Blood Sweat and Tears sah ich im Laden stehen, eine Woche nachdem ich mit Despairation bei der Regensburger Gothic Night zusammen "Wolf Moon" geträllert hatte. Und so griff ich spontan zu, eigentlich um gerade diese Version auf CD zu haben.
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Erfahrungsbericht von SiS_ über Blood, Sweat & Tears / a Trib.to Type O Ne - Various 24.04.2003
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Häufigkeit der Nutzung
ab und zu
Dieser Tonträger ist:
Pro:
Gute Songs in neuem Gewand
Kontra:
Teilweise nicht besonders inovativ
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Blood Sweat and Tears sah ich im Laden stehen, eine Woche nachdem ich mit Despairation bei der Regensburger Gothic Night zusammen "Wolf Moon" geträllert hatte. Und so griff ich spontan zu, eigentlich um gerade diese Version auf CD zu haben.
Die Scheibe ist ein Tributesampler. Im Metalgenre bin ich nicht so wirklich zu Hause, also kenn ich die meisten Bands eh entweder nicht oder nur vom Namen her. Eine interessante Mischung ist schon rausgekommen, auch wenn man vor allem zwei Dinge anmerken/bemängeln kann
1) Es gibt verdammt viele Leute, die meinen wie Mr. Steele singen zu müssen, auch wenn sie nicht die Stimme haben.. 2) Das ist jetzt meine persönliche Meinung, aber Coverversionen dürfen normalerweise etwas respektloser sein... klingt oft verdächtig wie das Original nachgespielt..
::::: DIE TITEL :::::
1. End of Green - Black No. 1 End of Green sind eine Band, die ich des öfteren mal probegehört habe... Die Stimme des Sängers ist vielseitig und gut und so beginnt das Stück mit gewohnter Kontrabassstimme, die jedoch bald nach oben schnell und ihre eigene Energie und Dynamik zeigt. Der Sound ist ans Original angelehnt, aber doch eigen und kraftvoll genug. ----- Sehr Gelungen!
2. Frown - In Praise of Bacchus An sich ja tadellos.. aber langweilig. Der Sänger versucht sich ebenfalls im Steele Slang... und irgendwie is alles gleich... sogar den obligatorischen Chorus auf die Gitarren hat man versucht nachzumachen... jede Modulation und Kolorierung in der Gesangmelodie - wie im Original... also ------ anhörbar, aber unspektakulär...
3. Graveworm - Christian Woman Es beginnt schön düster - harrr - Graveworm können ja bekanntlich um einiges härter... die Growls sind schon am Anfang mitgepitcht, das Stück ist richtig schön schleppend schwer und düster mit Gitarren und Keys arrangiert. Für Freunde des DoomMetals sicher entzückend ----- Mutig und Gut!
4. Mandrake - Everything dies Es geht schnell mit Doublebass und Sprechchören los... soweit so gut.. dann wirds langsam und synhig... Das Stück singt eine Frau mit klarer heller und exakter Sopranstimme... Produktionstechnisch hätte man da schon mehr machen können... der Übergang Strophe-Refrain zündet irgendwie nicht und alles ist zu matschig und verhallt, und das macht das ganze Lied düdelig ----- Schön vorgetragen, aber Verbesserungsfähig
5. Gardens of Gehenna - Prelude to Agony durfte ich auch schon live erleben. Dobblebass-Gewitter, abwechslungsreiche Growls, Orgelbegleitung, Kratzegitarren, im Refrain wird gesungen, das müsste etwas druckvoller kommen. Aber auch produktionstechnisch nicht zu verachten ----- Gut gemacht.
6. Despairation - Wolf Moon Mal ganz andere Töne.. Klavier... Synthies.. dezente Electroelemente, Drumloops. und wie gesagt, wegen diesem Stück hab ich mir den Silberling zugelegt. Bin also vorbelastet.. jedoch mocht ich das Stück live mehr - der Gesang ist einfach etwas zu brav, zwar druckvoll und exakt, aber man wartet darauf, das er irgendwann mal ausbricht. ----- Mutig, schön, aber zu brav.
7. Incubation - Set me on fire Klingt schon wieder so verdächtig nach Originalsound... zumindest bis die Sänger einsetzen. Klingt irgendwie mehr nach Flowerpower, frühe 70er Zeit... Die ganze Nummer, mit Gitarren, Drums und Keys wirkt einfach ziemlich chillig, dabei aber nicht langweilig. Ob man das jetzt gut findet oder nicht bleibt wirklich einzelgeschmackssache - ich finds nett ----- Sympatisch, Heiter und nett gemacht - mehr nicht...
8. Delight - My Girlfriends Girlfriend! Lesben der Welt haltet euch fest - DIESES LIED SINGT EINE FRAU!!!! HARRRRRRRRR! Eh schon mein Type O Lieblingslied kriegt das ganze schon eine ziemlich nette ironische geste... das Arrangement hat man wieder ziemlich beim Original belassen, halt etwas besser aufgenommen.. aber dafür wirft die Sängerin ziemlich viel um - die Stimme ist gut, säuselfrei, klar und einfach schön. Die Hooklines zünden, mein Lieblingstrack auch auf der Coverscheibe!! ----- COOL!
9. Cryptic Carnage - Blood and Fire Hihats, hihats, hihats.. Klingt schon wieder so unspektakulär nach dem Original.. die Stimme des Sängers ist ganz okay, im Refrain gibts weibliche Unterstützung... trotzdem plätschert diese Version wieder irgendwie einfach vor sich hin ohne das irgendwas spektakuläres hängenbleibt, also wieder ----- anhörlich, aber unspektakulär
10. Aion - Everyone I love is dead Ein angenehmes Gitarrenintro, wirkt sympatisch weil einfach gemacht und auf Proberaumsound abgemischt. Der Sänger klingt so etwas nach Metallica, der Gitarrensound kommt klar und gut, ohne penetrant nach Type O zu Klingen - ergo, eine Coverversion mit offenbar eigenem Flair. ----- simpel, aber wirkt autenthisch für die Band
11. Moonlight - Love you to death Klare Gitarrensounds mit Klavier eröffnen das Stück, dann kommt ein Break in geflangerte sphärische Regionen, die Stimme der Sängerin ist gehaucht und erotisch. Die Übergänge vor allem vom ersten Stück zu den härteren Passagen sind gut, der Wechsel Stimme/Gitarrensolo macht Gänsehaut ----- Gelungen!
12. Asterius - We Hate Everyone Wieder einmal Todesmetal. Böse, Druckvoll... den Powermetal-Chorgesang im Refrain häts allerdings nicht gebraucht, der macht irgendwie mehr kaputt als er bringt. Nochdazu breaks mit kaputten Gitarren und allem was dazu gehört! Aber die Nummer reisst was los live würd ich dazu schon abmoshen. ----- Gelungen!
13. The Dreamside - Die with me Die Analogsynths am Anfang und das Frauengewispere inklusive (natürlich geflangerte) Akustikgitarren haben schon so ein leichtes Popflair... und man zeigt sich experimentierfreudig in der Auswahl von Soundgebilden, wo auch mal Synthiedrumskommen, abgewechselt von herkömmlichen Rockarrangements.. wirkt auf mich etwas stressig.. zumal Frau Sängerin ständig so weiter geil vor sich hin wispert.. geht euch vielleicht ja anders.. wenn man den Refrain etwas verhallter, voller und fetter gemacht hätte, wäres auf jeden Fall perfekt ------ Passt !!!
::::: FAZIT :::::
Also Type O neu erfunden hat man mit der Compilation nicht.. dafür isses einfach stellenweise zu brav und unspektakulär... Type O Fans sollten mal reinhören. Eine Offenbarung werdet ihr nicht vorfinden, aber einige nette Nummern sind dennoch drunter.