Vive la France (Gall) …
26.05.2003
Pro:
breite Facetten, drei Top - Hits
Kontra:
zwei bis drei schlechtere Lieder
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 bert0302
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Jetzt habe ich mir endlich wieder Zeit nehmen können, mich um CIAO zu kümmern. Ein besonderer Dank a...
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... konnte man nach dem Comeback der französischen Sängerin wirklich sagen. Zur Zeit kommen wieder ein paar französisch-sprachige Lieder, wie von Kate Ryan oder Alysée etwas mehr in Mode. Für mich als frankophonen Musikhörer durchaus erfreulich, wenn man in Deutschland wieder mal den französischen Klang im Radio hört. Mein Lieblingssender hat denn gestern auch den 1987 veröffentlichten Song von France Gall „Ella, elle l’a“ gespielt, was mich zu diesem Bericht inspiriert hat. France Gall ist schon seit den 60er Jahren aktiv und hat 1965 mit „Poupée de cire, poupée de son“ den Grand Prix d’Eurovision gewonnen und damals auch mehrere Hits in deutscher Sprache (u.a. „Der Computer Nr. 3“ oder „A Banda“). Danach hörte man nicht mehr viel von ihr und so war ihr Comeback 1987/88 eine mehr als gelungene Überraschung.
1. Papillon de Nuit 4:57 Hier legt France Gall von Anfang an richtig los und zeigt eine weitere Facette ihres Könnens. Dieses Lied ist eindeutig das rockigste des gesamten Albums und wurde völlig zu Recht auch als Single ausgekoppelt. Leider hat diese nicht den großen Erfolg gebracht.
2. Dancing brave 3:06 Für mich der schwächste Chanson des ganzen Albums. Er passt eigentlich nicht so richtig zu Rest des Albums und ist eindeutig zu langsam. Mir schlafen dabei jedes Mal die Füsse ein.
3. Babacar 4:48 Der Titelsong ist für mich das traurigste Lied der gesamten LP. Es handelt von einer Mutter im Senegal, das in bitterer Armut ihr Kind an eine Französin gibt, damit es eine bessere Welt hat. Ihre mütterlichen Gefühle kann sie allerdings nicht weggeben und auch nicht die Vorstellung, wie es dem Kind jetzt in einer anderen Welt ergehen mag. Das zeigt sich schon im Refrain „Babacar, où es tu, où es tu“ (dt. Babacar, wo bist du?). Auf der LP, die ich ebenfalls habe, steht im Innenteil folgende Unterhaltung beschrieben:
Senegal, Januar 1986: -Dein Baby ist schön. -Ehrlich ? -Wenn du willst, geb’ ich es dir, nimm’ es mit? -Wie heißt es? -Babacar.
4. J’irais où tu iras 3:50 Hier besingt France Gall ihren Liebsten, indem sie sagt sie wolle dahin gehen, wohin er geht. Eines der romantischsten Lieder
5. Ella, elle l’a 4:49 Diese Hommage an die amerikanische Sängerin Ella Fitzgerald (u.a. „Porgy und Bess“) brachte France Gall nach 20 Jahren erstmals wieder einen Nr. 1-Hit in Deutschland. Und wirklich, den Chanson kann ich immer wieder hören.
France Gall selbst schreibt über Ella Fitzgerald, sie wäre für sie eine Sängerin, die alles gegeben hätte. Der Refrain selbst besagt schon:
“Ella, ella l’a Ce je sais quoi Que d’autres n’ont pas Qui nous met dans un drôle d’état“ Übersetzung:
Ella, die hat’s Ich weiß nicht was Was andere nicht haben Was uns in einen komischen Zustand versetzt. ... aber nicht nur die liebe France, sondern auch die Hörer werden von diesem Lied in einen magischen Zustand versetzt.
6. Evidemment 3:26 Zwar auch ein langsameres Lied, aber dieses Lied ist evidemment besser als Dancing brave, weil die Stimme von France Gall und die Hintergrundmusik wesentlich besser harmonieren.
7. La Chanson d’Azima 2:45 Hier ist wieder sehr stark der französische Hintergrund zu spüren. Für mich gehört dieses Lied eher zu den schlechteren des Albums.
8. Urgent d’attendre 3:43 Vom Stil erinnert dieses Lied an Papillon de Nuit. Es war wohl doch richtig (und notwendig) darauf zu warten, daß auf diesem Album noch einmal ein Song in dieser Stilrichtung erscheint.
9. C’est bon que tu sois là 3:39 Ein guter Abschluß eines guten Albums. Wohl eine Hommage an einen sehr guten Freund oder den Partner Michel Berger. Auf jeden Fall kann ich musikalisch am Ende nur sagen:
„C’est bon que tu es là“ Hintergrundinformationen:
Musik und Texte wurden von France Gall’s Ehemann Michel Berger verfasst, der selbst in den 60er/70er Jahren einige Erfolge feiern konnte. Leider ist er 1992 viel zu früh verstorben. Das Album wurde 1987 veröffentlicht, wobei „Ella, elle l’a“, „Babacar“ und „Papillon de Nuit“ als Singles ausgekoppelt wurden, wobei nur das erste ein richtiger Hit in Deutschland war. Schade.
Fazit: Auch nach 15 Jahren kann ich die LP immer wieder hören, ohne daß mir davon langweilig wird. Zwar gibt es einige schwächere Lieder, aber die Qualität der Hits machen das wett.
Insgesamt gibt das Album sehr viele Facetten wieder. Man hört Lieder eher in der Richtung französischer Chanson genauso rockige Lieder. Das musikalische Schaffen von France Gall und Michel Berger wird hier sehr gut deutlich. Ich bin jedenfalls froh, mir zwecks Plattenschonung jetzt auch die CD zugelegt zu haben. Daher:
Vive la France (Gall)
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26.05.2003 01:34
Mir gefallen 2 Apfelsinen im Haar und um die Hüften Bananen vom Haifischbaby (10 Punkte-Song) einfach besser als die späteren Songs...