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Der etwas andere Ally McBeal-Soundtrack
Pro Gute Lieder und Texte
Kontra manche Lieder sind etwas ungewohnt fuer AllyMCBeal
Wer kennt sie nich, die kleine, schraege Anwaeltin aus David E. Kelley’s Erfolgsserie „Ally McBeal“?! Einer der Gruende warum die Serie so erfolgreich ist (naja, eigentlich war, denn sie wurde ja eingestellt), ist mit Sicherheit die gute Musik, welche sowohl textlich als auch melodisch ziemlich perfekt auf die jeweiligen Szenen eingespielt ist.
Und nachdem ich schon die ersten beiden Alben hatte, und auch das Weihnachtsalbum geschenkt bekam, fehlte in meiner Sammlung nur noch der dritte Soundtrack namens „Ally McBeal – For Once in my Life“.
Sowohl am Titel (die beiden ersten Alben hiessen „Songs from AllyMcBeal“, bzw. „New Songs from...“) als auch am Cover zeigt sich aber schon, dass diesmal alles ein wenig anders ist. Im Cover findet sich kein einizges Bild von Ally oder ihren schrulligen Kollegen, sondern Robert Downey Jr. und Vonda Shepard sind in drei verschiedenen Posen abgebildet.
Und diese Tendenz setzt sich dann auch musikalisch fort. Waehrend man auf den ersten beiden Alben nur Vonda Shepard hoerte, bekommt man hier lediglich 7 von 16 Songs als Solo von der Saengerin vorgetragen.
Die restlichen Songs haben zwar alle Bezug zur Serie, sind aber zum Teil ganz und gar nicht das, was wir bisher gewoehnt waren.
Im einzelnen waeren da:
Doch dann kommt schon das erste etwas andere Stueck, naemlich ein Bob-Seger-Cover von Vonda zusammen mit Robert Downey, Jr. unter dem Titel „Chances Are“. Robert Downey, Jr., seineszeichens auch Schauspieler und Beinahe-Dauerlebensgefaehrte von Ally in der Serie, hat ja schon in der Serie mehrmals gezeigt, dass er wirklich singen kann, und hier finden sich dann auch alle seine Songs, die Fans gut in die Serie einordnen koennen sollten. Zusammen mit Vonda bringt er den Song wirklich gut rueber; mal abgesehen davon dass Vonda manchmal ein wenig zu hoch fuer meine Gefuehle singt, harmonieren die beiden prima miteinander. Das Original kenn ich leider nich, aber das Cover ist zumindest gut.
Als naechstes gleich eine weitere Kostprobe von Downey’s Duett-Qualitaet. Diesmal mit keinem geringeren als Sting. Auch in der Serie hatte Sting seinen Gastauftritt und genau dieses Lied was die beiden damals zusammen traellerten findet sich auch hier: naemlich eine Duett-Version von „Every Breath You Take“. Und ich muss sagen, es wurde auch hoechste Zeit dass der Song mal aufgepeppt wird. Das Original ist ja nicht schlecht aber fuer heutige Verhaeltnisse was oede. Hier aber bekommt es die gesangliche Interpretation die es verdient. Downey harmoniert auch mit Sting wunderbar, und dieses Lied von mehreren Stimmen getragen ist einfach nur schoen.Dann wird mal wieder kurz Frau Shepard solo reingequetscht, mit einem ganz netten „You and me“ (von ihr selbst geschrieben), doch dann stiehlt ihr schon wieder Robert Downey Jr. die Show. Denn wer gedacht hat, er koenne nur Duette singen, wird hier mit „Snakes“ eines besseren belehrt. Und um noch eins draufzusetzen, hat es Mister Downey auch selbst geschrieben. Es ist zwar gewoehnungsbeduerftig, denn so eine richtig durchgehende Melodie findet sich nicht, aber es ist mal was anderes und Downey kann sich stimmlich recht gut ausleben.
Waehrend die ersten Lieder noch recht einzeln daherkommen, kann man in den naechsten einen richtig gut ausgekluegelten Zyklus finden. Daher sollte man diese Lieder am besten zusammenhoeren oder sich jeweils nur eins fuer die passende Stimmung aussuchen.Nun gut, ueber das naechste Lied kann man jetzt streiten. Positive Hoerer werden sich nach dem letzten Lied den Zyklus beenden, denn der folgende Song heisst „Alone Again (Naturally)“ und wird wieder von Vonda vorgetragen. Naja, nach soviel Liebesglueck muss natuerlich auch was schiefgehen, insofern koennte man ihn auch noch der vorigen Liedersammlung zuordnen, aber wer einmal in guter Stimmung ist, sollte lieber vorher das Radio ausschalten und diesen Song fuer schlechtere Tage aufheben.
Vor der Schlusssequenz folgt noch ein langsames „Can We Still Be Friends“ von Vonda. Es ist ganz nett, aber wohl eher als Lueckenfueller anzusehen.Die letzten beiden Stuecke sind das was das Album vor allem zu einem etwas anderen Ally-Soundtrack machen. Denn erst kommt Tom Jones’ „It’s not unusual“ und dann ein stark latino-angehauchtes „Boom Boom“ von der Gruppe Chayanne. Beide Lieder sind durchaus gut (Tom Jones’ Hit ist ja eh ein Klassiker), jedoch hatten sie in der Serie keine wirklich tragende Rolle. Man haette vielleicht in alte Traditionen verfallen koennen und lieber etwas mehr Vonda draufpacken koennen, andererseits sollten Soundtracks wenn sie in mehreren Ausgaben erscheinen auch etwas Abwechslung bieten. Daher laesst sich ueber die beiden Lieder streiten.
Fazit:
Der Ally-Fan wird hier einen Soundtrack finden, der in Bezug auf die Serie durchaus zu ueberzeugen weiss. Man findet Vonda Shepard, etwas weniger aber im ueblichen Stile, und alle anderen Songs kamen zumindest in der Serie vor oder spielen sogar wichtige Rollen (John’s Barry White Hymne oder das Sting-Downey-Duett).
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WaterSerpent 31.07.2002 09:12
MelanieJ. 22.07.2002 18:57
pascalwho 14.07.2002 15:32
Kleine_Suesse 08.07.2002 17:50
2400Hz 06.07.2002 17:10
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