Erfahrungsbericht über

5ive - Five

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Five bad boys with the power to rock you!

5  12.07.2009

Pro:
Einzigartiger Sound, eingängige (rotzige) Song,

Kontra:
"Shake" .  . ein echter Fehltritt

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Jouleska

Über sich: Lange weg, jetzt hoffentlich wieder regelmäßig hier :)

Mitglied seit:27.09.2008

Erfahrungsberichte:177

Vertrauende:29

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 60 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leser,

„Five bad boys with the power to rock you“, so lautet die erste Zeile auf diesem Album.
Eine Zeile, die die Karriere einer 5-köpfigen Boygroup aus England ins Rollen brachte.
Doch halt! Boygroup? Da wären die Herrschaften aber sehr böse gewesen, denn 5ive sahen sich als böses Gegenstück zu den üblichen Weichspülgruppen, die in Neunzigern wie Pilze aus dem Boden schossen. Dies hier ist ein faktisch schwer untermauerter Bericht mit Augenzwinkern über das Debütalbum meiner liebsten Boygr..ups.
5ive – Wer waren die überhaupt?

5ive betitelten sich selbst immer als „Ladband“, was grob übersetzt etwa „Kumpelband“ bedeutet. Sie gründete sich 1997 als Castingprojekt, was heute verschrien ist, damals aber völlig normal war. Unter mehr als 3.000 hoffnungsvollen Bewerbern schafften es schließlich Ritchie, Sean, J, Abs und Scott in die Band unter der Fittiche von Bob und Chris Herbert, die sich auch für den Erfolg der Spice Girls verantwortlich zeichneten.

Musikalisch lassen sich 5ive als Pop bezeichnen, versuchten aber ihren Liedern mit Rap-Einlagen, derberen Texten und einem allgemein rüpelhafteren Auftreten mehr Kanten zu verleihen. In Deutschland hat es, wahrscheinlich wegen übermächtiger Konkurrenz in Form von z.B. den Backstreet Boys, nicht so wirklich mit der großen Karriere geklappt.
In Großbritannien waren sie dafür umso erfolgreicher und können 11 Top 10 Singles und 4 Top 10 Alben verbuchen. Ihr erfolgreichster Song ist „Got the feelin’“, welcher in Deutschland auf einem bescheidenen Platz 86 herumkrebste, weltweit aber 1,1 Millionen Einheiten verkaufen konnte. Nach 8 Mal Gold, 6 Mal Silber und 4 Mal Platin trennte sich 5ive 2001, nachdem schon einer ausgestiegen war, offiziell. 2006 wurde ein Comeback angekündigt, welches aber wegen angeblicher Probleme mit der Plattenfirma nie zustande kam. Die offizielle und endgültige Trennung erfolgte schließlich 2007. Schade!

Die Lads

Sean Conlon: Der smoothe Typ mit der samtigen Stimme. War immer recht unauffällig und ist optisch gänzlich untergegangen. War für die Truppe eigentlich fast schon zu nett, konnte aber gut singen. Und war als soulige Stimme wohl gut genug um es unter 3.000 + Bewerbern in die Band zu schaffen.

Ritchie Neville: Sah immer irgendwie „angeschwult“ aus und damals wussten wir nicht, wie wir ihn einstufen sollten, da dieses weibliche Image seit Take That so populär war.
Ritch hat stechend blaue Augen, war der nette Kumpeltyp, konnte aber Humor beweisen.
Stimmlich hell und im in der Häufigkeit des Gesangs im Mittelfeld anzusiedeln, konnte er weder hervorstechen, noch ging er unter.

Jason Brown / J: Wird von mir heute noch „Der rappende Bruce Willis“ genannt, weil er dem Typ einfach ähnlich sieht. Basta. J war für die Raps zuständig, hatte die männlichste Stimme unter den Fünfen und kann partout nicht singen. Auf diesem Album muss er das aber nicht, was unser Gehör sehr freut. Mit Abs leitet er diese Truppe sozusagen stimmlich, gerade bei mitreißenden Stücken sind die beiden äußerst häufig vertreten.

Scott Robinson: Startete als schmächtiger Milchbubi mit Igelfrisur und wurde über die Jahre nicht nur immer kräftiger, sondern auch Papa. Auf dem Debütalbum ist er noch ein Wicht, singt sich aber tapfer durch und darf auch ziemlich häufig ran. Er war immer einer der Süßen, auf die kleine Mädchen eben fliegen. Das verging zwar irgendwann, aber die Frisur, die blieb!
Positiverweise hat sich seine Stimme verändert, hier klingt sie noch sehr quäkig, wurde aber über die Jahre samtiger und etwas tiefer.

Richard Abidin Breen / Abs: War immer der Coolste und Begehrteste in der Band und furchtbar stolz auf seine Augenbrauen. Singt bzw. rappt ähnlich nasal wie Jan Delay und verleiht der Musik so sehr viel mehr Einzigartigkeit. Ist wirklich häufig am Mikrofon, gerade bei schnellen Stücken. Hat dann aber gesanglich doch Probleme. Egal, denn dafür gibt’s ja noch drei andere.

===Das Album==
Das selbstbetitelte Album erschien im Juni 1998 bei Sony Music und ist das Debütalbum der Gruppe. Es verkaufte sich über 3 Millionen Mal, alleine 1 Million gingen in den USA über den Ladentisch. Eine kleine Sensation. Producer waren u.a. Max Martin, Richard Stannard und Denniz Pop, die auch heute noch sehr erfolgreich im Geschäft sind und ihr Handwerk bestens verstehen.

===Bezugsort & Preis===
Das Album wird nicht mehr gepresst, ist also nur noch gebraucht zu bekommen. Es handelt sich nicht um ein Sammlerstück und kostet dementsprechend wenig. Auf diversen Online-Auktionshäusern oder sonst wo ist es für ganz kleines Geld zu haben ist.
Gestaltung

Gut, mein Album befindet sich aktuell eingepackt im Keller und fristet noch einige Wochen sein Dasein in einer Umzugskiste. Ich kann aber zumindest sagen, dass auf dem Cover alle 5 Mitglieder sitzend abgebildet sind und nach oben schauen. Mittig ist das damals noch kreisförmige 5ive-Logo abgebildet.
Ich meine mich zu erinnern, dass die Lyrics abgedruckt waren…Vergebt’s mir, ich kenne die seit 11 Jahren auswendig und muss dementsprechend nicht mehr nachschauen…
Tracklist

1. Slam Dunk Da Funk
2. When the lights go out
3. Everybody get up
4. Got the feelin’
5. It’s the things you do
6. Human
7. Until the time is through
8. Satisfied
9. Partyline 555-on-line
10. That’s what you told me
11. It’s all over
12. Don’t you want it
13. Shake
14. Cold sweat
15. Straight up Funk
16. My Song
17. Switch!

Gesamtspieldauer: 70:59

Die Songs im Detail

Packen wir mal die musikalische Lupe auf und gucken, was wir bei diesem Meisterwerk an Popkultur so alles aufdröseln können.

1. Slam Dunk da Funk
http://www.youtube.com/watch?v=TdoVWX3JPeI

„Ally oop, baby, whoop, there it is and now I gotcha
Three seconds left, it's just enuff for me to rock ya”

Die erste Single überhaupt gibt schon mal die Richtung vor. „Slam Dunk Da Funk“ groovt wie Hölle und geht direkt in die Füße, was nicht zuletzt am einprägsamen Bass liegt.
Textlich, wie zu erwarten war, nur wirklich kein Paradebeispiel für Tiefsinnigkeit und Klasse, aber darum geht’s auch gar nicht, denn hier zu soll nur getanzt werden.
Der Song fungiert als Vorstellung der Ladband und als Einführung in die musikalische Richtung von 5ive. Wie viele weitere Lieder auf diesem Album lebt „Slam Dunk Da Funk“ vom schnell wechselnden Gesang/Rap von J und Abs, die sich praktisch permanent ins Wort fallen.

2. When the lights go out
http://www.youtube.com/watch?v=i3NpbAvW4_M

„Baby when the lights go out
Every single word can not express, the love and tenderness
I'll show you what it's all about
Babe I swear you will succumb to me, so baby come to me“

Ich oute mich als großer Fan der US-Version, da der liebe Abs, da noch einen schnittigen Pop-Rap hinlegen darf, aber gut, auf dem Album, das ich habe ist die UK-Version und die klingt auch gut. „When the lights go out“ behandelt…na was wohl?
Er will sie. Und er wird sie nehmen mit allem Schmalz der dazu gehört, wie hier besungen wird. Natürlich entschuldigt er sich für die schmutzigen Gedanken und packt noch ein bisschen Betüdeln mit drauf, damit sie weich wird.
Musikalisch ein ebenso fesselnder Beat wie auch ein sehr eingängiger Chorus. Wir hören das erste Mal die sexy Stimme Seans und Scott darf ein bisschen quäken.
Statt Abs ist hier raptechnisch J am Zug.

3. Everbody get up
http://www.youtube.com/watch?v=kMOWCIq9y4g&feature=related

„I'll be the resident, president
I'm the 5th element
Jimmy fly snooka stone
Cold is how I'm
Hittin' em' better get together
Put your hands in the sky
Stick em up punk
Hit em low, hit em high”

Und 3 Minuten Vollgas. Während uns die Backstreet Boys noch was von “Get down” vorsingen, fordernd 5ive uns auf gefälligst aufzustehen und abzufeiern.
Der Clip war für Schüler ein Traum – wer verwüstet nicht schon gern in einer wilden Party die Schule? „Everybody get up“ knallt heftig und bedient sich gekonnt an einem der bekanntesten Gitarrenriffs dieser Erde. Herhalten musste „I love Rock N Roll“ von Joan Jett. Gemixt wird das Ganze mit wüsten, chaotischen Raps von J und Abs (auch im steten Wechsel) und ordentlich Bass. Raus kommt der beste Partytrack auf dieser Platte und ein feiner Ohrwurm für rebellische Teenager.

4. Gott he feelin’
http://www.youtube.com/watch?v=ppah4TClQ9M

„Here we go again with the beats
We got you heads bumping, now you’re jumping from your seats
If this is what you’re waiting over there
Throw your hands up in the air
Cos you know we bring the sounds so unique“

Der erfolgreichste Song von Five überhaupt ist nicht unverdient so beliebt.
Er vermittelt ein entspanntes Gefühl, hat was von in Liegen liegen, Mädels/Männer abchecken, dabei möglichst attraktiv aussehen oder lässig über eine Poolparty schlendern. Ganz wie im Clip eben. Es ist ein fröhliches unbeschwertes Lied mit eingängiger Melodie, das die Laune direkt heben kann. Dank einiger „Na na na“-Zeilen kann auch wirklich jeder Mal mitsingen. Insgesamt ein schöner Partytrack der Sorte, zu der man nicht um jeden Preis cool sein muss, sondern einfach Spaß haben kann.

5. It’s the things you do
http://www.youtube.com/watch?v=FXrawPBCpNM

„It's the things you do
That have made me fall
So in love with you
You can have it all
What else can I do
Nothin' left to prove
It's the things you do“

Keine wirkliche Ballade, aber so richtig fröhlich ist “It’s the things you do” auch nicht.
Der eingängige Song beschreibt die Liebe zu einer Frau, die er (wer auch immer) über alles liebt. Er legt ihr die Welt zu Füßen und erklärt, warum er sich in sie verliebte.
Zum ersten Mal auf dieser CD wird gänzlich auf Rap-Parts verzichtet, was dem Lied auch ganz gut tut. Dementsprechend haben hier hauptsächlich Scott und Sean das Wort, gerade letzterer kann mit seinem Soul überzeugen.
„It’s the things you do“ ist nicht wirklich mein liebster Song auf „5ive“, aber durch sein hohes Ohrwurmpotenzial kann man ihn immer wieder hören. Ein Song, der nicht wehtut.

6. Human
http://www.youtube.com/watch?v=PkoUvJDjFI8

„But if you go all i know i can't go a day without you
Here in my arms hypnotized with your charms now
I'm feeling for you baby ain't you hearing the alarms
You can't stop all the love that i got
Wanna rewind time to better days that were hot check it“

“Human” läutet nun endgültig eine kleine Reihe Balladen ein, gestaltet sich aber zum Glück nicht so schmalzig, wie man vielleicht befürchtet hat. Der Song ist zwar irgendwo schon balladesk, gerade durch den schmerzerfüllten Text um Verlust der großen Liebe, erhält aber durch einen netten Beat noch etwas Kanten und vor allen Dingen Einzigartigkeit.
Ideal zum Mitsingen ist auch der Chorus, der textlich zwar nicht zum Rest passt, aber sehr einfach gehalten ist und so direkt ins Gehört geht. J rappt eine kurze Strophe, was auch gut hinein passt. Hauptsächlich ist dieser Song aber zurückhaltend und besinnlich.

7. Until the time is through
http://www.youtube.com/watch?v=F9XX3Qdbmx8

„Baby now and forever
Until the time is through
Ill be standing here
Waiting and never give up my faith in you“

Und hier ist die erste wirkliche 100-prozentige Ballade auf dieser Platte.
Den Beat hat man schon zig mal gehört, der ist nahezu universell für jeden Popsänger einsetzbar und hier hat man sich auf für 5ive bedient. Textlich versucht er seiner Angebeteten klar zu machen, dass er ewig auf sie warten wird. Gerappt wird hier nicht, das Ganze ist ziemlich schmalzig und ehrlich gesagt muss auf so eine Boyband-CD auch mindestens ein Song wie dieser. Insofern sei ihnen dieser fürchterliche Kitsch vergeben. Eingängig und leicht mitzusingen, textlich super für erstverliebte Teenies – ich fand’s mit 13 echt klasse.

8. Satisfied
http://www.youtube.com/watch?v=-PU4bEODoyQ

„I'm not the kind of guy to fall in love,
But baby I've fallen for you,
I've fallen like an angel for real it's the way,
That you're making me feel“

Die Balladenstrecke findet mit “Satisfied” ein Ende. Der Song ist ähnlich wie „Human“, zwar auf Ballade getrimmt, aber so richtig schnulzig ist er auch nicht. Gut zum Mitsingen eignet sich meiner Meinung nach die Bridge, der Rest ist etwas komplizierter, da immer eine Zeile gesungen und danach etwas gerappt wird. So erhält der Song etwas mehr Drive. Auch der Chorus ist von der Sorte, die man sich schnell behält.

9. Partyline 555-on-line

„Aint no mums in my area
Cant go to your place
Cos your mum is scarier
You want to bring some of your friends
The more the merrier “

Jetzt darf wieder gefeiert werden. “555-on-line” ist prädestiniert dafür. Allein der Text beschäftigt sich schon mit der Partythematik: Die Eltern müssen weg und es müssen zahlreiche gut aussehende Ladies vor Ort sein, die man ungeniert anbaggern kann.
Das Lied macht sofort gute Laune, geht in die Beine und hat einen denkbar einfachen Chorus, den man sofort mitsingen kann. Ideal also zum Warm-up bevor es zu einer richtigen Party geht, oder natürlich auch währenddessen.

10. That’s what you told me

„Tell me was it fun taking my love for granted
Now Im not the one
Everything we used to share has up and gone
I dont need to tell you, you were wrong“

Ich liebe diesen Song. Tanzbar, eingängig und interessant aufgebaut.
Gesang wechselt sich ab mit Rap, es wird im Chor gezählt, reingesungen und zum Finale fast alles zusammen ohne, dass es grausam klingt. Klingt nach einer Mixtur aus Frustration und liebender Erinnerung unterlegt mit mitreißender Melodie, die direkt super Laune macht.
Vielleicht ist „That’s what you told me“ einer der besten Songs auf dieser CD, leider ist er nie als Single ausgekoppelt worden. Erfreulicherweise läutet dieses Lied einen Aufwärtstrend auf „5ive“ ein, denn wer so wie ich nicht wirklich der Freund ruhiger Stücke ist, lechzt jetzt natürlich nach flotten Nummern. Zum Glück wird’s jetzt wieder richtig gut.

11. It’s all over

„Thought I was made for you
And you believed in me
I thought this was how love was meant to be
I didnt know it
But you were foolin me around”

Er macht Schluss, denn seine Alte hat ihn belogen und betrogen. „It’s all over“ verarbeitet auch melodisch die Phasen der gescheiterten Beziehung. Zeiten voller schnulziger Versprechen werden auch dementsprechend vorgetragen, bevor wir Zeuge von Wut und Enttäuschung werden, die anklagend und verwerfend interpretiert werden. „It’s all over“ lässt sich wieder einfach mitsingen, gehört aber nicht wirklich zu meinen Favoriten.

12. Don’t you want it

„Baby I can make the sun shine forever
I know youve heard it all before (heard it all before)
But if you feel like coming together
All of this will be yours“

Ein weiteres meiner ganz persönlichen Highlights auf dieser CD. Ein Lied typischen 5ive-Charakters und hier wird gut hörbar, was diese Gruppe von anderen Boybands unterschied.
Insgesamt klingt’s bedrohlich, herausfordernd und sehr sexy. Der Bass ist markant und der Gesang tut sein Übriges. Wie für die Band üblich ist auch der Text etwas überheblich, geht er doch darum, dass er bzw. derjenige der gerade singt, ein Supertyp ist, begehrenswert und verboten lecker, der alles hat, was sich Frau wünscht. Musikalisch wird etwas experimentiert und mit orientalischen Einschlägen gespielt.
13. Shake

„Bringing the beats to keep the whole block rocking
Gimme some room and let me get down
Cant hold back cos fives in your town“

Dieses Lied finde ich schrecklich, ich skippe es IMMER.
Es soll wohl als echt bass-lastiges Partystück dienen, klingt für mich aber verkrampft aggressiv ohne wirkliche Melodie. Echt anstrengend. Einzig der Aufbau des Raps finde ich interessant, denn J und Abs fallen sich mal wieder ständig ins Wort und am Ende klingt es doch wie Rap aus einem Guß (das konnten die gut!)
Hier wird nicht gesungen, eher auffordernd geschrien um die Menge anzuheizen.
Außerdem hat es ein Intro das sich am „Let’s get ready to rumble“-Gejaule vor Boxkämpfen orientiert. Nach „Shake“ sehnt sich mein Ohr nach Melodie und etwas Zeit zum Durchatmen, denn das Lied ist vor allen Dingen eins: Schnell.
Energiegeladen wird man durch die paar Minuten gejagt und ist am Ende mindestens ebenso atemlos wie der Sänger im Outro.

14. Cold sweat
http://www.youtube.com/watch?v=bmCA-iHro80

„Girl I get dat cold sweat
Creepin up on me
I ache when you shake it
Girl Im just a freak”

Für Songs wie diesen liebe ich 5ive. Wir haben wieder einen auf bedrohlich (?) getrimmten Song mit gehörigem Sex-Appeal. Am Leadgesang versucht sich diesmal J, der allerdings mehr melodisch spricht als wirklich zu singen. Der Chorus ist ein echter Ohrwurm, eingängig, simpel und fließt nahezu in die Strophen hinein.
Der Song klingt wirklich rund und ist ein weiterer Höhepunkt auf dem Debütalbum.

15. Straight up Funk

„Straight up funk in your ear
If you really want it
It's over here“

Funky geht’s weiter mit einem Partysong. Zum Ende hin wird’s noch mal mitreißend und flippig. Dieser Song lebt eigentlich nur vom Chorus und der genialen Melodie. Die Rap-Parts finde ich fast schon störend bzw. ich warte sehnsüchtig auf den Refrain.
Einzig den Part von Abs empfinde ich als passend, weil er sich der Melodie besser anpasst als J. „Straight up funk“ kann man getrost aufdrehen, das Teil ist smooth, echt lässig und macht alles für ein paar Minuten leichter. Ein Song, den ich immer wieder gerne höre.
This the funk i get into!

16. My Song

„It started with a beat
A beat in my head
And it wouldnt go away
So I added a bass
The bass was fat“

J rappt ein Intro und erzählt uns wie dieser Song entstand. Und in „My Song“ ist der Bass wirklich fett und prägnant. Dieses Lied ist so lässig, dass man es auch 2009 noch in seiner Karre hören kann ohne sich zu blamieren. „My song“ groovt sich ungeniert durch unseren Gehörgang und hinterlässt ein entspanntes Gefühl. Ein Kopfnicker erster Güte und zum Schluss noch mal ein genialer Titel, der das Album mehr als würdig abschließen kann.
Die Rap-Parts sind wie maßgeschneidert und kein Teil kann sich besser als andere darstellen. Hier ist alles eine Welle, die einen mitreißt. Dank der eingängigen Melodie ein potenzieller Lieblingssong und man kann „My song“ immer und immer wieder hören.

55. Switch!

„Once I get up on the floor, see me coming back for more
See me rocking all my moves, everybodys watching me (switch!)“

“Switch!” ist ein Hidden Track, der sich auf Titel Nummer 55 versteckt. Es ist definitiv die interessanteste Nummer auf der Platte. Der Text ist zwar für kein anderes Lied verwendet worden, aber die Melodie ist eine stetig wechselnde, zusammen geschnitten aus anderen Songs oder nicht verwendeten, die es wahrscheinlich nicht auf die Platte geschafft haben. Wer hinhört erkennt vieles wieder. Aufgebaut ist es wie ein normales Lied, dazwischen wird aber immer wieder „Switch!“ gerufen, woraufhin die Melodie wechselt.
Es wirkt vielleicht etwas zusammengestückelt beim ersten Hören, macht aber höllisch gute Laune. Zum wirklichen Ende noch mal ein Song zum Feiern und Spaß haben.
Fazit

Hm…dank Word sehe ich, dass ich ganze 8 Seiten über eine einzige Platte geschrieben habe. Denke das macht deutlich, wie gern ich diese Band habe. Ich find’s nach wie vor sehr gut, dass 5ive den Weg der etwas rotzigeren Boygroup gewählt haben. Das unterscheidet sich positiv vom Rest. Natürlich hört man auch hier, dass es sich um eine Boygroup handelt (nicht nur textlich..), aber trotzdem schafften es die Jungs einen eigenen Sound zu entwickeln, den es von keiner andere Boyband gab. Man erkannte sie praktisch sofort. Diese CD hat ordentlich Feuer unterm Arsch und bietet für jede Stimmung was.
In erster Linie sind es 1a produzierte Pop Rap-Tracks mit dem gewissen Etwas.
Als Debüt mehr als gelungen und für Freunde dieser Musik, als auch für all jene, die Zeitreisen möchte, mehr als nur zu empfehlen.

Ganze 5 Sterne für dieses Werk. 5ive bleiben meine beste Boyband der Welt.

Ich bedanke mich fürs Lesen, Kommentiere und Bewerten,
Jou

PS: Ich habe hier ein paar youtube-Link reingestellt, weil ich finde, dass die 30 Sekunden Hörproben, die man auf zahlreichen anderen plattformen findet absolute nicht ausreichend sind, um sich von einem Song ein Bild zu machen.
Musikpiratierie unterstütze ich dennoch nicht, denn idealerweise fungieren diese Links als Kaufanreiz. Kauft diese CD, sie ist ein Klassiker, inzwischen mehr als billig und sieht im Regal besser aus als jeder gebrannte Mist!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
imjustme

imjustme

02.11.2009 18:31

Bh nachgeliefert :) LG

imjustme

imjustme

31.10.2009 15:32

Prima Bericht, hast dir wirklich viel Mühe gegeben, und gut geschrieben, das möchte ich belohnen .. BH wird in ein paar Tagen nachgeliefert (muss noch so viele nachliefern ;)) LG

Mirora

Mirora

14.07.2009 17:12

Sehr lesenwert und informativ.

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