B-Tight
X-tasy
EP
(06.10.2006)
Der Neger ist zurück. Aber nicht mit seinem angekündigten Album "B-Tight ist Bobby Dick", sondern einer mal eben so entstandenen Vorab-EP namens "X-tasy". Der Name ist Programm: Auf zwölf exklusiven Tracks (davon zwei Skits) verherrlichen Bobby B-Tight ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Cava_2 über B-Tight - X-tasy 18.10.2006
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
nicht so toll
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
mittelmäßig
Pro:
Monster - Partybeats
Kontra:
Raps, ein Drittel der Tracks sehr schwach
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
B-Tight X-tasy
EP (06.10.2006)
Der Neger ist zurück. Aber nicht mit seinem angekündigten Album "B-Tight ist Bobby Dick", sondern einer mal eben so entstandenen Vorab-EP namens "X-tasy". Der Name ist Programm: Auf zwölf exklusiven Tracks (davon zwei Skits) verherrlichen Bobby B-Tight und seine Aggro-Kollegen jedwede Art von Ekstase und Exzess. Stört uns das, wenn wir denn schon ein B-Tight-Album hören? Natürlich nicht, also lauschen wir erst einmal entspannt und sind überrascht - nicht etwa von Bobbys textlichen Höhenflügen, sondern von den hammerharten Beats, die teilweise mit zum Besten gehören, was das Genre in letzter Zeit fabriziert hat!
Natürlich geht es auch auf diesem Album nicht ohne zahlreiche unfreiwillig komische Aussetzer und/oder Peinlichkeiten der meisten Beteiligten, nur die Herren Bock aufn Beat, LoopLab und vor allem Tai Jason ("Aggro Berlin Zeit") schlagen sich tapfer und zaubern größtenteils derartige Bretter auf die Scheibe von B-Tight, dass man sich kaum still halten kann. Bobby selbst steuert zudem einige der besten Beats bei. Leider umspannt die Gesamtspielzeit der CD nicht einmal ganz 30 Minuten, aber heftiges Kopfnicken ist garantiert. Schon das von Beatight produzierte Intro haut einem wuchtige Kicks um die Ohren und macht kräftig Laune.
An der folgenden Runde "X-tasy" darf sich dann gleich Frauenarzt beteiligen und zeigt, dass meine Hoffnungen wachsen dürfen: der Berliner Untergrund-Hustler gefällt mir immer besser und steigert seine Raps von Mal zu Mal. Und wieder ist der Beat absolut Bombe und entzückt mit derbsten Kicks. "Aggro Gesicht" kommt mit walzendem Bass, verrückten Samples, wilden Cuts und Synthie-Strings, was einen treibenden, furios-wahnsinnigen Beat ergibt. "Der Tag danach" gehört dann zu den eher peinlichen Momenten der Tracklist, denn wer will schon Bobbys erschöpftes Gejammer am Tag danach hören. Zitat: "Heute gehts mir nicht gut." Dem Track auch nicht, dafür sorgt außerdem der einschläfernde, pseudo-tragische Beat und Shizoes unter-aller-Kanone-Gesang.
Einen Skit später sind wir bei "Goldstück" einem sowohl beattechnisch als auch vom Rap her rein durchschnittlichen Track. Die "F+++parade Part II" kann dann aber sogleich wieder mit einem tief brummenden, exzellent gebastelten Beat aufwarten und versöhnt sofort für die letzten zwei Ausrutscher. Das Feature von Knasti MOK mutet aber seltsam an - durfte er für diesen unnötigen doppelten Vierzeiler im Refrain übers Telefon rappen? Ansonsten schade, dass die "F+++parade Part II" das kürzeste Vergnügen auf der CD darstellt (von Intro, Outro und den Skits abgesehen).
"Ghetto Bitch" nervt mit blödem Refrain und der Beat dürfte auch mehr Abwechslung vertragen. Das doof komponierte "10 Bitches" ist eine weitere der schwachen Nummern von "X-tasy", doch der pumpende Beat von "Durch die Wand" schafft es dann recht erfolgreich, diesen Ausfall wett zu machen. Und während einem das leicht psychedelische Outro klar macht, dass die EP auch schon vorüber ist, erinnern wir uns, dass ja mit "B-Tight ist Bobby Dick" noch das richtige Album in den Startlöchern steht.
Hoffen wir, dass da vielleicht textlich ein wenig mehr geht, denn so gut manche der Beats auf dieser EP auch sein mögen, so übelst stupide klingen sehr viele Textpassagen. Der Junge könnte sich auch ohne Peinlichkeiten interessant vermarkten, aber letztendlich hat B-Tight seine Zielgruppen, und wenn die Beats wenigstens knallen, dann darf man gern auch dazu feiern. Und schwärmend daran denken, was andere mit diesen Beats angefangen hätten, außer darüber ihren Penis zu zelebrieren. Wäre das ganze Album auf dem Level der Partybomben "X-tasy" und "F+++parade Part II", dann würde die Wertung noch viel besser ausfallen, aber ein paar sehr schwache Aussetzer verderben der kurzen EP ein bisschen die Tracklist. Dennoch zu zwei Dritteln gelungen!
Tracklist:
1. Intro 2. X-tasy feat. Frauenarzt 3. Aggro Gesicht 4. Der Tag danach 5. Goldstück Skit 6. Goldstück 7. F+++parade Part II feat. MOK 8. Helden Skit 9. Ghetto Bitch 10. Bitches 11. Durch die Wand 12. Outro
Pro: Glücklich das beste Lied auf dem Album Kontra: verschiedene Künstler (Frauenarzt)
...werden und spiegelt sich nur teilweise in den Texten wider. Auffallend ist, dass viele seiner Songs den Ausdruck Neger enthalten (Der Neger, Neger bums mich!, Psycho Neger B). B-Tights Texte werden von Psychologen als extrem aggressiv, frauenverachtend und obszön kritisiert. Sein Stück Neger Bums Mich, auf welchem sein Sekten-Kollegen Bendt gefeaturet wird, des Labelsamplers Aggro Ansage Nr. 3 wurde Anfang 2004 der BPjM durch die Verbandsgemeinde Bad Bergzabern zur Indizierung vorgeschlagen. Die Indizierung von Ansage Nr. 3 wurde am 31. Dezember 2004 vollzogen.
B-Tights veröffentlichte Ende 2006 die EP X-Tasy, als Ersatz für die Verschiebung seines angekündigten Albums Neger Neger. Am 20. November 2006 wurde B-Tight außerdem Vater einer Tochter. Das Album Neger Neger, sein erstes richtiges Album, erschien dann am 27. April 2007.
Im April...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich 01.01.1970
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