Sonniger Süden
09.04.2005 (27.09.2005)
Pro:
tolle Musik, toller Sound, sehr abwechslungsreich
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 michael.reichenbach
Über sich:
Neuer Bericht zu einer hörenswerten CD: Yathrib von Michel Sajrawy
Mitglied seit:21.09.2000
Erfahrungsberichte:282
Vertrauende:70
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 160 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Im Süden Frankreichs gibt es viel Sonne, guten Wein, das Meer - und Patrick Vaillant mit dem Melonious Quartett. // Entree //
Patrick Vaillant vertritt Frankreich in der Liga der guten, bekannten Mandolinenspieler. Seit Jahren hat er mit verschiedenen anderen Musikern interessante Musik gespielt, mit dem Melonious Quartett hat er ein reines Zupf-Quartett ins Leben gerufen, das musikalisch ganz eigene hörenswerte Wege geht. Vor einigen Wochen konnte ich Patrick Vaillant als Solisten bei einem Konzert hören und erleben. Bei dieser Gelegenheit kaufte ich mir drei CDs, die CD "Au Sud de la Mandoline" die vom Melonious Quartet eingespielt wurde, um die es in diesem Bericht gehen soll, ebenso die neue CD des Melonious Quartet "En forme de poire" die der Musik von Erik Satie gewiedmet ist, und dann noch eine CD für Kinder mit dem Titel "Jean de L'ours".
Das Melonious Quartet besteht aus Patrick Vaillant (Mandoline, Mandola), Thomas Bienaabe (Mandoline, Oud), Pascual Giordano (Mandola, Alt-Mandoline) und Jean:Louis Ruf (Mandoloncello). Wie man sieht orientiert man sich am klassischen Streichquartett. Als tiefstes INstrument wird nicht die Gitarre verwendet, sondern eine Mandoloncello - ein Instrument, das früher auch öfters die tiefe Lage im Mandolinenorchester vertreten hat, heute aber nur noch selten verwendet wird. Die Instrumente des Quartetts wurden eigens vom französischen Geigenbauer André Sakellaridès nach eigenen Entwürfen gebaut, Mandoline, Mandola und Mandoloncello haben eine Form, die etwas an eine Birne erinnert. Diese Instrumente sehen sehr ausgefallen aus, dass sie auch gut klingen beweisst die CD.
// La Musique // Anfang und Ende der CD bilden zwei Tanzstücke: Farandole de St. Marc und eine andere Farandole ohne Namen. Die Farandole ist ein alter Tanz, bei dem Tänzer nd Tänzerinnen in einer Reihe verschiedene Figuren laufen, ähnlich wie bei einer Polonaise. Beide Farandoles gefallen mir so gut, dass ich diese selbst lernen werde. Das Arrangement aller Stücke stammt von Patrick Vaillant. Patrick versteht es ausgezeichnet durch die Einbeziehung aller 4 Instrumente und durch immer wieder neue Ideen diese einfachen Tänze spannend und mitreissend zu arrangieren.
Auch das zweite Stück der CD - Maienca Danca von Patrick Vaillant- erinnert an einen alten, provencalischen Volkstanz. Dieses Stück hatte mich schon beim ersten Hören im Konzert fasziniert. Die unregelmäßigen Takte und Rhythmen sind faszinierend. Inzwischen ist es mein Lieblinsgstück auf dieser CD. Auch das vorletzte Stück passt am ehesten in diese Gruppe folkloristischer, etwas altertümlicher Stücke, es klingt recht mittelalterlich, wie Patrick Vaillant alte Weihnachtslieder aus der Provence verarbeitet hat.
Vier Stücke bringen eine brasilianische Note auf diese CD: Gaucho, Ainde me recordo, A ultima valsa, Proesas de Solon. Besonders gefällt mir A ultima valsa - ein schöner, beschwingter brasilianischer Walzer. Jacques Ibert, Prancis Poulenc und Darius Milhaud gehören zu den bekannten französischen Komponisten in Frankreich im 20. Jahrhundert. Auch ihre Musik ist beeinflusst von der Sonne des Südens. Diese Stücke vertreten eher die klassische, impressionistische Musik. Auch bei diesen Stücken finde ich die Arrangements sehr gut gelungen.
Schliesslich ist noch ein weiterer Hit dieser CD zu erwähnen - King Kong von Frank Zappa, wuchtig kommt es mit seiner wummernden Bassfigur daher und bringt noch einmal einen ganz anderen Klang auf diese CD // Résumée //
Aus sud de la Mandoline - Patrick Vailland hat den Süden Frankreichs in faszinierende, abwechsungsreiche Klänge für sein Melonious Quartett gepackt. Hier erklingt das provencalische Mittelalter, impressionistische Musik und tänzerische brasilianische Choro Musik. Diese CD bleibt mit Sicherheit auf Dauer in der Liste meiner Lieblings-CDs mit Mandolinenmusik, und einige Stücke daraus werde ich wohl bald selbst öfters spielen. Für Zupfmusiker eine ausgezeichnete Anregung, für alle anderen eine horenswerte, klangvolle CD. Stücke: Farandole de St. Marc (Traditionnel) Maienca Dança (Patrick Vaillant) Gaucho (Francisca Gonzaga) Le petit âne blanc (Jacques Ibert) La meneuse de tortues d'or (Jacques Ibert) Ainda me recordo (Pixinguinha & B. Larceda) King Kong (Frank Zappa) Mouvements perpétuels I (Francis Poulenc) Mouvements perpétuels II (Francis Poulenc) Mouvements perpétuels III (Francis Poulenc) A ultima valsa (Anibal A. Sardinha) Suite provençale I (Darius Milhaud) Suite provençale III (Darius Milhaud) Suite provençale IV (Darius Milhaud) Suite provençale V (Darius Milhaud) Suite provençale VI (Darius Milhaud) Proesas de Solon (Pixinguinha & B. Larceda) Suite de noëls provençaux (Traditionnel) Farandole (Traditionnel)
© michael.reichenbach für ciao April 2005
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15.01.2006 00:37
Schöner Bericht! SH! (Mein Papa hat früher gerne Mandoline gespielt) :o) .. Lieben Gruss, Manuela
09.01.2006 09:46
Sehr guter Bericht! Wünsche dir einen schönen Montag! Man liest sich GLG WINNIE :-)
27.10.2005 19:10
Trotz mehrmaligem Aktualisieren erscheint der Bericht nicht... daher erfolgt meine Bewertung später, wenn er wieder aufgetaucht ist :-)