An diesem ‘87er Album von Pink Floyd scheiden sich die Geister.
Gilt es den einen als Befreiungsschlag von der Katastrophenlyrik Roger Waters ist es für die anderen nur noch das kommerzielle Ausnutzen des Markennamens Pink Floyd mit unfairen Mitteln – denn was sind Pink Floyd ohne den genialen ... Bericht lesen
späteren Dreierbesetzung der Band, bestehend aus David Gilmour, Nick Mason und Richard Wright. Die aktuelle Discovery-Version präsentiert das Original-Studioalbum, digital remastert von James Guthrie, mit neugestaltetem Digipak und einem von Storm Thorgerson designten 12-seitigen Booklet.
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Erfahrungsbericht von manwah über A Momentary Lapse of Reason - Pink Floyd 18.07.2010
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
klingt wie Pink Floyd
Kontra:
nicht durchgängig gut
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
An diesem ‘87er Album von Pink Floyd scheiden sich die Geister. Gilt es den einen als Befreiungsschlag von der Katastrophenlyrik Roger Waters ist es für die anderen nur noch das kommerzielle Ausnutzen des Markennamens Pink Floyd mit unfairen Mitteln – denn was sind Pink Floyd ohne den genialen Texter und Komponisten Waters!?
Fakt ist, dass Roger Waters kurz vorher einen Rechtsstreit gegen die verbliebenen Pink Floyd Mitglieder um den Bandnamen verloren hatte als Gilmour und Co sich daran machten, ein neues Pink Floyd Album ohne Waters zu veröffentlichen.
So verblieben neben David Gilmour, der Stimme und fabulösen Gitarristen Pink Floyds noch die Bandmitglieder Nick Mason am Schlagzeug und Richard Wright an den Tasten.
Eben letzterer hat hier auch Hand an einigen Songs gelegt, die er gemeinsam mit Gilmour komponiert hat. Die Produktion lag in den Händen Gilmours und Bob Ezrins, der auch zuvor bereits mit Pink Floyd gearbeitet hat.
Musik ~~~~~~~* Der verschwurbelte Beginn macht aber schon klar, dass Gilmour und seine Freunde eher „Wish You Were Here“ und „Dark Side Of The Moon“ im Auge hatten als „The Wall“.
„Signs Of Life“ klingt jedenfalls wie Musik gewordener Indianerschmuck und das setzt sich bei „Learning To Fly“ eindrucksvoll fort. Natürlich legt Gilmour viel Wert darauf, dass seine Gitarrenarbeit stärker in den Vordergrund rückt. Dennoch schielte der zweite Song unverhohlen auf die Charts. Er ist eingängig, mit einem richtigen Refrain und kürzer als 5 Minuten – eine zukünftige Hitsingle also. Das dazu aufwendig produzierte Video soll uns auch auf die Indianerschiene bringen. Das wird im weiteren Verlauf glücklicherweise nicht mehr allzu offensiv verfolgt.
„Dogs Of War“ könnte in weiten Teilen, Saxophon und Chor, ein Mason-Outtake aus der dunklen Seite des Mondes sein. Es ist ein wenig düster und der rhythmische Teil steht eindeutig im Vordergrund. Es ist mitreißend und sehr schmutzig mit eindrucksvollem Text gesungen.
Wie es sich für ordentliche Pink Floyd Alben gehört, sind die Übergänge zwischen den Songs meist fließend. „One Slip“ wird direkt an die Hunde gehängt und bekommt auch etwas von dessen Schwung mit. Ist aber ein recht konventioneller Song, der vor allem die Titelzeile des Alben in sich trägt. Der weitschweifige Instrumentalteil in der Mitte ist bei Police geklaut, äähm angelehnt ;-)
Der ultimative Kracher des Albums befindet sich mittendrin. „On The Turning Away“ wurde und blieb bei Floyd Konzerten der Post Waters Ära ein Pflichtpunkt. Es ist so Floydesk, dass man kaum glauben kann, dass es erst 1987 entstanden ist. Und das Lied ist schlichtweg genial. Es beginnt ganz sanft mit einer beinahe folkigen Melodie, getragen von Gilmours Gesang, zunächst a cappella, er macht das sensationell. Es folgen Streicher, DIE Gitarre und am Ende ufert das Ganze in ein Monumentalwerk für Rockorchester aus – und das alles in knapp 6 Minuten.
Als wollten die restlichen Pink Floyd beweisen, dass man auch ohne Waters zu düsteren Werken fähig ist, folgt mit „Yet Another Movie“ ein Düsterwerk der Sonderklasse. Tiefschlägen des Basses folgt gegongtes Synthiezwirbeln und bassboxbelastende „Prophet“tiefgründeleien, denen ein laaang gezogenes Gitarrensolo hinterher geschickt wird.
Um den Song „Terminal Frost“ herum haben Pink Floyd zwei Miniaturen gesetzt, die beide wie elektronisch verfremdete Hilferufe klingen und auf diesem Album an dieser Stelle irgendwie falsch platziert wirken. Denn der Song dazwischen ist jazzig unterkühltes Instrumental mit viel Saxophon, toll gespieltem Schlagzeug und einer sehr überraschenden Atmosphäre. Ich erinnere mich recht deutlich, dass ich es früher ziemlich schrecklich fand. Beim jetzt mal wieder anhören, halte ich „Terminal Frost“ für eines der stärksten und überraschendsten Stücke des Albums.
„Sorrow“, der Schlusspunkt setzt noch mal auf schweres Gitarrenmetall. Für Gilmour’sche Verhältnisse ist das Hardrock. Leider verhindert der festgetackerte Rhythmus, dass der Song so eindrucksvoll bleibt wie er beginnt. Gilmour singt seinen Part, schon gut aber irgendwie seelenlos. Nur die sehnsüchtige Brücke inmitten des Songs gibt dem Ganzen etwas Saft.
Schade – der maue Schluss verdirbt ein wenig die Dramaturgie des Albums, dass sich mit anhaltender Laufzeit steigert.
Fazit ~~~~~~* Auch wenn der Titel es nahelegt ist der Verstand nicht abgerutscht. Im Gegenteil: Mason, Wright und Gilmour haben ein Album für Fans produziert. Sie enttäuschen ihre Anhänger nicht wirklich, versetzen sie aber auch nicht in einen Rauschzustand. Es gibt Ausrutscher in alle Richtungen, manch Überraschung und einen späten Klassiker. Das ist weit mehr als ich bei 90% aller Rockalben erwarten kann. „A Momentary Lapse Of Reason“ wird wahrscheinlich weiter ein sehr unterschätztes Pink Floyd Album bleiben – aber es ist in all seinen Facetten unzweifelhaft ein Pink Floyd Album. Genau das wurde von Waters Jüngern immer bezweifelt, doch wer nur ein paar Takte zuhört, weiß sofort woher die Musik kommt. Soundtechnisch ist es, wie es sich gehört, ein Traum. Da zischelt, knurpselt, rumort immer irgendetwas sehr transparent herum. Die Instrumente werden ebenso wie die Stimmen überaus sauber abgebildet. Das war auch nicht anders zu erwarten…
Trotz seiner offensichtlichen Schwächen höre ich „A Momentary Lapse Of Reason“ immer mal wieder gerne an. 4 Sterne und eine Kaufempfehlung sind angemessen, wohl wissend, dass ich es auf die gleiche Stufe stelle wie „Animals“ (über das ich als „plumtree“ geschrieben habe)
Pro: Etwas anderer Stil nach dem Ausstieg von Roger W. - gute Sounds Kontra: Etwas anderer Stil nach dem Ausstieg von Roger W.
Pink Floyd hatten ja schon immer eine Schwäche für surrealistische Plattencover und so gestaltet sich auch die Aufmachung dieser CD eher "ungewöhnlich". Das Cover zeigt einen Strand voll mit Betten, was aber nicht heißt, daß diese CD zum Einschlafen ist : ...
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Pro: Die Platte ist mit 31,99 DM genauso billig wie alle anderen Floyd-Werke ;-) Kontra: Nichts ist so wie früher (s. Text)
Ja, es geht auch ohne Roger Waters - aber wie? Pink Floyd durchlebten eine schwere Krise, bevor sie 1987 ein neues Album landeten. Nicht nur, dass Mastermind, Sänger und Bassist Roger Waters die Band verließ, nein, er setzte sogar alles daran, dass dem Re ...
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Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
hilfreich
08.09.2000
unglaublich melodisch Bewertung für A Momentary Lapse of Reason - Pink Floydvon
Gralshüter
Pro: eingängig, gute Kompositionen, experimentell Kontra: nicht mit 70er Jahren zu vergleichen
Von vielen Pink Floyd-Fans wird diese Platte sehr kritisch gesehen, weil sie einen Umbruch in der Bandgeschichte darstellt. Vor dieser Platte verliess Roger Waters die Band, und man fragte sich, was bleiben würde. Nun, es blieb das Talent für geniale Musi ...
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14.04.2000
Sehr gut !!!! Bewertung für A Momentary Lapse of Reason - Pink Floydvon
seppelpower-_2
Pro: Sehr musikalisch und melodiös Kontra:
Ein Meilenstein in der Rockgeschichte. Ein anderer Stil als bei den alten Sachen aus den 70ern, aber gerade deshalb für ein größeres Publikum gaschaffen. Die Musik ist melodisch und trotzdem sehr Experimentell gestaltet. Ein wahres Meisterwerk der Musikge ...
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30.01.2000
Neubeginn geglückt Bewertung für A Momentary Lapse of Reason - Pink Floydvon
Tellerwäscher
Pro: Kreativer Bruch zur Vergangenheit Kontra: Teilweise zuviel Synthie Pop
Dies ist das erste Album nach der Trennung von Roger Waters und anschliessenden Rechtsstreit. Viele haben gedacht nach der Trennung würden Pink Floyd nichts ordentliches auf die Reihe kriegen, immerhin war R. Waters Komponist der meisten Songs der meisten ...
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...Nach 'A Momentary Laps of Reason' ein weiteres Machwerk der Megagruppe Pink Floyd. Man merkt, daß diese Musik von Architekten gezaubert wurde.
David Gilmour (Gitarre) und Nick Mason (Drums) haben Architektur studiert und das hört man sehr deutlich.
Sehr rockig, sehr mild. Eine Platte für alle Gelegenheiten. Diese Musik ist sogar dafür geeignet, ältere Menschen, über siebzig, zu begeistern (eigene Erfahrung). Ein sehr gelungenes Stück mit äußerst hörenwerten Songs wie z.B. Marooned (Instr.). Hören sie rein, sie werden sie nicht mehr hergeben wollen. Heutzutage wird nicht mehr viel hörenswertes produziert, da ist diese CD ein Muß.
Fazit: Wem diese Platte gefällt, der sollte sich auch 'Momentary Laps of Reason' zulegen....
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Pro: ein guter Song Kontra: der Rest ist todlangweilig
...In "The Division Bell" ist nichts, aber auch gar nichts mehr von der Genialität vorhanden, für die ich Pink Floyd so geschätzt habe. Die Songs sind so unglaublich eintönig und langweilig und nur der Song "High Hopes", der für mich der einzige ist, der noch entfernt an die Genialität der früheren Alben erinnert, verhindert, dass ich die Bewertung "sehr schlecht" abgebe.
Schon im Vorgänger-Album "A Momentary Lapse of Reason" fehlte der geniale Songwriter Roger Waters, trotzdem war dieses Album noch absolut hörenswert. Was sich Pink Floyd mit "The Division Bell" geleistet haben, ist kaum noch zu unterbieten....
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Pro: Brillante Pink Floyd Scheibe ohne Durchhänger Kontra: Roger Waters fehlt als Gegenpol zu David Gilmour
...The 'DIVISION BELL' ist sicherlich die beste Pink Floyd Platte ohne Roger Waters, also wirklich wesentlich besser als 'A MOMENTARY LAPSE OF REASON'. Die beiden Live-Platen 'THE DELICATE SOUND OF THUNDER' und 'PULSE' möchte ich mal außen vor lassen, da sie als eine Art Best of Pink Floyd gelten und deshalb nicht zu vergleichen sind.
'THE DIVISION BELL' ist eine ganz brillante CD, eben ganz Pink Floyd, nur dass sie vielleicht ein wenig zu glatt ist. Dieser Roger Waters fehlt einfach doch. Nicht auszudenken wie gut die Platte mit diesem Egozentriker zusammen geworden wäre: Ich denke da an 'WISH YOU WERE HERE', 'THE DARK SIDE OF THE MOON' und 'THE WALL'.
An diese drei Geniestreiche kommt 'THE DIVISION BELL' nicht heran. Aber diese sind allesamt auch schon über 20 Jahre alt und mir ist eine wirklich schöne 'THE DIVISION BELL' ohne Roger...
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