Achtung: Drogenabhängiges Eichhörnchen!
13.04.2008
Pro:
Nett anzuhören, Songs gehen teilweise gut ab . . .
Kontra:
Amerikanische Radio Musik halt, da is nix wirklich überragendes dabei
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 MetalAbu
Über sich:
Danke für die Angebote - aber Leserunden sind einfach zeitlich nicht drin, hab viel zu viel zu tun (...
Mitglied seit:02.03.2007
Erfahrungsberichte:254
Vertrauende:50
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 107 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Billy Talent wurde 1993 in Mississauga (Kanada) als "Pezz" gegründet. Unter diesem Namen veröffentlichte die Band auch das Album "Watoosh!". Dieses Album war noch mehr im Progressive Rock angesiedelt. Nach einem Stilwechsel in Richtung Alternative/Punk/Emo/Screamo (oder wie auch immer man es nennen mag) Rock benannte man sich 1999 in Billy Talent um. Line Up: Benjamin Kowalewicz - Vocals Ian D'Sa - Guitar, Vocals Jon Gallant - Bass, Background Vocals Aaron Solowoniuk - Schlagzeug
Trackliste: 1. Devil in a Midnight Mass (3:17) 2. Red Flag (3:16) 3. This Suffering (3:56) 4. Worker Bees (3:44) 5. Pins and Needles (3:11) 6. Fallen Leaves (3:19) 7. Where Is the Line? (3:49) 8. Covered in Cowardice (4:12) 9. Surrender (4:06) 10. The Navy Song (4:31) 11. Perfect World (3:06) 12. Sympathy (3:17) 13. Burn the Evidence (3:39) Von Belphegor zu Billy Talent - das ist doch mal ein Sprung (in welche Richtung bleibt jedem selbst überlassen)! Auf jeden Fall höre ich schon die "HOOT! HOOT! HOOT! HOOT!" Rufe, viele werden mich jetzt als Emo bezeichnen und eigentlich brauche ich mich auf keinem Festival mehr blicken lassen. Aber ich habe halt nun mal dieses Album und ich werde auch darüber berichten. Außerdem fange ich nicht an, mir die Augen mit Kajal vollzupinseln, außerdem bin ich nicht pseudodepressiv, ritze mich nicht und trage keine Kindernietengürtel (ich hätte gerne einen Patronengurt, aber ich habe bisher keinen gefunden, der lang genug wäre, für Hinweise, wo ich so was in Länge von 115cm oder mehr auftreibe, wäre ich sehr dankbar).
Da wir ja alle wissen, dass Billy Talent der drei Minuten jüngere Zwillingsbruder von Anti Talent ist, hatte ich eigentlich nie Erwartungen an dieses Album. Vielmehr sollte es eine Stilerweiterung meiner Musiksammlung darstellen. Aber ich war eigentlich doch recht positiv überrascht. Billy Talent sind gar nicht so Emo wie sie von vielen Metallern (und anderen Emohassern) gerne dargestellt werden. Von Trübsinn kann hier nicht die Rede sein. Vielmehr geht die Mucke teilweise echt ab wie ein Zäpfchen und weist zahlreiche Punk Rock Einflüsse auf. Klar, es ist nicht Punk Rock der Sorte Bad Religion, aber auch nicht ganz so kindisch wie Sum 41, auch nicht so mainstreamgeil wie Green Day oder so ultratuntig wie Simple Plan. Songs wie "Devil in a Midnight Mass", "Red Flag" oder "Fallen Leaves" regen teilweise sogar zum Pogo an (mit entsprechendem Alkoholpegel gibt's aber kein Halten mehr), bleiben im Ohr und sind gut gemacht. Was kann man dieser jungen Band (ich als Fan des 80er Thrash Metal bezeichne alles, was nach 1989 veröffentlicht wurde als "jung" oder "neu", obwohl ich ja selbst noch nicht mal 20 bin^^) also groß vorwerfen? Die Gitarren jodeln immer etwas hyperaktiv und hektisch herum, dass passt aber. Der Drummer ist kein Wunderkind, aber das erfordert Musik dieser Art eh nicht. Einzig der Sänger ist sehr polarisierend. Entweder man hasst ihn, oder man ignoriert ihn. Mögen kann man das quieken von diesem drogenabhängigen Eichhörnchen doch nicht wirklich, oder?. Aber immerhin hat die Stimme Wiedererkennungswert. Und Billy Talent wären ja auch nicht Billy Talent, wenn da tatsächlich jemand singen könnte. Was soll ich noch großartig sagen... Billy Talent ist halt alternativer Radio Punk, der sehr amerikanisch daherkommt. Die Jungs beherrschen ihre Instrumente, das Album hat eine Killerproduktion, die Songs sind nett, partytauglich, aber nicht wirklich mitreißend... Fazit: Braucht die Welt wirklich die Musik eines drogenabhängigen Eichhörnchens (Gesang) mit Hummeln (Gitarren) im Arsch? Die Antwort ist einfach: NEIN! Aber wenn mal man wieder eine Party feiert, auf der auch das niedliche 16-jährige Nachbarsmädel mit ihren Freundinnen rumläuft, dann kann man das Album ohne weiteres auflegen, ohne dass sie gleich die Flucht ergreift. Und die Metaller müssen eben mehr saufen, dann ist die Musik auch mehr als erträglich. Anspieltipps gibt's eigentlich keine, die Songs klingen eh fast alle gleich und wirklich herausragend ist eh keiner.
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|
12.12.2008 15:22
Hmm, das fazit erstaunte mich dann doch bissl. Klang vorher jetzt nicht vor Begeisterung übersprudelnd, aber eben doch ganz positiv und dann ist das Fazit, dass das Album eigentlich nicht gebraucht wird? Nunja, dennoch gute Beschreibungen, auch wenn ich dir in vielen Punkten nicht zustimmen würde, aber jedem seine eigene Meinung, insbesondere hier!
08.11.2008 21:47
Billy Talent und Bad Religion in einem Atemzug? ;)
04.05.2008 13:42
Billy Talent finde ich ja auch latent anstrengend. Guter Bericht! =)