Avenged Sevenfold - Teil II
05.08.2009
Pro:
Gute Tracks, hoher Wiedererkennungswert, tolle Gitarrensoli
Kontra:
Coverdesign wenig ansprechend
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 presscorpse
Über sich:
Mein Freund und ich sparen gerade auf unsere erste eigene Wohnung. Wer mag helfen? *** Ich bin 21 Ja...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 107 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mein heutiger Bericht dürfte wohl nahtlos an meinen Bericht von vor einigen Wochen anknüpfen, denn wieder geht es um die Band Avenged Sevenfold. Während es beim letzten Mal um eine Live-DVD der Band geht, möchte ich euch heute über ein Album der Musiker aus Huntington Beach berichten. Kleine Information am Rande: obwohl es sich um Hard Rock/Heavy Metal handelt, höre ich dieses Album wahnsinnig gerne zum Einschlafen :o) …
Informationen zum Künstler:
Avenged Sevenfold wurde 1999 in Huntington Beach, Kalifornien gegründet. Während ihre ersten beiden Alben "Sounding the Seventh Trumpet" und "Waking the Fallen" eher in Richtung Metalcore tendierten, sind die neueren Alben "City of Evil" und "Avenged Sevenfold" eher im Bereich des Hard Rock und Heavy Metal anzusiedeln. Mit Covers von Bands wie Black Sabbath, Iron Maiden und Pantera verweisen Avenged Sevenfold auf ihre Wurzeln – dabei sind Texte, Gesang und Instrumentalisierung oft so herrlich klischeehaft, dass man sich fragt, wie ernst die Jungs ihre Musik nun tatsächlich nehmen … aber ist ja auch eigentlich egal, denn es klingt verdammt gut! Slash (Ex-Guns N' Roses) bezeichnete die Band erst vor Kurzem als eine der besten Heavy Metal-Bands, die es gibt, da gäbe es "no fuckin doubt". Und wenn man in Sachen Musik einem Menschen Glauben schenken sollte, dann doch am ehesten dem, der bei "November Rain" wie ein Wahnsinniger in die Seiten gehauen hat, oder?
Covergestaltung:
Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Die Basis- und Hintergrundfarbe des Covers ist Weiß. In der Mitte prangt das schwarze Deathbat-Logo der Band, ein Totenkopf mit Fledermausflügeln. Über dem Logo ist in schwarzen Schreibmaschinenbuchstaben der Name der Band, Avenged Sevenfold, geschrieben. Mir persönlich ist das Albumcover viel zu schlicht. Es sagt im Gegensatz zu den Covern der vorhergehenden Alben überhaupt gar nichts aus! Aber man soll ein Geschenk ja nicht nach seinem Einband beurteilen …
Die Tracks:
Im folgenden Abschnitt möchte ich euch jeweils kurz die 10 Tracks des Albums vorstellen. 1. "Critical Acclaim" (5/5):
All the way from the east to the west we got this high society looking down on their very foundation Constantly reminding us that our actions are the cause of all their problems Pointing their fingers in every direction Blaming their own nation for who wins elections They never contributed a fucking thing to the country they love to criticize. […] "Critical Acclaim" ist ein furioser Opener. Das Intro ist noch vergleichsmäßig ruhig. Sanfte Orgelmusik kündigt die energetischen Drums, die dröhnenden E-Gitarren, den treibenden Bass und die tiefe Reibeisenstimme von Sänger M. Shadows an. Textlich bewegt man sich im politischen Bereich: man kritisiert die Menschen, die ständig Kritik an dem politischen System üben, aber selbst nicht in der Lage sind, etwas Konstruktives beizutragen. Ein energiegeladenes Stück, dem es an nichts fehlt!
2. "Almost Easy" (5/5): I left you bound and tied with suicidal memories Selfish beneath the skin, but deep inside I'm not insane […]
Mit "Almost Easy" folgt gleich ein weiterer Kracher. "Almost Easy" wurde als erste Singleauskopplung veröffentlicht und ist auch auf dem Soundtrack von Transformers: Revenge of the Fallen und in den Soundtrack der Videospiele Need for Speed: Pro Street, Guitar Hero III: Legends of Rock und Rock Band 2 enthalten. Das Lied überzeugt vor allem durch die genialen Drums und ein wahnsinnig gutes Gitarrensolo. Laut der Band geht es in diesem Lied darum, dass es zwar oft leicht ist, sich zu entschuldigen oder zu vergeben, dass es aber oftmals schwer ist, es auch so zu meinen. Top! 3. "Scream (4/5):
You know I make you wanna scream You know I make you wanna run from me baby but know it's too late you've wasted all your time Ohje, bei dem von mir zitierten Refrain verrennt sich die Band aber ganz schön arg in Heavy Metal-Klischees! Ob man das nun witzig oder ganz grausig finden soll, bleibt jedem selbst überlassen – ich finde es ganz großartig! M. Shadows versetzt sich in die Rolle eines Täters bzw. Jägers, der über sein Opfer herfällt, wobei sich besonders viele Anspielungen auf Vampirismus finden lassen ("Woke animal feelings in me"; "I'll taste your blood tonight"). Scream geht nicht ganz so stark ins Ohr wie "Critical Acclaim" oder "Almost Easy", enthält dafür aber wieder ein unglaublich gutes und technisch sehr sauberes Gitarrensolo!
4. "Afterlife" (5/5): Loved ones back home all crying 'cause they're already missing me I pray by the grace of God that there's somebody listening Give me a chance to be that person I wanna be […] Oh Lord I'll try so hard but you gotta let go of me […]
"Afterlife" ist eines meiner absoluten Lieblingsstücke aus dem Album, da man es nach dem Hören gar nicht mehr aus dem Kopf bekommt! Das Intro ist zunächst sehr ruhig, man hört zunächst ungewöhnlicherweise nur Streicher, doch dann setzen die E-Gitarren ein und Sekunden später Shadows' kraftvoller Gesang. "Afterlife" ist ähnliche wie "Almost Easy" auch auf Videospielsoundtracks enthalten, nämlich auf dem von "Rock Band Unplugged" und "EA Sports NHL 09". 5. "Gunslinger" (5/5):
The stars in the night, they lend me their light to bring me closer to heaven with you "Gunslinger" ist ein Lied über Sehnsucht – es geht um einen Menschen, der von der Person, die er liebt, getrennt ist, diese Zeit übersteht und wieder nach Hause kommt. Da das Lied den Titel "Gunslinger" (dt.: Revolverheld) trägt, liegt der Gedanke nahe, dass es sich bei dem Menschen, der von seinen Lieben getrennt ist, um einen Soldaten handelt. Die erste Hälfte des Liedes ist nur sehr spärlich instrumentalisiert, wodurch eine sehr intime Atmosphäre erzeugt wird – wunderschön. Die zweite Hälfte des Liedes ist stärker instrumentalisiert und M. Shadows reizt seine stimmlichen Qualitäten voll aus. Und – Achtung, Klischee – das herzzerreißende Gitarrensolo darf natürlich bei keiner Rockballade fehlen ;o) !
6. "Unbound (The Wild Ride)" (2/5): With each breath that we take The hands of time strip youth from our bodies, We fade, Memories remain, As time goes on
Dieses Lied hieß im Original "Disneyland Acid Trip" - und so klingt es auch! Ständige Tempowechsel und der parallele Einsatz von Gitarren und Piano klingen total abgedreht! Als dann zum Schluss auch noch ein Chor und schließlich Kindergesang einsetzt, wird es mir wirklich zu viel des Guten … Leider kann ich dem Stück nach wie vor nicht viel abgewinnen. Einige Passagen sind durchaus hörbar, aber mit anderen kann ich mich wiederrum gar nicht anfreunden! 7. "Brompton Cocktail" (4/5):
I'm not running away, been fighting this so long Such a price that we pay, we gotta be so strong And I take my life tonight 'cause I have the right to die how I wanna […] Wer hätte gedacht, dass eine Rockgruppe jemals einen Song über Euthanasie, Sterbehilfe, schreiben würde? Der "Brompton Cocktails" ist eine Mischung aus Kokain, Heroin und Alkohol, die früher Krebspatienten im Endstadium verabreicht wurde. Man versucht sich hier aus der Sicht der sterbenskranken Person dafür zu rechtfertigen, warum man nicht weiterkämpfen möchte und es stattdessen vorzieht, sich das Leben zu nehmen. Ich finde das Lied thematisch sehr berührend und interessant, aber leider ist die Instrumentalisierung nicht ganz so aufregend, vor allem das Solo fällt eher enttäuschend aus.
8. "Lost" (4/5): How many lives will we take How many hearts destined to break Nowhere to run, can't escape Full of ourselves, tied to our fate The end is knocking […]
Wenn man von dem Refrain absieht, der dank eines schrecklichen Vocoder-Effekt total verunstaltet wurde, ist "Lost" ein auf wirklich allen Ebenen großartiger Track. Textlich geht es darum, dass die Menschen überall Hass verbreiten – und dies schon seit Jahrtausenden. Besonders gut gefallen hier die E-Gitarren und die Drums. (Warum nur dieser gruselige Effekt im Refrain?) 9. "A Little Piece Of Heaven" (5/5):
Must have stabbed her fifty fucking times, I can't believe it, Ripped her heart out right before her eyes, Eyes over easy. Eat it, eat it, eat it! Wer Avenged Sevenfold kennt, der weiß, dass Stücke der Band auch gerne mal eine Länge von über 10 Minuten haben. "A Little Piece Of Heaven" ist zwar "nur" 8:02 lang, aber trotzdem sehr außergewöhnlich: viele Tempowechsel, Streicher und M. Shadows, der seine stimmlichen Möglichkeiten wirklich voll ausreizt. Der Wahnsinn!
10. "Dear God" (5/5): Dear God the only thing I ask of you is to hold her when I'm not around, when I'm much too far away We all need the person who can be true to you I left her when I found her And now I wish I'd stayed
Hey, da fehlt doch noch etwas! Richtig, die herzzerreißende Nummer mit der Akustikgitarre darf man natürlich nicht vergessen! Scheinbar besteht das Leben eines Rockstars doch nicht nur aus Groupies, denn in "Dear God" geht es darum, dass man als tourender Rockstar auch manchmal seine Freundin allein zu Hause lassen muss und diese dann ganz fürchterlich vermisst. Jedes Mädchen dürfte bei diesem Lied wohl dahinschmelzen, denn viel romantischer kann es eigentlich nicht mehr werden. Das Lied ist aber auch wirklich schön und vor allem der Refrain ist sehr einprägsam und ansprechend! Eine männliche Meinung zu dem Lied wäre vielleicht auch mal ganz interessant zu lesen, aber damit kann ich im Moment leider nicht bieten :o) !
Fazit und Kaufempfehlung:
Eingangs meinte ich, dass man ein Buch nicht nach seinem Einband bewerten sollte, und dies trifft bei diesem Album voll zu! Das schlichte und unscheinbare Cover steht im krassen Gegensatz zu der Musik der Jungs – fast jeder Song ist ein Kracher! Zu empfehlen ist die Platte jedem, der Rockmusik mag und auf gute Gitarrensolos und brachiale Drums steht. M. Shadows' Stimme ist sie markant, dass man sie nach dem ersten Hören wohl nie wieder aus dem Kopf bekommen wird. Mich erinnert die Musik der fünf Jungs aus Huntington Beach stark an Guns N' Roses, wobei ihr Sound natürlich etwas frischer und jünger klingt. Ansonsten kann ich wie immer nur folgendes mit auf den Weg geben: sollte ich mit meinem Bericht euer Interesse für diesen Tonträger geweckt haben, dann hört euch die Scheibe doch mal im Plattenladen eures Vertrauens an und entscheidet euch dann, ob das das Richtige für euch ist!
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18.03.2011 03:21
auf zu Silber :o))) lg Alan
10.03.2011 21:00
Für Silbäääär :-)
24.09.2009 16:06
kannte die band bisher noch gar nicht ... vielleicht lohnt sich aber wirklich mal ein reinhören =) prima bericht! liebe grüße!