Annie mit Nacktfotos in der BILD? HILFE!
26.06.2003 (24.01.2004)
Pro:
sanfte Balladen
Kontra:
zu langweilig, teuer, nur 11 songs, monoton .
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 cskendras
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:353
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 100 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Annie Lennox ist wieder da: „BARE“ Annie war auch in der Zeitung. Mit Halbnacktfotos. Ein komischer Gedanke, aber sehen lassen kann sie sich gewiss. Heute ist aber nicht ihr Körper, sondern ihre Musik dran... Annie Lennox kennt man irgendwie. Sie wurde vor allem durch die Band „Eurythmics“ bekannt. Jetzt hat sie ein neues Solo-Album mit dem Titel „Bare“ veröffentlicht, mit welchem ich heute befassen werde...
Erst ein großes Lob an CIAO: Innerhalb von nur ca. 10 Minuten wurde die Kategorie für uns eröffnet – mit Bild!! Danke CIAO! [Das Cover] Das Cover zu Annie Lenox’ neuem Album könnt ihr sehen, wenn ihr etwas nach oben scrollt. Nun, mir gefällt dieses nicht allzu sehr, weil es etwas komisch aussieht mit den Farben, und Annie sieht sehr blass aus...na ja, so was nennt man heute eben „Kunstvolles Fotografieren“.
[Die Tracklist] [01] A Thousand Beautiful [02] Pavement Cracks [03] The Hurting Time [04] Honestly [05] Wonderful [06] Bitter Pill [07] Loneliness [08] The Saddest Song [09] Erased [10] Twisted [11] God
Das Album hat eine Gesamtspielzeit von ca. 52 Minuten und 45 Sekunden. Also fast eine Stunde Unterhaltung, aber nur 11 Songs – bei Preisen von über € 14,- schon etwas überteuert, finde ich. [Die Songs in der Einzelkritik]
[01: A Thousand Beautiful] Ein Einstieg mit einer Ballade: sanfte Stimme, sanfte Klänge und ein sanfter Text führen ins neue Studioalbum „Bare“. Im Refrain entfaltet sich diese Atmosphäre und es kommen mehrere Instrumente immer lauter in den Vordergrund – so auch das Schlagzeug. Der Song geht schon unter die Haut, der gefällt mir richtig gut und lässt die Spannung auf das komplette Album größer werden. [02: Pavement Cracks} Und es geht weiter mit dieser Stimmung: Annies Stimme klingt hell und rau zugleich. Teilweise jedenfalls kommt mir das so vor, aber Annie Lennox hat eben einen hohen Wiedererkennungswert in ihrer Stimme. Die Passagen im Text kurz vor dem Refrain sind wirklich ein Traum, gefällt mir sehr. Dann ändert sich der Takt, das ganze wird zwar nicht unwesentlich schneller, aber langsamer würde mir der Song sicher besser gefallen. Wie dem auch sei, ein guter Song!
[03: The Hurting Time] Der Einstieg ins Album war ziemlich lahm, aber gut. Aber Annie kann noch lahmer und wenn man einen Song versucht im Bullet Time Modus zu singen, klingt das doch eine Spur zu öde. Der Song hat zwar melodiöse Höhepunkte, aber so richtig gefallen will „The Hurting Time“ mir nicht. Da kann auch der lässige Refrain nichts retten.
[04: Honestly] Eine Akkustik-Gitarre am Anfang ist schon mal gut. Wieder ein langsamer Song. Wenn ich die CD im Bett hören würde, wäre ich sicher schon eingeschlafen. Es wird immer langweiliger, hab ich den Eindruck. Bei den Songs macht es nicht wirklich „klick“. Bei diesem Song merke ich nicht einmal, wann der Refrain beginnt, und ehe ich ganz einschlafe, wird’s angenehm poppig! Ein ganz guter Song. Mehr davon bitte!
[05: Wonderful] Wieder wird die Geschwindigkeit runtergespult, es wird jetzt richtig öde! Es ist kein richtiger Tiefgang im Song zu erkennen und man ist gewillt, diesen Song zu überspringen – die Gesangeskünste von Frau Lennox in allen Ehren, aber mir gefällt der Song nicht.
[06: Bitter Pill] Eine weitere bittere Pille: Dieser Song klingt wie der letzte Beitrag von Kroatien beim Eurovision Song Contest, nur war der kroatische Beitrag wohl besser, als dieser Pseudo-Pop. Der Funken will einfach nicht rüberspringen! Der Song scheint zwar gut produziert zu sein, aber er kommt einfach nicht so an, wie es wohl gedacht ist. Der Refrain ist auch ein Reinfall...
[07: Loneliness] „Loneliness is a place that I know well“ singt Lennox. Arme Lennox! Was bedrückt sie so sehr, denk ich, und plötzlich dreht sie auf – die Musik mein ich: eine E-Gitarre klirrt an und ehe ich mich verhöre, rauscht schon ein genialer Refrain mit vielen Rockelementen in mein verwöhntes Ohr! So ein Stil gefällt mir und steht auch Annie Lennox sehr gut! Endlich mal wieder ein guter Song....
[08: The Saddest Song] Jetzt kommt wohl der traurigste Song. Er ist so traurig, dass man schon fast Schluchzen muss. Vor allem der Text ist wirklich rührend. Annie Lennox singt mit so einer bezaubernden Emotion, dass man sich einfach diesem Song hingeben kann. Zum Teil habe ich auch den Eindruck, dass Annie Lennox schluchzt – so emotionsgeladen ist sie beim traurigsten Song auf diesem Album. Vielleicht ein weiteres Highlight auf diesem Album? Ich weiß es (noch) nicht...
[09: Erased] Wenn man noch nicht eingeschlafen ist, hört man „Erased“. Meines Wissens heißt das übersetzt „Gelöscht“. Doch was hat sie denn „gelöscht“? Ich wünschte, sie hätte diesen Song gelöscht, denn der gefällt mir nicht so besonders gut. Teilweise zerstören die doofen Geigen die gesamte Atmosphäre des Songs, die man hätte erreichen können.
[10: Twisted] Langsam und Balsam für die Seele? Nicht, wenn man davor schon eingeschlafen ist. Falls nicht, hört man einen mittelschnellen Pop-Song der Marke „Durchschnittskost“. Beim ersten Hören will mir dieser Song nicht gefallen, da helfen auch die „na na nas“ in der Bridge nicht...
[11: God] Zum Schluss verwöhnt uns Annie Lennox noch mit einem sehr persönlichen Song! Mit Erfolg, auch wenn der Anfang für mich sehr schräg klingt. Der Refrain ist sanft und vom Lyrischen her wirklich sehr gut gelungen, auch wenn etwas zu kurz geraten. Aber eines muss man ihr lassen: mit Balladen will Annie Lennox nicht geizen, so ziemlich jeder Song war eine Ballade...
[Fazit] Nun ja, ein durchschnittliches Album für meinen Geschmack. Ich bin auch nur durch Zufall an dieses Album gekommen und Annie Lennox gefiel mir schon zu Eurythmics-Zeiten ganz gut – die Musik mein ich damit. Mit den Halbnackt-Fotos, die letztens in den Zeitungen kursierten, kann ich mich dagegen nicht so sehr anfreunden, aber das ist eine andere Geschichte.
Fakt ist, dass dieses Album an Traurigkeitspotential nicht zu überbieten ist! Wenn man schlecht drauf ist und die ganze Welt einem in den Rücken fällt und man einfach stinkesauer auf sich und sein Umfeld ist, ist dieses Album der ideale Grund sich vollends umzubringen. In jedem Song kommt es mir so vor, dass Annie genauso ein Album herausbringen könnte, wo sie einfach nur drauf weint. So aufgeladen ist das Album also mit Tränendrüsen, die auf dem Befehl „Wasser Marsch!“ warten... Für ein durchschnittliches Album gibt es eine durchschnittliche Bewertung. Ich glaube, dass 2 Sterne für die zwei oder drei gelungenen Songs ausreichend sind. Zusätzlich regt es mich auf, dass man neuerdings nur noch 11 Lieder auf ein Album packt – zu einem Hammerpreis von über € 14,-...
Für Fans bestimmt ein Muss – für mich aber nicht. Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten! Euer Christo alias cskendras
© 2003 | 26.06.2003 | Autor: cskendras
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16.10.2003 15:45
Musik ist eben tatsächlich Geschmackssache... Also mir gefällt das Album recht gut, wenn auch ich Schwächen entdecke. Doch von mir hätte es 4 **** bekommen... Vielleicht schreibe ich ja auch noch einen Bericht. Gruß - Frank
25.07.2003 01:54
Ahnee...nicht mein Geschmack... :)
19.07.2003 20:52
Dein Bericht ist sehr hilfreich, auch wenn 2 Songtitel von Dir gekuerzt wurden: A thousand beautiful things und oh god (Prayer)... aber das sind Kleinigkeiten. Mir gefaellt die CD sehr gut, denn mir war im Vorfeld bekannt, dass das ganze ALbum sehr persoenlich ist und sich mit vielen ihrer Probleme auseinandersetzt.