"Animals" - Tiere: Ein Titel, der hält was er verspricht, denn ein tierisch gutes Album ist es in der Tat, was die vor allem in den Siebzigern bekannte englische Kultband Pink Floyd hier soft-rockig an unser Gehör zaubert.
Als doch recht bodenständiger "oberhessischer Bauer", aufgewachsen ... Bericht lesen
Battersea-Kraftwerk schwebenden Schweins lieferte Animals 1977 eine Analyse der sozialpolitischen Gesellschaft Großbritanniens in den 1970er Jahren und war zudem als Antwort auf die Punkrockbewegung jener Zeit gedacht. Die aktuelle Discovery-Version präsentiert das Original-Studioalbum, digital remastert von James Guthrie, mit neugestaltetem Digipak und einem von Storm Thorgerson designten 12-seitigen Booklet.
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Erfahrungsbericht von lafferlarry über Animals - Pink Floyd 13.01.2001
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Pro:
Melodische, schnörkellose Musik zum Träumen
Kontra:
nix
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
"Animals" - Tiere: Ein Titel, der hält was er verspricht, denn ein tierisch gutes Album ist es in der Tat, was die vor allem in den Siebzigern bekannte englische Kultband Pink Floyd hier soft-rockig an unser Gehör zaubert.
Als doch recht bodenständiger "oberhessischer Bauer", aufgewachsen am Rande des Vogelsberges - womit wir schon bei den Tieren (wenn auch den geflügelten - Parallelen mit Engeln sind nicht ganz ausgeschlossen *gg*) angekommen wären, hat mich jede Art vierbeiniger Lebewesen schon immer ziemlich fasziniert:
Auf dieser Scheibe sind sie musikalisch vertreten, jedenfalls jener Teil davon, der auf den jeden Bauernhof gehört: Pigs (Schweine), Dogs (Hunde), Pigs (Three different ones) und Sheep (Schafe)...naja, die Rinder fehlen, aber das hat weniger mit BSE zu tun als mit der Tatsache, dass die Briten im schottischen Hochland (hmm...darf ich die Schotten überhaupt so nennen?) wohl doch eher Wolle bevorzugen, um ihre berühmten Röcke daraus zu weben.
Und wer sagt überhaupt, dass Tiere nicht sprechen könnten? Auf dieser Silberscheibe haben sie uns jedenfalls viel zu erzählen:
1. Pigs on the Wing (Teil 1)
"If you dont care, what happens to me and I didn`t care for you we would zig zag our way to the borodom of Pain....."
"grunzen" die Schweine am Anfang des ersten Titels und mit voller Wucht treffen den Zuhörer alle Probleme seiner bisherigen gescheiterten Beziehungen auf einmal. Werden doch die Folgen allzu deutlich, wenn wir uns im alltäglichen Zusammenleben nur noch um uns selbst drehen, statt uns von den Flügeln der Liebe davontragen zu lassen: Wir treiben ziellos im Sumpf des Leidens. Wie wahr!
Damit es auch jeder so richtig versteht untermalt die Band den Einstieg in das Drama mit glasklaren Klängen der Sologitarre, leicht "jammernd" natürlich.......ein typisches Markenzeichenzeichen und für mich: Gänsehaut (nein, die kommen in dem Album auch nicht vor, aber sie schnattern schon ziemlich heftig zwischen den Klängen)! Zick-Zack.....ziellos...wie bekannt kommt mir das doch aus früheren Zeiten vor..............
2. Dogs
Wer den tieferen Sinn des erstens Titels noch immer nicht begreifen will, der darf sich ordentlich "ausbellen" lassen:
"You gotta be crazy, you gotta have a real need............."
Tja, recht haben sie! Verrückt bin ich manchmal schon und meine wahren Bedürfnisse kannte ich lange Zeit nicht.
Jetzt weiß ich sie. Aber die Aussicht, dass sie sich vielleicht nie erfüllen werden, schmerzt doch..... Beim Lauschen der flotten, fast fordernden melodischen Gitarrenklange in Moll fühle ich mich irgendwie ertappt: Woher kennen die mich bloß so gut?
Melancholie schleicht sich ein. In meinen Bauch, genauso wie in die rhythmische, aber leise eindringliche Musik.
Ich beginne zu träumen, eine Traum vom Landhaus (oder war es doch immer der Bauernhof....????), einer glücklichen Familie und ....IHR. Nein - sofort bringt mich ein rüttelndes heftiges Aufbegehren der Keyboards wieder auf den Teppich: Aufwachen! Soweit ist es noch lange nicht....oder vielleicht nie?
3. Pigs (Three different ones)
Die Frage können mir selbst drei verschiedene Vertreter der Gattung "Ringelschwanz" nicht beantworten, die jetzt mit lautem, fast auslachendem Gegrunze begleitet von Gitarre, Synthesizer und Keyboards in einem flotten Rhythmus aufmarschieren. Die hämmernden Drums wecken mich endgültig auf...die Gitarre jammert und zieht an meinen Haaren....
Ok, Ok.......ich habe ja verstanden: Ich bin ein Träumer, aber ihr könnt mich trotzdem nicht von meinem Hof jagen, wie seinerzeit den Bauern aus "Animal Farm!"
4. Sheep
Die Schafe trippeln da schon versöhnlicher auf die Weide. Nicht "wie im Schweinestall", sondern erst einmal im ruhigen Dreiklang und melodisch geht es zu. Nur der unruhige Hintergrundrhythmus mit aufgeregten Drums verraten etwas von der Panik, die aufkommt, wenn neue Röcke gebraucht werden und man den Tierchen an den Pelz rückt.
"You better watch out..things are often not as what they seem"
.......oft genug im Leben habe auch ich mich vom schönen Schein betrügen lassen und war nicht viel mehr als ein "dummes Schaf". Nur: Müsst ihr mir das jetzt unbedingt so eindringlich in meine Ohren blöken?
2. Pigs on the wing (Teil 2)
Gut nur, dass es jetzt mit der Selbsterkenntnis erst einmal zuende ist. Viel mehr hätte ich auch nicht vertragen. Jedes Ende ist ein Anfang und so klingt die Platte aus, wie sie begann. Was bleibt für mich?
Die Hoffnung, dass der Traum vielleicht doch Wirklichkeit wird und vielleicht eine ganz neue Interpretation beim nächsten Anhören.............
Fazit: Mit "Animals" (1977) setzt Pink Floyd gelungen seine mit "The Dark Side Of The Moon" (mein persönlicher Favorit) und "Wish You Where Here" begonnene Tradition melodischer, eingänglicher Softrockalben fort, die zum Träumen anregen. Die harmonisch aufeinander abgestimmte Musik geht dem Zuhörer sofort ins Ohr.
Selten sind laute, Misstöne schon gar nicht zu hören. Der Tierzyklus ist logisch aufgebaut. Inhaltlich lässt sich konsequent ein immer wieder leicht erhobener Zeigefinger erkennen, ohne aufdringlich zu wirken. Der ralativ kurze Text ist allerdings nur schmückendes Beiwerk und ermöglicht dem Zuhörer, sich voll und ganz in der Musik fallen zulassen.
Langweilig werden kann das Album jedoch nie, denn die Musik wirkt trotz allem frisch und lässt bei jedem Anhören, je nach Stimmungslage, eine neue Interpretation beim Zuhörer möglich werden.
Obwohl die Band dabei Vorreiter war und verstärkt elektronische Musik einsetzt, dominieren doch klassische Elemente wie Elektro- und Baßgittarre, Schlagzeug und Gesang. Für Techno-Fans denkbar ungeeigent also...eher was für orientierungslose Spät-68er wie mich, Oldies und eben wirkliche Fans.
Das Cover der CD/LP ist ansprechend, aber etwas düster gestaltet und zeigt ein großes Backsteinfabrikgebäude mit vier qualmenden Schornsteinen. Der Text zu allen Songs wird auf einem kleinen innenliegenden Booklet mitgeliefert. Ich hatte das Glück, die Vorstellung der LP auf einem LIVE-Konzert in Offenbach erleben zu dürfen. Es war ein Ereignis, das ich nie vergessen werde. Auch wenn Mann da ja lieber zu zweit hingehen sollte!
Aber was nicht war....
Also.....träumt schön (meinen Traum darf ich ja nun behalten*gg*)....auf dass Eure Wünsche in Erfüllung gehen, so wie meine....und ganz bald.
Gruß Laff
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Lauter Tiere Bewertung für Animals - Pink Floydvon
plumtree
Pro: Sound - Texte Kontra: ziemlich rau
Sommer 1977, ich war grade dreizehn. Zum Geburtstag hatte ich das rote und blaue Album der Beatles geschenkt bekommen.
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Pro: Sound, Atmosphäre Kontra: schweineteuer (31,99DM), Songs sind langatmig
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Das Cove ...
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Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
sehr hilfreich
14.12.2000
Geniale Musik Bewertung für Animals - Pink Floydvon
Itaipu
Pro: absolut geniale Musik Kontra: sehr gewöhnungsbedürftig
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Langzeithörspaß:
hilfreich
23.07.2000
Magnetisierend Bewertung für Animals - Pink Floydvon
javadeutschland
Pro: Magnetisierend - typisches Pink Floyd Album Kontra: nicht für Pink Floyd Neulinge
Dieses Album von Pink Floyd gehört auf jedenfall zu den zu Anfang etwas schwehr verdaulichen. (Wenn Du also noch nie Pink Floyd gehört hast fange nicht mit diesem an - nimm lieber Dark Side Of The Moon oder Wish You Were Here). Aber bei diesem spürt man d ...
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...PINK FLOYD - ANIMALS
2011 Remastered
Endlich liegt dieses Album in einer Soundqualität vor, die dem Album würdig ist. Die CD Version klang ehrlich gesagt bisher nicht so gut. Ein unangenehmer Grauschleier schwebte über den Songs, der aber nun gelüftet ist. Das Remaster ist hier meinem Eindruck nach so gelungen wie bei keinem anderen Album der "Why Pink Floyd" Kampagne. Zum ersten mal liegt das Album in glasklarem Sound vor und ich meine Nuancen zu vernehmen, die ich bisher nicht gehört hatte. Eine echte Offenbarung!
"Animals" ist mein Favorit der Band. Nachdem Pink Floyd mit "Dark Side of the Moon" abgehoben sind, haben sie mit dem Nachfolgealbum "Wish You Were Here" die höchsten (Klang-)Sphären erreicht. Mit "Animals" aber landet der Hörer unsanft auf dem Boden, im Dreck und Gerümpel der britischen Arbeiterklasse...
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Pro: Ein musikalisches und aufnahmetechnisches Meisterwerk Kontra: leider nicht mehr allzu oft anzutreffen/kaufen
...Jeder kennt Pink-Floyd und allen fallen sofort CD-Titel wie The Wall, Darkside of the Moon oder Animals ein. Aber wer waren Pink-Floyd wirklich? Für mich stellte sich das zunächst erst heraus, als Roger-Waters die Gruppe verliess und das letzte PF Album (The Division Bell) ohne Ihn nicht mehr den Charakter besass, den ich von Ihnen gewohnt war. Es war nicht etwa eine Art der weiterentwicklung der Band, resultierend aus einer langen Ruhezeit...nein, es fehlte etwas ganz spezielles. Mit Roger Water ging meines Erachtens nach ein sehr wichtiger Bestandteil von Pink-Floyd verloren. Er war Stilprägend. Waters brachte mehrere Solo-Alben heraus bei denen er ständig andere künstler hinzuzog. Bei weitem aber hat mich das Album Amused to Death beeindruckt. Das war The Wall, DOTM....das war Pink-Floyd. Nur eben in einer freieren Art...
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Pro: geniales Album Kontra: diese Meinung teilen nicht alle Pink Floyd-Fans
..."The final cut" ist das letzte Album von Pink Floyd mit Roger Waters und für mich das letzte "echte" Pink Floyd-Album. Eigentlich könnte man das Album auch als Roger Waters-Soloalbum bezeichnen. Wer sich das Album genau angesehen hat, wird folgenden Text finden: "by Roger Waters - performed by Pink Floyd". Dass die anderen Bandmitglieder nicht begeistert waren kann man sich denken.
Nichtsdestotrotz ist das Album absolut genial und zählt für mich eindeutig zu den Top 5 von Pink Floyd (zusammen mit "Dark Side of the Moon", "Wish you were here", "Animals" und "Atom Heart Mother"), auch wenn viele Pink Floyd-Fans da wohl anderer Meinung sind. Obwohl die Musik von "The final cut" stark an "The Wall" erinnert, hat mir "The Wall" nie so recht gefallen (und gehört deshalb auch nicht zu meinen Top 5).
Wer Gefallen an "The final cut" findet...
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