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Erfahrungsbericht

für Allegro Barbaro - Die Apokalyptischen Reiter
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5 Sterne Die spinnen, die Reiter
39 von 39 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro viel Abwechslung im Dauergeknüppel, meine Lieblingsgeisteskranker

Kontra Eigentlich nichts

Der Autor

MetalAbu Seit 2 Mrz 2007

Danke für die Angebote - aber Leserunden sind einfach zeitlich nicht drin, hab viel zu viel zu... mehr

50 Mitglieder vertrauen mir

Die Apokalyptischen Reiter wurden 1995 in Thüringen gegründet und bringen seitdem eine musikalische Apokalypse nach der anderen über uns.

Die bekanntesten Songs der Band sind:
Dschinghis Khan (Dschinghis Khan Cover)
Reitermania
Reitermaniacs
We Will Never Die
Die Sonne scheint

Line Up:
Fuchs (aka Eumel, - 2000) Vocals, Guitars (1995-) (ex-Disaster KFW)
Volk-Man (Volkmar Weber) - Bass, Vocals (1995-)
Skelleton - Drums, Screams (1995-2000) (Disaster KFW)
Dr. Pest - Keyboards, synths (1995-)

Ihr mögt Deathgrind? Dann seid ihr hier schonmal richtig.
Seid ihr es auch leid, auf euren anderen Deathgrind Platten nur stumpfsinniges Blasbeatgeknüppel und sinnloses Geschrei zu hören? Dann seid ihr hier noch richtiger!
Die Reiter prügeln euch nämlich auf ihrem zweiten Album eine amtliche Mischung aus brutalstem Deathgrind, Industrial Metal, Folk und sonstigen wirren Mischungen um die Ohren.
Wie sich das anhört? Nun, ich werde versuchen es zu beschreiben:

1. The Last Hope Burned Down To Dust
Eine schöne, nichtssagende und freundliche Pianomelodie + ein paar nette Klargesänge von Fuchs eröffnen die Platte. Nach dem netten Intro bricht aber das absolute Chaos über euch herein: Brutal blastende Drums, ein Kreisch/Growl Duell zwischen Fuchs und Skelleton, böse schrammelnde Gitarren, fetter Bass und immer wieder Keyboard/Pianomelodien.
Die Blastparts werden oft durch Breaks aufgelockert, denen dann schöne Pianomelodien mit Klargesängen folgen. Die restliche Zeit heißt es aber: Prügel was das Zeug hält.
Gewaltig, brutal und trotzdem melodiös. Das macht die Reiter zu einer der innovativsten Metal Bands der Welt. Und das wird hier von Anfang an zelebriert.

2. Sometimes
Dieser Song lässt sich am besten mit einer englischen Phrase beschreiben: Sick blasting Shit!
Von der ersten Sekunde an prügelt euch dieses Teil jede einzelne Gehirnzelle in eurem dummen kleinen Kopf zu Brei.
Untermalt wird das Ganze mit schönen Industrialkeyboard Melodien.
Ansonsten heißt es auch hier: Blastbeats und Geschrei ohne Ende. Die Gitarren und der Bass gehen trotz guter Produktion im Chaos mehr oder weniger unter. Einfach nur geil.

3. Perfect Without Mercy
Der Songtitel passt zu den Reitern. Das Geknüppel geht weiter und wirft euch garantiert an die Wand.
Songschema: Geknüppel + Geschrei + Gitarren/Basswände + gelegentliche Melodien, kurzer Break mit viel Melodie + Klargesang, dann wieder von vorne. Macht übelst Laune und taugt für jeden Moshpit.

4. The March Of Revenge
Ah ja, eine ruhige Keyboard Melodie für's Intro. Das kennen wir schon. Und dann prügeln die Reiter wieder drauf los. Zuvor gibt es aber noch ein langsames, halb-doomiges Riff, dass trotzdem sowas wie Hoffnung verbreitet und übelst Spannung aufkommen lässt.
Dann: Das Gitarrenriff verstummt und Geknüppel + Geschrei geht wieder von vorne los. Zuerst sehr verhalten donnernd, dann immer schneller.

5. Game Of Violence
Der Titel passt perfekt. Der Track dürfte jeden Moshpit ordentlich in Bewegung bringen und einige Genickmuskulaturen schmerzen lassen. Ultra brutales Geknüppel, das nur selten mit netten Pianomelodien hinterlegt wird. Ansonsten: Fetter Deathgrind vom feinsten mit dem wohl wahnsinnigsten Schreihals der Metal Szene: Skelleton.
Der Typ kreisch, als würde man ihn gerade mit den übelsten Methoden des Mittelalters foltern. Viel menschliches hat er nicht mehr in der Stimme. Einfach nur noch geil! Wer ihn bei den Reitern genauso vermisst wie ich: Greift zu Disaster KFW, da ist er auch vertreten.

6. Heavy Metal
Oh Gott, ähh Satan. Ach, was weis ich. Ein Song mit einem übelst geilen Intro. Klargesang und epische Keyboardmelodien. Dann wird's wieder Death Metallisch, aber die Keyboards bleiben. Das "schlimme" and diesem Song ist aber der Text.
Manowar, die ja wirklich als Könige des wahren Metalls (und vor allem der sinnfreien Texte) gelten, wären sicher stolz auf eine solche Ausgeburt der Trveness:
"HEAVY METAL is our law
HEAVY METAL we are proud and standing tall / we'll never fall
HEAVY METAL is what we feel
HEAVY METAL harder than steel"

Sowas tut einfach nur weh. Vor allem, da die anderen Texte der Reiter eher von philosophischen Fragen, dem Sinn des Lebens und Gesellschaftsproblemen handeln.
Spaß macht es trotzdem, so einen Text mal im Death Metal/Grind Format zu hören, und nicht nur im Trve Metal Stil.
Hörner Hoch!

7. Dance With Me
Jetzt geht hier aber was ab! Meine Fresse. Eine perfekte Fusion aus brutal knüppelndem Deathgrind und lustigen, tanzbaren Folkmelodien. Der Song macht einfach nur Spaß, man möchte sich verausgaben, alles rausschreien (perfekt für Urschreitherapie^^). Nach dem Song ist man eh irgendwie emotionslos. Zumindest alles, was einen bedrückte, wurde ohne Gnade rausgeprügelt. Was bleibt ist ein Zustand von Glücklichkeit und Zufriedenheit. Das schaffen auch nur die Apos.

8. The Fire
Paar nette Keyboardeffekte und Klargesang eröffnen den Song. Was dann kommt, müsstet ihr jetzt schon wissen.
Richtig geraten! Skelleton dreht wieder am Rad und verprügelt sein Drumkit während er sich die Lunge auskotzt. Fuchs gesellt sich natürlich gerne zu ihm und so sind wir wieder da, wo wir schonmal waren: Brutal melodiöser Deathgrind wie ihn nur die Reiter spielen können. Immer wieder kommen aus dem Gesamtchaos dann wieder beruhigende Pianomelodien heraus, die einem zeigen, dass man doch noch lebt und nicht schon in der Hölle ist.

9. The Naked Beauty
Ich weis gar nicht, ob ich das wirklich schreiben soll oder ob ich euch die Überraschungen gönnen soll.
Ach was solls, wenn ihr es hört, seid ihr trotzdem überrascht.
Man hört ersteinmal ein perfekt gespieltes Piano. Toll! Gleich geht's wieder ab! Dachte ich zumindest beim ersten mal, und so wird es euch auch gehen. Und so sitzt man in freudiger Erwartung da und wartet darauf, dass die Herren Fuchs, Skelleton & Co. wieder das blaue vom Himmel knüppeln. Aber da kommt nichts. Nur dieses wunderschöne Pianosolo. Da haben uns die Reiter schön verarscht. Klasse.

10. No Questions
Heilige Scheiße! Was ist denn jetzt los? Ist Skelleton jetzt tot? Das war doch gerade sein Todesgeröchel, oder?
Keine Sorge, er lebt noch, denn kurz darauf schreit er schon wieder wie ein Bessessener und versucht, sein Schlagzeug zu verprügeln. Besser gesagt: Er verprügelt sein Schlagzeug. Selbst die häufigen - und sogar langen - Melodieeinstreuer lassen einen irgendwie nicht abschalten. Man hat nur das Chaos im Kopf und freut sich schon auf die nächste Knüppelattacke. Die lässt nicht länger auf sich warten und zermalmt auch noch die letzten Hirnzellen.

11. The Smell Of Death
Beginnt mit einem äußerst freudigem Gitarrenriff, das unterlegt wird von einem gallopierenden Schlagzeug (wie passend für die Reiter ^^). Im Hintergrund hört man noch gelegentlich Industrial Klänge, wobei der Hauptbestandteil dieses Songs wieder das pure Chaos ist. Das Duell Fuchsgrowls vs. Skelletonscreams ist einfach unbeschreiblich spaßig.

12. Revelation
Die Gitarre und der Bass braten von Anfang an drauf los. Skelleton steuert den ersten Schrei bei und ab gehts. Erstmal mit schnellen Doublebasseinlagen und fetten Riffs. Dann abwechselnd Screams und Growls meiner beiden Lieblinsapos. Richtig brutal knüppelnd wird's erst kurz darauf. Da hört sich dann Skelleton wieder an, als würde er im Messer stecken und in irgendwelchen außerirdischen Sprachen eine Schimpftirade nach der anderen starten. Komplett wahnsinniges Chaos, genau wie (fast) alle anderen Songs.

13. Total Human End
Sehr lustiges Grundriff, das sich von der Melodie her anhört, als wäre es aus einem Kinderlied. Auch Skelleton hört sich an, als würde er ein Kinderlied schreien. Sehr freudiges Geknüppel, mit eigentlich endzeitlichem Text. Musikalisch passender wird es ab Minute 3. Sehr doomiger Gitarrensound + langer, trübsinnig gesprochener Part durch Fuchs. Hinterlegt ist das Ganze mit tieftraurigen Pianomelodien. Und zwar bis zum Schluss. Geniale Abwechslung: Happy Deathgrind Geknüppel + Tiefsinnig trauriger Gothic/Doom Part.
Genial!

14. Dance With Me (EP Version)
Siehe Track 7. Diese Version dauert 3 Sekunden länger und ist ein bisschen anders arrangiert, ansonsten ist alles gleich.

15. Dschinhis Khan
Ich denke, dass die meisten von euch noch das Original der Schlagerband Dschinghis Khan in Erinnerung haben. Die Reiter haben eigentlich nicht viel an der Originalversion verändert. Eins zu eins wurde der Titel übernommen. Eben im Stil der Apos.
Das bedeutet: Fett bratende Gitarre/Bass, geniale Keyboardmelodien und viel Geschepper und Geschrei.
Trotzdem noch sehr gut mitschreibar und ohne Zweifel ein Partyhit. Vor allem wird der Track nach jedem Refrain schneller. Zu Beginn eher schnelles Midtempo ist man am Schluss bei Blastbeats angelangt. Sehr spaßig.

16. Price Of Ignorance
Wow, das Intro könnte genau so von TotenmonD stammen. Sehr doomig-zähes Riff. Dann wird aber eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Dr. Pest spielt mit seinem Keyboard wieder gewohnt nette Pianomelodien und Fuchs geht mit seiner Gitarre auch in Richtung nettere Melodie. Was nicht heißen soll, dass es sich hier um Popauswucherungen handelt. Soweit wollen die Reiter zu dem Zeitpunkt noch nicht gehen. Viel lieber fröhnt man dem unkontrolliertem Chaos, welches dann natürlich auch sehr schnell wieder von vorne los geht. Das doomige Riff bleibt aber auch im späteren Verlauf enthalten und tritt vor allem in Kombination mit den melodischen Parts immer wieder in den Vordergrund.

17. Human End (Part II)
Das kurze, unheilverkündende Intro lässt einen schon ahnen, was folgt. Brutales Geknüppel auf höchstem Niveau. Verfeinert mit geilen Keyboardmelodien und abwechslungsreichem "Gesang". Manche Übergänge hören sich sehr nach Dimmu Borgir, Arcturus und Konsorten an. Da werden auch symphonische Anlagen sehr betont, genauso wie das endzeitliche. Erst als Skelleton wieder ein paar seiner abartigsten Schreie entfahren lässt, merkt man wieder, dass man es hier mit einer der chaotischten Bands überhaupt zu tun hat. Die Doublebass am Schluss hört sich Hubschraubermäßig an und macht noch Lust auf mehr, aber leider ist das Album schon zu Ende.

Fazit: Cooler Deathgrind mit vielen Melodien und intelligenten Texten (außer Heavy Metal). Wem dieses Album zu hart ist, der sollte es mit den neueren Reiteralben Samurai und Riders On The Storm versuchen, da geht es weniger wild zu. All denen, die die gute alte Chaoszeit vermissen: Holt euch Disaster KFW, die klingen wie die frühen Apos, nur mit weniger Melodie (= purer Krach:)


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  • cityqueen 10.04.2009 14:36
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Lilanelke1978 10.07.2008 15:02
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • blonde_lady 21.06.2008 11:37
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Foodmetal667 08.03.2008 14:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • MasterOfReality 30.10.2007 18:58
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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