Harte Enttäuschung für den DJ
06.11.2010 (08.11.2010)
Pro:
NICHTS
Kontra:
SCHLECHTER KLANG, SCHLECHTE QUALITÄT, MISERABLE USABILITY
Empfehlenswert:
Nein
 kuunavang
Über sich:
Mitglied seit:04.02.2009
Erfahrungsberichte:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 10 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Ich warne direkt vorab - Das Gerät ist sein Geld nicht wert ! ZUM KAUF :
Bin seit über 15 Jahren DJ und Produzent eigener Tracks, und hatte schon vom kleinen 2-Kanal Battlemixer, über Clubstandart PIONEER DJM Serie, bis hin zu großen Studiopulten, einiges unter den Fingern und in Benutzung. Da die Produktion des berühmten TECHNICS 1210 eingestellt wird und der Preis von Tag zu Tag geradezu explodiert, habe ich mir noch schnell 2 brandneue Player besorgt. Mit dem Gedanken, diese hauptsächlich für den nostalgischen Heimbetrieb zu verwenden, habe ich dummerweise Kosten im Mischpult eingespart und das Behringer DJX 750 zum Preis von 169 EURO dazu eingekauft. Mir war durchaus bekannt das BEHRINGER eher im LOW-Budget Bereich ansiedelt, dennoch hatte ich immer gute Erfahrung mit den Produkten von Behringer gemacht. Mit dem DJX 750 sollte sich das radikal ändern.
Zum üblichen Auspacken und Inbetrieb-nehmen spare ich mir weitere Worte, es war alles ordentlich verpackt, das nötige Vorhanden - Also : BENUTZUNG :
Mir war schon durchaus klar, daß man sich in diesem Preissegment schon mit dem ein oder anderen Handycap anfreunden muß, aber mit einer so großen Vielzahl an Mängeln hatte ich wirklich nicht gerechnet. Die Buchse für die Kopfhörer liegt so nah am Regler der Kopfhörer-Lautstärke und CUE/MASTER-Regler, daß ein Arbeiten in diesem Bereich völligst vom Kopfhörerstecker verhindert wird.
Die Fader sind so leichtläufig das man Angst haben muß, versehentlich andere Kanäle zu öffnen bzw. schließen. Hinzu sind sämtliche Fader auf dem Mixer von der wackeligen Bauweise. Die Kanalfader sind ca. 6 cm lang wobei (und das ist genau wie beim EQ-Bereich, der totale Hammer !!!) nur der letzte obere Zentimeter Wirkung zeigt. Quasi sind hier 90 % Kanalweg glatt für die Katz ! Da vergeht einem schon der Mix-Spaß an Ort und Stelle.
Das selbe Spiel ergibt sich auch in der EQ-Sektion (Klangreglung). Behringer setzt hier mit -32 DB bis +12 DB für Bässe,Mitten & Höhen an. Während sich zunächst im ganz minimalen Bereich von ca. -32 bis -28 eine radikale Wirkung zeigt, ist überhaupt garkeine klangliche Veränderung bis hinzu +10 DB festzustellen. Abhier zeigt der jeweilige Regler auf wenigen millimeter wieder einen Radikalen Effekt. Das kann und darf selbst bei einem LOW-Budget Mixer nicht sein. Selbige Qualität ergibt sich auch in der Crossfader-Sektion. Die Crossfader-Curve ist zwar einstellbar, aber auch hier ergibt sich der "ERST-KOMMT-GARNICHTS-DANN-RADIKAL" Effekt.
Kommen wir zum absoluten Fehlschlag - Die Effektsekion. Hier hat Behringer völligst versagt. Ein Intuitives und schnelles Arbeiten ??? Weitgefehlt. Die Effektsektion funktioniert wie folgt : Man drückt min. 2 Sekunden lang einen Knopf womit man dann in ein Zahlencodiertes Menü gelangt, hier sollte man die Zahlencode-Effektliste des Handbuchs auswendigt kennen, da man sich durch ca. 70 Stellen navigiert. Einen Effekt gefunden, drückt man wieder 2 Sekunden lang besagte Taste um zu bestätigen, und dann stellt man noch den Effektparameter ein bevor man Ihn auch endgültig nutzen kann. Das sind locker 4-10 Sekunden um einen Effekt nutzen können. Aber keine Sorge, die Effekte des Behringer DJX750 einmal gehört, möchte man diese auch keinem Zumuten. PHASER,FLANGER & ECHO klingen derart aufdringlich und billig das man rasch davon absehen möchte. 20 verschiedene FILTER-TYPEN, welche alle vollkommen gleich klingen, und lediglich nur in wirklich unangenehmen Bereichen die Tiefen anheben bzw. wegnehmen, klingen ebenfalls extrem schlecht, sumpfig & unangenehm. Oben drauf steckt in der Master-Sektion ein sogenannter "XPQ-TASTER" Hier hat man in Sachen "ÜBERFLÜSSIGKEIT" seinen Meister gefunden. "XPQ-SURROUND" soll für ein breiteres STEREO-PANORAMA sorgen und erstellt ein QUASI-SURROUND-SOUND-EFFEKT für Fußkranke. Hat man sich in etwa vorzustellen wie die "SUPER-SOUND" Taste auf Mutti´s Ghetto Blaster in der Küche.
EQ und XPQ hip oder hop : Insgesamt ist der Grundsound des Gerätes, extrem unangenehm. Hier bildet sich eine klirrende Wand aus sehr vielen Höhen, und Mitten. Hier wurde wirklich auf voller Linie gespart. Wie bereits erwähnt, ist mir schon bewusst das man in der Preissektion immer mit dem ein oder anderen Handycap rechnen muß, aber bei diesem Produkt ist wirklich die Enttäuschung über die extreme Vielzahl der Mängel riesig. Daher :
Mein Fazit. Jedem DJ / Mixing - Anfänger sei gesagt : Hierbei vergeht der Mixing-Spaß in der ersten Stunde !! Hier wird falsch gespart. Entweder ein kleines aber qualitatives 2-Kanal Mischpult, oder legt für ein gebrauchtes Pioneer DJM 500 oder vergleichbares Reloop etwas Geld mehr drauf.
Auf jeden Fall : FINGER WEG !!! Hätte Behringer auf die extrem unbrauchbare Effekt-Sektion und auf Special-Extra´s wie den XPQ-Surround verzichtet, dafür die Produktionskosten in etwas bessere Fader gesteckt, wäre es glatt ein gutes Mischpult zum fairen Preis geworden. So ist es allerdings nur ein etwas teuereres Spielzeug im Clubmischer-Design.
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|
28.01.2012 12:43
Ich sag's ja immer wieder: Behringer taugt nix!
06.11.2010 10:56
ist zwar ein bissel kurz dein bericht, die für mich wichtigsten infos standen aber drin, gruß guido