SHE'S AN ANGEL
11.06.2006
Pro:
Ohrwurm, eigenständiger Sound, passend zum Sommer
Kontra:
Preis
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 MrTINN
Über sich:
Bin wieder zurück! ;)
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 92 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Community, nachdem der Bericht über das Casper-Streetalbum doch relativ schnell auf die von mir angestrebte Anzahl an Lesungen kam, habe ich mich entschlossen, direkt nachzulegen. Dieses mal geht es um eine Single, undzwar um die zweite Auskopplung aus Pharrells Soloalbum, Angel. Daher ist der Text logischerweise etwas kürzer als bei einer Album-Review - ein Song läßt sich nun mal schneller behandeln als zwanzig. Allen Freunden der Bewertung nach Beitragslänge soll somit die Hand abfallen... ;) Auch diese Review erschien schon bei www.hiphop-pott.de, entstammt aber wie immer zu hundert Prozent aus meiner Feder. Viel Spaß beim Lesen! Pharrell Williams gehört ohne Zweifel zu den dominanten Gestalten der Musiklandschaft. Kaum ein Video ohne einen Cameo-Auftritt, kaum ein Album eines Superstars ohne eine Produktion der Neptunes, deren eine Hälfte er ist, und nicht selten tritt er auch als Intonator der Hooks in Erscheinung, wie zum Beispiel bei Snoop Doggs großartigem "Beautiful". Weitere bekannte Tracks mit seiner Beteiligung, sei es als Feature oder als Produzent, sind zum Beispiel "Drop It Like It's Hot" von Snoop Dogg, "I'm A Slave 4 U" von Britney Spears, "Change Clothes" von Jay-Z, "Hollaback Girl" von Gwen Stefani oder auch die aktuelle Single von Mariah Carey, "Say Sumthin". Kein Zweifel, in der HipHop-Szene gibt es nur wenige Produzenten, die einen solchen Status geniessen, Dr Dre, Scott Starch, Kanye West, Just Blaze, Timbaland - und eben die Neptunes. Kein Wunder, dass Pharrell nach dem doch eher experimentellen N.E.R.D.-Projekt ein Soloprojekt angeht.
Auch an einer solchen Größe gehen die Mühlen der Industrie allerdings offensichtlich nicht spurlos vorüber, denn Pharrells ambitioniertes Solodebüt, "In My Mind", wird munter immer weiter nach hinten verschoben. Das Album soll zur einen Hälfte mit Raptracks, zur anderen Hälfte mit R'n'B-Tracks gefüllt werden, nachdem die erste Single, "Can I Have It Like That", auf dem Gwen Stefani ein paar Wörter der Hook hauchte, eher für die Rapseite stand, kommt jetzt mit "Angel" ein klarer Vertreter des R'n'Bs daher. Sofort fiel mir die für heutige Verhältnisse doch recht kurze Spielzeit auf. 2:44 Minuten? Kurz und knackig dachte man sich da wohl im Hause Williams. Vom Vibe her erinnert mich der Track ziemlich an "Frontin'", Pharrells allererste Solosingle, auf der damals Jay-Z mit einem Gastverse brillierte, allerdings ohne einen so klaren Höhepunkt aufzuweisen wie dieser Track damals. Insgesamt fällt der Track schon recht deutlich unter die Kategorie "Ohrwurm", so wurde, wohl aus Gründen der Catchyness, auf einen Rappart verzichtet und auch der Beat ist für eine Pharrell Williams-Produktion recht massenkompatibel. Ideal fürs Radio also, für den Club wohl ein wenig zu ruhig.
Textlich handelt es sich, wie der Titel schon vermuten lässt, um ein waschechtes Liebeslied, Pharrell besingt das Mädchen "you can take home to mama". Zusammen mit dem über weite Strecken vorherrschenden Kopfgesang mag das dem ein oder anderen vielleicht etwas schnulzig vorkommen, bei mir verbreitet der Track aber gute Laune. Es handelt sich um einen eher unauffälligen Song, einer von denen, die im Cafe im Hintergrund laufen und bei denen man sich irgendwann dabei ertappt, wie man den Takt mitwippt. Gerade bei den sommerlichen Temperaturen im Moment kommt der Track wirklich gut und zaubert sofort ein Lächeln auf die Lippen. Insgesamt kann man sagen, dass es sich um eine wie immer sehr gute Produktion von Pharrell handelt, die mich auf sein Album neugierig gemacht hat. Wird nicht jedermanns Sache sein, aber das Video dürfte in nächster Zeit genug Rotation bekommen, um sich ein eigenes Bild zu machen. Lobend erwähnt sei hier noch mal die klassische Single-Ausstattung mit Clean Version, Album Version, Instrumental und Acappella.
Die Clean-Version unterscheidet sich durch die Zensur einiger "schlimmer" Wörter von der Album-Version, ist ansonsten aber identisch. Acappella und Instrumental muss ich an dieser Stelle ja nicht erklären, oder? Das Artwork kommt im stylishen pink daher, außerdem ist, wie schon auf dem Cover der ersten Single, der typische Character zu sehen, der mittlerweile ein Markenzeichen von Pharrell ist und den er auch auf einer Kette zur Schau stellt. Definitiv ein innovatives, urbanes Artwort, das perfekt zum Sound der Scheibe passt.
Tracklist:
1. Angel (Clean Version) 2. Angel (Album Version) 3. Angel (Instrumental) 4. Angel Mir gefällt der Song wie gesagt sehr gut und ich kann jedem nur empfehlen, reinzuhören. Andererseits sind 7 Euro für eine Maxi-CD meiner Meinung nach generell sehr viel Geld, daher würde ich euch empfehlen, auf den Release des Albums zu warten und dann eventuell dort bei einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis zuzugreifen. Ich vergebe insgesamt einfach mal vier Sterne für eine poppige Produktion mit Ohrwurm-Charakter.
Vielen Dank für eure Lesung, über Kommentare und GB-Einträge freue ich mich immer. Jede Lesung von euch ergibt früher oder später eine Gegenleistung meinerseits, solltet ihr einen älteren Bericht lesen, dann kommentiert bitte, damit mir das auffällt. Ich wünsche euch ansonsten ein schönes Restwochenende und ziehe mich gleich vor den Fernseher zurück... Und denkt daran: Bei Maxi-CDs liegt die Würze in der Kürze... ;)
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Angel - Pharrell
Ausgabedatum: 2006-01-20, Audio CD, Virgin Usa (EMI)
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14.06.2006 11:59
toller Bericht aber nicht meine Musik ;) LG
12.06.2006 09:34
Im Radio hören ist ok, aber kaufen würde ich mir den song net. Lg Tobias
11.06.2006 23:36
Schöner Bericht !