Sinfonie: Neben schicken Damen in Abendgarderobe sitzen steife NS-Offiziere. Am Pult der Berliner und im künstlerischen Leben Nazi-Deutschlands herrscht der große Dirigent und Hitler-Liebling Wilhelm Furtwängler. Im Film Taking Sides lässt der ungarische Regisseur István Szabó den berühmten "Fall Furtwängler" aufrollen. In langen, aufreibenden Vernehmungen stellt der amerikanische Major Arnold, gespielt von Harvey Keitel mit dem Eifer eines Moralapostels, dem Dirigenten immer wieder die gleichen Fragen: Warum hat er mit den Nazis kooperiert? Warum hatte er für Hitler Musik gespielt? Mit kritischer Distanz und Gespür für die Charaktereigenschaften präsentiert Szabó beide seiner Protagonisten und vermeidet eine Stellungnahme für oder gegen den Dirigenten. Authentische Aufnahmen von Beethoven und Bruckner mit Wilhelm Furtwängler und den Berliner Philharmonikern von 1943 und 1949 schmücken den stimmungsvollen Soundtrack. Für den ersten Satz von Beethovens Fünfter, der eine ganz wichtige Rolle in der Filmdramaturgie spielt, hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen: Um eines moderneren Klanges willen wurde Daniel Barenboim engagiert. Er hat mit Furtwänglers Aufnahme im Kopfhörer seine Berliner Staatskapelle dirigiert. Aber leider klingt die Nachahmung des großen Furtwängler-Verehrers mehr steif als echt und bestätigt nur die geniale Qualität des Prototyps, den man auch auf der CD hören kann. Bruckners Adagio aus der 2. Sinfonie spielt eine besondere Rolle in der Geschichte, denn es ist die erste Musik, welche die Nazis nach Hitlers Tod im Radio erklingen ließen. Die düsteren Original-Klänge in Mono-Qualität kontrastieren mit dem heiteren Swing der 40er, den die amerikanischen Soldaten nach Deutschland brachten, gespielt vom Swing Dance Orchestra in glanzvoller digitaler Qualität. Man kann sich keinen drastischeren Kontrast zwischen den forschen überatlantischen Gewinnern und den vom Krieg erschütterten Deutschen vorstellen, als diesen musikalischen. Und keine bessere Darstellung für den stolzen Sieg der amerikanischen Pop-Kultur über die europäische Klassik. Wilhelm Furtwängler kommt allerdings musikalisch im Soundtrack zu kurz. Für eine Auseinandersetzung mit dem Werk des politisch umstrittenen, aber unbestritten genialen Dirigenten ist die historische Box Aufnahmen 1942-1944 Vol. 1 oder Vol. 2 sowie die komplette Aufnahme Furtwängler dirigiert Bruckners 8. Sinfonie (Aufnahme 1949) zu empfehlen. --Kleopatra Sofroniou
Sinfonie: Neben schicken Damen in Abendgarderobe sitzen steife NS-Offiziere. Am Pult der Berliner und im künstlerischen Leben Nazi-Deutschlands herrscht der große Dirigent und Hitler-Liebling Wilhelm Furtwängler. Im Film Taking Sides lässt der ungarische Regisseur István Szabó den berühmten "Fall Furtwängler" aufrollen. In langen, aufreibenden Vernehmungen stellt der amerikanische Major Arnold, gespielt von Harvey Keitel mit dem Eifer eines Moralapostels, dem Dirigenten immer wieder die gleichen Fragen: Warum hat er mit den Nazis kooperiert? Warum hatte er für Hitler Musik gespielt? Mit kritischer Distanz und Gespür für die Charaktereigenschaften präsentiert Szabó beide seiner Protagonisten und vermeidet eine Stellungnahme für oder gegen den Dirigenten. Authentische Aufnahmen von Beethoven und Bruckner mit Wilhelm Furtwängler und den Berliner Philharmonikern von 1943 und 1949 schmücken den stimmungsvollen Soundtrack. Für den ersten Satz von Beethovens Fünfter, der eine ganz wichtige Rolle in der Filmdramaturgie spielt, hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen: Um eines moderneren Klanges willen wurde Daniel Barenboim engagiert. Er hat mit Furtwänglers Aufnahme im Kopfhörer seine Berliner Staatskapelle dirigiert. Aber leider klingt die Nachahmung des großen Furtwängler-Verehrers mehr steif als echt und bestätigt nur die geniale Qualität des Prototyps, den man auch auf der CD hören kann. Bruckners Adagio aus der 2. Sinfonie spielt eine besondere Rolle in der Geschichte, denn es ist die erste Musik, welche die Nazis nach Hitlers Tod im Radio erklingen ließen. Die düsteren Original-Klänge in Mono-Qualität kontrastieren mit dem heiteren Swing der 40er, den die amerikanischen Soldaten nach Deutschland brachten, gespielt vom Swing Dance Orchestra in glanzvoller digitaler Qualität. Man kann sich keinen drastischeren Kontrast zwischen den forschen überatlantischen Gewinnern und den vom Krieg erschütterten Deutschen vorstellen, als diesen musikalischen. Und keine bessere Darstellung für den stolzen Sieg der amerikanischen Pop-Kultur über die europäische Klassik. Wilhelm Furtwängler kommt allerdings musikalisch im Soundtrack zu kurz. Für eine Auseinandersetzung mit dem Werk des politisch umstrittenen, aber unbestritten genialen Dirigenten ist die historische Box Aufnahmen 1942-1944 Vol. 1 oder Vol. 2 sowie die komplette Aufnahme Furtwängler dirigiert Bruckners 8. Sinfonie (Aufnahme 1949) zu empfehlen. --Kleopatra Sofroniou
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...PINK FLOYD - DARK SIDE OF THE MOON
2 CD Experience Edition
Mein Bericht bezieht sich auf die Neuauflage des Überalbums "Dark Side of the Moon" von Pink Floyd.
Zum Album allgemein muss gesagt werden, dass es absolut phantastisch ist. Geniale Musik, die zwischen rockig, sanft und absolut abgedreht changiert. Ebenso genial ist das Konzept und die damit verbundenen Lyrics: Alles dreht sich um Themen, die den Menschen verrückt machen: Zeit, Geld, Krieg, Arbeit, Tod. Themen also, die jeden von uns betreffen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Band stammen alle Texte von Mastermind Roger Waters, der immer mehr die Führung in der Band an sich gerissen hat, bis sie letztendlich daran zerbrach.
Das Album war schon immer über alle Zweifel erhaben, statistisch gesehen soll sie zu jedem Zeitpunkt an jedem Tag irgendwo von irgendjemandem...
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Pro: tolles Album Kontra: diesen Stil muß man mögen
...Vorwort
Im Frühjahr 1996 trennte sich die Boygroup "Take That" und die Bandmitglieder gingen für mehr als 10 Jahre getrennte Wege ... auch beruflich.
Als erster brachte Mark Owen damals sein Album "Green Man" (1996) raus. Dem folgten dann im Laufe der Jahre zwei weitere: "In your own time" (2003) und "How the mighty fall"(2005).
Und das dritte Album soll nun Gegenstand meines Testberichtes sein.
Wie wurde ich darauf aufmerksam?
Dass es ein neues Album von Mark Owen geben würde, hatte ich damals im Videotext gelesen. Als dann angekündigt wurde, Mark würde mit seinem neuen Titel "Believe in the boogie" im ZDF Fernseh-Garten auftreten, schaltete ich zum ersten Mal in meinem Leben diese Sendung ein...
Der Titel ging mir sofort ins Ohr und es war klar: Das Album muss ich haben. Gesagt, getan. Ich...
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Pro: + ein Jodel am Ende und wenigstens eine ganz gute Nummer Kontra: - experimentelle Sounds für die wenigen Leute, die sowas mögen...
...Gorillas leben bekanntlich im afrikanischen Urwald, wo sie auch selten geworden sind. Dazu gibt es schon seit einigen Jahren eine Gruppe, die sich nach dieser Menschenaffenart benannt hat und die nicht ganz ohne Charterfolge schon Einiges an guter Musik abgeliefert hat. Wie verhält es sich aber mit dem bislang neuesten Album der Gruppe mit dem Titel "The Fall", welches im April 2011 erschien ?
So kam ich zu diesem Album
Ein Angebot bei buecher.de machte mich auf dieses Album aufmerksam. Da ich schon einige Titel der Gruppe kannte und ganz gut fand, war ich schon interessiert. Für gerade einmal 6,99 ? kaufte ich so die Scheibe - in einem speziellen Digipack. Ärgerlich, da ich später erfuhr, dass dieses Album für eine gewisse Zeit als kostenloser Download von den Gorillaz angeboten wurde.
Zur Gruppe "Gorillaz"
1998 wurde...
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sehr hilfreich 01.01.1970
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