Lustig betrunken und ein bisschen verrückt
22.03.2008
Pro:
Melodischer, abwechslungsreicher Punkrock, recht lustige Textpassagen
Kontra:
Teilweise sehr ähnlicher Stil
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 illenium
Über sich:
Yesterday I read an article about drinking too much that really scared the shit out of me, so I deci...
Mitglied seit:25.07.2003
Erfahrungsberichte:7
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Bowling For Soup A Hangover You Don't Deserve Hallo! Heute will ich mich wieder einmal in einem Testbericht meiner großen Leidenschaft widmen: dem Punkrock. Vor einiger Zeit hat mir ein Freund eine Band mit dem klingenden Namen "Bowling For Soup" empfohlen und nachdem ich einige Musikvideos von ihnen gesehen hatte, musste ich mir auch gleich 2 Alben kaufen. Eines davon war eben "A Hangover You Don't Deserve". Aber vorerst einmal zur Band selbst.
--- Die Band --- Bowling For Soup setzt sich aus 4 Jungs aus Denton/Texas zusammen. Gegründet wurde die Truppe 1994 in einem anderen texanischen Ort, nämlich Wichita Falls (der auch in dem ein oder anderen Song vorkommt). Der komische Name ist angelehnt an einen Sketch des amerikanischen Komödianten Steve Martin, welcher "Bowling For Shit" hieß. Die wohl bekanntesten Songs sind "1985" und "Girl All The Bad Guys Want", welcher 2003 sogar für einen Grammy nominiert war.
Members: Jaret Reddick (Vocals, Guitar) Chris Burney (Guitar) Erik Chandler (Bass) Gary Wiseman (Drums) Bis 1999 war Lance Morril Drummer der Band. Bis jetzt gibt es 9 Studioalben: 1994: Bowling for Soup 1996: Cell Mates 1998: Rock On Honorable Ones!!! 1999: Tell Me When to Whoa! (EP) 2000: Let's Do It for Johnny! 2002: Drunk Enough to Dance 2004: A Hangover You Don't Deserve 2005: Bowling for Soup Goes to the Movies 2006: The Great Burrito Extortion Case
--- Das Album --- "A Hangover You Don't Deserve" war das einzige US Top 40 Album von BFS. Veröffentlicht wurde es 2004. Laufzeit 58:23 min
Track Listing: 1. Almost 2. Trucker Hat 3. 1985 4. Get Happy 5. Ohio (Come Back to Texas) 6. Ridiculous 7. Shut-Up and Smile 8. Last Call Casualty 9. Next Ex-Girlfriend 10. A-Hole 11. My Hometown 12. Smoothie King 13. Sad Sad Situation 14. Really Might Be Gone 15. Down for the Count 16. Two-Seater 17. Friends Of Mine --- Tracks ---
01.
Bilder von A Hangover You Don't Deserve - Bowling For Soup
Almost (3:26)Das Album beginnt mit einem der besten Songs davon. In "Almost" geht's um Dinge, die ein junger Mensch wohl fast gemacht hätte, fast seine große Liebe gekriegt hätte und wie er sich darüber ärgert, nicht früher einige Sachen im Endeffekt doch getan zu haben. Auf jeden Fall ein großartiger Song, die Gitarrenparts am Anfang des Songs gefallen mir besonders gut! Eingängige Vocals runden das Lied ab, ich für meinen Teil hab das Lied lange nicht aus dem Kopf bekommen!
02. Trucker Hat (3:01) In diesem Song singt Sänger Jaret über seine Truckerkappe und wie sie sein Leben bereichert. Auf jeden Fall sehr nette Lyrics. Am Lied selbst gefällt mir der Refrain sehr gut, schöne Background-Vocals, die einfach gut mit den Instrumenten zusammenpassen. Insgesamt könnte das Lied zwar etwas schneller und fülliger sein, doch das lässt sich verschmerzen.
03. 1985 (3:13) Tja, DAS Lied auf diesem Album könnte man wohl sagen. Damit sind die Jungs aus Texas richtig bekannt geworden, auch wenn das Lied nur ein Cover der Band SR-71 ist. Insgesamt gefällt mir jedenfalls diese Version besser. Es handelt von einer Frau, Debbie, die in Gedanken noch immer in den 80ern "gefangen" ist, ihre Träume von einer Karriere als Schauspielerin nicht verwirklichen könnte, und nun ein völlig normales Leben lebt, das nicht zu ihr passt. Besonders die Vocals sind sehr gelungen in diesem Song und machen ihn zu einem Dauerohrwurm. Besonders das wiederholte "1985" bleibt einem sehr lange im Gedächtnis. Was ich zudem noch jedem empfehlen kann, ist sich das Video davon (z.B. auf YouTube) anzusehen, selten so gelacht.
04. Get Happy (2:57) An diesem Stück gefällt mir besonders der gravierende Unterschied von Strophe und Refrain. Die Strophe wird von abgehackten Gitarrenriffs begleitet, während der Refrain wieder sehr füllig und flüssig gespielt wird. Das Zusammenspiel der Back- und Hauptvocals finde ich in diesem Song besonders gelungen, sie machen besonders den Refrain zu einem sehr kompakten Part.
05. Ohio (Come back to Texas) (3:51) In dieses Lied habe ich mich gleich beim ersten Mal hören verliebt, es ist eindeutig mein Lieblingssong auf dieser Platte. Es handelt von einer Freundin, die von Texas nach Cleveland, Ohio zieht und jetzt zu Hause schmerzlich vermisst wird. Im Text kommen viele Dinge vor, die mit Texas in Verbindung gebracht werden ("There's a seat for you at the rodeo, and I got every slow dance saved"). Besonders gefallen mir hier die Backvocals (ja, ich bin ein Fan von solchen Sachen). Auch wenn keine besonderen Gitarrenparts auffallen, passt die instrumentale Begleitung hier vollkommen. Füllig klingende Power-Chords und eine kleine Akustik-Einlage runden den Song ab. Perfekt!
06. Ridiculous (3:58) Ein eher ruhigerer, langsamerer Song des Albums mit Piano-Begleitung, die sich sehr schön in den "Gesamt-Klang" einfügt. Insgesamt könnte man ihn als den ernsthaftesten bzw. "erwachsensten" bezeichnen, die Riffs gehen von sehr melodisch/ruhig bis hin zu einer einfach füllenden Begleitung des Refrains. Das Lied ist verglichen mit den anderen Songs auf dem Album eine wirklich gute Abwechslung und zeigt, dass die Band auch mal anders kann.
07. Shut Up And Smile (4:03) Hier fällt die Scheibe wieder in die gewohnte "gute Laune-Stimmung" ein. Alles in allem ist es ein sehr heiterer Song und typisch für dieses Album, jedoch gehört es zu denen, die ich weniger gemocht habe, es wirkt mir zeitweise einfach ein bisschen zu langatmig und leicht chaotisch, wenn am Ende dann 3-4 Backvocals usw. zusammenkommen. Naja, nett anzuhören, aber nichts besonderes meiner Meinung nach.
08. Last Call Casualty (3:32) Einer der Songs, die man hört und dann augenblicklich auf der Gitarre nachspielen will. Sehr simple und doch wirkvolle Gitarren. Der Text erzählt von Alkohol, und wie er sich manchmal auf seine Beziehung auswirkt, indem man eine Freundin anruft und Blödsinn macht, auf jeden Fall eine Sache die ich persönlich nur allzu gut kenne, vielleicht ist mir der Text deshalb auch so sympathisch… wer weiß.
09. Next Ex-Girlfriend (3:26) Puh, was soll man darüber sagen. Einfach typisch für dieses Album. Nicht schlecht aber auch nichts Berauschendes. Musikalisch ist es recht unspektakulär, der Text sorgt jedoch für einige Schmunzler ("I don't wanna learn to dance don't wanna rent the limo I know your thinking I'm a weirdo I just want the bragging rights I want to let the world know Convince my friends I'm not a homo")
10. A-Hole (3:57) Trennungen, die Gedanken wie es so weit gekommen ist und so weiter und so fort. Die Selbstbekenntnis "I'm just an assh*le sometimes" steht im Endeffekt als Antwort hinter all den Fragen dieses Liedes. Wie Ridiculous ein etwas ruhigeres Stück, jedoch kommt es musikalisch nicht recht an die Nummer 6 des Albums ran, nach einigem Anhören wird es leicht langweilig.
11. My Hometown (3:02) Endlich wieder ein Stück das voll meinen Geschmack getroffen hat. Anfangs kommt als Intro ein kleines Akustikstückchen, bevor es laut, füllig und mit treibenden Drums in einen Song geht, zu dem man unmöglich still sitzen kann. BFS machen bei schnellen Songs einfach eine wahnsinnig gute Figur, da lässt sich nicht dran rütteln. Was ich gut finde ist, dass sich dieses Stück einfach vom restlichen Album, das ja zeitweise sehr gleich klingt, abhebt, ein paar wirklich nette, abwechslungsreiche Segmente drin hat und die Backup-Vocals beim Refrain einfach geil klingen. Bitte mehr davon!
12. Smoothie King (4:02) Jedes Mal wenn ich dieses Lied höre, weiß ich eigentlich nicht warum er mir so gefällt… bis der Refrain anfängt. Die Strophen sind nicht wirklich mein Geschmack, bilden aber den guten Kontrast zum großartigen Refrain. Richtig beschreiben kann ich's eh nicht, ich würds einfach als gelungen bezeichen ;)
13. Sad Sad Situation (2:25) Das ist wohl das Lied das ich beim Durchhören der CD jetzt meistens weiterschalte. Für mich wohl das schlechteste Lied, es gibt ein paar sehr nette Gitarrenparts, aber das wars dann auch schon. Der Song plätschert die ganze Zeit etwas dahin, aber bei 17 Songs darf auch mal ein kleiner Durchhänger dabei sein.
14. Really Migth Be Gone (3:43) Obwohl das Stück ganz ehrlich gesagt wirklich nichts Besonderes ist, erwisch ich mich immer dabei wie ich meine Füße nicht still halten kann. Ein abwechslungsreiches Lied ist es allemal. Viele verschiedene Zusammenstellungen von Backing-Vocals die schön in die Main-Vocals eingebaut sind und eine sehr interessante Struktur im ganzen Song!
15. Down For The Count (3:37) Ein Song der wieder in das Muster des Albums fällt, recht netter Refrain und einige gute Gitarrenriffs, aber nichts Großartiges. Was witzig ist, ist dass der Song zum Ende plötzlich abbricht, jemand seinen Anrufbeantworter abhört und von einer Frauenstimme beschimpft wird. Ein bisschen Spass muss ja bekanntlich sein.
16. Two-Seater (3:55) Echt witziger Text in dem es darum geht, dass der Protagonist aus Rachsucht den Rücksitz seiner Ex-Freundin stiehlt um sie daran zu erinnern, was die beiden da früher gemeinsam gemacht haben. Musikalisch gesehen nichts wirklich spektakuläres, aber auf jeden Fall ein guter, unkomplizierter Melodic-Punkrock Song.
17. Friends Of Mine (2:18) Als Abschluss des Albums noch eine Ode an die Freundschaft. In einem reinen Akustik-Lied singt Jaret darüber, wie froh er ist, solche Freunde zu haben. Eher witzig gemeintes Stück, aber wie ich finde ein netter Abschluss des Albums.
---Fazit--- Nach diesem Album hab ich mich auf jeden Fall in diese Band verliebt. Auch wenn die Songs teilweise einen sehr ähnlichen Stil haben wird einem nie wirklich langweilig. Und die Höhepunkte die dieses Album hat, übersteigen die mäßig bis schlechten Songs auf jeden Fall. Für alle, die gerne Funpunk/Poppunk hören, sollten sich BFS nicht entgehen lassen!
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22.03.2008 18:28
Überhaupt nicht mein Musikgeschmack.... LG Nicki
22.03.2008 18:13
prima bericht, lg willi