A Clockwork Orange
29.11.2011
Pro:
Starker Thrash Metal, dichte Atmosphäre, technisch und gesanglich sehr gut, nettes Cover
Kontra:
Für ein Konzeptalbum dieser Art oftmals zu simpel und anspruchslos
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 Six-Feet-Under
Über sich:
Mitglied seit:24.11.2004
Erfahrungsberichte:75
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 99 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mit „A Clockwork Orange“ schuf Anthony Burgess im Jahre 1962 einen viel beachteten Roman. Die Geschichte um seine Hauptfigur Alex dreht sich um Gewalt, Verrat und die anschließende Therapie von Alex im Zuge einiger Experimente mit Gehirnwäsche im Sanatorium. Auch der gleichnamige Film, der 1971 unter der Regie von Stanley Kubrick, gedreht wurde, gilt bis heute als ein Meisterwerk und gewann mehrere Preise. Moment, werden jetzt einige sagen. Was soll das mit Sepultura zu tun haben und warum schreibt er in der Kategorie für Musik über Bücher und Filme? Nun, bevor alle auf „Thema verfehlt“ klicken, sei euch gesagt, dass die Geschichte von Burgess viele Leute zu eigenen Ideen inspirierte. Und widerrum andere regte die Geschichte dazu an, sie neu zu interpretieren. Die brasilianische Thrash-Metal Band Sepultura entwickelte im Laufe der Zeit ein gewisses Interesse an Konzept Alben. War man fast 2 Jahrzehnte lang darauf bedacht Alben mit politischer Aussage zu produzieren, nahm man sich bald Klassikern der Weltliteratur an und vertonte die Geschichten. So entstand im Jahre 2006 das Album „Dante XXI“ in dem die Göttliche Komödie ein Thrash-Metal-Gewand bekam und schon im Nachfolger wurde die Thematik um „A Clockwork Orange“ behandelt und aufgenommen. Und um dieses Album, mit dem Namen „A-Lex“ dreht sich nun dieser Bericht. Genre: Thrash Metal Seit jeher ist die Band aus Brasilien in diesem Genre vertreten, welches für dieses Land, mit dem man eher Flamenco oder andere Südamerikanische Rhythmen verbindet, eine sehr ungewohnte Härte hat. Dabei hat die Musik von Sepultura einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Zwar wird bei den meisten Liedern ordentlich Gas gegeben, doch man erkennt die grimmigen Gitarren und die leicht blechern wirkenden Drums sehr schnell. Dazu gesellt sich seit 1998 die kernige und sehr raue Stimme von Derrick Green. Diese Elemente sind typisch für den Thrash-Metal: Hohes Tempo und aggressiver Gesang. Während Sepultura oft die schon erwähnten politischen Texte bevorzugen, drehen sich die Themen bei anderen Bands des Genres um Tod, Gesellschaftskritik, Gewalt und heidnische Themen. Bekannteste Bands: Metallica (bis 1990), Slayer, Megadeth, Anthrax, Sepultura, Soulfly, Sodom, Machine Head, Soulfly
Bandmitglieder auf “A-Lex”: - Derrick Green (Gesang) - Andreas Kisser (Gitarre, Akustikgitarre) - Paul Xisto (Bass) - Jean Dolabella (Schlagzeug, Percussion) Außerdem: - Eduardo Queiroz (Keyboard in den Zwischenstücken) - Alexey Kurkdijan (Unterstützung bei „Ludwig Van“) Erscheinungsjahr des Albums: 2009
Die Musik Kapitel 1
1. A-Lex I (1:54 Minuten) Ruhig geht es besonnen mit leicht mystischen Klängen, die ein nach und nach ein recht wirr anmutenden Spiel übernehmen. Gitarren, Bass und Schlagzeug haben noch Sendepause, die gesamte Musik stammt vom Keyboard. Die Musik hat einen abwartenden Charakter und man merkt, dass es gleich losgeht. Und tatsächlich, nach 45 Sekunden setzen die Instrumente der Band ein. Langgezogene Gitarren und spartanische, aber hämmernde Drums dienen der CD als Intro. Vor allem der massive Einsatz der Becken am Schlagzeug fällt auf. Dennoch ist alles sehr simpel gehalten und nach kurzer Zeit verstummen die Instrumente auch schon wieder, lediglich die Gitarre bleibt leise mit sirrenden Geräuschen im Hintergrund erhalten… .
2. Moloko Mesto (2:09 Minute) Und zwar, damit es nahtlos in das nächste Lied übergeht. Und wie! Hat man bei A-Lex I noch einen kurzen Moment der Ruhe, prescht hier die Band mit allen Mitteln nach vorne und serviert den Hörer eine ordentliche Portion Thrash-Metal in die Magenkuhle. Derrick Green brüllt sich von der 1. Sekunde die Stimme heiser und die Instrumente legen ein schnelles Tempo vor. So vergeht die 1. Strophe nach 4 Zeilen sehr schnell, als Refrain dienen lediglich einige düsterere „Moloko Mesto“-Rufe. Einfach, aber effektiv, denn das Lied bleibt das ein oder andere Mal im Ohr hängen. Die aggressive Musik passt auch gut zum Text, der die innere Wut innerhalb der Gangmitglieder und Alex selbst darstellt. Nach dem 2. „Refrain“ stoppen die Instrumente kurz, um danach gleich in ein sehr abgehacktes, aber treibendes Riff zu wechseln, wozu man schon einmal gut die Rübe schütteln kann. Nach und nach gewinnt das Riff wieder mehr an Rhythmus und nach einem weiteren, sehr kurzen Moment der Stille wird wieder kräftig los gebrettert. Mit dem schnellen Riff serviert uns Andreas Kisser auch gleich das erste Gitarrensolo, was zwar unspektakulär ist, aber gut an dieser Stelle ins Lied passt. Eine weitere Strophe folgt, danach noch 2 Moloko Mesto“-Rufe und schon ist das Lied genauso schnell vorbei, wie es angefangen hat.
3. Filthy Rot (2:46 Minuten) Verzerrtes Wabern wird gleich zu Beginn hier angestimmt und von Buschtrommeln begleitet. Dies geht dann sehr schnell in ein stark abgehacktes Riff über. Der gemächlichere Rhythmus wiegt zwar schwerer, als das Riff im vorherigen Lied, ist aber eine gute Abwechslung durch das niedrigere Tempo. Auch der kraftvolle Gesang passt sehr gut ins Gesamtbild. Der Refrain bietet dann auch schon etwas mehr als simple Rufe und kommt als Gruppenparole daher, die im passenden Rhythmus zur Musik ihren Text zum Besten gibt. Die zweite Strophe verhält sich genauso und nach dem zweiten Refrain gibt es ein schönes Wechselspiel zwischen abgehacktem Riff und groovigen Tempo zu hören, wo auch das zweite Gitarrensolo eine gute Figur macht. Nur leider etwas zu kurz, denn es man hat sich kaum reingehört, schon geht es mit der letzten Strophe und dem Refrain weiter. So verliert man bei dem Lied an Motivation es noch öfter zu hören, da insgesamt nicht viel von Belang heraus kam, aber immerhin rettet man sich noch durch die Einflüsse der Buschtrommeln und des markanten Refrain vor der Bedeutungslosigkeit.
4. We´ve Lost you! (4:13 Minuten) Durchatmen! Jetzt geht es erst einmal gemächlicher zu. Zu Beginn spielt lediglich eine ruhige Gitarre ein paar schön, hohe Takte. Doch man merkt schon, dass es gleich wieder auf die Nuss gibt, denn ab und zu zerreißen ganz kurze, aber harte Klänge die anmutige Stille. Und schon ist Schluss mit der Ruhe. Die harten Klänge gewinnen die Oberhand und mit rhythmisch scheppernden Drums und einem treibenden Riff wird dem Hörer das bisher anspruchsvollste Lied präsentiert. Tempo spielt bei diesen Lied nämlich (noch) keine Rolle, alles geht recht gemächlich zu. Langweile kommt aber nicht auf, denn die Gitarren klingen sowas von grimmig, dass das Metal-Herz vor Freude ein paar lustige Purzelbäume schlägt. Zu übersteht man die erste Strophe noch mit leichten Herz-Rhythmus-Störungen, doch der Refrain begeistert dann mit einem schönen, treibenden Riff und ordentlich Groove, der die Pumpe durch die Rippen schießen lässt. Da stört es auch nicht, dass der Gesangspart im Refrain wieder sehr flach und einfach gehalten ist. Das Gesamtbild passt. Zumal die Stimme in den Strophen schön tief klingt und auch die Bridge mit kurzem Solo nach der 2. Strophe mal was anderes ist. Doch erst nach dem Refrain zeigt das Lied seine wahre Klasse: Ein Sekundenbruchteil Stille dient als Einleitung für ein tolles Solo mit schönen, hohen Gitarrenklängen zu schleppendem Rhythmus, wobei auch der Bass im Hintergrund gut zur Geltung kommt. Der Übergang zur nächsten Strophe gelingt problemlos und ehe man sich versieht, bedeutet der 3. Refrain auch schon das Ende des starken Liedes.
5. What I do! (2:01 Minuten) Auch spielt das Tempo wieder gleich zu Beginn eine große Rolle. Würde man nicht etwas gehemmter zu Werke gehen, würde man hier ein zweites „Moloko Mesto“ haben. So macht hier wenigstens der Rhythmus den Unterschied, welcher zwar ansprechend in seinem Tempo ist, aber sonst nicht viel hermacht. Der Gesang zu den Strophen ist passend und aggressiv, doch insgesamt gibt’s zuviel Belangloses. Da kann auch der Refrain mit langgezogenen Rufen nicht viel ändern und das viel zu kurze Zwischenspiel mit Gitarren, die einen hohen Rhythmus verzerrt im Hintergrund spielen. Es folgen noch eine weitere Strophe und ein kurzer Refrain, ehe es das nächste Solo gibt. Das wertet das Lied nur bedingt und man ist schließlich viel zu schnell wieder damit fertig, damit der letzte Refrain das Lied abrupt beenden kann. So wird das 1. Kapitel mit einem sehr faden Beigeschmack beendet. 2. Kapitel
6. A-Lex II (2:18 Minuten) Die Einleitung für das zweite Kapitel verfolgt das gleiche Prinzip wie schon das Intro. Zunächst hört man nur das Keyboard, welches vor düsteren, ruhigen Hintergrund einige technisch und kalt anmutende Klänge fabriziert. Alles wirkt irgendwie sphärisch und befremdlich und bei eine gute Atmosphäre auf, bis das Schlagzeug mit blechernen Trommeln stampfend einsetzt. In diesen Rhythmus gesellen sich die anderen Instrumente und spielen ein sehr abgehacktes Riff. Später steigt das Keyboard noch mit einem kurzen Ton mit ein, was aber sehr gut rüber kommt. Anschließend wird das Riff ein wenig treibender, was dem Lied ein wenig Abwechslung bringt, ehe man mit dem abgehackten Riff das Interludium beendet. Für so eine Art Lied ist das aber auch völlig ausreichend.
7. The Treatment (3:23 Minuten) Jetzt gibt’s aber ordentlich auf die Fresse. Extrem schnelle Gitarrenanschläge bestimmen hier zu Beginn das Geschehen und man wird förmlich von Hocker gerissen. Hämmernde Drums unterstreichen das brutale Gesamtbild. Super gelungen ist auch das treibende Riff zu den Strophen mit passendem Gesang, wobei noch jeder Strophe ein Wechselgesang mit der „normal-aggressiven“ Stimme und sehr tiefen Gegröhle, was das I-Tüpfelchen darstellt. Hier haben wir mal Thrash Metal in Reinform und das geht einfach direkt ins Ohr, speziell wenn die Band nach dem 1. Refrain wieder Gas gibt. Nach dem 2. Refrain tun die Instrumente es dem Gesang gleich und es gibt ein Wechselspiel zwischen und tiefen Gitarrentönen, wobei die Tiefen wunderbar grimmig und dröhnend daher kommen. Dies schaukelt sich immer mehr zu einem sehr rhythmischen Gesangpart auf, der dem Hörer noch ordentlich auf die Lauscher gibt, ehe wir ein sehr gelungenes und diesmal auch ausreichend langes Gitarrensolo serviert bekommen. Gegen Ende folgen nochmal der Part mit dem Wechselspiel der Instrumente und der rhythmische Gesangspart, ehe man das Lied mit einem tollen Instrumental-Teil und einer aggressiven Gesangslinie in aller Härte beendet. Bestes Lied des Albums.
8. Metamorphosis (3:01 Minuten) Nach dem wilden Vorläufer setzt die Band mit diesem Lied jetzt auf langsamere Töne. Sehr gemächlich dümpelt die Melodie mit hohlem Gitarrenzupfen vor sich hin. Dies ist aber nur das Intro, kurz darauf kommen die harten Gitarrentöne wieder zum Einsatz, doch der ruhige Rhythmus bleibt erst einmal bestehen. Bis zu den Strophen. Die Gitarren spielen dazu nun ein leicht hysterisch, wild wirkendes Riff und Derrick Green rotzt passend dazu seinen Text ins Mikro. Aufgrund der kraftvollen Musik kann man sich das gut anhören. Auch das geringere Tempo zwischen den Strophen ist ok und gibt dem Lied etwas Abwechslung. Die Mitte des Liedes gestaltet sich mit einem Wechsel zwischen abgehackten und treibenden Riff auch gut gelungen, ehe es am Ende nochmal die ruhigen und gemächlichen Klänge zu hören gibt. Insgesamt ein gutes Lied, was aber keine echten Höhepunkte hat.
9. Sadistic Values (6:50 Minuten) Eine halbe Minute hört man erst einmal nichts, außer einem hohen, immer gleich bleibenden Ton. Der bewegt sich allerdings in Frequenzen, die einem nicht zum Glück nicht auf die Nerven gehen, im Gegenteil, er baut eine gewisse Erwartungshaltung auf das noch folgende auf. Schließlich setzen die Drums mit starker Fokussierung auf die scheppernde Marschtrommel. Die schnellen Anschläge im Hintergrund bauen das Lied immer weiter auf, bis dann die Gitarren mit einem halb-tiefen Klang gemächliche Takte zu den Trommeln spielen, gut unterstützt vom Bass. Noch etwas später erleben wir zum ersten Mal auf dem Album klaren Gesang. Der passt auch wirklich gut zu den Melodien und ihren Klängen und wir stellen fest, dass es Derrick Green auch in normalen Stimmlagen kann. Alles hat einen gemütlichen Touch, bis es Derrick Green zu langweilig wird und er wieder ins typische Brüllen verfällt. Doch auch das passt zur Musik. Nach einigen Zeilen ist aber auch Schluss mit der gemütlichen Musik, alles wird immer verzerrter, bis schließlich kaum noch Instrumente zu erkennen sind. Plötzlich verstummt alles und nur die Drums läuten jetzt mit schnellem Double Base Spiel den zweiten Teil des Liedes ein. Schon jetzt ist klar, dass es gleich wieder aufs Maul gibt, erst recht, wenn nach und nach die Gitarren einsetzen. Ehe man sich versieht ist man auch schon im feinsten Thrash Metal Reißer angekommen. Zunächst noch abgehackt, dann immer schneller, haut die Band ein tödliches Riff vor der wunderbar tiefen Stimme von Derrick Green raus. Besonders die Gitarrenarbeit gefällt mir hier, denn man wechselt schön von hohen zu tiefen Tönen und wieder zurück. Die hämmernden Drums sorgen für die nötige Wucht und im Endeffekt haben wir hier das komplexeste Lied und eines der Highlights des Albums.
10. Forceful Behavior (2:27 Minuten) Wie ein wütender Insektenschwarm klingen hier die Gitarren gleich zu Beginn und mit gemächlichen Drums entsteht ein schweres Riff, was sofort alles platt walzt. Hohe Gitarrentöne lockern dann die Melodie etwas auf, bis die Strophen in gewohnter Aggression beginnen. Die sind allerdings weniger spektakulär, weil wir das alles schon oft genug auf dem Album gehört haben. Auch das treibende Riff im Anschluss lässt einen zwar mit dem Kopf wackeln, doch Nackenschmerzen vor Anstrengung bekommt man da noch nicht. Immerhin ist der Refrain nach einer weiteren Strophe nicht nach dem gleichen Muster gestaltet, sondern lässt einen mit viel Einsatz des Beckens am Schlagzeug die Rübe immerhin schon im Kreis wackeln. Es folgt noch ein ganz gutes, aber mal wieder zu kurzes Gitarrensolo zum schnellen Riff. Mit einem weiteren Refrain endet das simple Lied dann auch schon. Und außer den markanten Anfang bleibt auch nicht viel in Erinnerung.
11. Conform (1:54 Minuten) Mit einem erfrischenden Riff im mittleren Tempo und einer guten Portion Groove wird dieses Lied angegangen. Die Gitarren klingen dabei wunderbar grimmig und auch der einsetzende Gesang passt gut zur kraftvollen Melodie. Ich hatte ja Sorge, dass angesichts der kurzen Spielzeit, wieder ein Lied mit wenig markanten und zuviel Einfachheit gespielt wird, doch insgesamt bleibt hier bei den noch nicht einmal 2 Minuten Spielzeit mehr hängen, als bei manchen längeren Lied auf dem Album. Das hier erst einmal kein volles Tempo gegangen wird, ist der größte Pluspunkt, denn das Riff bleibt auf jeden Fall im Ohr. Auch die abgehackten Strophen und der Mittelteil, wo Derrick Green mit einer extrem tiefen Stimme überrascht, sind super gelungen. Das man dann zum Schluss nochmal mit ordentlichem Tempo Lied ausklingen lässt, hat nur wegen dem abrupten Ende einen klitzekleinen faden Beigeschmack.
3. Kapitel 12. A-Lex III (2:03 Minuten)
Wie gewohnt Beginn die Einleitung zum nächsten Kapitel mit einem Instrumental-Stück, welches auch hier wieder auf technische Klänge setzt, die der Hörer mit Wissenschaft und Sterilität assoziiert. Dies baut natürlich die passende Atmosphäre zum Kapitel auf, denn da geht es unter anderen die Versuche, die mit Alex gemacht werden. Später setzen dann wieder die Gitarren mit einem abgehackten Riff ein, welches aber kurz darauf etwas schneller wird. Gut gelungen sind hier der Schlagzeug-Part, der immer mehr Komplexität gewinnt, sowie die später einsetzenden hohen Gitarrentöne. Doch kurz darauf ist das Lied schon vorbei. Der Kapitelübergang überzeugt nicht so ganz, wie A-Lex II, doch ist er ebenfalls ausreichend. 13. The Experiment (3:28 Minuten)
Mit knatschendem Bass in kurzen Takten beginnt das Lied, ehe gleich danach schon der brutale Gesang und ruppige Gitarren einsetzen. Das Ganze hat viel Power und wechselnde Stimmlagen sorgen für Abwechslung. Richtig gut ist der Part nach der ersten Strophe, wenn die Gitarren kurz einen rollenden Rhythmus annehmen und dann das Schlagzeug die Taktzahl erhöht und die Melodie einen treibenden Rhythmus bekommt. Sowas lässt das Thrash-Metal Herz höher schlagen, besonders mit der passend brüllenden Stimme vom Sänger. Der Refrain ist ebenfalls gut gelungen und bringt sogar ein paar tiefe Growls, die eher von Death Metal Bands gesungen werden, zum Einsatz. Und endlich ist auch mal das Solo richtig stark. Zunächst spielt Andreas Kisser einige einleitende Rhythmen, die dann aber makellos ins richtige Solo übergehen und die Tonlagen sich immer weiter steigern. Mit Abstand das beste Gitarrensolo auf der CD. Anschließend bringt die Band noch einen Refrain, ehe das Lied mit wilden, scheppernden Drums und sehr abgehackten Riff beendet wird. 14. Strike (3:40 Minuten)
Abermals spielt hier der Bass am Anfang die größte Rolle, doch diesmal in Begleitung hektischer Drums. Schnell wird klar, dass hier die Instrumente erst nach und nach einsetzen und somit den Spannungsbogen strapazieren. Erst spielt die Gitarre hohe Töne im Hintergrund, die aber mehr und mehr in den Vordergrund treten, bi s sie schließlich vor einem Rhythmus im mittleren Tempo ein treibendes, waberndes Riff spielen. Da hier aber auch härtere Gitarren im Hintergrund agieren, kann man sich das gut anhören, zumal die Fokussierung auf die hohen Töne eine willkommene Abwechslung ist. Derrick Green bekommt dann auch seinen Einsatz, doch der ist in den Strophen nichts Besonderes. Dafür sind die Übergänge von Strophen zu den hohen Gitarrentönen sehr gelungen und der Kontrast zwischen tiefer Stimme und der Gitarre passt super ins Bild. Nach der zweiten Strophe und einigen „Strike“ –Rufen, folgt ein abgehacktes Riff, in das sich nach einigen Takten aber immer schnelle Gitarrenanschläge mischen und das Lied einen tollen Groove erhält. In dieses Riff mischt sich dann noch das Gitarrensolo, was diesmal aber fast von der harten E-Gitarre übertönt wird. Egal, denn dieses Solo dauert auch nicht lange und gemeinsam schaukeln sich die Instrumente und schließlich auch der Sänger immer weiter hoch, bis alles im ursprünglichen Riff mit den wabernden, hohen Gitarren explodiert. Solche Momente hätte die CD öfter gebrauchen können. Wirklich gelungen! Nach einer weiteren Strophe, einigen „Strike“-Rufen und wilden Spiel der Instrumente, endet das Lied schließlich abrupt. 15. Enough said (1:36 Minuten)
Doch diesmal ist das kein Problem, denn es geht nahtlos in dieses Lied über. Enough said stellt zwar das kürzeste Lied des Albums dar, doch das ist auch schon der einzige Schwachpunkt. Ansonsten besticht das Lied durch ein schnelles, thrashiges Riff und überzeugt durch eine hohe Variation von Melodien. Zumindest für eine Thrash-Metal Band. Zunächst läuft alles normal mit einem schnellen, treibenden Riff ab. Ab der Hälfte wird das Riff dann noch abgehackter, bis das Schlagzeug einen gemächlicheren Rhythmus einschlägt und das Lied plötzlich einen netten Groove bekommt. Schließlich spielt die Lead-Gitarre noch ein schnelles Solo mit hohen, fixen Anschlägen und treibenden Rhythmus. Dabei ist der Klang wirklich gut getroffen. Achja, ins Mikro darf auch noch gegröhlt werden. Dies passiert in den letzten 15 Sekunden mit einem 2-Zeilen-Text. Kaum der Rede wert, da das Lied schnell vorbei ist. Aber aufgrund des guten, instrumentalen Part immer wieder hörenswert. 16. Ludwig Van (5:30 Minuten)
Mit diesem Lied greifen Sepultura ein bedeutendes Thema für die Hauptperson Alex in „A Clockwork Orange“ auf: Die Musik von Beethoven. Die Hauptperson hört die Symphonien des Meisters mit Vorliebe und so ist es nur logisch, wenn sich die Band diesem Thema mit einem Lied widmen. Dieses schwankt allerdings zwischen Genie und Wahnsinn, besonders am Anfang. Sehr hektische Geigen werden mit ebenso hektischen E-Gitarren vermischt. Nach diesem ersten Schock, kommt aber langsam das Interesse. Eine einsame, sehr tief gestimmte Gitarre deutet es schon an. Hier werden Beethovens Symphonien mit Sepultura´s Thrash Metal vermischt. Und tatsächlich, die Geigen stimmen bei der einsamen Gitarre ein und sämtliche Instrumente der Band spielen Beethovens 9. Symphonie im härteren Gewand. Wie hört sich das an? Gewöhnungsbedürftig. Die modernen Instrumente treffen immerhin den Takt und Rhythmus, doch will die Geige nicht wirklich dazu passen. Der Kontrast zwischen harter E-Gitarre und hoher, fiedelnder Geige ist einfach zu groß. Zumindest was die schnellen Parts des Liedes betrifft. Bei einen abgehackterem Rhythmus nähern sich die Instrumente schon an und dann weiß die Musik durchaus zu gefallen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Komplexität von Beethovens Musik, die viele verschnörkelte Riffs zulässt und das Lied somit Abwechslung und Unterhaltungswert gewinnt. Genau in der Mitte des Liedes verstummen plötzlich alle Instrumente und machen die Bühne frei für die E-Gitarre. Diese spielt nun einsam „Freude schöner Götterfunken“ und das ist ohne harte Klänge durchaus gut gelungen. Mit Einsatz von sanften Streichern ist nun auch endlich Harmonie zwischen modernen und klassischen Instrumenten gefunden. Nach diesem Zwischenspiel kündigen Hörner die nächste Symphonie an und auch hier passen dank des kurzen, prägnanten Riffs die verschiedenen Instrumente zusammen. Speziell das Schlagzeug sorgt hier für eine gute Einheit und gibt dem Gesamtbild den passenden Rhythmus. Leider wird es am Ende wieder viel zu hektisch und die Harmonie geht etwas flöten. Insgesamt sicher ein interessantes Machwerk, was aber Probleme mit der Einheit hat. 4. Kapitel
17. A-Lex IV (2:46 Minuten) Das letzte Kapitel beginnt wieder mit den bewährten Mitteln. Die Band setzt zunächst auf technische Klänge, die hier allerdings als pulsierender, blecherner Ton daher kommt und wieder gekonnt eine bestimmte Atmosphäre aufbauen. Alles ist steril, wissenschaftlich, mystisch und technisch angehaucht. Der Punkt, der dieses Interludium aber zum Besten der 4 Zwischenspiele macht, ist der, dass die Atmosphäre nicht von harten Gitarren kaputt gemacht wird. Zunächst bemerkt man, dass das Schlagzeug im Hintergrund immer lauter wird, doch auch hier sind die Klänge vom Becken sehr verzerrt. Und auch die Gitarren selbst spielen in sehr hohen Tönen ein recht wirr und irgendwie verzweifelt klingendes Riff, passend zur Gehirnwäsche, die dem Protagonisten im Buch zu diesem Zeitpunkt widerfahren ist. Später kommt nimmt wieder der Ton vom Anfang des Liedes mehr Bedeutung an und damit endet das Lied auch schließlich.
18. Paradox (2:15 Minuten) Zum Abschluss gibt es aber nochmal voll auf die Zwölf. Schnelles Schlagzeugspiel gibt schon einmal die Richtung vor und ein ordentliches, rockiges Riff zu aggressiven Gesang bildet dann das Gesamtbild. Gut gelungen sind die abgehackten Gitarrenanschläge vor dem Refrain, der zwar sehr simpel gehalten ist, aber gut zum mitgröhlen geeignet ist. Auch die Strophen gehen gut ins Ohr. Ansonsten bietet das Lied aber die gewohnte Kost. Ein sehr kurzes Gitarrensolo nach dem zweiten Refrain und kaum Tiefgang. Nach dem Solo gibt’s dann noch einmal den Refrain und schon endet das Lied wieder abrupt und genau das missfällt mir. Denn wir haben hier immerhin das letzte Lied des Albums und bei einem Konzeptalbum über ein ganzes Buch darf es doch etwas einfallsreicheres sein, als ein simpler Thrash Metal Song. Klar, werden einige sagen, es ist nun einmal Thrash Metal und dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber für meine Begriffe fehlt hier am Ende was und lässt alles ein wenig einfallslos wirken. Zumindest wäre dieses Lied in seiner Art in der Mitte des Albums besser aufgehoben. So haben wir, wie des Öfteren auf dem Album, einen faden Beigeschmack am Ende.
Cover & Artwork Ein großes, anfangs undefinierbares Gebilde ziert das Cover der CD. Vor komplett schwarzem Hintergrund finden wir ein Wirrwarr aus Schläuchen, Statuen, Köpfen, Knochen und anderen Dingen, alles komplett in bräunlich-goldener Farbe vor. Auffallend sind der Kopf am untersten Ende des Gebildes, sowie die große Skeletthand, die den rechten Rand einnimmt. Bei näherer Betrachtung und mit etwas Kenntnis der Geschichte kann man aber erahnen, dass es sich bei dem Kopf unten, um den von der Hauptfigur Alex handelt und aus dessen Kopf quasi sämtliche Geschehnisse und Gefühle herauswachsen. Oben links steht in roter Schrift „Sepultura“ und unten rechts „A-Lex“ ebenfalls in roter, auswuchernder Schrift. Im Booklet auf den einzelnen Seiten Details von dem Gebilde auf dem Cover in größerem Format zu sehen, meistens passend zum jeweiligen Songtext eines Liedes. In der Mitte des Booklets ist ein schlichtes Gruppenfoto der Band. Cover und Artwork finde ich sehr gut gelungen. Das detailierte Muster auf dem Cover sieht künstlerisch sehr hochwertig aus und im Booklet wird das Konzept weiter verarbeitet und dort sieht man noch einige Sachen, die man so direkt auf dem Cover nicht sehen würde. Ebenfalls gut finde ich, dass die Band sich nicht so sehr in den Vordergrund drängt und nur auf ein schlichtes Bild setzt. Dafür kann man die zweithöchste Punktzahl in diesem Bereich geben, denn für die Höchstbewertung fehlt trotzdem das gewisse Etwas.
Kritik Jetzt haben wir also eine CD besprochen, auf der eine Thrash Metal Band ein literarisches Werk musikalisch verarbeitet hat. Aber hat man davon eigentlich einen Eindruck, wenn die CD vorbei ist? Naja, es gibt Faktoren, die dafür sprechen. Da wären zunächst einmal die Lieder A-Lex I bis IV. Diese instrumentalen Lieder sind erstens so aufgebaut, dass sie schon eine gewisse Atmosphäre erzeugen, die einem die Geschehnisse der Geschichte verdeutlicht und zweitens dienen diese Lieder als Wechselspiel zwischen den Kapiteln, sodass man den Eindruck bekommen könnte, man habe hier ein Hörbuch in Thrash Metal Form im CD-Player. Weiterhin sind die Texte entsprechend nahe an der Buchvorlage und erzählen viel aus der Sicht der Hauptperson Alex und auch wichtige Elemente des Buches wurden vertont, wie man sehr gut am Lied „Ludwig Van“ hören kann. In sofern kann man schon behaupten, dass Sepultura mit ihrer Absicht ein Konzeptalbum über die Geschichte „A Clockwork Orange“ machen zu wollen, Erfolg hatten. Der Haken bei der Sache ist aber die Frage nach dem Anspruch und Sinn. Die meisten Lieder sind nun schlicht und ergreifend Thrash Metal Songs und genauso klingen sie auch: Roh, schnell und einfach. Tiefgang findet man nur selten, oft lässt man einfach nur den Hammer kreisen und brettert mit knallharten Riffs drauf los. Für den Fan ist das die reinste Freude, aber reicht sowas, um ein anspruchsvolles Werk entsprechend wieder zu geben? Nur Ansatzweise, denn immerhin wird die vorherrschende Gewalt in dieser Geschichte so wirklich gut auf den Punkt gebracht, aber das war es auch schon fast. Und ganz nebenbei, wirklich Innovativ ist ein Konzeptalbum über „A Clockwork Orange“ auch nicht, denn schließlich haben das schon Die Toten Hosen in der später 80er Jahren mit „Ein kleines bisschen Horrorshow“ gemacht, auch wenn die sich mehr am Film orientierten.
Dennoch schafft es die Band dem Album eine gewisse Langzeitmotivation zu verleihen. Auf der einen Seite mag es nun mal roher, simpler Thrash Metal sein, aber auf der anderen Seite, ist es roher, simpler Thrash Metal!!! Und das beherrschen die Musiker durchaus. Die Gitarrenarbeit von Andreas Kisser ist wie immer hervorragend, besonders gefällt es mir, wenn die Gitarren in grimmigen, tiefen Tönen daher kommen und alles zu Kleinholz verarbeiten. Bass und Schlagzeug tun alles, um dieses Bild zu unterstützen und das gelingt immer, wobei sich Igor Cavalera an den Drums auch oftmals gekonnt in den Vordergrund spielt. Die sehr gute Klangqualität der Instrument tut noch ihr übriges. Musikalisch gibt es also kaum was auszusetzen, eher an den Arrangements. Die Lieder enden allzu oft sehr abrupt und immer wenn Andreas Kisser zu einem tollen Gitarrensolo ansetzt und man gerade voll drin ist, ist das Solo auch schon wieder vorbei. Hier hätte man durchaus noch einiges an Pluspunkten herausholen können, denn der Hörer kauft sich die CD ja auch (oder vor allem) wegen der Musik, die gespielt wird. Immerhin schafft es Derrick Green am Mikro die gesamte Spielzeit über sein Niveau aufrecht zu erhalten. Der Kerl hat einfach eine starke Stimme für den typisch aggressiven Gesang: kernig, rau, grob und kraftvoll. So sind Gesangseinlagen mit viel Gebrüll und Gegröhle kein Problem für und es hat den Anschein, je schneller er den Text singen muss, umso besser kommt er in Form. Dabei muss es nicht immer aggressiv sein. Auch tief und bedrohlich kann der Sänger sehr gut, wie zum Beispiel beim Lied „Conform“. Und als Zugabe packt er auch den klaren Gesang bei „Sadistic Values“ ohne Probleme. Ein klarer Pluspunkt für Band und Album. Gut finde ich auch, dass das Konzept über die Musik hinaus geht. Cover und Artwork fügen sich gut in die Thematik ein und besonders das Cover Motiv macht schon was her, weil hier mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde. Der besondere Wow-Effekt bleibt hier zwar aus, doch haben Cover und Booklet mit Songtexten alles was man sich wünscht.
Zielgruppe Fans der Band tun sich teilweise schwer mit diesem Album, denn schon der Vorgänger war ein Konzeptalbum und es wurden Stimmen nach einem „normalen“ Thrash Metal Album laut. Allerdings ist hier die Musik auf dem Album, sieht man mal von Zwischenspielen, o.Ä ab, sehr typisch für die Band und das Genre. Die Handschrift der Band ist klar und deutlich erkennbar und wer zusätzlich doch etwas mit einer klaren Linie haben möchte, kann bedenkenlos zugreifen.
Leute, die die Band erst kennenlernen müssen, würde ich das Album nur bedingt empfehlen. Es trägt zwar, wie erwähnt, die Handschrift der Band, dennoch gibt es auch Lieder und Alben, die sich von A-Lex teilweise sehr unterscheiden, weil die Band viele verschiedene Inspirationsquellen hat. Wer überwiegend die Thrash-Metal Seite von Sepultura kennenlernen will, ist ein Kauf zu empfehlen. Genre Fans wird die Band natürlich was sagen, wer aber eher auf klaren Gesang, komplexe Riff und lange Gitarrensoli steht, dem rate ich von diesem Album ab, sowas findet man hier auf keinem Lied.
Fazit Ich gebe dem Album „A-Lex“ von Sepultura 4 von 5 Punkten und eine Empfehlung. Die Musik ist gut und technisch Anspruchsvoll, doch dieser Anspruch geht bei der Darstellung der Thematik und des Konzepts ein wenig verloren. Dafür bleibt die Atmosphäre meistens sehr dicht und durch einiges an Abwechslung wird die Platte so schnell auch nicht langweilig.
Track-Rangliste 1. The Treatment (5/5 Punkte) 2. Sadistic Values (5/5 Punkte) 3. We´ve Lost you (5/5 Punkte) 4. The Experiment (5/5 Punkte) 5. Strike (5/5 Punkte) 6. Enough Said (4/5 Punkte) 7. Moloko Mesto (4/5 Punkte) 8. Filthy Rot (4/5 Punkte) 9. Conform (4/5 Punkte) 10. Metamorphosis (3,5/5 Punkte) 11. Ludwig Van (3,5/5 Punkte) 12. Paradox (3/5 Punkte) 13. Forceful Behavior (3/5 Punkte) 14. What I do! (2,5/Punkte)
Interludiums 1. A-Lex IV (5/5 Punkte) 2. A-Lex II (4/5 Punkte) 3. A-Lex III (3/5 Punkte) 4. A-Lex I (3/5 Punkte)
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12.06.2012 08:42
Ein absolutes BH - ich wäre nie von alleine auf das Album gekommen, werde es mir aber umgehend besorgen - YouTube&Co sei dank konnte ich schon mal reinhören. Wenn das mal nicht kaufentscheidend geschrieben ist weiß ich es auch nicht. Bis heute morgen hatte ich es ja noch nicht einmal vor, sie zu kaufen....
08.03.2012 21:09
auch bei dieser Band kommen wir nicht zusammen :-) - aber was ich ja mag, ist das Cover - angezogen hätte mich das Album im Laden zumindest
27.01.2012 12:35
ich hatte das Stück während meiner Ausbildung mal im Theater gesehen, war einfach zu heftig durchgedreht, und kaum erträglich... super detailliert berichtet, lg von Syriah