Erfahrungsbericht über

Back to Earth - Caligola

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Caligola - Mando Diaos gelungenes "Nebenprojekt"

5  28.05.2012

Pro:
abwechslungsreiche Musik

Kontra:
für mich gibt es kein Kontra

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

mehr


Sydneysider47

Über sich: Ich lese täglich - Keine Lese-/Abklickrunden! Abklicker meiner bh-Berichte ignoriere ich (sie bekomm...

Mitglied seit:20.02.2005

Erfahrungsberichte:380

Vertrauende:171

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 145 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Seit einigen Monaten höre ich sehr oft folgende CD:

Back To Earth

Interpreten: Caligola
Plattenfirma: We Love Mu (Universal)
Erscheinungsdatum in Deutschland: 2. März 2012
Gesamtspieldauer: 49 Minuten, 5 Sekunden (15 Titel)
Die Musik auf diesem Album bedient einige Musikgenres - beispielsweise Pop, Rock, Soul, Dance, Jazz

Ich habe für das Album 14,99 Euro bezahlt. Ob sich das gelohnt hat? Lest selbst.


Wer sind Caligola?

Caligola – so hieß nicht nur ein Kaiser, so heißt auch ein „Nebenprojekt“ der schwedischen Band Mando Diao. Mando Diao dürfte vielen Musikfans – auch im deutschsprachigen Raum – durch ihren Hit „Dance With Somebody“ bekannt sein.

Die beiden „Chefs“ von Mando Diao, Björn Dixgard und Gustaf Norén, haben Caligola gegründet. Sie treten in Mönchskostümen auf.

Björn Dixgard und Gustaf Norén sind auch Chefs von Caligola. Musikalisch unterstützt werden sie von musikalischen Gästen, wie beispielsweise der Popsängerin Agnes, dem Jazz-Saxofonist Per Johansson und dem Trompeter Emil Jansson, dem Drummer Oskar Bonde – sowie dem DJ Paul van Dyk.

(Quelle: Caligola-Biografie, die zu lesen ist, wenn man bei Amazon.de die CD „Back To Earth“ von Caligola aufruft).

Ich habe erst am 25.05.2012 bei Viva gehört, dass 30 (!) Leute bei Caligola mitgewirkt haben.

Die Homepage der Band ist unter folgendem Link zu finden:

www.caligola.com


Folgende Titel sind auf dem Album „Back To Earth“ von Caligola enthalten

1. Back 2 Earth
2. Down By The Riverside
3. Forgive Forget
4. Fire Burns Out A Weak Heart
5. Violettas Dance
6. Sting Of Battle
7. Morning Light
8. Raise Your Head
9. My Sister Rising
10. Capo
11. Sad Girl
12. Ride The Night Away
13. Mr. Morris
14. Angel Ice
15. Hapokalypse

Bei allen Songs waren die Herren Björn Dixgard und Gustaf Norén beteiligt – oder haben sie ganz alleine komponiert und getextet.


Die einzelnen Titel und meine Meinung dazu


Titel 1 – Back 2 Earth

Wie ein Marsch beginnt die CD. Jemand ruft. Begleitet wird der Rufer von Keyboardsound und Schlagzeug sowie einigen Soundeffekten. Das klingt nach Dance, ist also discotauglich. Mit den Rufen werden Caligola und ihr Album „Back to earth“ angekündigt.

Die Soundeffekte klingen wie Geräusche in einer Geisterbahn – für mich allerdings nicht unangenehm, da der Titel nicht mal eine Minute dauert. Abrupt endet das kurze Stück, es geht mit lautem Hämmern über in…


Titel 2 – Down By The Riverside

Eine schnelle Rocknummer ist das – ziemlich aggressiv gesungen, ab und zu gerufen von einem Sänger – und auch der Backgroundchor ist aggressiv. Dieser Gesang sowie das laute Gehämmer des Schlagzeugs, E-Gitarren und Keyboard machen den Song auch irgendwie dramatisch,

Bilder von Back to Earth - Caligola
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Back to Earth - Caligola
aufwühlend.

Abrupt – mit einem lauten Paukenschlag – endet der Song.


Titel 3 - Forgive Forget

Dieser schnelle Pop-Song ist sicherlich vielen Leuten, die diesen Bericht lesen, bekannt – war es doch ein Top-10-Hit auch in Deutschland. Markant ist das Video, in dem die beiden „Chefs“ von Caligola, mit schwarzen Mönchskutten bekleidet, zu sehen sind.

Der Hörgenuss beginnt mit Bläsern, geht dann schnell weiter mit Keyboard, Gitarren und Schlagzeug - ist einfach frisch, poppig, mitreißend – ein toller Ohrwurm also. Laut gesungen von zwei Sängern, die sich im Gesang immer wieder abwechseln.

Im Text geht es darum, dass man die Vergangenheit vergessen soll – und vergeben. Man soll nach vorne schauen. Man sollte trinken auf die schönen „alten“ Zeiten, aber auch vergeben und vergessen.

Der Song ist mein Favorit Nummer 2 auf dem Album.


Titel 4 – Fire Burns Out A Weak Heart

In diesem Stück, das nicht mal eine Minute dauert, soll Dschungelfeeling vermittelt werden. Diese Urwaldstimmung wird mit Trommeln und Tamburinklängen vermittelt. Auch der Sänger singt so, als spränge er im Urwald um ein Lagerfeuer herum. Ich höre dann Babygeschrei und frage mich, wie sich der Song noch weiter entwickeln wird. Aber ganz plötzlich ist der Song zu Ende und ich höre den Anfang von…


Titel 5 – Violettas Dance

Was klingt wie eine Kombination aus „Staying Alive“ von den Bee Gees, „Lies In Your Eyes“ von Sweet, „An Englishman in New York“ von Sting und „Fly, Robin, Fly“ von Silver Convention? Die Antwort ist: „Violettas Dance“ von Caligola.

Wow – was ist das für ein Song! Er gefällt mir auf Anhieb. Der Anfang vermittelt 1970er-Jahre-Feeling! Dance- und Discosound pur. Schmissig, schnell, mitreißend, im 1970s-Stampfsound!

Das ist ein Song, bei dem ich am liebsten aufspringen und im Zimmer herumtanzen möchte. Aber genau das scheint ja der Text des Songs auch zu beabsichtigen – er ist eine Aufforderung zum Tanzen.

Auch vom Gesang her „passt“ für mich alles. Das Saxophon mitten im Song, das eine ganze Weile ein Solo spielt, ist dazu noch das „Tüpfelchen auf dem I“. Einfach nur klasse, ich bin hingerissen!

Der Song ist mein Favorit Nummer 1 auf der CD,


Titel 6 – Sting Of Battle

Hier höre ich einen schnellen Popsong mit Dance- und Jazz-Elementen. Der „Jazz-Effekt“ wird erzeugt durch einige Bläser, den Dance-Sound schafft das Keyboard.

Die Gesangsstimmen werden mal hektisch, mal dramatisch. Dominant sind immer die Bläser. Eine kreischende Frauenstimme ist irgendwann im Hintergrund zu hören, die aber nicht nervt, sondern zu dem Song gut passt. Später gesellen sich zum Dance- und Jazz-Sound noch einige Folkklänge, produziert von Flöten. Das erinnert mich an Songs der Gruppe Firefall (über deren Greatest-Hits-CD ich auch schon einen Bericht verfasst habe).

Gegen Ende wird der Song durch einige Männer-Marschgesänge recht düster – und hört dann abrupt auf.


Titel 7 – Morning Light

Der ganze Song ist wirklich sehr harmonisch. Ich höre schöne Keyboardklänge und Streicher und fühle mich durch die Melodie erinnert an einen Sommertag auf einer Blumenwiese und Schmetterlinge.

Dominant sind einige Klavierpassagen, während derer immer dasselbe gespielt wird. Vom Charakter her hat dieser Popsong ein bisschen „Tango-Feeling“.

Der Text offenbart ein Liebeslied, deswegen singen die Sänger auch nicht hektisch oder dunkel.

Für mich ist der Song mein Favorit Nummer 3 auf der CD.


Titel 8 – Raise Your Head

Ein aggressiver Song – das merkt man an der Stimme des Sängers. Er schreit den Text fast. Begleitet wird er von dem dramatischen Sound des Keyboards und von stampfendem Schlagzeug.

Zwischendrin sind Streicher zu hören – auch sie machen den Song dramatisch. Er erinnert mich an einen Marsch.

Bald habe ich mich eingehört in den Song, denn die Melodie ist eingängig. Und nach mehrfachem Hören finde ich den Song wirklich genial.


Titel 9 – My Sister Rising

Eine schnelle Tanznummer, schmissig – mit Schlagzeuggestampfe, Keyboard und E-Gitarren und tollem, fröhlichen Gesang.

Das ist die Nummer für Sommerpartys, zum Abtanzen. Interessant ist, dass Caligola ohne verfremdete Stimmen auskommen – der Sound klingt sogar ein bisschen nach Discosound aus den 1980er-Jahren. Da habe ich den Sound der Bee Gees, gepaart mit einer Prise Donna Summer und Silver Convention – das ist einfach toll.


Titel 10 – Capo

Die Stimme des Sängers klingt dunkel, irgendwie unheimlich. Begleitet wird er von ständig von denselben Klavierakkorden und von Geräuschen. Einmal höre ich einen Hubschrauber, dann Rufen, dann einen Trommelwirbel.

Worauf will der Song hinaus? Keine Ahnung. Und während ich überlege, ist der eine Minute und 50 Sekunden dauernde Song auch schon vorbei.


Titel 11 – Sad Girl

In diesem getragenen Poptitel, in dem es um ein trauriges Mädchen geht, singt die Sängerin Agnes gemeinsam mit den beiden „Chefs“ von Caligola. Sie singt sehr hoch – mir ist es schon fast zu hoch. Aber nun gut, die Stimme stört mich nicht. Den Song kann ich gut anhören.

Begleitet werden die drei Sänger von Schlagzeug und Keyboard, das einen interessanten Sound spielt. Ach, wie soll ich es beschreiben? Es klingt wie Glocken und passt zu dem Song. Manchmal kommt dieser so traurig rüber, dass ich beim Zuhören denke: „Jetzt gleich brechen die Sänger in Tränen aus.“ Aber so weit kommt es zum Glück nicht.


Titel 12 – Ride The Night Away

Eine flotte Nummer, untermalt mit Orgelspiel von einem Keyboard, Tangosound von einem Schlagzeug und E-Gitarren.

Besonders interessant ist der Gesang. Der Song wirkt irgendwie ausgeflippt – nicht nur durch ein „Quietschinstrument“ und ein Blasinstrument im Hintergrund, sondern auch durch den Sänger, die auch mal hohe Töne anschlägt. Irgendwie kitschig wirken da die Backgroundsänger im Hintergrund.

Ich mag den Song. Zu meinen Favoriten zählt er nicht.


Titel 13 – Mr. Morris

Dieser flotte Popsong klingt ab und zu nach Seemannsshanty. Dann, wenn die Backgroundsänger „aaah – aaah“ singen.

Auch die Kombination der Instrumente ist wieder interessant. Dem Keyboard werden allerhand außergewöhnliche Töne entlockt, irgendwelche „computergesteuerten Soundeffekte“ gibt es sicherlich auch. Anders kann ich mir die Vielfalt an Effekten und Tönen in diesem Song nicht erklären.

Ein besonderer Popsong, den man also in keine Rubrik „stecken“ kann – und (je nach Stimmungslage der oder des Zuhörenden) irgendwie witzig und originell klingt.


Titel 14 – Angel Ice

Wie ein Marsch, gespielt durch ein Keyboard, beginnt der Song. Der Marschsound bleibt auch, diesmal dominiert durch dezentes Schlagzeug. Diverse, verhalten klingende Instrumente – wie Geige – und einige Soundeffekte begleiten den Sänger. Der Song wirkt irgendwie dunkel, düster – zumindest kommt er so bei mir als Zuhörerin an.

Gegen Schluss höre ich Stimmen, so als ob da jemand im Radio spräche, gemischt mit irgendwelchen „Soundmalereien“ – von PC oder Keyboard. Und dann auf einmal ist der Song zu Ende.


Titel 15 – Hapokalypse

Ein Instrumentaltitel ist das, der mich an den Marsch einer Karawane durch eine Wüste erinnert. Der Stampfsound lässt einen Marsch vermuten – und der immer selbe Gesang erinnert mich an eine Tätigkeit, die eintönig und anstrengend ist und lange dauert. Eben ein Marsch durch die Wüste.

Dennoch ist der Song nicht langweilig. Er hebt sich von den anderen Songs dadurch ab, dass er eine komplett neue Stimmung (orientalisch) bietet, die auf dem Album bisher noch nicht vorhanden war.


Das Booklet

Das Booklet der CD „Back To Earth“ besteht aus zwei Teilen. Erstens einem weißen Viereck mit den Abmessungen 12,2 x 12 cm, aus dem zwei Pferdefiguren ausgeschnitten wurden. Auch das Bandlogo Caligola ist ausgeschnitten in Großbuchstaben, während der Albumtitel „Back To Earth“ auf diesem weißen Rechteck aufgedruckt ist.

Der zweite Teil des Booklets besteht aus 12 Seiten und zeigt mir die fotografisch festgehaltenen „Erlebnisse“ schwarz gekleideter Kapuzenmänner, aber auch anderer Männer, die zwar schwarze Anzüge, aber keine Kapuzen tragen - beispielsweise in einer Halle stehend, dann irgendwo in einer Stadt. Diese ganzen Aufnahmen bilden den Hintergrund für die Songtexte, die auf die Fotos „draufgedruckt“ sind – aber so, dass ich sie noch gut lesen kann. Sogar ohne Lesebrille.

Wobei das Booklet selbst macht – farblich gesehen – einen recht düsteren Eindruck, gefällt mir aber trotzdem gut – weil ich die darin enthaltenen Fotos interessant finde.

Natürlich gibt es in dem Booklet auch Angaben darüber, wo das Album produziert wurde, wem man dankt, in welchem Jahr das Album produziert wurde.


Mein Fazit

Wie man aus meinem Bericht erkennen kann, hat mich „Back To Earth“ von Caligola sehr positiv überrascht. Ich finde auf einem Album eine bunte Mischung vieler Musikstile, verschiedenartige Songs – kein Song klingt ähnlich wie ein anderer auf dem Album. Caligola haben versucht, Musik zu kreieren, die sich von der üblichen Chartsmusik abhebt – da sie völlig anders klingt als diese. Dennoch schaffen sie Musik der Genres Pop, Rock, Dance mit Jazz-Elementen – und zwar so, dass man als Zuhörer sofort Gefallen – also einen Zugang zu der Musik - finden kann. Caligola haben experimentiert mit Instrumenten, mit Stimmen, mit Lauten – und das Ergebnis finde ich hervorragend.

Was ich hier höre, ist also keine komplizierte, keine nervende Musik – sondern es sind durchaus Klänge, die ich mag und die mich mitreißen können.

Das Faszinierende ist, dass ich bei fast jedem Hören in jedem Song etwas Neues entdecken kann – das Album im Gesamten also gar nicht langweilig wird. Bisher jedenfalls.

Die Musik kann ich immer anhören – egal, ob nebenher oder mit Konzentration.

Ich habe 14,95 Euro bezahlt, diese Ausgabe aber nicht bereut. Im Moment gibt es das Album übrigens in mehreren Geschäften/bei mehreren Internetanbietern zum Sonderpreis von 9,85 Euro. Und da sage ich nur: Greift zu, wenn Ihr mal etwas anderes hören wollt als nur Chartsmusik – und wenn Ihr die Musik der Band Mando Diao mögt! Es lohnt sich!

Natürlich vergebe ich 5 Sterne und eine Hör-/Kaufempfehlung! Das Album „Back To Earth“ von Caligola ist für mich bisher „mein persönlicher Musikfavorit 2012“.

Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
nostalgia86

nostalgia86

11.05.2013 12:27

BH!

chipad

chipad

14.02.2013 07:19

BH!

t.schlumpf

t.schlumpf

09.09.2012 14:44

Ich wünschte ich wäre mal richtig zeitnah bei dir ;o)

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