-> Ein würdiger Abschied und (fast) das Album des Jahres 1997! <-
16.03.2011
Pro:
Rock / Crossover vom Feinsten; die ruhigeren Stücke wussten zu gefallen . . .
Kontra:
. . . geht es schneller zu, wackelt die Qualität : - ( !
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Zatzeck
Über sich:
Mitglied seit:17.05.2008
Erfahrungsberichte:421
Vertrauende:50
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 127 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo zusammen! Es folgt ein Musik-Quickie...
-> Die Musikband, um die es nun in den nächsten Sätzen geht, kam erst relativ spät und nach vielen Irrungen auf die Erfolgsspur. Bereits 1982 gegründet, vergingen noch einige Jahre und 2 recht erfolglose Alben namens "We Care a Lot" und "Introduce yourself" ehe es mit dem Album "The Real Thing" und das erste Mal mit Mike Patton als Sänger erfolgreicher wurde (sagenhafte Songs aus dem Album u.a. "Epic" oder auch "Zombie eaters"). Die Erfolgsspur wurde auch mit Veröffentlichung nicht verlassen. Man fuhr gar noch schneller auf dieser Spur. Das Album aus dem Jahr 1992 "Angel Dust" führte die Jungs weltweit in die oberen Regionen der Charts. Mitverantwortlich war das Cover vom Track "Easy", aber auch starke Songs wie "Be aggressive", "Kindergarten", "Midlife crisis" oder auch "A small victory"! "King For A Day, Fool For A Lifetime" aus dem Jahr 1995 hatte wenige gute Momente, es fehlte an ordentlicher Kreativität... Diese mich vermissende Kreativität sollte im Jahr 1997 auf einem weiteren Studioalbum folgen. Dieses Album fiel jedoch etwas dunkler aus und war zeitglich ihr letztes Album. Die Band löste sich im Jahr 1998 auf.
Nach unzähligen "Best Of"-Alben vereinigte sich die Band für Konzertreihen wieder. Ein Studio-Album werden sie aber aller Wahrscheinlichkeit nicht herausbringen... Meinen nächsten Bericht habe ich reserviert für eine tolle CD aus den 90er Jahren - es dreht sich um dieses Album:
"ALBUM OF THE YEAR" von der Band "Faith No More"! **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** ****
Inhalte: 1.) Die Songs des Albums im Überblick 2.) Weitere Informationen zu diesem Album 3.) Meine Meinung 4.) Mein Fazit
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1.) Die Songs des Albums zunächst im Überblick, ich habe Euch zudem die Länge der Songs dazugeschrieben:- 1. Collision (3:24 Minuten)
- 2. Stripsearch (4:29 Minuten)
- 3. Last Cup Of Sorrow (4:20 Minuten)
- 4. Naked In Front Of The Computer (2:08 Minuten)
- 5. Helpless (5:26 Minuten)
- 6. Mouth To Mouth (3:48 Minuten)
- 7. Ashes To Ashes (3:37 Minuten)
- 8. She Loves Me Not (3:29 Minuten)
- 9. Got That Feeling (2:20 Minuten)
- 10. Paths Of Glory (4:17 Minuten)
- 11. Home Sick Home (1:59 Minuten)
- 12. Pristina 3:51 (03:31 Minuten)
**** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** 2.) Weitere Informationen zu diesem Album und zur Band "Faith No More":
- Genre: Rock, Indie, Alternative
- Label: "Warner Music Germany"
- Format: Audio-CD; 1 Datenträger, ohne Extras
- Erschienen ist dieses Album Ende des Jahres 1997
* Kurz etwas zum Preis: Der Preis liegt gegenwärtig sowohl im Internet als auch in den Geschäften "on the outside" oder "offline (?"?) bei ca. 8 - 11 Euro. Erstanden habe ich diese bei eBay zum Schnäppchenpreis...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ KURZ & KNAPP: Etwas zur Band:
- Gründung der Band erfolgte im Jahr 1982 - Auflösung im Jahr 1998 - Wiedervereinigung mit einigen gespielten Konzerten war im Jahr 2009
Ihre Studioalben im Überblick: 1985: We Care a Lot 1987: Introduce Yourself 1989: The Real Thing 1992: Angel Dust 1995: King for a Day... Fool for a Lifetime 1997: Album of the Year
Ihre Internetseite:
www.fnm.com **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** ****
3.) Meine Meinung:
~ 1. "Collision" ist ein kraftvoller Opener. Mike Patton zeigt sich in Top-Form und singt und brüllt, als gäbe es kein Halten mehr. Schon sind neben den kraftvollen Wutausbrüchen die kurzen ruhigen Stopps, die mit eingebaut worden sind. Aber es wird sich zeigen, dass diese offensiveren Songs eher Mangelware auf diesem Studioalbum sind... Ein weiteres Highlight ist das furiose Schlagzeugspiel von Mike Bordin und die schönen Keyboard-Sequenzen. Ein Crossover-Song in feinstem Gewand... ~ 2. Bei "Stripsearch" wird dann eine ganz andere Linie gefahren, die im Verlaufe des Abums die dominante ist. Es wird ruhiger, bedächtiger, gar melancholischer. Die dunklen Keyboard-Sounds gilt es am Ehesten zu bewundern. Diese melancholischen Klangwelten waren für mich Motivation genug, dort unbekümmert hineinzutauchen. So gefährlich wütend Patton im 1. Song noch klingen mag, so gefühlvoll geht es in diesem Song zu... ~ 3. "Last Cup Of Sorrow" hat zwar ein gezügeltes Tempo vorzuweisen, übt aber aufgrund der dynamischen Gitarren einen ungemeinen Druck aus. Wunderbar ist zudem der abwechslungsreiche Gesang von Mike Patton. Generell schätze ich den Song mit zu den ganz großen Songs des Albums ein, da er den besten Aufbau, die beste Struktur, vorzuweisen hat... ~ 4. "Naked In Front Of The Computer" ist ein kleines, 2 minütiges, wildes Rock-Spektakel. Der Song klingt einerseits spontan und unbekümmert. Die wilderen Phasen halte ich für zu sehr abgedroschen. Die Teile, wo Mike Patton auch langgezogen und nicht mehr so abgehackt singt, halte ich für die besten. Das Gitarrensolo klingt mir ein wenig zu einfallslos. Ein Song, der insgesamt eher als "durchschnittlich" anzusehen ist...
~ 5. "Helpless" klingt auf weite Strecken gar nicht so hilflos. Der tiefer angestimmte Gesang von Patton im Refrain und die gemütlichere Gangart der Band könnte den Zuhörer meinen lassen, dass der Song gemütlich dahinplätschert. Vor allem die Akustik-Gitarren klingt so... Nach ca. 2 1/2 Minuten die Überraschung: die E-Gitarre klingt ganz dominant für ca. 45 Sekunden auf (im späteren Verlauf dann nochmals), ehe es wieder ganz lässig und gemütlich weitergeht... Ein gepfiffener Part sorgt für weiteren Pfiff:-)! Stark ist aber der Aufbau zu dem jeweils griffigeren Teil. ~ 6. "Mouth To Mouth" ist eines der wenigen schnelleren Stücke; klingt mittendrin auch putzig Dank der Melodie. Das Tempo wird hier und da gekonnt verändert. Gut gemacht... ~ 7. Bei "Ashes To Ashes" war ich echt angetan von dem künstlerischen Vorgehen der Band. Der Song klingt zwar um Einiges verschleppt, hat aber eine aussergewöhnliche Dynamik inne. Für das nötige Gefühl sorgen der Keyboard-Sound und der richtig gute Gesang von Mike Patton.
~ 8. "She Loves Me Not" hat eine ähnlich lockere Struktur wie das Coverstück "Easy". Das positive Merkmal ist der Klaviersound; Mike Patton´s Gesang ist aber schon einmal wieder hervorzuheben. Er bietet viele Facetten auf und das bewundere ich an dieser Stelle einmal. ~ 9. "Got That Feeling" ist nun mal wieder eine schnellere, offensivere Nummer. Diese klingt aus meiner Sicht zu spontan und abgedroschen. Für mich persönlich kein guter Song, da dieser zu ungestüm klingt.
~ 10. "Paths Of Glory" geht wieder anders vor: ruhiger, langsamer, mit viel besserem Aufbau. Patton brüllt nicht, Patton singt leidenschaftlich und gekonnt. Souns kommen aus dem Keyboard, wie sie nicht besser sein könnten. Diese erinnern mich auch mal ganz gern an ältere Stücke wie "A small victory"... ~ 11. "Home Sick Home": hier besteht auch zunächst die Gefahr, dass der Song so vor sich hinplätschert...Eine richtig tolle Nummer ist auch dieser nicht. Gut sind die mittendrin aufklingende Wutausbrüche von Patton, die dann wieder für Belebung sorgen...
~ 12. "Pristina": Selten habe ich es erlebt, dass eines der besten Stücke am Ende eines Album ist. Oder ist nur mir aufgefallen, dass dieses wirklich oft vorkommt? Wie dem auch sei: zunächst knallt die Gitarre ordentlich rein. Immer und immer wieder fliegen die Sounds der Gitarre hinein, ehe es mit später einsetzendem Gesang etwas abnimmt. Dann gesellen sich die Drums hinzu. Schleppendes Tempo. Immer wieder diese Gitarren. Mike Patton singt so melancholisch wie selten zuvor. Nach 2 1/2 Minuten ist der Song auf dem Zenit, als Mike Patton wundervoll und nicht mehr so verhalten singt. Ein Leckerchen, dieses Stück, zum Ende dieses richtig guten Albums... **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** ****
4.) Mein Fazit:
Dieses Album ist ... für Indie-Rocker / Crossover-Fans durchaus annehmbar.
* unter´m Strich reicht das oben beschriebene jedenfalls aus meiner Sicht für eine Empfehlung und letzten Endes für die Vergabe von knappen > 5 Sternen < !
Einige Releases waren im Jahre 1997 noch ein Stückchen besser, aus meiner Sicht betrachtet, z.B. "The Fat Of The Land" von "The Prdigy" oder auch "Around the Fur" von den "Deftones"... Also war es für mich zwar schon ein sehr gutes Album, aber eben nicht das beste des Jahres... - - - - - - - - - -
PS: Alle Erlöse aus diesem Bericht gehen an Greenpeace... Vielen Dank für das Lesen, Kommentieren und / oder das Bewerten von Eurer Seite aus :-)!
Gruß, ®ene´ aka ZATZECK **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** **** ****
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