen und witzigen Texte der letzten Jahrzehnte. Film- und Schallplattenindustrie kamen unter staatliche Aufsicht und auch der Schlager fiel der Gleichschaltung immer mehr zum Opfer und musste für Propagandazwecke herhalten. Auf einmal konnte man auch andersdenkende und unangenehme Zeitgenossen mit der Unterstellung, homosexuell zu sein, denunzieren und im Ruf schädigen. Derartige dümmliche Unterstellungen oder die Verklemmtheit, mit Homosexuellen umzugehen, die es auch heute nach wie vor gibt, sind somit in gewissem Sinne auch heute noch ein leider immer noch vorhandenes Erbe des Naziregimes. In Deutschland verbliebene Interpreten wie Marika Rökk oder Johannes Heesters wurden oft unwissentlich für Propagandazwecke eingespannt, gegen Ende des Krieges wurden explizit Texte gesucht, die der deutschen Bevölkerung wieder Mut machen sollten. Es entstanden Texte wie "Davon geht die Welt nicht unter" oder "Ich weiss, es wird einmal ein Wunder geschehn", beide gesungen von Zarah Leander. Selbst das eigentlich harmlose "Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" von Heinz Rühmann aus dem Jahr 1939 wurde nun wieder häufig im Radio ("Volksempfänger") gespielt. Gemeint waren die beiden Lieder von Zarah Leander allerdings ganz anders: damit, wovon die Welt nicht untergeht, war das Naziregime gemeint, und mit dem Wunder, das einmal geschehen wird, das Ende desselben. Vielen Menschen gaben sie wieder neuen Mut, Zuversicht und neue Kraft; dass es Propagandalieder waren, ist leider heute ein weitverbreitetes und kaum totzukriegendes Gerücht. Damals sahen das nämlich nur die Nazis so. . Was sich ab der Nachkriegszeit Schlager nennt, hat meines Erachtens nur mehr bedingt Gemeinsamkeiten mit den Schlagern seit ihrer Anfangszeit bis 1945, und das ist auch der Grund, warum ich da eine deutliche Grenze ziehe und alles von den Anfängen bis 1945 "Mottenkistenschlager", "Uralt-Schlager", oder im Sinne der vorliegenden Zusammenstellung auch "Gassenhauer" nenne und alles ab 1945 einfach "Schlager". Es tauchten zwar ab und zu noch witzige Schlager auf, z.B. der Trizonesien-Song von Karl Berbuer, Jupp Schmitz' "Wer soll das bezahlen" oder die Songs von Hazy Osterwald, ein paar der Schlager aus den 1920er Jahren wurden neu aufgenommen ("Ich hab das Fräulein Helen baden sehn", "Was macht der Maier am Himalaja", ...), und natürlich nicht zu vergessen die Schlager von ein paar in Deutschland hängengebliebenen Amerikanern (Bill Ramsey, Gus Backus, ...), aber zum einen ist das etwas anderes als der schwüle und frivole Charme vieler 1920er-Jahre-Schlager, und zum anderen handelt es sich in der grossen Mehrheit der Fälle eben doch um völlig anspruchslose Heile-Welt-Lieder. Auch in der Filmindustrie war das nicht viel anders, man denke an die vielen Heimatfilme. Meines Erachtens musste sich die Musik bei uns zwangsläufig so entwickeln, da man zwei (verlorene) Weltkriege hinter sich hatte, und dann auch noch das Naziregime, da war nun für anspruchsvollere Musik einfach kein Platz und den Leuten war heile Welt in Bild und Ton zum "Aufpäppeln" willkommen.
Komponisten und Texter
Anton Profes (* 1896 Leitmeritz/Österreich-Ungarn, † 1976 Salzburg) war Schlager- und Filmkomponist. Zuerst Kapellmeister in mehreren deutschen Städten, ab 1921 Schlagerkomponist und ab 1930 Komponist für insgesamt über 100 Tonfilme. Von ihm stammt u.a. die Musik zu:
Was macht der Mayer am Himalaya
Heut ist die Käthe etepetete
Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln geh'n
Fritz Grünbaum (* 1880 Brünn/Mähren; † 1941 Dachau) war Kabarettist, Operetten- und Schlagertexter, Regisseur, Schauspieler und Conférencier. Mit 18 begann er in Wien ein Studium der Rechtswissenschaften, das er auch abschloss, aber bereits während des Studiums begann er sich immer mehr für Literatur zu interessieren und hatte auch bald seine ersten Auftritte und begann, seine eigenen Libretti zu verfassen. 1915 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, kehrte aber schon 1916 wieder desillusioniert zurück, nachdem er an der italienischen Front gekämpft hatte und fiel fortan durch pazifistische Wortmeldungen auf. Vor und nach dem Krieg arbeitete er viel mit Karl Farkas zusammen. Er pendelte ständig zwischen Wien und Berlin und schrieb Schlagertexte und Drehbücher. Ab 1933 wurden seine Texte politischer, 1938, am Tag, als die Nazis in Österreich einmarschierten, bekam er Auftrittsverbot. Am nächsten Tag wollte er in die Tschechoslowakei flüchten, wurde aber an der Grenze zurückgeschickt. Eine Weile konnte er sich noch in Wien verstecken, wurde dann aber verraten und ins KZ Dachau abtransportiert, wo er Anfang 1941 verstarb. Der bekannteste von ihm stammende Schlagertext ist jener zu "Ich hab' das Fräulein Helen baden seh'n". . Fritz Löhner-Beda (* 1883 Wildenschwert/Böhmen, † 1942 Auschwitz) war Librettist, Schlagertexter und Schriftsteller. Ursprünglich gelernter Rechtsanwalt, setzte sich schliesslich seine Leidenschaft, die "leichte Dichtkunst", durch. In den 1920er Jahren avanciert er zu einem der gefragtesten Texter Wiens, nicht nur für Schlager, auch für zahlreiche Operetten. März/April 1938 wird er verhaftet und mit dem ersten "Prominententransport" ins KZ Dachau gebracht, im September schliesslich weiter ins KZ Buchenwald, wo er im Dezember desselben Jahres von mit seiner Arbeitsleistung unzufriedenen I.G. Farben-Direktoren zu Tode geschlagen und getreten wird. Eine Auswahl aus seinem textlichen Schaffen:
In der Bar zum Krokodil
Du schwarzer Zigeuner
Drunt' in der Lobau
Ausgerechnet Bananen
Ich hab' mein Herz in Heidelberg verloren
Oh, Donna Clara
Wo sind deine Haare, August?
Was machst du mit dem Knie, lieber Hans?
Dein ist mein ganzes Herz
Liebe Katharina, komm zu mir nach China!
Fritz Rotter (* 1900 Wien, † 1984 Ascona/Schweiz), war Texter und Komponist. Seine ersten Texte verfasste er mit 17. Als die NSDAP die Macht ergriff, emigrierte er zuerst nach London und schliesslich in die USA, kehrte nach dem Krieg aber nach Europa zurück und verfasste weiterhin Schlagertexte. Insgesamt dürften etwa 1200 Texte von ihm stammen, u.a.:
Was macht der Mayer am Himalaya
Heut war ich bei der Frieda, das tu ich morgen wieda
Heut ist die Käthe etepetete
Wieso ist der Walter so klug für sein Alter
Wenn der weisse Flieder wieder blüht
Veronika, der Lenz ist da
Ich küsse ihre Hand, Madame
Ich hab' mich so an dich gewöhnt
Jerzy Petersburski (* 1895 Warschau, † 1979 ebenda) studierte in Warschau und Wien, arbeitete zuerst mit Warschauer Theatern und Kabaretts zusammen, bevor er vor dem 2. Weltkrieg zahlreiche Filmmusiken komponierte. Etwa die ersten 20 Nachkriegsjahre verbrachte er in Südamerika, bevor er schliesslich nach Polen zurückkehrte. "Oh, Donna Clara" wurde mit dem deutschen Text von Fritz Löhner-Beda bzw. dem englischen von Jimmy Kennedy zu einem Welthit. . Robert Gilbert (* 1899 Berlin; † 1978 Minusio/Schweiz) war Komponist, Texter, Sänger und Schauspieler. Wird 1918 Soldat im 1. Weltkrieg und kommt in Kontakt mit dem Spartakusbund, der sein politisches Bewusstsein weckt. Nach Kriegsende studiert er Philosophie und Kunstgeschichte und beteiligt sich aktiv an politischen Demonstrationen und Wahlkämpfen. Er beginnt damit, zusammen mit seinem Vater Jean Gilbert alias Max Winterfeld Operetten, Schwänke, Revuen, Schlager und politische Couplets zu schreiben. Er wird schliesslich zu einem der gefragtesten Texter und arbeitet mit vielen bekannten Komponisten, Sängern und Schauspielern zusammen. 1933, am Zenit seines Schaffens, muss er Deutschland verlassen und kommt schliesslich nach New York, 1949 kehrt er nach Europa zurück und lässt sich 1954 in der Schweiz nieder. Dank seiner Englischkenntnisse macht er sich nun an die Übersetzung von insgesamt 20 amerikanischen Musicals. Der Schlager "Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln geh'n", zu dem er den Text schrieb, landet dank eines Musikfilms über 30 Jahre nach seiner Entstehung (1929) in den Hitparaden. Auszug aus seinem Schaffen:
Kathrin, du hast die schönsten Beine von Berlin
Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist
Das ist die Liebe der Matrosen
Im Salzkammergut, da kamma gut lustig sein
Das gibt´s nur einmal, das kommt nicht wieder
Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen
Am Sonntag will mein Süsser mit mir segeln gehn
Irgendwo auf der Welt
Die Ballade vom Nigger Jim
Interpreten
Brigitte Mira (* 1910 Hamburg, † 2005 Berlin) dürfte vielen noch als "Berliner Original" in Erinnerung sein. Usprünglich im Operettenfach, zog es sie auch bald auf Kabarettbühnen und zum Fernsehen. In ihren früheren Jahren entstanden auch ein paar Schallplattenaufnahmen.
Die Comedian Harmonists waren ein 6-köpfiges Vokalensemble mit einem Pianisten, das auch internationale Erfolge hatte. Es existieren u.a. auch Aufnahmen in Englisch und Französisch. Sie hatten durch eine Zeitungsannonce zusammengefunden, heute würde man dazu Casting sagen. Ihr Debüt hatten sie 1928, da die Hälfte von ihnen Juden waren, bekamen sie ab 1933 immer mehr Schwierigkeiten und ab 1934 wurden sie schliesslich mit Auftrittsverboten belegt, tourten vorerst nur mehr im Ausland, bis sie sich 1935 splitteten. Aus der "arischen" Hälfte wurde mit drei neuen Bandmitgliedern das "Meistersextett", aus der jüdischen Hälfte mit ebenfalls 3 neuen Mitgliedern die "Comedy Harmonists". Letztere verliessen schliesslich überhaupt Europa. Obwohl alle den Krieg überlebten, fanden sie später nie wieder zusammen. Vier der Mitglieder des "Meistersextetts" versuchten es nach dem Krieg nochmal als "Comedian Quartett", konnten aber an die früheren Erfolge nicht mehr anknüpfen.
Detlev Lais war Saxophonist und Schlagersänger, der seine Erfolge im ersten Nachkriegsjahrzehnt hatte. Über sein Leben lassen sich keinerlei Informationen finden.
Efim Schachmeister (* 1894 in Kiev, † 1944 Buenos Aires) hatte von 1910-13 seine musikalische Lehrzeit am Sternschen Konservatorium in Berlin, spielte danach bei diversen Kapellen und war ab 1923 schliesslich Kapellenleiter. Ab etwa 1925 entstanden seine ersten Schallplattenaufnahmen, doch schon 1933 musste auch er Deutschland verlassen. Während dieser kurzen Zeit erhielt er auch den Ehrentitel "König aller Tanzgeiger". Das Repertoire seiner Kapelle, der immer wieder auch sehr bekannte und versierte Musiker dieser Zeit angehörten, umfasste u.a. Ragtime, Jazz und Blues.
Eric Helgar (* 1910 Regensburg; † 1992 München) war primär Sänger und hatte so auch seine ersten Erfolge, erst danach betätigte er sich auch als Bühnen- und Filmschauspieler, des weiteren schliesslich auch als Komponist und Fernsehmoderator. Schaupielerische Erfolge hatte er bis in die 1980er Jahre hinein. Von ihm existieren weit über 1000 Schellackplattenaufnahmen.
Erwin Hartung (* 1901 Bromberg/Posen, † 1986 Düsseldorf) begann 1920 als Schauspieler in Bayreuth und kam schliesslich nach Berlin. 1929 wurde er für die Schallplatte entdeckt, wo er eine beispiellose Erfolgsserie hinlegte: Es existieren mindestens 2.000 Aufnahmen mit ihm (nach anderen Quellen 3.000), wahrscheinlich sind es sogar über 5.000. Viele davon unter Pseudonym, was die Zuordnung natürlich erschwert.
Harry Steier (* 1878 Frankfurt/Main, † 1936 Berlin) war eigentlich Opernsänger (Tenor). Er unternahm auch Tourneen in die USA und nach Südamerika . Neben der Oper nahm er auch Schlager auf und beschäftigte sich in späteren Jahren auch mit dem deutschsprachigen Volkslied, ihm ist auch zu verdanken, dass viele dieser Lieder in authentischen Interpretationen erhalten blieben.
Herbert Prikopa (* 1935 Wien) wird vielen Österreichern noch aus der Kindersendung "Auch Spass muss sein" aus den 1980ern bekannt sein. Er ist Dirigent, Opernsänger, Schauspieler, Komponist, Schriftsteller, Pianist und Kabarettist.
Ilse Werner (* 1921 Batavia/Niederländisch-Indien, † 2005 Lübeck) war eine Schauspielerin und Sängerin, die ihre grössten Erfolge mit Filmen während des Dritten Reiches hatte. Anfang der 1940er Jahre wurde sie auch als Schlagersängerin und Kunstpfeiferin entdeckt.
Irene Ambrus (* 1904 Budapest, † 1990 London) war (Operetten-)Sängerin und Schauspielerin. Sie war die Cousine von Gitta Alpár. Ihre Gesangskarriere bekam einen mächtigen Schub, als sie 1928 einen wichtigen Mitarbeiter von Europas damaligem grössten Schallplattenkonzern heiratete. Aber schon 1933 sah auch sie sich gezwungen, Deutschland verlassen und ging nach London. Von ihr existieren über 60 Schallplattenaufnahmen, die Texte sind oft recht schlüpfrig.
Karl Berbuer (* 1900 Köln, † 1977 ebenda) war Komponist, Krätzchen- und Schlagersänger. Heute sind seine während der Besatzungszeit entstandenen Lieder als Karnevalsschlager bekannt, damals waren sie aber als Veräppelung der Besatzer eine Gratwanderung und ironisch-bitterböser Ernst.
Leo Monosson (* 1897 Moskau, † 1967 auf Jamaica) musste 1918 aus Russland flüchten und kam 1923 schliesslich nach Berlin, wo er auch seine Gesangskarriere begann. Er war einer der beliebtesten Sänger der Weimarer Zeit, seine über 1400 Schallplattenaufnahmen veröffentlichte er unter vielen Pseudonymen, von denen allein auf Wikipedia sieben genannt sind. Als Jude bekam er ab 1933 keine Engangements mehr und wanderte daher zuerst nach Frankreich aus, womit auch seine Karriere als Sänger jäh endete. 1941 floh er dann über Spanien in die USA.
Luigi Bernauer (* 1899 Wien, † 1945 Oslo) war Kabarettist, Komponist und Sänger. Er wandte sich nach dem Ersten Weltkrieg der Musik zu, trat zuerst in Wiener Kabaretts auf und wurde in den 1920er und 30er Jahren zu einem beliebten Rundfunk- und Schallplattensänger. Von ihm gibt es unzählige Aufnahmen mit Tagesschlagern dieser Zeit und Wienerliedern.
Paul O'Montis (* 1894 Budapest, † 1940 Sachsenhausen) war Sänger, Parodist und Kabarettist. Er wächst in Hannover auf, tritt dann ab 1924 in Berlin auf und es entstehen auch unzählige Schallplattenaufnahmen. 1933 flieht er zuerst nach Wien, 1938 dann weiter nach Prag. Dort wird er 1939 festgenommen und als bekennender Homosexueller ins KZ verschleppt. Er stirbt 1940 im KZ Sachsenhausen, angeblich "Freitod". Abgesehen davon, dass zu dieser Aussage der Lagerleitung anderslautende Zeugenaussagen vorhanden sind, ist sie in dem Zusammenhang sowieso nur zynisch zu sehen. Es ist übrigens nicht gesichert, dass er jüdischer Herkunft war.
Paul Westermeier (* 1892 Berlin, † 1972 Westberlin) war Schauspieler, der auch ein paar Lieder auf Schallplatte aufnahm. Seine (Film-)Karriere konnte er nach dem Krieg problemlos fortsetzen.
René Carol (* 1920 Berlin, † 1978 Minden) begann während seiner Wehrmachtszeit damit, Zarah Leander, Theo Lingen und Hans Moser (!) zu parodieren. Er gerät nach Kriegsende in französische Gefangenschaft, aus der er nach Paris fliehen kann. Dort tritt er in Bars und Nachtclubs auf, als er schliesslich nach Deutschland zurück will, benötigt er einen Pass, der natürlich nicht auf seinen tatsächlichen Namen lauten darf, und so entsteht auch sein Name, bürgerlich hiess er ganz anders. In Deutschland wird er bei einem seiner Auftritte von Kurt Feltz entdeckt. René Carol bleibt bis in die 1960er Jahre hinein erfolgreich.
Siegfried Arno (* 1895 Hamburg, † 1975 Woodland Hills/Kalifornien) war Schauspieler, Komiker, Sänger und Tänzer. Seine Bekanntheit verdankt er im wesentlichen der Erfindung des Tonfilms, so entstanden dann auch Schallplattenaufnahmen. Auch er sah sich 1933 gezwungen, Deutschland zu verlassen und landete 1939 schliesslich ebenfalls in den USA.
Theo Lingen (* 1903 Hannover, † 1978 Berlin) war Schauspieler, Regisseur und Buchautor. Bekannt wurde er vor allem als Filmkomiker, Markenzeichen war seine näselnde Stimme. Von ihm existieren nur wenige Schallplattenaufnahmen.
Willy Fritsch (* 1901 Kattowitz, † 1973 Hamburg) war vor allem Schauspieler und seine Gagen erreichten Rekordhöhen. Da es sich bei seinen Filmen häufig um Musikkomödien handelte, existieren von ihm auch ein paar Schallplattenaufnahmen. Im Dritten Reich war er ab etwa 1940 NSDAP-Mitglied, blieb aber bis auf einen Propagandafilm unpolitisch. Nach Kriegsende hatte er nur mehr kleinere Erfolge, ingesamt wirkte er in etwa 100 Filmen mit.
Willi Rose (* 1902 Berlin; † 1978 ebenda) war Bühnen- und Filmschauspieler. Von ihm existieren deswegen viele Schallplattenaufnahmen, weil er auch in vielen Operetten mitspielte.
Willy Rosen (* 1894 Magdeburg, † 1944 Auschwitz) war Kabarettist, Komponist und Texter. Er war einer der bekanntesten Entertainer der 1920er Jahre. Seine ersten Texte und Lieder schrieb er an der Ostfront in Russland. Ab 1919 Kabarettauftritte in Berlin, ab 1924 Verfassen musikalischer Lustspiele. Bekannt wurde er auch durch seine Klavierbegleitungen zu Stummfilmen, Tourneen führten ihn schliesslich fast ins gesamte benachbarte Ausland. 1933 erhielt er Auftrittsverbot, er gab noch Gastspiele im Ausland, kehrte bis 1936 aber immer wieder nach Berlin zurück. 1937 emigrierte er in die Niederlande, wo er mit anderen Emigranten ein Theater gründete. Dieses wurde 1942 verboten, als deutsche Truppen in den Niederlanden einmarschierten. Die Flucht aus Europa gelang ihm nicht mehr, er wurde 1944 im KZ Auschwitz ermordet. Von ihm existieren über 50 Schallplattenaufnahmen.
Willy Schneider (* 1905 Köln, † 1989 ebenda) hatte auch den Beinamen "Der Sänger von Rhein und Wein". Seine erste Schallplatte erschien lt. Wikipedia 1935, 1927 sang er meines Wissens aber bereits die erste deutsche Version des Songs "Ramona", der 1960 durch die "Blue Diamonds" bekannt wurde. Sein Repertoire umfasste Volkslieder, Schlager und Karnevalslieder.
Quellenhinweise
Der Text "Was sind eigentlich Schlager?" stammt zum Teil aus Wikipedia und ist zum Teil eigenes Wissen. Er findet sich nur leicht verändert auch auf meiner Webseite. Die Kurzbiographien von Interpreten, Komponisten und Textern sind weitgehend aus Wikipedia zusammengefasst. Alles andere ist auf meinem Mist gewachsen. . . Eine bessere Tracklist als in der Ciao-Produktbeschreibung gibt's übrigens hier: http://tinyurl.com/3logkg . Da weitere Berichte zu dem Thema geplant sind, wird dieser Bericht wahrscheinlich noch ein paarmal im kosmetischen Ausmass überarbeitet werden.