Erfahrungsbericht über

Best of Lee Ritenour, the Very - Lee Ritenour

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Best of Lee Ritenour, the Very - Lee Ritenour

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Lee´s Smooth Jazz

5  04.07.2011

Pro:
+  entspannende,jazzig/bluesige Instrumentalmusik für Sommerabende im Freien etc .

Kontra:
-  man hat nicht immer Zeit und Muße, sich dem "Ritenour" - Sound hinzugeben .  .  .

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Hollgo

Über sich: ★ AKTUELLE MITTEILUNG: CIS kommt scheinbar wieder langsam in die Gänge....★ ...

Mitglied seit:21.10.2009

Erfahrungsberichte:620

Produktvideos:3

Vertrauende:72

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Warme Sommernächte stehen an, Zeit für mich also, mal wieder ein wenig Jazz aufzulegen - den mag ich ja gerne, wenn es draußen spät noch warm ist.
Lee Ritenour jedenfalls ist dabei einer der Interpreten, die ich da gerne höre...

Zu Lee Ritenour

Lee Mack Ritenour wurde 1952 in Los Angeles geboren. Als Musiker wurde er vor allem durch seine Gitarrenspielkünste bekannt. . So wirkte er neben seinen eigenen Projekten auch als Gitarrist für einige Aufnahmen von Musikalben für Musiker wie Al Jarreau, Barbra Streisand, Herbie Hancock und Pink Floyd mit.
"Gelernt" hat Ritenour sein Handwerk allerdings als Jazzer, wie gerade seine frühen Alben First Course (1976) und Captain Fingers (1977) beweisen. Jedoch war Ritenour auf seinen Alben stets offen für andere Musikrichtungen wie dem Blues, Soul oder Reggae - manchen seiner Stücke hört man das auch an. Jedoch: Ritenour kommt doch immer wieder auf ganz Jazz-typische Merkmale wie dem "Jammen" zurück. Viele seiner Stücke sind dabei durchaus vom Cool Jazz beeinflusst, teilweise orientiert sich Ritenour auch ein wenig am "New Age", was besonders bei Stücken zum Tragen kommt, die einen etwas meditativeren Charakter haben.

The Very Best Of Lee Ritenour - das Album


Allgemein

Nur wenige von Ritenours Stücken warten mit gesanglicher Begleitung auf - Ritenour versteht sich eben als Künstler, der durch sein Können an der Gitarre überzeugen will. So ist es nicht verwunderlich, das sich auf seinem "Best Of"-Album auch nur ein nicht rein instrumentales Stück befindet. 13 Stücke finde ich auf seinem 2003 veröffentlichten Album vor. Im Album-Cover gibt es einen längeren, englischsprachigen Text zu lesen, der ein wenig Auskunft über Ritenours musikalischen Werdegang und Hintergrund gibt.

1.: A Little Bumpin' (4:28)

Dieses Stück ist ein wenig vom Blues inspiriert - die Melodie ist ein wenig beschaulich-nachdenklich und bringt die typischen Groove-Elemente des Blues zum Ausdruck.

Bilder von Best of Lee Ritenour, the Very - Lee Ritenour
Best of Lee Ritenour, the Very - Lee Ritenour The Very  Best of Lee Ritenour
Das Cover
Lee Ritenour gibt mit seiner Leadgitarre bei diesem Stück ganz klar den Ton mit an, welches zwischendurch auch einige Passagen enthält, die ein wenig zum Träumen einladen. Zum Ausspannen ist "A Little Bumpin´" absolut klasse geeignet - beim sommerlichen Sonnenbad draußen kann die Stimmung mit diesem Sound im Ohr nur gut sein.
2.: Water to Drink (Agua De Beber)... (5:07)

Dieses Stück basiert auf dem brasilianischen Bossa Nova gleichen Namens (Agua de Beber) und ist rhythmisch entsprechend vom Samba angehaucht. Die lässige Grundatmosphäre, die der Bossa im Original schon ausstrahlte, hat Lee Ritenour in seinem Arrangement auch berücksichtigt. So eröffnet zunächst ein sanfter Bass, Lee setzt mit seiner Gitarre - die sonst gesungenen Passagen melodisch nachahmend - erst einige Takte später ein, bald gesellen sich auch Pianosounds hinzu - so wird der ruhig-beschaulich-behagliche Gesamteindruck des Stückes auch in der Ritenour-Version mit - im Vergleich zum Bossa der 60´er Jahre - mit etwas modernerer Instrumentierung sehr gut eingehalten.
3.: Get up Stand up (4:59)

Bob Marleys bekannten und auch markanten Reggae hat der gute Lee m.E. zu einer "smoothen" Suppe aus angenehmen Sounds und Stimmungen zusammengesetzten Allerlei zusammengesetzt. Das originale Stück ist in der Ritenour-Version fast nicht wieder zu erkennen. Der Reggae-Rhythmus aus dem Original geht fast vollkommen unter und die eher ernste-kämpferische Atmosphäre des Marley-Originals ist m.E. leider in einer "Harmoniesuppe" ein wenig erstickt worden - mich erinnert es ein wenig an Sounds der Gruppe "Shakatak" (ohne ihnen nahe treten zu wollen, die finde ich eigentlich auch nicht schlecht). Wer das Stück im Original nicht kennt, wird vielleicht anders denken als ich, denn ohne dieses Vorwissen ist auch dieser Track im Prinzip schön anzuhören , wurde auch erneut technisch gut in Szene gesetzt und verbreitet eine "gute Laune" -Stimmung -ich hätte allerdings die Originalvorlage für diese Neuinterpretation hergenommen.

4.: Harlequin (4:42)

Hier wird gesungen - und zwar auf spanisch ! Fast ein wenig wehmütig wird über längst vergangene Zeiten gesungen, wo ein Harlequin noch für Stimmung sorgte. Ritenours Gitarre ist entsprechend des südamerikanischen Einschlags dieses Stücks gestimmt.
Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass bei diesem Stück vom rhythmisch-melodischen irgendwas nicht ganz "rund" läuft - nach meinem Eindruck zumindest. Technisch dagegen ist die Umsetzung von den an diesem Stück beteiligten Künstlern erneut gut gelungen - nur, mein Fall ist es irgendwie nicht wirklich.
5.: Wes Bound (5:53)

"Wes Bound" kann man sich musikalisch so vorstellen wie ein umherstreunender Mann, der nicht ganz genau weiss, wohin die Reise gehen soll. Jedenfalls "strollt" der Ritenour´sche Gitarrensound in diesem etwas vom Blues angehauchten Jazzstück so vor sich hin - wer sich den Blues geben will, ist mit "Wes Bound" auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

6.: 4 on 6 (6:06)

Dieses Stück wendet sich stärker dem Jazz zu - der Kontrabass "summt" rhythmisch entsprechend zu Klängen einer Hammond-Orgel, die "Trompetenfraktion" gibt ihre klaren und fetzigen Einwürfe, dann und wann meldet sich ein Saxophon, während Ritenours bei diesem Stück ein wenig "plingend" eingestimmte Gitarre die melodischen Fäden dieser Nummer zieht. Eine längere "Jam"-Session schließt sich in der zweiten Hälfte dieses Stücks an - wirklich nicht schlecht gemacht, nur die "plärrige" Hammond-Orgel nervte mich doch auf die Dauer ein wenig.
7.: Night Rhythms (4:31)

Ein schöner, vor sich herbrummelnder Bass, dazu die locker-leichten Gitarrensounds von Ritenour und noch der passende, melodisch und harmonisch tolle Einsatz des Saxophons - so stelle ich mir eine schöne Abendstimmung an einem warmen Sommerabend vor. So zum Abspannen/Ausschalten ist dieses Stück einfach perfekt.

8.: Latin Lovers (6:18)

Dieses Stück, welches einem Live-Auftritt entstammt, kommt irgendwie nicht so gut bei mir an. Hier wurde m.E. viel zu viel gejamt und versucht, um eine immer neue Harmonie und Melodik aus dem stark vom Samba-Rhythmus bestimmten Stück zu zaubern. Wie dies mit diesen kreativen Jazz-Einlagen manchmal so ist - nicht immer kommt am Ende auch das heraus, was gefällt. Lee Ritenour an seiner Gitarre ist jedenfalls wieder erste Sahne.
9.: Ooh - Yeah (3:52)

Erneut eine etwas traurige Blues-Atmosphäre verbreitet "ooh-yeah", welches von mehreren "Background-Choir"-Ladies ab und an an der passenden Stelle eingesungen wird. Den Groove dieses Stücks bestimmt ganz klar Lee Ritenour, der erneut eine starke Performance abliefert. "Ooh-Yeah" ist deshalb auch eines meiner "Liebling" von diesem Album.

10.: Runaway (4:44)

Dieses mit cool-jazzigen Elementen ausgestattete Instrumentalstück zeigt weniger von Ritenours Gitarrenkünsten - die stehen - instrumentarisch vom Anteil her gesehen - fast ein wenig im Hintergrund vielmehr wird dieses Stück von einem schön gespieltem Saxophon dominiert, welches in weiten Passagen von "Runaway" den Ton angibt. Ritenour´s Gitarrenspiel wird da nur in einigen "Pausen" des Saxophons deutlich. Stimmungsmässig ist "Runaway" ein wenig melancholisch gestimmt und lädt zwischendurch durchaus ein wenig zum sinnieren ein - bald wird man allerdings wieder vom recht dynamisch gespielten Saxophon aus seinen Träumen geweckt.
11.: Bahia Funk (4:52)

Bei den Klängen dieser Nummer kommen bei mir zumindest einige Erinnerungen an den letzten Sommerurlaub auf - atmosphärisch bringt das Stück - ganz dem Titel gemäß - die locker-entspannte Strandatmosphäre eines warmen Tages ganz toll herüber. Dafür sorgen neben kompetent gespielten Saxophonsounds im Wechsel mit Ritenours Gitarrenklängen einfach der ein wenig poppige Grundrhythmus. Schön im Liegestuhl liegend anzuhören...

12.: Etude (3:08)

Sanfte, mittel- oder südamerikanische Gitarrenklänge umschmeicheln mich zur Begrüßung und weisen die Richtung, in die sich "Etude" weiter bewegen wird. Lee Ritenours Gitarrenspiel kommt in diesem eher "puren" Stück ganz hervorragend durch - nicht von ungefähr scheint also der Titel "Etude" (Übung) gewählt zu sein, denn viele Läufe. die Ritenour hier spielt, wollen wirklich gekonnt sein. Ein schönes , mittelamerikanisch vom Rhythmus und der Ausführung her angehauchtes Stück, schön anzuhören in entspannter Atmosphäre.
13.: Rio Funk

Live eingespielt (was man allerdings nur daran hört, dass es zu Beginn des Stücks Applaus gibt) legt Lee mit seiner dieses Mal entsprechend des "Rio Funk" funky gestimmten Gitarre los. Dabei sorgt für das "Kickback", also der melodieähnlichen Instrumentierung, in diesem Song ein Saxophon. Lee kommt mit seiner Gitarre jedoch auch in den Passagen zur Geltung, in denen der Sound - "tolles Strandbehaglichkeitsgefühl" verströmend ein wenig weicher wird.

Auf einen Blick

  • Titel: The Very Best of...
  • Künstler: Lee Ritenour
  • Label: Grp / Vertrieb: Universal* Genre: Jazz / Smooth Jazz; Jazz Rock / Fusion; Modern Jazz; Classic Rock & Pop
  • Veröffentlichungsdatum: 3. Juni 2003
  • 13 Stücke / Gesamtspielzeit: 65 min, 15 sec.

FAZIT

Dieses Album ist genau das Richtige für denjenigen, der sich nach einem stressigen Arbeitstag oder an einem schönen Abend etwas zum Abschalten geeignete Musik wünscht - speziell die Nummern "Bahia Funk" oder "Night Rhythms" sind hier gute Anspieltipps. Dabei kommen aber auch Liebhaber vom Cool-Jazz nicht zu knapp, als Tipp sei nur das Stück "4 on 6" oder "Runaway" genannt.
Das nahezu alle Titel rein instrumentaler Natur sind, finde ich dem Genre entsprechend - mir reicht es jedenfalls, auch nur von guten Instrumentalmusikern gespielte Stücke ohne Gesang zu hören - das ist für mich auch ein Plus in Sachen "Entspannung" obendrauf. Ich bin jedenfalls sehr angetan von Lee Ritenours "Very Best Of" und gebe eine klare Empfehlung plus fünf Sternchen inclusive ab.




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
hansi04

hansi04

21.07.2011 10:20

so, hier ist mein BH wie versprochen, LG

Luna2013

Luna2013

21.07.2011 10:16

Wäre glaub ich nicht meins =) Sh und liebe Grüße von der Luna2013

hansi04

hansi04

19.07.2011 21:32

BH folgt auch hier in 2 Tagen

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