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Erfahrungsbericht

für All World - LL Cool J
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4 Sterne A Decade of LL Cool J !
46 von 46 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Die Hits von LL COOL J, schöner Einblick auf die Entwicklung von HipHop !

Kontra ... naja man muss ihn schon mögen...

Der Autor

Senilm Seit 9 Jun 2001

FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and... mehr

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Hallo Leser,

heute möchte ich mich wieder LL Cool J widmen, ich hoff ich nerv nicht damit.

Heute werde ich euch seine Jubiläums CD vorstellen. Nach 10 Jahren im Geschäft veröffentlichte LL 1996 eine CD mit seinen bis dato größten Hits.

I. DER KÜNSTLER

Meine fleissigen Leser wissen ja, der nächste Teil wird aus den beiden vorhergegangenen Meinungen kopiert, ist mir einfach zu dumm dasselbe dreimal zu schreiben.

James Todd Smith wurde in Albarn, NY geboren.
Sein Großvater hörte den ganzen Tag Jazz, was ihn als Jungen sehr prägte.
Als er dann zu seinem 13.Geburtstag von seinem Opa Musikequipment, anstatt des BMX-Rades das er sich wünschte, bekommen hat begann er damit erste Songs aufzunehmen.
Er begann erste Demotapes zu verschicken... und plötzlich meldete sich Def Jam Records in Gestalt von Rick Rubin bei ihm.
Mit 16 Jahren unterschrieb er dann seinen ersten Plattenvertrag und brachte seine erste Single "I need a beat" heraus.
1985 veröffentlichte er sein erstes Album "Radio", welches hervorragende Kritiken bekam.
Das Nachfolgealbum "Bigger and Deffer" machte ihn dann mit Singleerfolgen wie "I need love" und "I´m bad" berühmt.
Zwei Jahre später, LL war auf dem Zenith seiner Karriere folgte das dritte Album "Walking with a panther". "Going back to Cali" sollte die einzig erfolgreiche Single aus diesem Album bleiben.
Als schon erste Kritiker meinten LL wäre am Ende, lies er alle Kritiker mit dem nächsten Album verstummen.
"Mama said knock you out" brach so einige Rekorde mit der #1 Single "Around the way girl" und eben "Mama said knock you out".
Das Album brachte LL Cool J einen Grammy, während das Album über ein Jahr lang in den Billboardcharts stand.
1993 veröffentlichte LL dann "14 Shots to the dome", welches zwar Platinstatus erreichte, jedoch weit hinter "Mama said knock you out" zurück blieb.
1996 nahm er dann "Mr. Smith" auf.
Mit der sehr erfolgreichen "Hey Lover" Single heimste LL seinen zweiten Grammy ein.
Das Album schob sich jenseits der Platinränge und wurde zu einem der erfolgreichsten Rapalben aller Zeiten.

Kurz nach diesem phänomenalen Erfolg schrieb LL Cool J seine Autobiographie "I make my own way", in welcher er vor allem seine rasanten Karrierestart genauer betrachtete.

Ferner spielte LL erste Fernseh- und Kinorollen, u.a. "In the House"-Sitcom und "Auf die harte Tour" und "Toys".

II. DAS ALBUM

Die CD ist in einem Softcover verpackt.
Auf dem Cover sieht man LL mit eher grimmigen Gesicht in schwarz weiss, während oben sein Name und der Albumtitel "All World" zu lesen ist.

Im Booklet findet man schöne Aufnahmen von LL Cool J in unterschiedlichen Posierungen.
Sehr gelungen finde ich die vier nebeneinander angeordneten Portraits von ihm.
Jede von einem anderen Punkt seiner Karriere.

Die Titel des Albums sind chronologisch angeordnet, darum beginnt das Album mit "I can`t live without my Radio" von LL`s Debutalbum Radio aus dem Jahre 1985.
Zu minimalistischen Drummachine Beats, Scratching und tickenden Synthie rappt LL noch richtig agil und fresh... da war er noch richtig heiss aufs Mikro.

Zweiter Titel "Rock the bells" stammt aus dem selben Album wie der Vorgängertitel.
Auch hier bestimmen uptempo Drummachinebeats und wildes Getrommle den Sound, typisch Oldschool eben.
LL Cool J wirkt hier bei weitem nicht so überreagend wie beim Vorgänger. Seine Stimme hält sich eher im Hintergrund, nur beim Refrain rappt er agil über sich und seinen DJ, der am Ende ein Loopsolo hinlegen darf.

Einer der bekanntesten Titel von LL Cool J dürfte "I´m Bad" sein, aus dem 1987 erschienen "Bigger and Deffer" Album.
Mit einer Polizeifunkaufnahme beginnt der Titel und man fahndet eindeutig nach LL.
Mit sich stetig steigernden Synthiesounds, eingestreuten Blaulichtsound und wildem Scratching rund um Cool J, baut der Titel eine bedrohliche Atmosphäre auf.
LL Cool J aggressiv, schnell und mit unglaublich guten Reimen.
Der Titel hat ihn nicht umsonst nach oben gehyped, seine gewalttätigen Texte gründeten die erste Form von "Gangstarap".

Der zweite äusserst erfolgreiche Titel aus dem `87er Album geht dagegen in eine ganz andere Schiene.
"I need love" zeigt zum ersten Mal LL`s Faible für Aufreissertexte.
Vom Keyboard eingespielte hoch angesetzte Töne klingen langsam den Titel an, während LL mit weicher, sanfter Stimme seinen Text beginnt zu rappen.
Dazu gibts im Hintergrund die Klavierbegleitung die dem ganzen den "romantischen" Rahmen gibt.
LL´s herzerwärmende Reimerei von der "unschuldigen" grossen Liebe gehen bei dieser musikalischen Begleitung wirklich richtig gut ins Ohr.
Auch wenn das ganze nicht zu oft gehört werden sollte, weil dann wirds lächerlich.

"Going back to Cali" beginnt mit einem gescratchten Trompetenintro. Der Titel stammt aus dem Soundtrack zum 1988 veröffentlichten Film "Less than Zero".
Hier spielen Drummachine und Scratching die Hauptrolle während LL von Kalifornien träumt, inklusive Sunshine und scharfe Mädels.
Später lässt sich LL dann von Trompeten begleiten, die den uptempo Beats eine ganz neue Richtung geben und der rappende Männerchor zum Refrain ist auch sehr aussergewöhnlich, macht aber Laune.
Ein relaxter Titel.

Der nächste Titel ist vom `88er Album "Walking with the Panther".
"Jack the Ripper" geht zum erstenmal etwas in die Jazzorientierte Richtung.
Hier spielen Gitarren gross auf und geben zusammen mit dem Drummachine Beat ein ordentlich treibendes Tempo vor.
LL Cool J steht agil, gereift am Mikro und rappt souverän Zeile um Zeile während er auf seinem "Bad Boy"-Image beharrt. Ein wahrer "Burner" war der gescratchte energische Refrain, welcher viele Nachahmer gefunden hat.

"Jingling Baby" ist aus dem 90er Erfolgsalbum "Mama said knock you out".
Auf der damals angesagten Jazzwelle gehts hier beschwingt mit Gitarren und Kontrabässen zur Sache, während der DJ das ganze mit Loops und Scratches ausschmückt.
Das ganze entwickelt einen ziemlichen Drive, mit welchem LL Cool J aber locker mithalten kann. Schnell, talentiert rappt er am Mikrofon und hält sich bereits da schon für eine lebende Legende - typisch Großmaul.

Na ganz chronologisch gehts doch nicht ab...
"Big Ole Butt" ist nämlich aus dem "Walking with a Panther" Album.
Gitarren welche einen lockeren Groove geben und lässig bouncende Beats geben dem Titel einen leichten Lowtempoflow.
LL rappt über das Mädchen mit dem "Big ole butt"...was das übersetzt heisst, da lass ich mal eurer Phantasie freien Lauf.
Auf alle Fälle merkt man bereits da, das LL es etwas ruhiger angehen lässt und scheint teilweise gelangweilt seinen Text abzulesen.

Einer der Kassenschlager war "The Boomin System", für alle Typen mit der "Disco" im Auto war dieser Song optimal.
LL erzählt die Geschichte dieser coolen Proleten und bestärkt Sie nur das Volume aufzudrehen weil "Girlies wanna be with a guy like me".
Das ganze wird von tiefreichenden, bouncenden Bässen. Groovenden Gitarrenakkorden und Händeklatschen begleitet und entwickelt dieses fürs "Cruisin" so wichtige langsame Schiebertempo.
Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, bin ich auch einer dieser Typen mit der Autodisco - sorry meine hat 1600 Watt und liebt diesen Song.
"Cars ride by with the boomin system".

Ein Erfolgstitel aus "Mama said knock you out" war "Around the way girl". Dieser Titel brachte LL eine Nr. 1 Platzierung in den Billboardcharts ein. Produziert von HipHop Legende Marley Marl geht dieser Titel wirklich sofort ins Ohr und hält sich da auch ne Weile.
Locker bouncende Beats, süsse engelsgleiche Frauenstimmen und souliger Männergesang zum Refrain lassen relaxt LL zuhören, während dieser, wie so oft, von den hübschen Mädels rappt denen er täglich so begegnet.

Der absolute Überkracher war wohl der Titeltrack von "Mama said knock you out".
Die Atmosphäre, die Energie ist legendär und gehört mit Sicherheit zu einem der besten HipHop Titel die jemals produziert wurden.
Auch hier war Marley Marl wieder Produzent.
Ungeheuer treibende Schlagzeugbeats, "Aaah ahh ahh ahh" Gesänge im Hintergrund und wildes Gescratche zum Refrain sorgten für ein mitreissendes Tempo. Doch ist es LL Cool J`s Einsatz der überzeugt.
Energisch ist kein Ausdruck, nein förmlich wie mit dem Mikrofon verbunden rappt LL aggressiv, abgrundtief betonend und gefühlsbetont von Hass, purem Hass.
Und der kommt mit jedem einzelnen Wort überzeugend aus dem Lautsprecher geschallt.

Vom 1993 erschienen Album "14 Shots to the Dome" ist "Back Seat".
Der downbeat Titel, mit der lässigen Klavierbegleitung handelt von Rücksitzbänken in Autos und was sich auf denen so alles anstellen lässt. Man bist du Cool J !
LL lässt seine Phantasien freien Lauf, rappt chillend relaxt und so sorgt der Titel für einen lässigen Flow, der durchaus begeistern kann. Leider war der Titel auch so ziemlich der einzige Erfolg vom 93er Album.

Das es jetzt gar nicht mehr chronologisch ist, für das sorgt "I need a beat" vom Debütalbum "Radio". Der extrem Drummachinebeat bestimmte Titel, lässt eine Uptempobeatwelle nach der anderen los.
Während er sich später mit allen Effekten spielt, die Musik so kennt, mal wird der Halleffekt genutzt, dann gehts Synthiebetont zur Sache.
LL wirkt motiviert kann aber gegen die Übermacht aus Bass und Beats nicht an.

Nun gehts aber zum "Mr. Smith" Album von 1996.
Mit "Doin`it" steht uns einer der auch hierzulande erfolgreichen Titel gegenüber.
Uptempo bouncende tiefe Beats verleihen dem Titel einen tollen Drive, während es textlich sexorientiert zur Sache geht.
Die laszive Frauenstimme die LL begleitet sorgt mit ihrem verlangenden Gesangsstil bei LL für einen reimerischen Exzess. Er bestimmt jedoch locker relaxt das Geschehen und hat seinen Kopf voller schmutziger Phantasien.

Der nächste Titel ist "Loungin`", jedoch nicht in der Albumfassung, sondern als Remix zusammen mit den drei Mädels von Total.
Der Titel hat Flow, einen bouncenden Beat, wundervoll klingende weibliche Stimmbegleitung und LL in Höchstlaune.
Wie das Leben als Callboy so ist erzählt er uns während er etwas Tempo in den Titel bringt.
Einer meiner persönlichen Lieblingstitel von LL Cool J.
... und er wahre Grund warum ich mir dieses Album gekauft habe.

Zum Abschluss gibts noch was lockeres....
"Hey Lover", zusammen mit Boyz II Men entstand hier ein Hit.
Verträumte Gitarre und ein ebenso relaxt Beat gebender Schlagzeuger sorgen für zurückgelehnte Atmosphäre.
Während man LL´s Phantasien zuhört, welche er täglich erlebt wenn er diesem einen Mädchen begegnet verliert man sich schnell in diesem Titel und der soulige spielende Männergesang von Boyz II Men sorgt erst recht für diese "Lazy-Atmosphere".
Einfach toll...


III. MEIN FAZIT

Eine Zusammenstellung von LL`s größten, nein einzigen Hits.
Da eigentlich jedes Album nur wenige echte Erfolgstitel hatte und der Rest nur Durchschnittsware war.
Aber dennoch ein toller Rückblick auf LL`s Karriere und gleichzeitig auch ein Einblick in die Entwicklung von HipHop.
Von Oldschool, Jazzy Sound hin zu New School und letztendlich fast zu R´n`B reicht das Spektrum.

IV. SONSTIGES

www.angelfire.com/pop/llcoolj - hier gibts Info en masse.

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Kommentare

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  • badangel_2005 15.07.2003 20:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • MrTINN 16.01.2003 20:02
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • QPhalanx 06.11.2001 13:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • daZwerg 03.11.2001 16:17
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    solange die berichte über LL Cool J Cds so gut sind, nerven die sicher nicht. ;o) lg daZwerg

  • 19081980 02.11.2001 23:22
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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