Heutiges Thema: Musikbericht auf Bestellung
Wir stöbern mal wieder tief in der Oldie-Kiste ... greifen in das Jahr 1976 und heraus kommt: Queen „A day at the races“, das fünfte Album der Truppe.
1970 gründeten Freddie Mercury (eigentlich Frederick Bulsara)/vocals, Roger Taylor/drums und Brian May/guitar die Gruppe „Queen“. Sechs Monate später kam noch John Deacon/bass hinzu, das Quartett war komplett und die Erfolgsstory begann.
Na, dann wollen wir mal hören, was sie damals zu bieten hatten:
(Nach dem Titel mein Ranking von * bis *****)
1. Tie your mother down (4:49) *****
Ein geiles Rockstück, das erst bei 1:03 beginnt. Vorher leises Gitarrengeschrammel und Orgelklang, aber dann geht’s ab wie Schmitz Katze.
Ein echter Queen-Rocker.
2. You take my breathe away (4:40) ****
Der Beginn erinnert an Bohemian Rhapsody – a capella Gesang “Take my breathe away”, dann leises Piano und es bleibt leise und ruhig, das Piano bleibt bis auf ein kurzes Zwischenspiel einziges Begleitinstrument. Ein schönes Liebeslied, aber nicht ihr bestes.
3. Long away (4:00) ***
Hier geht es auch erst so richtig nach 35 Sekunden los, Gesang diesmal Brian May, ein netter Song im Midtempo, mehr nicht.
4. The Millionaire waltz (4:55) ***
Das Piano leitet eine Walzermelodie ein, Freddie moduliert mit seiner Stimme wieder einmal in den verschiedensten Tonlagen. Ab 2:32 wird aus dem Walzer dann kurz ein Rockzwischenspiel, um wieder zum Walzer zurückzukehren.
Das Arrangement reißt mich nicht vom Hocker.
5. You and I (3:27)***
Hier gilt das gleiche wie bei Track 3, netter Song, mehr nicht.
6. Somebody to love (4:59)*****
Der damals typische mehrstimmige Queen-Gesang dominiert von Freddie’s Stimme. Dieses Stück von Queen wird uns in Erinnerung bleiben, eben wegen dieses Gesangsstils und Freddie’s leidenschaftlicher Stimme...und wegen des Textes: „Can anybody find me somebody to love?“
Der Song erreichte immerhin Platz 2 der UK – Charts und Platz 13 der US –Charts.
7. White man (4:58) ***
Die erste Minute können wir mal wieder überspringen, völlig uninspirierte Einleitung, der Text ist okay als Anklage der Indianer gegen den weißen Mann,
musikalisch schwach..
8. Good old fashioned lover boy (2:54)****
Ein fröhlicher Song von Text und Melodie, der im Rhythmus ein wenig an die Swing – Ära erinnert.
9. Drowse (3:45)***
Diesmal singt Roger Taylor einen Midtempo – Song begleitet von Brian May mit einer Slide – Guitar. Ich musste erst einmal nachschauen was „Drowse“ heißt, als ich es dann wusste (Schläfrigkeit), hatte ich Verständnis für das Tempo.
„It’s the fantastic drowse of the afternoon sundays“ und so klingt es auch.
10. Teo Torriatte (Let us cling together) (5:52)*****
Leises Piano, leise setzt Freddie’s Stimme ein und er singt ein wunderschönes Lied der Liebe. Der Refrain:
„Let us cling together as the years go by,
oh my love, my love,
in the quiet of the night,
let our candle always burn,
let us never lose the lessons we have learned”
Und dann ein japanischer Text, der dem Song den Titel gab, denn dieser Song ist ihrem japanischen Freund Chika Kujiroaka gewidmet.
Ab 3:28 wird es dann geradezu hymnisch, wenn alle singen und noch einmal den Refrain anstimmen.
Bei 4:40 ist der Song dann im Grunde zu Ende und es folgen noch über eine Minute leiser werdende Keyboardklänge.
Trotzdem volle Punktzahl für diesen Song.
Wenn ich nun alle Sternchen zusammenzähle, komme ich auf 38 und das ergibt dann geteilt durch die Anzahl der Songs eine 3,8 auf der CIAO – Skala, also eine knappe vier. Und wenn ich das dann mit der Bewertung in meinem Bericht über das Queen – Album „Hot Space“ abgleiche, so ist das okay.
Auch dies ist – wie „Hot Space“ – sicher nicht das stärkste Album von Queen, aber mit drei sehr guten Songs und zwei guten Songs noch durchaus hörens- und kaufenswert.
Eine Information ist sicher noch interessant:
Zur Veröffentlichung der CD gaben Queen ein Gratiskonzert im Londoner Hyde Park. Was eigentlich als Promotion – Gig gedacht war, wurde zum Mega – Konzert. Es kamen 150.000 Menschen!
Zum Abschluss für die Interessierten die Discographie:
1973 Queen
1974 Queen II
1974 Sheer Heart Attack
1975 A Night At The Opera
1976 A Day At The Races
1977 News Of The World
1978 Jazz
1979 Live Killers
1980 The Game
1980 Flash Gordon (Soundtrack)
1981 Greatest Hits
1982 Hot Space
1984 The Works
1986 A Kind Of Magic
1986 Live Magic
1989 The Miracle
1989 Live In Budapest
1991 Innuendo
1991 Greatest Hits II
1995 Made in Heaven
20.07.2003 23:41
Für mich gehört dies Album zu den Top 3 von Queen, besonders "Teo Torriatte" ist der Hammer...
17.07.2003 20:41
Ja ja, die guten alten Queen ... Ich kenne allerdings nur 2 Stücke, da mich Mercury's Stimme immer nervt, vermeide ich die Band, wo und wie ich kann ... Gruß, Sven (Zoobremia)
14.05.2003 19:21
Für mich teilen sich die Alben 1986. Als ich zum ersten mal bewußt ein Queen Album kaufte. Es war Queen II, aber Auslöser war der das damals neue Live Magic Album. So gab es also für mich von jeher die alten, und die neuen Scheiben. Wobei ich mir damals auf Vinyl die alten gekauft habe. Viele Grüsse..Sebastian