Not studied in the art of war?
13.10.2002
Pro:
Beat, MCees
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
mehr
 MrTINN
Über sich:
Bin wieder zurück! ;)
Mitglied seit:09.06.2002
Erfahrungsberichte:146
Vertrauende:53
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 46 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Community, mein heutiger Bericht handelt wieder mal von einer HipHop-Maxi, diesmal noch relativ jungen Alters. Es handelt sich hierbei um Art Of War von DJ Desue feat. Afrob & Nature. Viel Spaß! *Woher kenne ich diesen Track* Als ich mal wieder durchs Programm zappte blieb ich bei MTV hängen, weil ich dort ein Video sah, das mich vom Stil her an die alten Videos von Nas erinnerte, den ich sehr mag. Als dann noch Nature ins Bild kam stand die Entscheidung fest, hier zu verweilen. Richtig überrascht war ich hingegen von der Anwesenheit von Afrob und DJ Desue, denn ich hielt das Video für eine amerikanische Produktion. Aufschluss gab dann die Interpretenleiste am Ende des Videos und die umfangreiche Berichterstattung über Desues neues Album in den nächsten Tagen.
*Was weiss ich über die Künstler* DJ Desue ist ein DJ aus Berlin und machte sich in letzter Zeit vor allem durch seine Mitwirkung beim Brother's Keepers-Projekt und den Track Four Fists Pt. 2 mit D-Flame, Samy Deluxe, Afrob und KC Da Rokee einen Namen. Er ist auch der Live-DJ und Produzent von Letzterem. Afrob kommt aus Stuttgart und entstammt dem Freundeskreis-Umfeld. Er hat mittlerweile zwei Alben veröffentlicht und gilt als feste Größe in der deutschen Szene, auch wenn viele seinen oft schläfrigen Rapstil nicht mögen. Nature kommt aus NewYork, genauer gesagt aus den gefürchteten Projects von Queensbridge. Früher gehörte er zu dem unmittelbaren Umfeld von Nas, mit dem er sich mittlerweile aber zerstritten hat, da Nas ihn auf seinem Album Stillmatic gedisst hat. Eventuell ist er auch noch von seiner Mitarbeit bei dem Track Oochie Wally von QB's Finest bekannt. *Wie ist der Beat* Der Beat erinnert mich ein wenig an Premier, auch wenn das Sample nicht so funky ist, sondern eher orchestral. Der Beat gehört sicherlich zu dem Besten, was je in Deutschland produziert wurde. Hiermit macht DJ Desue Punkte.
*Wie ist der Ablauf* Der Beat startet ziemlich langsam, dazu labert Nature ein wenig, bevor der Beat mit polternden Drums richtig einsetzt und Afrob zu rappen beginnt. Er hält sich mit seinem Flow sehr gut an den Beat, der schon etwas schneller ist. Der übliche Nachteil an Afrobs Stil, die Schläfrigkeit, entfällt hier weitgehend. Nach dieser ersten Strophe rappt Afrob dann die Hook, die die bildliche Bedeutung von Art Of War unterstreicht. In der zweiten Strophe ist dann Nature dran, der mich mit vielen Doppelreimen besonders überzeugt hat. Nach der Wiederholung der Hook gehört die ziemlich kurze dritte Strophe dann wieder Afrob, der nochmal das Konzept von Desue verdeutlicht. Danach bekommt man noch mal die Hook zu hören, bevor der Track langsam ausblendet. *Wie ist der Text* Der Text ist eine einzige Metapher zum Thema Art Of War. Die Kriegskunst wird auf das Thema HipHop übertragen, deswegen muss man auch Zeilen wie "I bring killers from Berlin to visit the Bridge" auf den HipHop-Kontext übertragen. Das gesamte Album von Desue steht unter diesem Motto, es ist also ein Konzeptalbum, was ich für ein Debüt schon für ziemlich mutig halte. Auf jeden Fall eine erfrischende Idee.
*Was halte ich persönlich von dem Track* Textlich ist der Track wirklich gelungen, die Raps enttäuschen nicht und der Beat ist meiner Meinung nach das Highlight des Sommers, auf Deutschland bezogen. Gut finde ich, dass hier Künstler von beiden Seiten des Atlantiks zusammengebracht wurden und so der internationale Aspekt von HipHop an Bedeutung gewinnt. *Was ist die B-Seite* Ein paar kurze Worte zur B-Seite: Sie heisst Tiefschlaf und entstand unter Mitwirkung von Kool Savas, Eko und Valeska. Der Beat geht hier in Ordnung, aber der Gesang von Valeska nervt mich unheimlich und auch die Raps von Eko und Kool Savas sind für ihre Verhältnisse unterer Durchschnitt. Die B-Seite allein rechtfertig keinen Kauf.
*Fazit* Für HipHop-Fans einfach ein Muss, deshalb fünf Sterne und eine Empfehlung. Alle anderen werden hiermit wenig Freude haben. Vielen Dank für eure Lesung. Ich freue mich immer über Kommentare. Viel Spaß noch!
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|
02.10.2004 21:29
Es gibt ein sh von mir, weil mir dein Bericht gefällt, wenn er halt nur auch wirklich auf die Maxi bezogen ist....leider ist das hier aber für die Erfahrungsberichte des Albums gedacht......auf dem aber ein Track besser klingt wie der andere, also WIRKLICH sein Geld wert ist =) MFG Markus
22.12.2002 01:52
Afrob - mag ich
11.11.2002 17:55
Der Track ist wirklich fett. Allerdings finde ich Desues Album nicht sooo toll. Aber hier geht es ja um die Single. :-) CU Stephan