Lenny ist zurück und besinnt sich auf seine Wurzeln
04.09.2011
Pro:
Stimme, Funk und Rock, Idee hinter der CD und Botschaft
Kontra:
Gäste, einzelne Lieder doch eher nichts für mich
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 David.1980
Über sich:
Es geht wieder Richtung Messen... wer Filme brauch und sucht... nun bitte melden! Empfehlung!!! Bi...
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Lenny Kravitz hat ein neues Album... droht sogar an, wieder zu seinen Wurzeln zurück zu kehren!?!?! Na klar muss ich das haben. Daher viel Spaß mit dem neuesten Bericht zu "Black and White America" 1. Der Interpret: Lenny Kravitz (Leonard Albert Kravitz) wurde am 26 Mai 1964 in New York geboren und gilt als einer der ersten Vertreter der Rock und Funk Mischung. Er spielt unzählige Instrumente und schreibt die meisten seiner Lieder auch selbst. In diesem Album betont er besonders seine Herkunft. Er ist der Sohn von der berühmten schwarzen Schauspielerin Roxie Rocker (The Jeffersons) und Sy Kravtiz, einem weißen Juden, der für NBC Nachrichten produzierte. Eine durchaus gelungene Mischung wie er selbst auch betont, und die ihm sicherlich, spätestens mit diesem Album, wieder an die Spitze der Charts katapultiert, da er sehr viel zu sagen hat.
2. Releases: 1989 - Let Love Rule 1991 - Mama said 1993 - Are you gonna go my way 1995 - Circus 1998 - 5 2001 - Lenny 2004 - Baptism 2008 - It is time for a love Revolution 2011 - Black and White America
3. Das Album "Black and White America" Es ist das neunte Studioalbum von Lenny und wurde eigentlich schon viel früher erwartet. Immer wieder gab es Gerüchte, dass er ein neues Album konzipieren möchte, dass sich primär wieder um die Vermischung von Rock und Funk bemüht. Es ist das erste Album für Roadrunner Records/ Atlantic Records. Das Lied "Come on get it" ist dabei vorab erschienen, da die NBA es als neuestes Werbelied vorgesehen hatte. Die zweite Single ist "Stand" und zur Zeit nicht nur unter "www.lennykravitz.com" zu sehen, sondern wird auch über Facebook und Youtube verteilt.
SONGS *Black and White America* ------------------------------------ Martin Luther King, he had a vision (and that’s a fact) He died so we could see that was his mission (so don’t look back) There is no division, don’t you understand?
Chorus The future looks as though it has come around And maybe we have finally found our common ground We’re the children of our father, if you’re looking back Obama We’re black and white America In 1963 my father married (a black woman) And when they walked the streets they were in danger (look what you’ve done) But they just kept on walking forward hand in hand
Mit diesem Anfang beginnen Lennys Erzählungen, die er auf seiner Homepage eine Art von "Negrophila" nennt. Er erzählt, wie sein eigenen Vater 1963 eine schwarze Frau heiratete und welche Probleme sich auftaten. Dazu griff er tief in die Trickkiste und zog schrille Funkmeldodien und einen Touch Soul daraus hervor. Eigentlich eine Mischung, die man dem Gitarristen nicht wirklich zutraut, aber hier trifft er ins Schwarze. Verzichtet sogar selber auf das spielen und singt nur, was gerade bei diesem Lied bewirkt, dass man genau wirkt, dass ihm der Inhalt, trotz der recht fröhlichen Melodie doch wichtig ist!
*Come on get it* ---------------------- I know that you are mine Com'on Come on get it And I won't waste your time Com'on Come on and get it I feel like a cave man Com'on Come on and get it And I eat from your Com'on Come on and get it I'm in love with your love And I'm comin' to get it You know I can turn you down Like that jump in it You know I can't feel the doubt 'Cause I'm high on my spirit You know I'll fight for your love
Damit der Zuhörer auch weiter bei der Stange bleibt, wird er bereits im zweiten Lied indirekt angeschrien. "Come on get it" befiehlt er nun wieder rockig und fordernd. Kein Wunder wurde dieses Lied ein Werbeclip für die NBA auf TNT, denn dieses Lied pushed. Nicht durch lauten Bass oder drängende Rhythmen, sondern viel mehr durch auffordernde und beinah hymnische Gitarrenriffs, die von der Machart an ACDC und ihre Lieder erinnern, aber hier eine ordentliche Portion Soul haben.
*Liquid Jesus* ------------------- Wash me over, wash me down I wanna get saved, baby Oh liquid Jesus Wash me over, wash me down I wanna get saved, baby Oh liquid Jesus I feel something coming over me You and I were meant to be lovers I've been praying For the day that you would come to set me free It's finally over You have released me, baby Now we can fall in love and be reborn For all the world to see
Ah da ist sie ja wieder. Die hohe Stimmlage von Lenny, die er nur dann hervorzaubert, wenn er sehr romantische Lieder auspackt und schon so verführen möchte. Dieses Mal kommt neben einer ordentlichen Portion Soul und Jazz auch noch ein spiritueller Touch hinzu, der den nun doch stark Synthesizer lastigen Sound in den Hintergrund treten lässt. Dennoch ein tollen Lied, da die Wirkung der Stimme enorm ist.
*Rock Star City Life* --------------------------- Yeah, Walks like a man, you think she’s older. She understands, she ain’t no joker. She’s got the glam, a Rock N’ Roller. She’s got the plan, moves like a soldier. Don’t give a damn, she’s gettin’ over. She knows she can, like Casanova. She knows that she’s got the look and shes gonna play. She knows that she’s got the hook and ya gonna pay. She got an attitude Rock Star City Life! (x2) Nun rockt es wieder und Lenny hat sich ein doch recht ungewöhnliches Thema ausgesucht. Es geht um ein minderjähriges Mädchen, dass auf ihre Art sehr exzessiv mit dem Leben umgeht und die jedem den Kopf verdrehen kann. Sie kennt ihren Körper und all das was dahinter steckt und damit verbunden ist. Krasses Thema, dass musikalisch geradezu grotesk umgesetzt wird. Denn Lenny singt es beinah schon so monoton, als würde "Kiss" wieder einmal eine Ballade vortragen, versteckt aber in der Melodie beinah schon ein Warnsignal. Der Text unterstreicht das ab und an auch noch, und man ist nach dem hören doch ein wenig verdutzt, was da einem nun durch den Kopf geht. Prima gemacht und für mich auf der CDs eines der besten Lieder, das vielleicht musikalisch ruhiger ist aber dafür sehr intelligent designt.
*Stand* ---------- Don’t give up, You’re gonna see tomorrow That you’ll be on your feet again Sometimes the world’s gonna knock you over But you will see who you are your friends
Come on, stand, up again Come on, stand, Stand, you’re gonna run again Your faith and patience will be your soldiers
To guide you through your troubled times Just put one foot in front of the other The battles are inside your mind You have the power to face your demons No matter how they go on time And rid yourself of your fear and weakness So you can start to live your life COME ON! stand, up again Come on, stand, Stand, you’re gonna run again
Ja, dass ist der klassische Lenny. So erkennt man ihn sofort und überall und kein Wunder hat dieses Lied das Musikvideo bekommen. Erst singt er schön sanft und plötzlich bricht die Stimme bittend aber auch bestimmend aus und aus Lennys Kehle erklingt eine lebensbejahende Hymne, die nicht nur musikalisch zum tanzen anregt, sondern auch einfach sich wohlzufühlen. Schade, dass er sich aber wieder nur auf singen und Schlagzeug versteift hat, denn was der Mann auf der Gitarre kann, sollte nicht zu kurz kommen!
*Superlove* ---------------- Your super love, I wanna be inside your super love I … such a love I wanna be inside your super love I want your super love I wanna be inside your super love I need a … sexual. Tja das eigentlich auch schon der komplette Text, der einfach zu Funkmusik immer wieder wiederholt wird und daher eigentlich sehr monoton klingt. Manchmal fühlt man sich an "Jamiroquai" erinnert, nur das er dann eben noch mehr Text liefert. Sicherlich ein nettes Verschnaufspäuschen auf der CD aber kein besonderes Lied.
*I can't be without you* ------------------------------ sometimes I don't feel alive why do I keep running from the truth? I can see it in my eyes where's the happiness that I once knew
I'm so tired of this place I want to hear your voice I want to see your face I can't escape the way i feel about you I don't wanna to know another day without you won't you call my name 'cause I can't be without you
Das ein schönes beinah schon melancholisches Liebeslied, bei dem Lenny wunderbar damit spielen kann, Trauer und Sehnsucht zu vereinen. Die Melodie unterstreicht das hervorragend, da sie teilweise bedrohlich wirkt und sich dahin steigert, dass sie zum Refrain wie ein einziger Hoffnungsschimmer für Lenny wirkt. Für mich ein wirklich tolles Lied!
*Sunflower (feat. Drake)* --------------------------------- You're, making it feel that everything is alright You're my sunflower, you're my sunflower In a world that's crumbling, all around us everyday You are, all the inspiration that I need to find my way How long I've been yearning, for the day I find my one true love Now that you are here my darling, I want you to stay (I want you to stay) You're, making it feel that everything is alright You're my sunflower, you're my sunflower You're, making it feel that everything is alright You're my sunflower, you're my sunflower
Mmh, hiermit bin ich ein wenig überfordert. Das Funk, das Soul, das Computermusik aus dem 21. Jahrhundert?!?! Keine Ahnung warum Lenny das gemacht hat, denn wenn er schon auf das Hippiesymbol die Sonnenblume hinweisen will, dann ginge das doch einfacher. Vor allem diese PC-Musik, dieses auf alt getrimmte Elektro, was soll das? "Buck Rogers" gesehen und gedacht, dass das die 60er oder 70er waren? Naja etwas seltsam und für mich leider eher enttäuschend. 4. Fazit: Das neunte Studioalbum von Lenny ist einfach genial. Die Lieder sind nicht nur von der Abmischung her sehr gut, sondern überzeugen durch Funk, Soul, Jazz und Rock. Natürlich gibt es auch ein paar eher schwächere Lieder, was ich aber bei einer CD mit so hohem Durchschnitt an guten Lieder kaum erwähnenswert finde. Viel mehr muss noch erwähnt werden, dass auch die Botschaft, die in vielen der Liedern verborgen ist, sehr wichtig und vor allem leicht verständlich ist. Eine Kleinigkeit stört mich jedoch. Seine Gäste wie Drake oder Jay Z sind mir eher ein Dorn im Auge, da sie wohl auch auf die Lieder Einfluss genommen haben und dadurch Varianten entstanden, die mir nicht gefallen. Da sollte Lenny doch lieber wieder alleine weitermachen, oder die Jungs von U2 fragen, mit denen er ja immerhin letztes Jahr auch auf Tour war. Daher von mir vier Sterne und eine deutliche Kaufempfehlung!
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Ausgabedatum: 2011-08-19, Audio CD, Roadrunner Records (Warner)
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