Glenn Danzig mal klassisch...
19.08.2010
Pro:
Einfach alles
Kontra:
wenn dann nur, dass kein echtes Orchester zum Einsatz kommt
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Power-Surfer
Über sich:
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Vertrauende:87
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GLENN DANZIG: BLACK ARIA Heute soll es mal wieder um ein musikalisches Produkt gehen. Genauer gesagt geht es um ein Album von Glenn Danzig, welches aus dem Jahre 1993 stammt.
Wer ist Glenn Danzig? ##################
Glenn Danzig wurde 23.Juni 1955 geboren und machte sich Ende der 70er mit der Band „The Misfits“ einen Namen. Die meisten sollten ihn jedoch von der Band „Danzig“ her kennen, welche er 1987 gegründet hat und mit der er auch heute noch Alben aufnimmt. Wobei es in erster Linie das Kind von Glenn Danzig ist und er alleinig für die Musik und den Sound zuständig ist. Die Musik die er mit Danzig spielt ist düsterer Rock, wobei seine Stimme am meisten heraussticht, da sie mich sehr stark an die von Jim Morrison von den Doors erinnert.
Black Aria: #########
Bei Black Aria handelt es sich nicht unbedingt um ein Solo-Album von Glenn Danzig, da er wie oben erwähnt die Zügel bei seiner Band „Danzig“ fest in den Händen hält und dort sein Ding allein durchzieht, sondern um etwas was musikalisch komplett in eine andere Richtung geht, so dass man es nicht unter den Namen „Danzig“ hätte veröffentlichen können.
Bei Black Aria handelt es sich um ein Album was komplett mit klassischer Musik aufwartet. Düstere orchestrale Musik, welche sich gut als Soundtrack für einen Horrorfilm eignen würde. Hierbei handelt es sich um ein reines Instrumentalalbum, welches nur in ein oder zwei Songs mit einer Frauenstimme aufwartet, die aber nur melodische Töne von sich gibt und keinen Text singt. Folgende Songs befinden sich auf dem Album, welche ich jetzt nicht einzeln beschreiben werde, da man dieses Album als Ganzes sehen muss und nicht in Form von einzelnen Stücken.
1. Overture Of The Rebel Angels (2:42) 2. Conspiracy Dirge (2:00) 3. Battle For Heaven (3:54) 4. Retreat And Descent (3:53) 5. Dirge Of Defeat (1:49) 6. And The Angels Weep (1:18) 7. Shifter (1:33) 8. The Morrigu (4:25) 9. Cwn Anwnn (2:12)
Die einzelnen Songs passen gut zusammen und somit erhält man recht homogenes Album ohne das dieses dabei langweilig wirkt weil die einzelnen Songs sich zu sehr ähneln. Die Produktion ist sehr sauber und die düstere und traurige Grundstimmung der einzelnen Songs kommt gut zur Geltung. Auch wenn dieses Werk schon 17 Jahre auf dem Buckel hat, kann man die Produktion immer noch als zeitgemäß bewerten.
Die Instrumentalisierung ist nicht zu überladen, dass heißt die einzelnen Songs gehen nicht im Bombast unter sondern sind von der Instrumentalisierung recht spartanisch gehalten. In diesem Fall passt das auf alle Fälle, dass weniger manchmal mehr ist. Den einzelnen Songs tut das auf alle Fälle gut, zumal die Songs eh ruhiger ausgefallen sind und durch ihre Grundstimmung bestechen. Ein vollerer Sound würde dieses Feeling eher zerstören als dem Song dienlich zu sein. Das einzige was man diesem Album ankreiden könnte ist, dass es aus der Konserve kommt, sprich es handelt sich hier wohl nicht um ein Orchester was zum Einsatz gekommen ist, sondern um Synthies. Mich stört es jedenfalls nicht, da mir erstens die einzelnen Songs allesamt sehr gut gefallen und zweitens wäre dieses Projekt mit einem richtigen Orchester wohl schon aus finanzieller Hinsicht nicht umsetzbar bzw. wirtschaftlich gewesen.
Dies ist keine Musik die man einfach mal so nebenbei hören kann, man muss intensiv zuhören. Es eignet sich einfach zum entspannt auf der Couch liegen um die einzelnen Klangbilder genießen zu können. „Klangbilder“ ist hierfür wohl die richtige Bezeichnung, da man keine klaren Songstrukturen hat, ähnlich wie bei Filmmusik, die in erster Linie die jeweiligen Bilder des Films untermalen sollen. Hier fehlen es zwar die Bilder aber trotzdem ist es eher als Soundtrack zu bezeichnen. Die Musik wirkt auf alle Fälle auch ohne Bilder zu 100%. Zumal die Musik so umgesetzt wurde, dass die einzelnen Effekte, wie zum Beispiel der heulende Wolf in dem Stück „Shifter“, für eine bildliche Vorstellung in Verbindung mit der Musik sorgen. Diese Effekte sind aber nicht so stark im Vordergrund wie z.B. bei einem Hörspiel sonder diesen nur als Untermalung im Hintergrund. Für mich handelt es sich somit um ein wirklich perfektes Album, was nur durch sein mieses Cover abschreckt, aber gut, alles was zählt ist die Musik. Ein Cover kann den Inhalt schließlich weder verbessern noch verschlechtern.
Fazit: ####
Mir gefällt dieses Album sehr gut, auch wenn es wohl mit keinem richtigen Orchester aufwartet sondern eher Synthies die Orchesterstimmung verbreiten sollen.
Unter den einzelnen Songs befindet sich kein einziger musikalischer Ausfall und es ist somit durchweg hörbar. Auch wenn das Album 17 Jahre alt ist, verfügt es über eine zeitlose Produktion. Auf Grund der düsteren Stimmung und des ruhigen Grundtons kann man das Album nicht immer hören, aber wenn es die Stimmung und Laune zulässt krame ich es immer wieder gern mal vor und es findet den Weg in den CD-Schacht meiner Anlage. Keine Musik die man nebenbei hören kann, sondern intensiv hören muss.
Einziger Schwachpunkt ist das Cover, aber schließlich zählt ja nur die Musik, was bringt einem ein schönes Cover wenn der Rest musikalischer Müll ist. Von mir gibt es von daher die Höchstnote und eine Kaufempfehlung.
Vielen Dank für das Lesen und Bewerten.
Bilder von Black Aria - Glenn Danzig
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