Erfahrungsbericht über

Angels Fall First - Nightwish

Gesamtbewertung (19): Gesamtbewertung Angels Fall First - Nightwish

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Wenn Engel beim Fallen so singen, isses OK!

5  11.04.2003

Pro:
geniale Stimme, tolle Melodien, erstklassige Musiker

Kontra:
nix

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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barkeeperquark

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:504

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 187 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute wende ich mich mal wieder der Musik zu und im speziellen meinen skandinavischen Freunden. Der Weg führt nach Finnland, wo es immer wieder großartige Bands schaffen, auch an die Spitze der Charts zu stürmen! Am bekanntesten und sicherlich auch am schlechtesten ist hierzulande "HIM"; ich kann diesen selbstverliebten weinerlichen leptosomen Ville Vallo einfach nicht leiden und spätestens seit er mir beim Konzert der genialen Schweden "Spiritual Beggars" ständig mit seiner Videocamera vor der Nase rumgelaufen ist, hat er komplett verschissen. Bevor ich jedoch völlig abschweife, möchte ich lieber auf geniale Finnen zu sprechen kommen:
Neben den im weiteren behandelten "Nightwish" möchte ich allen Lesern auch noch "Apocalyptica", "Waltari", "Entwine","Sinergy" , "Stratovarius", "Amorphis", "Sentenced" und "Children Of Bodom" empfehlen. Auch die etwas mehr dem Gothic angehörenden "The 69 Eyes" sind sehr hörenswert und die "Leningrad Cowboys" einfach nur genial!

Nun aber zu "Nightwish":
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Im Jahre 1996 gründen Tuomas Holopainen, Tarja Turunen und Erno Vuorinen die Band der Sage nach bei einer nächtlichen Lagerfeuersession. Später ging es ins Studio und Jukka Nevalainen für das Schlagwerk hinzu. 1997 erfolgten die Aufnahmen zur vorliegenden LP "Angels Fall First" und im November stand diese dann auch in den Läden. Die Single "The Carpenter" stürmte in die Top10 der finnischen Charts und das Album landete immerhin auf Platz 31. Mittlerweile sind gut 5 Jahre verflogen, die Band hat 3 weitere vollwertige Longplayer und einige Maxis veröffentlicht und füllt europaweit größere Hallen.
Die 2002er CD "Century Child" führte längere Zeit sogar die finnischen Albumcharts an!
Der Erfolg rührt sicherlich von der gelungenen Symbiose aus harten Gitarrenmusik mit hervorragenden Melodien und einem phänomenalen weiblichen Gesang her. Sängerin Tarja besitzt eine klassische Gesangsausbildung und, wenn ich mich nicht täusche, läßt sich derzeit sogar zur Opernsängerin ausbilden!

Line-Up:
~~~~~~~~
Tarja Turunen - Gesang
Tuomas Holopainen - Keyboards
Erno Vuorinen - Guitar
Marco Hietala - Bass
Jukka Nevalainen - Drums

Songs der CD:
~~~~~~~~~~~~~

1. Elvenpath (4:40):
********************
Zu seichten Keyboardklängen spricht Tarja ein paar Worte an die Hörer. Danach geht es mit einer sehr feinen straighten Melodie weiter. Die Gitarre wummert schön und die Keyboards klimpern ganz hervorragend, bevor Tarja mit ihrem durchdringenden Gesang bezaubert. Ein ständiger Wechsel aus gefühlvollen Passagen und knackigen Tempopassagen macht den Opener zu einem erstklassigen Song, der sich in die Gehörgänge brennt. Gegen Ende werden noch ein paar düstere von männlicher Stimme gesprochene Soundschnipsel eingebaut, bevor alles in einem klasse Gitarrensolo endet.
So kann es weitergehen!

2. Beauty And The Beast (6:24):
*******************************
Wieder schöne Keyboardsounds gepaart mit harten Gitarrenriffs zu Beginn. Alles schaukelt sich hoch, wie es sonst am Ende von Songs steht und es kommen kurze breakige Gitarren. Danach wieder klimpernde Keyboards und eine sehr einprägsame Melodie. Zum ersten Mal dürfen wir auch die Stimme von Keyboarder Tuomas hören, der sich in diesem Song ein Duett mit Tarja liefert. Der Song bietet jede Menge Tempowechsel, beeindruckende Gesangspassagen der Mikrofonmeisterin, geniale Keyboard- und Gitarrensounds und trotz seiner Vielschichtigkeit eine hohe Einprägsamkeit. Hier ist eine Gänsehaut vorprogrammiert, spätestens wenn Tarja gegen Ende unglaubliche Höhen erreicht!

3. The Carpenter (4:40)
***********************
Wie bereits erwähnt auch die erste Single. Ein seichterer Beginn mit akkustischen Gitarren und einem weichen Gesang Tuomas`. Dann geht alles zu etwas rockigerem Midtempo über und Tarja steigt nicht nur mit ein, sondern steht eindeutig im Vordergrund. Ein schmucker Chorus entsteht, der mir jedoch irgendwie nicht durchdringend genug klingt. Danach wieder eine Strophe wie zu Beginn und nach dem zweiten Chorus eine ausgiebige Solophase. Darauf folgt dann mal Tarja alleine für eine Strophe. Der Song kann gefallen, aber er haut mich nicht aus den Socken.

4. Astral Romance (5:12):
*************************
Eingeleitet durch eine geniale Gitarre embedded in sphärische Keyboards, doch dann folgt einer meiner liebsten Songs der Band. Es geht schön straight voran, wofür man sich beim knalligen Bass bedanken kann. Nach einem längeren aufseufzenden "aaaaaaaahhhhhaaaahhhh" von Tarja darf auch Tuomas sich stimmlich wieder einbringen und dann rockt es mal wieder schön weiter. Eine perfekte Mischung aus Gefühl und Härte plus genialen Soli!
Muß man einfach bei hoher Lautstärke genießen!

5. Angels Fall First (5:34):
****************************
Der Titelsong ist dann etwas für alle Romantiker! Zu akkustischer Gitarre und elektronischem Klangteppich bringt uns Tarja einen Gesang, für den man sterben möchte! Es wurde teilweise sogar so abgemischt, daß sie mit sich selbst ein Duett singt. Dazu noch die an Flöten erinnernden Keyboards in den Zwischenparts und heraus kommt eine perfekte Ballade mit hohem Kuschel- und Gänsehautfaktor.

6. Tutankhamen (5:31):
**********************
Die Flötentöne retten sich rüber in diesen Song, doch zu der beschwingten Melodie ihrerseits gesellt sich die härtere Gitarre. Es kommt zu einem Midtemposong, der immer wieder von orientalischen Keyboardsounds durchsetzt ist. Der Refrain kann glänzen, wohingegen die Strophen doch eher etwas zu schleppend sind.
Insgesamt nicht ganz so überzeugend wie die vorangegangenen Songs, aber dennoch hörenswert, vor allem dank der vielen guten Effekte!

7. Nymphomaniac Phantasia (4:47):
*********************************
Ein ähnlicher Beginn wie beim Opener. Nach etwa 20 Sekunden ertönt eine Flöte und spielt eine wirklich schöne Melodie. Darauf folgen pompöse Drums, auf die das Keyboard mit der Hauptmelodie folgt. Gitarre, Bass und Schlagzeug steigen ein und Tarja singt mit sich selber wieder im Duett durch die Strophe. Klingt hervorragend und gerade als man denkt, daß hier das Keyboard doch sehr stark im Vordergrund steht, kommt nach einer Sprecheinlage von Tarja die Gitarre brutal von hinten und sägt uns ein Brett. Dazu darf dann die Flöte auch wieder ran und rundet den Song perfekt ab!

8. Know why the Nightingale sings (4:14):
*****************************************
Da zuviel Gefühl nicht gut ist, reißen "Nightwish" uns mittels krachigem Intro aus unserer Melancholie. Tarja bremst alles immer wieder mit ihrem Gesang, doch Power setzt sich durch und so wird uns hier ein rockigerer Song geboten, der eine Supermelodie besitzt und vor kraftvollen Soli nur so strotzt.
Ein weiteres Highlight dieser CD, der nicht nur den Freunden härterer Musik Freudentränen in die Augen treiben dürfte!

9. Lappi (9:20):
****************
Dieser Song besteht aus vier Teilen und beschäftigt sich mit Lappland.
"Erämaajrvi" ist der erste Teil und Tarja singt zu wunderschönen akkustischen Gitarren in finnischer Sprache. Das klingt sehr fein, aber verstehen tue ich kein Wort. Darauf folgt "Witchdrums" und es fällt nicht schwer zu erraten, daß hier dröhnende Drums zu hören sind. Dazu Keyboards und eine schicke Synthiegitarre. Kein Gesang dazu!
"This Moment is Eternity" bietet dann eine sehr ruhige Weise und läßt die Gedanken in die finnische Seenplatte schweifen. Die Sonne geht nicht unter und vor meinem geistigen Auge wandelt Tarja im Samtkleid am Ufer entlang. Gegen Ende wird es sehr pompös und Ritter Quark kommt herangeritten. ;-)
"Etiäinen" kommt wieder mit akkustischen Gitarren daher, die wirklich wunderbar klimpern. Tarjas Stimme erfüllt nochmal den Raum und beendet ein wunderbares Debutalbum beeindruckend!


Fazit:
~~~~~~
Diese CD ist der Grundstein für den Erfolg der Band und bildete 1997 auch etwas relativ Neues, nämlich härtere Gitarrenmusik gepaart mit klassischem weiblichen Gesang. "Nightwish" lassen hier bereits ihr großes Potential aufblitzen und haben eine CD geschaffen, die sowohl songtechnisch als auch klangtechnisch auf höchstem Niveau anzusiedeln ist.
Tarja besitzt eine absolut atmeberaubende Stimme, Tuomas ist ein hervorragender Songwriter und Keyboarder und Erno, Jukka und Marco sind hervorragende Musiker, denen nur wenige an ihren Instrumenten etwas vormachen können!
Die Melodien sind teilweise supereingängig aber dennoch schaffen es "Nightwish" abwechslungsreiche Stücke zu schaffen. Vielleicht sollte ich mich auch mal für ne Zeit in finnische Wälder begeben, die scheinen unglaublich kreativ zu machen!
Eine CD, die ich allen nur wärmstens empfehlen kann und die nicht nur Metallern gefallen dürfte. Ich habe den Kauf jedenfalls zu keinem Zeitpunkt bereut, zumal ich sie zu einem fairen Preis von 13 € erstanden habe!
In diesem Sinne 5 Sterne für "Angels Fall First" und einen finnischen Vodka für mich!

vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren und Bewerten,
Aki Kaurismäki-Quark

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Michi_01

Michi_01

01.06.2003 00:24

Welch Überraschung...kenn ich natürlich nicht. Mmmh...mich hätte aber der Text vom siebten Song schon interessiert*fg*...ach ja...wenn ich auf die Schnauze falle, hört sich das aber mit Sicherheit ganz anders and ;o)

Binkie

Binkie

07.05.2003 10:15

Ich kann auch singen...soll ich ma*g*?!

streetballer1

streetballer1

25.04.2003 17:08

naja, mcih hast du noch nicht ganz überzeugt, mir nightwish anzuhören, aber wenns ähnlich wie evanescence klingt, mal schaun...

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