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Die spinnen, die Reiter
Pro viel Abwechslung im Dauergeknüppel, meine Lieblingsgeisteskranker
Kontra Eigentlich nichts
Die Apokalyptischen Reiter wurden 1995 in Thüringen gegründet und bringen seitdem eine musikalische Apokalypse nach der anderen über uns.
Die bekanntesten Songs der Band sind:Line Up:
Fuchs (aka Eumel, - 2000) Vocals, Guitars (1995-) (ex-Disaster KFW)
Volk-Man (Volkmar Weber) - Bass, Vocals (1995-)
Skelleton - Drums, Screams (1995-2000) (Disaster KFW)
Dr. Pest - Keyboards, synths (1995-)
1. The Last Hope Burned Down To Dust
Eine schöne, nichtssagende und freundliche Pianomelodie + ein paar nette Klargesänge von Fuchs eröffnen die Platte. Nach dem netten Intro bricht aber das absolute Chaos über euch herein: Brutal blastende Drums, ein Kreisch/Growl Duell zwischen Fuchs und Skelleton, böse schrammelnde Gitarren, fetter Bass und immer wieder Keyboard/Pianomelodien.
Die Blastparts werden oft durch Breaks aufgelockert, denen dann schöne Pianomelodien mit Klargesängen folgen. Die restliche Zeit heißt es aber: Prügel was das Zeug hält.
Gewaltig, brutal und trotzdem melodiös. Das macht die Reiter zu einer der innovativsten Metal Bands der Welt. Und das wird hier von Anfang an zelebriert.
3. Perfect Without Mercy
Der Songtitel passt zu den Reitern. Das Geknüppel geht weiter und wirft euch garantiert an die Wand.
Songschema: Geknüppel + Geschrei + Gitarren/Basswände + gelegentliche Melodien, kurzer Break mit viel Melodie + Klargesang, dann wieder von vorne. Macht übelst Laune und taugt für jeden Moshpit.
5. Game Of Violence
Der Titel passt perfekt. Der Track dürfte jeden Moshpit ordentlich in Bewegung bringen und einige Genickmuskulaturen schmerzen lassen. Ultra brutales Geknüppel, das nur selten mit netten Pianomelodien hinterlegt wird. Ansonsten: Fetter Deathgrind vom feinsten mit dem wohl wahnsinnigsten Schreihals der Metal Szene: Skelleton.
Der Typ kreisch, als würde man ihn gerade mit den übelsten Methoden des Mittelalters foltern. Viel menschliches hat er nicht mehr in der Stimme. Einfach nur noch geil! Wer ihn bei den Reitern genauso vermisst wie ich: Greift zu Disaster KFW, da ist er auch vertreten.
Sowas tut einfach nur weh. Vor allem, da die anderen Texte der Reiter eher von philosophischen Fragen, dem Sinn des Lebens und Gesellschaftsproblemen handeln.
Spaß macht es trotzdem, so einen Text mal im Death Metal/Grind Format zu hören, und nicht nur im Trve Metal Stil.
Hörner Hoch!
8. The Fire
Paar nette Keyboardeffekte und Klargesang eröffnen den Song. Was dann kommt, müsstet ihr jetzt schon wissen.
Richtig geraten! Skelleton dreht wieder am Rad und verprügelt sein Drumkit während er sich die Lunge auskotzt. Fuchs gesellt sich natürlich gerne zu ihm und so sind wir wieder da, wo wir schonmal waren: Brutal melodiöser Deathgrind wie ihn nur die Reiter spielen können. Immer wieder kommen aus dem Gesamtchaos dann wieder beruhigende Pianomelodien heraus, die einem zeigen, dass man doch noch lebt und nicht schon in der Hölle ist.
10. No Questions
Heilige Scheiße! Was ist denn jetzt los? Ist Skelleton jetzt tot? Das war doch gerade sein Todesgeröchel, oder?
Keine Sorge, er lebt noch, denn kurz darauf schreit er schon wieder wie ein Bessessener und versucht, sein Schlagzeug zu verprügeln. Besser gesagt: Er verprügelt sein Schlagzeug. Selbst die häufigen - und sogar langen - Melodieeinstreuer lassen einen irgendwie nicht abschalten. Man hat nur das Chaos im Kopf und freut sich schon auf die nächste Knüppelattacke. Die lässt nicht länger auf sich warten und zermalmt auch noch die letzten Hirnzellen.
12. Revelation
Die Gitarre und der Bass braten von Anfang an drauf los. Skelleton steuert den ersten Schrei bei und ab gehts. Erstmal mit schnellen Doublebasseinlagen und fetten Riffs. Dann abwechselnd Screams und Growls meiner beiden Lieblinsapos. Richtig brutal knüppelnd wird's erst kurz darauf. Da hört sich dann Skelleton wieder an, als würde er im Messer stecken und in irgendwelchen außerirdischen Sprachen eine Schimpftirade nach der anderen starten. Komplett wahnsinniges Chaos, genau wie (fast) alle anderen Songs.
14. Dance With Me (EP Version)
Siehe Track 7. Diese Version dauert 3 Sekunden länger und ist ein bisschen anders arrangiert, ansonsten ist alles gleich.
16. Price Of Ignorance
Wow, das Intro könnte genau so von TotenmonD stammen. Sehr doomig-zähes Riff. Dann wird aber eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Dr. Pest spielt mit seinem Keyboard wieder gewohnt nette Pianomelodien und Fuchs geht mit seiner Gitarre auch in Richtung nettere Melodie. Was nicht heißen soll, dass es sich hier um Popauswucherungen handelt. Soweit wollen die Reiter zu dem Zeitpunkt noch nicht gehen. Viel lieber fröhnt man dem unkontrolliertem Chaos, welches dann natürlich auch sehr schnell wieder von vorne los geht. Das doomige Riff bleibt aber auch im späteren Verlauf enthalten und tritt vor allem in Kombination mit den melodischen Parts immer wieder in den Vordergrund.
Fazit: Cooler Deathgrind mit vielen Melodien und intelligenten Texten (außer Heavy Metal). Wem dieses Album zu hart ist, der sollte es mit den neueren Reiteralben Samurai und Riders On The Storm versuchen, da geht es weniger wild zu. All denen, die die gute alte Chaoszeit vermissen: Holt euch Disaster KFW, die klingen wie die frühen Apos, nur mit weniger Melodie (= purer Krach:)
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cityqueen 10.04.2009 14:36
Lilanelke1978 10.07.2008 15:02
blonde_lady 21.06.2008 11:37
Foodmetal667 08.03.2008 14:01
MasterOfReality 30.10.2007 18:58