„Bibi Blocksberg, du kleine Hexe…!“
18.02.2004
Pro:
nette Geschichten | gewaltfrei | erfolgreich | regt Phantasie an
Kontra:
vermarktet wird darüber hinaus was sich zu Geld machen lässt
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Sprecher:
Musik und Geräusche:
Spaß
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 Elchkopf
Über sich:
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Vertrauende:161
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 131 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
1997 lernte ich nicht nur meine Freundin Stephi kennen, sondern machte durch sie auch Bekanntschaft mit der Hörspielserie „Bibi Blocksberg“ die mir bis dato völlig unbekannt war. Ich möchte nicht jede Episode mit einem Bericht würdigen, vielmehr möchte ich heute einen kurzen Gesamtüberblick über dieses ausgesprochen erfolgreiche Phänomen geben. ••• Infos •••
Bibi Blocksberg gibt es seit 1980, geschaffen wurde sie vom Hör + Lies Verlag, Hauptzielgruppe sollten junge Mädchen sein – und zudem wollte man etwas für ältere, der Generation von Benjamin Blümchen-Hörern entsprungene Kinder tun. Autorin war bis 1989 Elfie Donnelly, welche 1989 nach 41 Folgen ihre Rechte an den genannten Verlag abgab und dieser nunmehr nach einem festen Muster weitere Episoden von Drittautoren ausarbeiten lässt. Die Hauptfigur Bibi lebt in der Familie Blocksberg gemeinsam mit Mutter Barbara und Vater Bernhard (Sohn Boris spielt nur in den ersten Folgen eine Rolle, verschwindet ohne Angaben von Gründen aber sehr schnell und taucht nie wieder auf) im Örtchen Neustadt. Sie gilt als vorlaut und hat die Gabe hexen zu können. Aus dieser Kombination heraus entstehen natürlich immer wieder komische Situationen und die Serie bringt es bis zum heutigen Tag (Stand: 18.02.2004) auf genau 80 Folgen – was etwa 3-4 Ausgaben pro Jahr entspricht.
Am meisten gekauft wurden und werden immer noch die guten alten Kassetten, deren Preis etwa 5 € beträgt - es gibt die Folgen jedoch auch auf CD für etwa 8 €. Die Marketingmaschinerie läuft auf Hochtouren wenn es darum geht weitere Produkte massentauglich zu verwerten: so findet man neben PC-Software, Gameboy-Spielen, Büchern, Videos und DVDs auch Bettwäsche und T-Shirts. Sogar einen Kinofilm gab es 2002 zu bestaunen, eine Fortsetzung wurde gerade abgedreht. Zudem gibt es Auswüchse in Form der Hörspielserie „Bibi und Tina“ sowie „Elea Eluanda“. Weitere Informationen findet Ihr unter www.bibiblocksberg.de, denn seit etwa drei Jahren zaubert die Hexe nun auch modern im weltweiten Netz.
••• Eindrücke ••• Zunächst einmal kann gesagt werden dass die Serie völlig gewaltfrei daherkommt. Ein ganz wichtiger Aspekt, wo hat man das heute noch? Zwar baut Bibi immer wieder Mist, das Gute siegt am Ende jedoch immer und sie sieht ihre Fehler ein. Soziales Verhalten und Zusammenhalt werden in den Vordergrund gestellt, mit ihren 13 Jahren schafft Bibi den Spagat zwischen Kind und Teenager – sie kann kindisch sein, aber ist auch für ältere ein Ansprechpartner. Dieses Alter ist daher sicherlich bewusst gewählt worden.
Dann fällt auf dass die Namen der Handlungspersonen alle als Alliteration auftauchen, also praktisch jeder Anfangsbuchstabe des Vornamens auch dem des Nachnamens entspricht: Bibi Blocksberg, Bernhard Blocksberg, Paule Pichler (Assistent des Bürgermeisters Bruno), Karla Kolumna (Reporterin) usw. Das hat den Sinn und Zweck dass sich Kinder die Namen leichter merken können – finde ich schon nicht schlecht. Dass es in Wirklichkeit keine Hexen gibt wird allerdings nie erwähnt, aber das sollte ja auch Aufgabe der Eltern sein den Kindern dies zu vermitteln. Um nicht alles zu glorifizieren existiert auch in der Serie eine Art Hexenkodex der Bibi beispielsweise dazu verdonnert kein Geld zu zaubern – hier werden also klare Grenzen gezogen, meist moralischer Art.
Die Geschichten an sich sind meist sehr interessant gestaltet, vieles kann man nicht unbedingt voraussehen. Die letzten Episoden - so ab Folge 75 – sind meiner Ansicht nach ziemlich schlecht geworden: überdreht und total überzogen, mir haben sie beim Hören jedenfalls keinen Spaß gemacht und ich schaltete nach Seite 1 entnervt ab. Insgesamt kann man sagen dass sich die Folgen sehr gut abends zum Einschlafen eignen bzw. auf Autofahrten entspannend wirken – sofern man Kinder dabei hat: diese lauschen dann gespannt und man kann sich in Ruhe auf die Straße konzentrieren. Der Titelsong gefällt mir persönlich nicht so gut, aber ich stehe ganz allgemein nicht auf Kinderlieder wie von Rolf Zuckowski oder Detlev Jöcker. Diesen hier singt meinem Wissensstand nach Ulli Herzog. Meine beiden Lieblingsfolgen – wenn man das so nennen kann – sind übrigens „Der Supermarkt“ und „Das Feuerrote Nashorn“. Die Episode die ich einfach gar nicht hören kann ist zweifelsohne „Bibi als Babysitter“, einfach nur nervtötend und total daneben. Meine Lieblingsperson ist zweifelsohne der dicke Bürgermeister, er ist mir irgendwie sympathisch. Der Kinofilm sowieso die Zeichentrickserie gefallen mir beide nicht, vielleicht liegt das einfach an der Tatsache dass man seine eigene Vorstellung von den Personen entwickelt und im Nachhinein ein wenig enttäuscht ist – wer weiß.
••• Fazit •••
Bibi Blocksberg ist eine tolle Hörspielserie für Kinder und genießt meiner Meinung zurecht diesen Erfolg. Wenngleich die letzten Folgen nicht mehr das Gelbe vom Ei sind und eher überdreht herüberkommen so sind gerade die älteren Episoden immer noch empfehlenswert und sollten dem Nachwuchs nicht vorenthalten werden. Wenn ich später Kinde habe werden meine Kinder diese Serie auf jeden Fall hören dürfen, gerade auf Autofahrten dürfte dies eine schöne Ablenkung und somit Erholung für gestresste Eltern sein. Und so verabschiede ich mich heute mit einem „Hex, Hex“ und wünsche meinen Lesern noch einen schönen Tag… In diesem Sinne,
Tschüss, Elchkopf 18/02/2004
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05.08.2004 15:01
Klasse Bericht. Die Serie ist immer noch klasse. Krame ab und an die Kassetten wieder heraus und meine Aufpasskinder sind begeistert. Gruß Birgit
10.03.2004 14:50
Guter Erfahrungsbericht mit interessanten Fakten! Bin zwar schon aus dem Alter herraussen, aber wenn ich schräg drauf bin, könnte es sein, dass sich eine Folge in meine Anlage verirrt. Eltern, verhext eure Kinder mit Bibi!
18.02.2004 20:34
Ich hab das als Kind total gerne gehört, meine Tochter mag das leider nicht so sehr. Aber vielleicht ist sie auch einfach noch zu jung und hört es später auch gern. VLG Petra!