Acoustic Soul - India. Arie

Erfahrungsbericht über

Acoustic Soul - India. Arie

Gesamtbewertung (4): Gesamtbewertung Acoustic Soul - India. Arie

 


Kein Durchschnittsmädel

4  24.07.2004

Pro:
Stimme, Melodien u . v . m .

Kontra:
Immer wiederkehrende Songstrukturen

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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derDosch

Über sich: gone

Mitglied seit:29.07.2003

Erfahrungsberichte:227

Vertrauende:18

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 52 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet


Junge afroamerikanische Frauen gibt es in der Musikbrache zu hauf, schnell drückt man diesen gleich ein passendes Label auf: (Neo-) Soul- Diva. India.Arie hat sich mit ihrem Debüt gleich selbst in eine erfrischend eigene Schublade gesteckt: „Acustic Soul“.
Sie und ihre Gitarre bilden den Fokus der 16 Songs, die entgegen dem Titel doch zur Hälfte angenehm poppiger R’n’B sind.
In Deutschland kennen sie nur wenige, in Amerika ist sie ein Star, ihre zwei LPs wurden veredelt, einen Grammy konnte sie sich auch schon ins Wohnzimmer stellen. Angefangen hat die Geschichte der India.Arie 1976 in Denver. Der Vater spielte Basketball, die Mutter machte Design. Es ist also nicht die typische schwarz, amerikanisch und aus dem Ghetto Geschichte. Studiert hat sie auch, Musik natürlich. Bald folgten Aufritte und Aufnahmen und schon landete sie bei Motown, ein Label, welches die musikalische Heimat von Legenden wie Stevie Wonder war.

NOT THE AVERAGE GIRL FROM YOUR VIDEO

Los gehts stimmig und beruhigend mit dem Intro. Schwer und sporadisch zupft India ihre Gitarre und zählt, besser: Singt, ihre musikalischen Vorbilder auf. Im weiteren folgt noch ein Interlude und ein Outro in diesem Stil.

„Video“ ist der erste Song des Albums, dazu ein sehr eingängiger. Die Gitarre ist natürlich zu hören, diesmal klingt sie aber recht beschwingt und steht nicht so sehr im Fokus. Ein R’n’B Beat komplettiert den poppigen Midtempo Song in dem India gleich zum Anfang klar stellt, das sie kein Glamour Girl ist das sich Stunden lang vor dem Spiegel hübsch macht und auf teuren „Crystal“ Champagner steht.

Etwas organischer, aber nicht minder eingängig geht es mit „Promises“ weiter. Wie eine Sommernacht mit leichtem spanischem Flair klingt der Song, der nicht gerade mit Percussions geizt. Drums, Gitarre, Keyboard und Bass spielen in perfekter Harmonie und tragen zur sommerlichen Atmosphäre bei.

„Brown Skin“ klingt schon wieder etwas schwerer. Ein Bassline wird mit Rhodes, Drums, Orgel und Percussions sowie der obligatorischen Gitarre ergänzt. Es geht natürlich um die Liebe, passend warm, für meine Verhältnisse aber zu drückend, klingt hier der Gesang.

Akustische Soulmusik wie ich sie mir beim Lesen des Albumtitels vorgestellt habe, bietet „Strength, Courage and Wisdom“. Die Drum bewegt sich leichtfüßig im Midtempobereich, Gitarre und Bass machen das Tempo aber nicht ganz mit und lassen das Instrumental etwas voller wirken. Verträumte Keyboards und rhythmische Soul Claps gesellen sich im wunderbar eingängigen und warmen als auch kraftvoll gesungenen Chorus hinzu.

„Nature“ orientiert sich wieder stärker in Richtung R’n’B, eine tiefe und klopfende Bassline drängelt sich unvermittelt in den Vordergrund. Wie Farbkleckse tauchen ab und an Percussions und verträumte Keyboards auf. Die zarten Streicher werden hingegen vom ausladenden Bass verschluckt. Die Melodie ist eingängig, der Gesang lieblich, trotzdem wirkt das Lied nicht stimmig, der Chorus wirkt austauschbar.

„Back in the middle“ ist eine Ballade wie sie im Buche steht. Die Gitarren stehen mit ihrem warmen runden Klang klar im Mittelpunkt und werden von Percussions und Keyboards ergänzt. India zieht hier, wie es sich gehört, alle Register ihrer Stimme.

„Ready for love“ ist eine weitere Ballade, das Tempo wird noch weiter rausgenommen und so wirkt der Song am Anfang doch sehr bedrückenden. Keyboard, Cello und Gitarre sind die einzigen Zutaten zu diesem Song. So liegt es an Indias Stimme, Spannung aufzubauen und Gefühl zu transportieren. Eine Aufgabe, die sie mit Bravur meistert.

LIKE A COOL BREEZE ON A SUMMERS DAY

Üppig und schwungvoll klingt “Always in my head”. Sommerlich und leicht klingt dieses eindringliche Liebeslied. Leider kann mich der Chorus nicht ganz überzeugen, trotzdem ein starker Song.

Ein stampfend programmierte Beat wird von einer Funkgitarre komplettiert. Der triste Beat wird überraschender Weise von Indias gefühlvoller Stimme aufgehellt, der Chorus kann überzeugen, die Strophen langweilen aber zuweilen.

„Simple“ ist ein überraschend tanzbarer Song, bei dem das schwungvolle und gradlinige Programming hervorgehoben werden muss. Keyboards und Gitarre setzen Kontrastpunkte.

Warm und bluesig klingt „Beautiful“. Kein spektakuläres, dafür aber atmosphärisches Lied. Gitarre und Rhodes sind dafür ausreichend. Zum Schluss gibt es als Bonus noch einen Song für Stevie Wonder, welcher India inspiriert hat. Dem entsprechend eine fröhliche, luftige und soulige Produktion. Der Spaß an der Musik ist in Indias Stimme klar zu hören, ein schöner Abschluss.


Tracklist + Bewertung

1. Intro 11
2. Video 12
3. Promisies 11
4. Brown skin 10
5. Strenght, courage & wisdom 14
6. Nature 07
7. Back to the middle 12
8. Ready for love 13
9. Interlude
10. Always in my head 11
11. I see god in you 10
12. Simple 11
13. Part of my life 12
14. Beautiful 11
15. Outro
16. Wonderful (Bonus) 13

Ergibt: 11, 2 von 15 Punkten [15=1+ ; 0=6]


WHAT MORE CAN I SAY?

“Acoustic Soul” ist ein mehr als anständiges Debüt. Wichtig dabei ist, dass India einen eigenen Sound hat, der von eingängigem R’n’B dominiert und mit einer Prise souligem Blues ergänzt wird. Die Melodien gehen eigentlich immer ins Ohr, Abwechslung wir geboten, der rote Faden bei der ganzen Sache ist die immer präsente Akustikgitarre und trotzdem fällt mir die Bewertung schwer. Mit „Nature“ hat sie sich einen kleinen Ausrutscher geleistet. Nicht jeder Song bleibt nach dem Hören in den Ohren, da sie alle sehr melodisch sind und sich vom Aufbau her nur selten unterscheiden.
Wer das verzeihen kann, der kann sich 5 Sterne zu diesem Album denken. Ich bin heute aber überkritisch und vergebe nur 4 Sterne, die aber mit einem dicken + dran.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mary-p

mary-p

26.07.2004 11:56

Yeah! Ich gehöre zu den wenigen, die sie kennen;) Das Album könnte ich eigentlich auch mal wieder hören! Passt ja eigentlich zur sommerlichen Jahreszeit!

cnighthawk88

cnighthawk88

25.07.2004 12:45

Habe ich noch nie gehört. Werde ich mal testen.

Sweetgirl19

Sweetgirl19

25.07.2004 01:04

Interessanter Bericht! Liebe grüsse und noch ein schönes und sonniges Weekend, Saskia

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