Erfahrungsbericht über

Best of Norman Brown, the Very - Norman Brown

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Best of Norman Brown, the Very - Norman Brown

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Gitarren-Jazz zum Ausspannen...

5  29.10.2011

Pro:
+  11 Songs, die allesamt sehr gut zum Entspannen oder dem sanften Abschalten geeignet sind

Kontra:
-  nichts für Menschen, die mal richtig "abgehen" wollen .  .  .

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Hollgo

Über sich: ★ Nichts ist manchmal besser als wenig...★

Mitglied seit:21.10.2009

Erfahrungsberichte:623

Produktvideos:3

Vertrauende:72

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 76 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

.... unter diesem Motto kann man wohl das Wirken des Gitarristen Norman Brown am besten kurz zusammen fassen. Wie ist aber die Auswahl seiner Songs auf seinem schon 2005 erschienenen "Very Best Of"-Album aus meiner Sicht zu werten ?

So kam ich zu diesem Album

Im Rahmen einer Amazon-Aktion "3 CDs für 15 Euro" bestellte ich als "alter" Acid-Jazz und Jazz-Fan überhaupt u.a. dieses Album für 5 € - ein günstiger Preis, wie ich denke.

Zu Norman Brown

Norman Brown kam 1970 in Kansas City, Missouri, USA, zur Welt .

Er betätigt sich musikalisch vor allem als Gitarrist im Smooth Jazz Bereich und wird vielfach mit der Jazz-Legende George Benson verglichen.

1992 brachte er mit "Just Between Us" sein erstes Album heraus. Auf diesem Album wirkten Mitglieder der damals sehr erfolgreichen Soul-Band "Boyz II Men" sowie Stevie Wonder mit.
Sein 1994 veröffentlichtes zweites Album mit dem Titel "After the Storm" brachte ihm ebenso gute Kritiken ein.
2003 gewann er zusammen mit seinem Produzenten einen Grammy Award für das beste" Pop Instrumental Album" , welchen er für das 2002 veröffentlichte Album "Just Chillin" erhielt.

Norman Brown ist zwar teilweise auch schon mal gesanglich unterwegs, ist aber in der Regel eher durch seine perfekt von ihm gespielte Gitarre in seinen Songs hörbar.

Zum Album

11 Titel enthält das "Very Best"-Album - manche werden sagen: nur 11 Titel, dabei ist die Gesamtspielzeit mit immerhin 59 min und 29 sec. doch nicht die kürzeste.
Insgesamt enthält das Album mehr Neuinterpretationen Browns bekannterer Titel anderer Künstler als in Eigenregie erstellte Songs, doch ein paar aus der "eigenen Feder" des Meisters sind schon dabei.

1.: That's the Way Love Goes (4:46)

Der Titel , der im Original anno 1993 von Michaels Schwester Janet Jackson erstmals interpretiert wurde, wird hier von Norman Brown neu interpretiert.

Bilder von Best of Norman Brown, the Very - Norman Brown
Best of Norman Brown, the Very - Norman Brown The Very Best of Norman Brown
Best of Norman Brown, the Very - Norman Brown
Dabei setzt er das Stück durchweg instrumental um und tut dies in sehr überzeugender Weise. Dabei beschränkt sich Brown nicht allein darauf, die Melodie einfach so nachzuspielen, sondern setzt auch interessante Connexe und Verbindungen zu einem Song der Gruppe Toto mit dem Titel "Georgy Porgy", wodurch diese Nummer teilweise noch etwas mehr an Drive gewinnt. Mir jedenfalls gefällt die "Brown´sche" Version des alten Janet Jackson-Hits schon recht gut.
2.: Better Days Ahead (5:43)

Diese Nummer ist eigenständig aus Norman Browns Feder geflossen. Bei "Better Days Ahead" handelt es sich um ein rein instrumentales Stück, welches melodisch mit einem gewissen "Groove" daher kommt. Die Klangatmosphäre, die dieses Stück verbreitet, ist dabei recht locker-gelöst und beschwingt und eignet sich sehr gut zum einfachen Ausspannen und "chillen". Insgesamt ist dieses Stück stilistisch dem ein wenig soulig angehauchtem Popbereich zuzuschreiben.
3.: Just Between Us (5:09)

Auch dieses Stück ist eine Eigenproduktion des Meisters persönlich. In diesem Stück kommt die von Brown gespielte und - wie gewohnt - eher sanft gestimmte Jazz-Gitarre besonders zum Zuge, der in diesem Stück den Melodiepart mit seinem Instrument übernimmt. Die Grundatmosphäre ist erneut sehr gelöst und freundlich-locker-leicht und kommt mit einer sehr gefälligen Melodie daher, womit auch diese Nummer sehr gut zum einfachen "Abhängen" geeignet ist.

4.: Any Love (5:24)

Hier interpretiert Brown eine Nummer der Soul-Legende Luther Vandross auf seine ganz eigene Art. Glücklicherweise beschränkt sich die teilweise durch den erneut leise eingespielten Background-Chor nur auf die Refrainzeilen, sonst ist diese Nummer durchweg instrumentaler Natur, sodass der gute Norman durch seine soliden Spielkünste deutlicher zum Zuge kommen kann - und er macht seine Sache erneut perfekt. Die wohlige Atmosphäre des Vandross´schen Originals kommt auch in der "Brown"-Version nochmals ein wenig verstärkter als im Vergleich zum Tragen.
5.: Too High (5:12)

Dieser schon 1973 von Stevie Wonder veröffentlichte Hit kommt hier in der von Norman Brown neu instrumentierten und interpretierten Version daher. Besonders anzumerken ist bei der "brown´schen" Version der Neuinterpretation, dass Stevie Wonders Originalstimme in den Refrainzeilen ein wenig verfremdet zu hören ist, ebenso das vom originalen Backgroundchor diese recht soulig-groovige Nummer auszeichnenden "Uh-huh-huhs". Logischerweise legt Brown in seiner Interpretation viel Wert darauf, dass seine guten Gitarrenspielkünste zum Tragen kommen. Dieses Mal hat er sein Instrument ein ganzes Stück funkiger gestimmt als in manchen seiner smoothen Popnummern auf diesem Album. Insgesamt unterstreicht Brown durch seine Neuinterpretation den schon im Wonder´schen Original innewohnenden Funk nochmals recht deutlich - dass Stück ist schon ordentlich funkbeladen , auch die originalen Mundharmonikasounds der Vorlage weiß Brown gut in seine Interpretation einzubetten. Echt gut gemacht.

6.: Lydian (6:32)

Die insgesamt dritte Nummer auf diesem Album, die aus der Feder von Norman Brown stammt, ist "Lydian", ein erneut durchweg instrumentales Stück, welches stilistisch ein wenig mehr dem Jazz zugewandt ist. Dafür steht eine längere Jam-ähnliche Passage Pate, die ca. zur Mitte des Stücks einsetzt und in der Brown sich von seiner inspiriert-kreativen Seite seiner Gitarrenspielkunst zeigt. Davor und danach ist die Atmosphäre von "Lydian" ein wenig groovig und vom Tempo durchaus recht fix unterwegs. Gelegentlich wird Brown auch von Trompetensolis unterstützt, die sich recht gefällig in diese gute Jazz-Nummer einfügen.
7.: Moonlight Tonight (5:38)

Erneut eine recht jazzige Nummer, die stimmungsmässig recht treffend die Atmo einer warmen Vollmondnacht beschreibt. Ein recht kompetenter Background-Chor singt die Refrainzeilen "Moonlight Tonight" ein, sodass das Stück auch eine gewisse Struktur zusätzlich enthält. Insgesamt sind die Segel eindeutig Richtung Romantik gesetzt - ich denke, zu entsprechender Abendstunde gespielt kommt diese Nummer wirklich recht gut zum tragen.

8.: After the Storm (4:46)

Das Stück kommt mit einer sehr schönen, gelösten Heiterkeit daher, die Melodie dieses durchweg instrumentalen Stückes lädt zum sanften Abdriften ein und setzt den geneigten Hörer stimmungsmässig an einen sonnendurchfluteten Badestrand irgendwo in der Karibik - genau das richtige Stück, um dunkle Herbstabende ein wenig auszublenden. Ein wenig "Jamming" musste der gute Norman allerdings zwischenzeitlich auch probieren - nun, manchmal nervten mich einige doch zu übertriebene, schnelle Soli, aber insgesamt kann dies der guten Nummer keinen Abbruch tun.
9.: After the Love Has Gone (5:04)

Der sanfte Ohrenschmeichler, der ursprünglich von der Gruppe "Earth, Wind & Fire" in den 1970´er Jahren erstmals zu seiner vollkommen berechtigten Popularität kam, wird hier von Norman Brown ganz auf seine typische, "smooth-jazzige" Art neu Interpretiert. Sein Instrument steht hier eher im Vordergrund, die von einem wohl eher als "Background Chor" zu nennenden Gesangseinschübe sind aufnahmetechnisch ordentlich heruntergedimmt - die Frage, warum ÜBERHAUPT eine Form von Gesang hier geboten werden muss, erschließt sich mir nicht so ganz, schließlich ist Norman Brown eben kein Sänger, sondern interpretiert diesen Song durch seine sehr sanft gestimmte Gitarre, mit der er in diesem Stück erneut für eine sehr entspannte Atmosphäre sorgt - nun, das ist im Vergleich zum genannten "EWF"-Original nichts Neues, aber irgendwie finde ich die Nummer dennoch insgesamt gelungen - nur mit dem Gesangspart, der ohnehin m.E. eher halbherzig und gedämpft zugemischt wurde, hadere ich schon ein wenig.

10.: Your Body's Callin' (5:51)

Diese Eigenproduktion von Norman Brown ist eindeutig ein Stück weit grooviger. Ganz leise wird erneut nur die Refrainzeile dann und wann gesungen, sonst dominiert Normans gut gespielte und erneut sehr sanft gespielte Gitarre den Sound. Entsprechend des vielsagenden Titels herrscht hier eine absolute Kuschelatmo vor, die sich aber auch recht gut zum Ausspannen eignet.
11.: For the Love of You (5:21)

Mit ein wenig "dup-di-du" geht die letzte Nummer auf diesem Album los, danach legt Meister Brown mit seiner Gitarre erneut los und bringt erneut eine sehr harmonische und vom Feeling her gelöste Pop-Soulnummer zu Gehör, die von den Brown´schen Eigenkreationen mir mit am Besten insgesamt gefällt. Ein Backgroundchor, bestehend aus überwiegend weiblichen Sängern singt - wie gewohnt eigentlich - lediglich ein paar "Uh-uhs" und die Refrainzeile dann und wann - somit haben wir es erneut mit einer überwiegend instrumentalen Nummer zu tun, die erneut den gewissen souligen Groove zum Ausdruck bringt.

Auf einen Blick

  • Titel: The Very Best of Norman Brown
  • Künstler: Norman Brown
  • Label: Grp /Vertrieb: Universal
  • Genre: Acid Jazz /Pop Jazz / Smooth Jazz
  • Veröffentlichungsdatum: 25. November 2005
  • 11 Tracks / Gesamtspielzeit: 59 min, 29 sec.
FAZIT

Kritisch betrachtet enthält diese CD eigentlich nur rein zum Ausspannen geeignete Sounds, die allesamt locker-flockig, teils auch ein wenig groovig aus der Ecke kommen - nun, das ist eben "Smooth Jazz", wie ich ihn mir so vorstelle, Musik eben, die nicht aufdringlich ist und sehr gut auch leise als Hintergrundatmosphäre dienen darf. Nun, zum Ausspannen sind alle 11 Songs auf jeden Fall sehr gut geeignet, denn handwerklich ist Norman Brown aus meiner Sicht kein Kontra zu geben - sein Instrument, die Jazz-Gitarre, beherrscht er m.E. jedenfalls sehr gut. Die Neuinterpretationen bekannterer Titel wie "After The Love Has Gone" oder Janet Jacksons "That´s The Way Love Goes" hat Brown jedenfalls sehr schön für seinen Stil arrangiert. Wer eine knappe Stunde Entspannungsmusik sich gerne mal antun möchte, ist mit diesem Album sehr gut bedient. Für Freunde "actionreicherer" Musik ist diese Scheibe allerdings nicht geeignet. Ich finde die CD sehr gut und gebe aus meiner Sicht die volle Punktzahl nebst Empfehlung für genannte Zielgruppe.



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Anacrusis

Anacrusis

14.12.2011 20:09

Ich entspanne bei Dead Can Dance, Tori Amos oder auch JethroTull;)))

chipad

chipad

28.11.2011 23:40

BH!

quacky4321

quacky4321

13.11.2011 07:29

BH UND LG

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