My tribute to Michael Jackson.... Part 5
03.09.2009
Pro:
ein tolles Doppelalbum, Invincible ist die stärkere CD, 5 tolle Lieder auf Blood on the dancefloor
Kontra:
die Remixserie auf Blood on the dancefloor
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Sylviane
Über sich:
***beLIEve ***Vielen Dank für ALLE Bewertungen! Bitte nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht in je...
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Heute möchte ich Euch wieder einmal in die Musikwelt Michael Jacksons entführen und Euch die Doppelcd "Blood on the dancefloor und invincilble" vorstellen. Beide CDs sind auch einzeln herausgebracht worden zu unterschiedlichen Zeiten. Blood on the dancefloor ist daher das Album, das als erstes erschienen ist in einem Zeitstrahl. Invincible hingegen ist später auf den Markt gekommen und ist das letzte Studioalbum Michael Jacksons. Danach hat er sich zurückgezogen und keine weiteren Aufnahmen veröffentlicht. Das war im Jahre 2001. Obwohl es ja heißt, daß ein Fundus mit etlichen unveröffentlichten Songs gefunden worden sein soll und man spekuliert auf eine neue CD nach seinem Ableben...Doch bisher sind es alles Gerüchte, dennoch denke, daß etwas daran sein könnte und die Maschienerie Michael Jackson läuft (auch noch seinem Tode oder gerade nach seinem Tode) zu Höchstformen auf... Doch beginnen wir nun mit Blood on the dancefloor. Blood on the dancefloor: Im Ganzen betrachtet, ist aus diesem Doppelpack Blood on the dancefloor die deutlich schwächere CD. Das möchte ich hier zu Beginn der Kritik schon einmal deutlich sagen. Es gibt hier in erster Linie Remixe einiger Songs aus der Historytour und nur wenig neue eigenständige Lieder wie "Blood on the dancefloor", "Ghost", "Morphine","Superfly Sisters" und "Is it scary", Die übrigen Lieder sind alle neuzusammengemischt, bearbeitet, aber nichts Neues als solches. Beginnen wir nun einmal die Titel einzeln zu betrachten.
Blood on the dancefloor: Blood on the dancefloor ist wohl der bekannteste Titel der CD. Es gibt zu dem Song natürlich auch ein beeindruckendes Video und im Ganzen kann man sagen, daß Jackson mit diesem Titel damals im Jahre 1997 wieder einmal die Charts stürmte. Blood on the dancefloor hat alles, was ein guter Popsong haben muss. Er ist flott, er ist eingängig, geht also ins Ohr und läßt Jackson hier seine Kunst so richtig ausleben. Im Übrigen heißt es, daß Jackson den Song schon für das vorhergehende Dangerousalbum aufgenommen haben soll, ihn dann aber doch nicht dafür ausgewählt hat. Textlich erinnert mich Blood on the dancefloor immer ein wenig an Smooth criminal. Damit hatte Jackson schon einen großen Erfolg und ich habe immer den Eindruck, daß er gern Lieder dieser performte. Blood on the dancefloor wurde von Michael Jackson und Teddy Riley geschrieben. Morphine: Das nächste Lied auf der CD ist der Song Morphine. Dieser ist in Anbetracht des Todes Michael Jacksons erschreckend. Führte doch die Einnahme solcher Mittel wie in dem Song genannt "Demerol" zu seinem Tode. Morphine ist ein sehr aggressiv gesungenes Stück, das ich eher in der Rockklasse einordnen würde. Im Nachhinein vielleicht ein Hilferuf eines Abhängigen? Denn es ist bekannt, daß Jackson oftmals Erfahrungen (siehe Billie Jean) in seinen Songs verarbeitete. Morphine läßt heute einen bitteren Nachgeschmack beim Hören aufkommen... Dieses Lied ist von Michael Jackson komponiert worden und auch der bedrückende Text stammt komplett aus seiner Feder.
Superfly Sisters: Im Ganzen ist Superfly Sisters, was die Musik angeht, sanfter gehalten als Morphine. Eine Sache, die ich auf den CDs Jacksons oft beobachtet habe, daß sehr laute, aggressive Lieder mit ruhigeren abwechseln. Allerdings hat es hier der Text in sich, auf den es sich zu achten lohnt und dann vielleicht einen kleinen Gedanken an Jacksons Leben, sein Aufwachsen zu verschwenden... Der Text stammt hier von Michael Jackson und die Musik hat er gemeinsam mit Bryan Loren komponiert. Ghosts: Ist das nächste Lied auf dieser CD. Spontan erinnert es an Michael Jacksons "Thriller". Das Gruselige wird in diesem Lied wieder aufgegriffen und ich werde den Verdacht nicht los, daß Michael Jackson Gefallen daran hatte, Lieder dieser Art zu singen. Allerdings ist meiner Ansicht nach der Text von Ghosts nicht so trivial wie bei Thriller. Jackson spricht hier vom Geist der Missgunst, der Eifersucht, der seine Familie heimsucht. Wer gibt ihm das Recht, seine Familie zu belästigen... So amüsant der Beginn des Liedes auch sein mag und so sehr man an Thriller hier erinnert sein mag, ich glaube, Michael Jackson hat auch hier einfach nur den Wunsch nach Frieden und Ruhe für seine Familie geäußert und für sich. Musikalisch verarbeitet wie vieles wie es heißt. Vom Sound her ist Ghosts aber ein recht beeindruckendes Werk, es bietet alles, was ein guter Popsong braucht und wie gesagt, es erinnert mich im gesamten an Thriller. Geschrieben hat das Stück Michael Jackson gemeinsam mit Teddy Riley.
Is it scary: Is it scary heißt der nächste Song auf der CD. Zunächst einmal ist es auffällig, daß Jackson hier viele Textzeilen verwendet hat, die auch in Ghosts vorkommen. So wiederholt sich hier einiges. Dennoch sind es natürlich zwei verschiedene Songs, die allerdings meiner Ansicht nach auch was die Musik angeht, sehr ähnlich sind. Textlich berührt mich Is it scary ein wenig, denn ich habe auch hier das Gefühl, daß Michael Jackson hier seine Probleme verarbeitet, in denen es um die unschönen Zeitungsartikel geht, die ihn als Freak oder Monster bezeichnen aufgrund seiner optischen Veränderung. Ich glaube, er meint es in diesem als amüsantes Gruselwerk beginnenden Stück ernst, wenn er fragt: Am I scary for you, Baby... Dieses Lied stammte übrigens komplett aus Jacksons Feder sowohl vom Text her als auch von der Komposition. Ich denke, daß ich daher mit meiner Vermutung auch richtig liege, hier wurde musikalisch einiges versucht zu verarbeiten. Dieses sind die 4 Titel der CD (Blood on the dancefloor einmal ausgenommen), die ich besonders hervorheben möchte. Sie haben mich größtenteils erschreckt, was ihre Inhalte anging und ich denke, wenn man (wer auch immer) ein wenig mehr auf die Texte gehört hätte, die versteckten Hilferufe darin gedeutet hätte, man hätte Michael Jackson vielleicht helfen können, ein glücklicheres Leben zu führen. Diese 5 Titel, so gut sie musikalisch auch gemacht sind, so traurig sind sie nun in Anbetracht seines Todes zu sehen. Ich sehe es so, daß Jackson in diesen vier Songs das getan hat, was man ihm oft nachgesagt hat, er hat sein Leben in ihnen verarbeitet, vielleicht um Hilfe gerufen, vielleicht versucht gegen die Presse zu agitieren. Jackson hat einmal gesagt, es würde weh tun, er zu sein. Und ich denke, Lieder wir "Morphine" mit der Textzeile: Oh, God he´s taking Demerol und Lieder wie "Is it scary" mit einer Textzeile wie Am I scary for you, Baby suchen den Bezug zu seinem Leben. Auch wenn alles in einer musikalischen Geschichte verstrickt ist. Nun nach seinem tragischen Ende, wird mir dieses sehr deutlich. Und ich muss sagen, daß ich ihn bei all seinem Reichtum, all seinem Erfolg nicht beneide. Sein Leben muss wenig geprägt gewesen sein von wirklich glücklichen Momenten und die wurden ihm meist dann auch noch kaputt gemacht durch die Berichterstattung in der Presse etc.
Nachdem diese vier Lieder der CD nach dem Einstiegsbonbon "Blood on the dancefloor" meiner Ansicht nach starker Tobak waren, geht es dann locker weiter mit Remixen. Ich persönlich bin kein großer Freund von Remixen und daher ist diese CD aus dem Doppelpack für mich auch die deutlich schwächere, von den Hammerliedern, die ich eben genannt hatte mal abgesehen. In den nächsten Titeln werden alte Songs neu aufgemischt, verlängert, verändert, bringen aber nichts deutlich Neues. So möchte ich sie hier nur aufzählen und nicht allzu sehr darauf eingehen. Scream Louder ist der Remix des Songs Scream, den er gemeinsam mit Schwester Janet aufgenommen hat. Doch bei den Remixen ist es generell so, daß die Texte hier ins Hintertreffen geraten wie auch der Gesang für meinen Geschmack. Ich finde diese Remix ist extrem lang und kann mich nicht so sonderlich begeistern. Dabei ist es allerdings auch so, daß mich Scream selbst auch nicht so begeistern konnte wie viele andere.
Der nächste Remix ist Money, auch hier bin ich nicht das begeisterte Publikum, das man sich wünschen würde. 2 Bad ist der nächste Remix. Auch hier finde ich das Ganze zu lang und zu sehr geprägt von den Rhtythmen. Die Texte und der Gesang sind mir hier einfach zu wenig.
Stranger in Moscow ist als nächstes zum Remix geworden. Hier bin ich auch nicht zufrieden, was aus dem Lied gemacht wurde. Das Original ist tausend mal schöner und auch angenehmer zu hören. Ich weiß nicht, ob mit den Remixen versucht worden ist, ein jüngeres Publikum zu gewinnen, aber es ist nicht der Style, den ich bei Michael Jackson wünschen würde. Und das kann ich ausnahmslos für alle Songs sagen, die dem Remix zum Opfer gefallen sind. This time around ist das nächste neu aufgemischte Lied. Auch hier kann mich das Original mehr begeistern.
Selbst der so geniale Earth Song wurde hier zum Remix. So gern ich dieses Lied auch ansonsten höre, als neue Version kann es mich nicht so sehr begeistern, obgleich es auf der CD für mich der gelungenste Remix ist. Ebenso verhält es sich mit den beiden letzten Remixen You are not alone und History. Ich kann mich nicht sonderlich dafür begeistern und für mich wäre es in dem Fall ausreichend gewesen, wenn Blood on the dancefloor nur die ersten 5 Lieder gehabt hätte und meinethalben die Originale, der neu gemischten Songs. Die Remixe höre ich selten, auf keinen Fall mehr bewußt. Meist beginne ich von vorne, nachdem ich "Is it scary" gehört habe, wenn ich nicht auf eine andere CD umstelle.
So ist Blood on the dancefloor für mich eine CD mit großem Potential, wenn ich an den Anfang denke, die aber schwach endet mit Musik, die einfach nicht Michael Jackson ist meiner Ansicht nach. Ich weiß nicht, warum er sich hier bei den letzten Aufnahmen so verbogen hat, ob es der Kampf um jugendlichere Hörer war, ob ihm jemand gesagt hat, daß er seinen Style ändern soll.... Mich kann die CD ab diesem Teil nicht mehr begeistern und so bekommt sie eine schwächere Wertung als ihr Partner im Doppelpack Invincible. Beginnen wir nun damit Invincible auseinanderzunehmen. Erst einmal ist es wichtig, daß Invincible das letzte Studioalbum war, das Jackson aufgenommen hat. Ich habe gelesen, daß es verschiedene Ausführungen davon gegeben haben soll in den USA, um das Publikum zu gewinnen, was die Aufmachung anging. So wurde hier also richtig in die Werbetrommel gegriffen, um Invincible zu vermarkten. Allerdings heißt es, daß Invincible das schwächste Album von Jackson gewesen sein soll. Eine Sache, die ich komplett anders sehe und dieses Album eigentlich als mein liebstes von ihm bezeichnen möchte, auch wenn es wie jede andere CD auch Höhen und Tiefen aufweist. Dennoch sind auf Invincible viele Lieder enthalten, die ich einfach als genial bezeichnen möchte. Doch arbeiten wir uns nun durch diese zweite CD.
Ich finde, daß Invincible die romantischte CD ist, die Michael Jackson hervorgebracht hat. Sie ist in vielen Teilen so voller Liebe, voller Zärtlichkeit, das man dahinschmelzen könnte. Natürlich sind auch wieder einige flottere Lieder dabei, die vielleicht sogar an den Schwung von Bad erinnern. Doch das meiste ist recht liebevoll und sogar träumerisch. Unbreakable: Dieses ist der erste Song der CD. Er ist fast wie ein Befreiungsschlag Michael Jacksons zu sehen. Er ist nicht zerbrochen an all den Schlagzeilen, die seit 1993 über ihn geschrieben worden. Er hat trotz all seinen schlechten Erfahrungen nicht aufgegeben. In diesem Lied singt er, daß er unbreakable und untouchable wäre, also nicht zu zerbrechen und nicht zu berühren. Er könnte nicht verletzt werden und so weiter. Ich bin der festen Überzeugung, daß Jackson auch hier wieder Erfahrungen aus seinem Leben in einen Song eingebettet hat und finde gerade dieses Stück so einzigartig und irgendwie tough auf dieser CD. Neu ist hier, daß er eine Strophe rappen läßt, was auch wieder modern erscheint. Schließlich hatte man ihm ja auch nahe gelegt, seinen Style zu ändern. So ganz passend finde ich den Rap zwar nicht, aber er nimmt dem Lied ein wenig die Schärfe, mildert die Aussage, die die von Jackson gesungenen Strophen und den Refrain haben ab. Dennoch verspüre ich beim Hören dieses Liedes ein Aufatmen, ganz gleich, wem er hier nun sagen will, daß er unzerbrechlich sei... Das Lied strotzt nur so vor Energie und auch vor Trotz, es allen beweisen zu wollen. Ich finde es faszinierend.
Heartbreaker: Heartbreaker ist ein Song, der eingängig ist. Hier wird eine unglückliche Liebe beschrieben. Textlich nichts besonders, musikalisch auch nicht besonders spektakulär meiner Meinung nach, aber schön zu hören. Auch hier bedient sich Jackson wieder des Elementes Rap. Die Musik selbst ist sehr elektronisch angehaucht durch einige auffällige Sounds. Ein Lied, das man hören kann, aber das einen nicht weiter besonders in Erinnerung bleibt. Eher dem Bereich Partymusik zu zuordnen. Invincible: Dieses Lied gab der CD den Namen: Invincible. Das bedeutet unbesiegbar. Nun gab es im Zuge des Erscheinens der CD damals Unkenrufe, wie größenwahnsinnig Jackson geworden wäre, eine CD Unbesiegbar zu nennen. Dabei geht es textlich in dem Song gar nicht um ihn, sondern er besingt eine Frau, die unbesiegbar ist. Im Übrigen wäre in dem Text invincible auch nicht unbedingt mit unbesiegbar zu übersetzen, sondern viel mehr mit unerschütterlich. Und dann wird das Lied in der Hinsicht, wenn man davon ausgeht, daß Jackson der Mann ist, der um die unerschütterliche Frau buhlt, die er nicht erreichen kann, sogar zu dem, der in dem Moment die Niederlage erlebt. Denn im Text heißt es beispielsweise: " Evan when I beg and plead, she´s invincible. Girl won´t give in to me, she´s invincible"... Was bedeutet, auch wenn ich bettle und flehe, sie ist unerschütterlich. Das Mädchen wird sich mir nicht hingeben, sie ist unerschütterlich." Es ist hier also nichts mit einem heroischem Titel, der Jackson selbst beweihräuchern wollte. Sondern im Gegenteil, es geht hier darum, daß er abgewiesen wurde. Ob dieses Lied nun für eine bestimmte Frau geschrieben wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Doch ich finde es erstaunlich, daß die Presse damals so einen Hype um den Namen der CD machte und dabei augenscheinlich nicht einmal auf den Text des Liedes gehört hat. Mir persönlich gefällt invincible sehr gut. Es ist ein toller Song, der im Gedächtnis bleibt und musikalisch wie textlich einiges zu bieten hat.
Break of dawn: Bei Break of dawn zeigt sich Jackson so romantisch wie lange nicht mehr. Man fühlt sich gleich wieder an erinnert. Die Musik ist so lieblich, seine Stimme klingt so zart. Das leise Vogelgezwitscher am Anfang des Liedes, einfach traumhaft. Der richtige Song für kuschelige Stunden. Mehr braucht man zu Break of dawn wohl nicht zu sagen... Der Song ist magisch, so voller Wärme und Liebe. Heaven can wait: Dieser Song ist nun gerade nach dem Tode Michael Jacksons bewegend. Wenn ich ihn nun höre, muss ich daran denken, daß der Himmel eben nicht warten konnte. In dem Lied wird die Situation beschrieben, daß er sich sich fürchtet gehen zu müssen und er spekuliert darauf, was er tun würde, wenn es soweit wäre... Er würde zu den Engeln sagen, sie sollen ihn zurückbringen zu seinem Baby. Nun kann man hier mutmaßen, ob es um eine Frau geht oder aber an seine Kinder denken. Ganz gleich, wer nun gemeint war, für mich sagt das Lied eine gewisse Lebensfreude aus, einen Hang zum Leben. Ich fand es sehr bewegend, getragen von einer wunderschönen Melodie.
You rock my world: Auch in diesem Song geht es wieder um die Liebe. Einer Liebe zu einer dunkelhäutigen Frau. Dieses Lied hat einen interessanten Anfang, denn es ist das Gespräch zweier Männer, Michael Jackson und Chris Tucker, die sich darüber unterhalten, das Mädchen kriegen zu können. Danach setzt dann das Lied richtig ein. Mir gefällt das Lied soweit gut, aber für mich ist es kein bedingtes Highlight der CD. Butterflies: Ach, auch hier haben wir wieder einen ganz romantischen Michael Jackson mit Butterflies. Hier besingt er auch wieder das Gefühl, verliebt zu sein. Die Musik dazu ist so herrlich, so romantisch, einfach wie das Gefühl von Schmetterlingen im Bauch. Jackson interpretiert diesen Song so wunderbar gefühlvoll. Mit Sicherheit ist Butterflies eines der Highlights der CD.
Speechless: Mein persönlicher Favorit ist aber nun an der Reihe. Ich bin absolut begeistert vom Song Speechless. Dieser Titel steckt so voller Gefühl, daß er einen nicht nur sprachlos, sondern auch atmenlos macht. Es ist Michaels Stimme pur, sie trägt einen durch den Song. Die Musik gerät völlig in den Hintergrund. Man kann sich vorstellen, wie er dieses Lied völlig ohne musikalische Begleitung singen würde und es wäre immer noch wundervoll. Für mich das absolute Toplied der CD, das ich mir immer wieder anhören könnte. 2000 Watts: Nachdem wir nun nach so schönen Liedern wie Butterflies und Speechless ins Träumen geraten waren, reißt uns Jackson mit 2000 Watts wieder aus den Wolken. Dieses Lied ist der krasse Gegensatz zu den romantischen Stücken und geht wieder eine sehr moderne Schiene. Begeistern kann ich mich dafür aber eher weniger.
You are my life: Doch zum Glück geht es gleich danach wieder romantisch weiter mit You are my life. Auch hier zeigt sich Jackson wieder einmal von seiner verliebten Seite. Das Lied ist so voller Liebe, voller Vertrautheit, voller Zärtlichkeit. Ein Lied für die ganz romantischen Stunden im Leben. Hier ein kleiner Textauszug: You are the sun You make me shine Or more like the stars That twinkle at night You are the moon That glows in my heart You're my daytime my night time My world You're my life
Wundervoll, nicht wahr? Privacy: Dieses Lied steht wieder im krassen Gegensatz zum wundervollen romantischen You are my life. In Privacy wird es aggressiver, hier wird sich zur Wehr gesetzt. Und zwar ist es ein Song, der sich gegen die Paparazzi richtet, der Schrei nach Privatsphäre. Man hört das Surren einer Kamera. Jacksons Stimme ist hier energisch, tiefer als beim vorhergehenden Lied und ich bin immer wieder begeistert von dieser Wandelbarkeit. Der Text spricht ihm sicher aus der Seele. Wieder einmal singt er sich ein Stück Frust von der Seele...
Don´t walk away: Auch hier geht es wieder um die Liebe. In diesem Fall wird darum gekämpft, nicht verlassen zu werden. Es ist ein recht pures Lied mit sanfter Gitarrenbegleitung im Beginn. Jacksons Stimme pur. Gefühlvoll. Cry: In diesem Lied geht es wieder einmal darum, die Welt zu verändern. Ein ähnliches Thema wie bei Heal the world oder auch dem Earth Song. Eines der Lieblingsthemen Michael Jacksons, die Verbesserung oder Rettung der Welt. Ein beeindruckendes Lied. Musikalisch wieder ruhig, tragend, so daß man sich auf den Text konzentrieren kann.
The lost children: Auch dieses ist eines der Lieblingsthemen Michael Jacksons: Kinder. In diesem Fall die verlorenen Kinder. Wir fühlen uns gleich wieder an Peter Pan erinnert, an Peter Pan und die verlorenen Jungs. Jackson greift hier in gewisser Weise dieses Thema auf, um an all die Kinder dieser Welt zu erinnern, die es nicht so gut getroffen haben im Leben. Die Kinder, die vergessen sind, die kein Zuhause haben. Die Musik hier ist wieder leise und nur unterstützend. Jacksons Stimme ist klar und durch diese Klarheit besonders anklagend. Das Lied hat durch den einsetzenden Chor einen Gospelcharakter. Kinderstimmen im Song untermalen das Thema. Auch eines der Highlights für mich, bezeichnend für Jackson. Berührend. Whatever happens: Dieses Lied beginnt komplett anders als alle anderen auf der CD. Westernstimmung tritt auf, als pfeifend der Song eingeläutet wird. Der Sound ist komplett anders, sehr rhytmisch, wieder pur. Gitarrensoli spielen sich prägend ein, südländisch, mexikanisch vielleicht? Ein völlig aus der Reihe tanzendes Stück, vielleicht ein wenig dem ähnlich, das Jackson mit "In the closet" auf der Dangerous-CD herausgebracht hat. Faszinierend wie vielseitig sich Jackson auf diesem Album zeigt.
Threatened: Hier greift Jackson wieder das Monsterthema auf, das ihm mit Thriller soviel Erfolg beschert hat. Auch musikalisch finde ich, kann man einige Parallelen zu Thriller ziehen. Interessant sind die Einspielungen, die an einen Nachrichtensender erinnern, das Schlagen einer Uhr. Sicherlich ein interessanter Song. Ein würdiger Abschluss der CD. Nachdem ich eingangs gesagt habe, daß bei dieser Doppelcd Invincible deutlich die stärkere Geschichte ist, habe ich es sicherlich beim Beschreiben der einzelnen Songs deutlich gemacht. Auf Invincible finden sich kaum Lieder, die mich nicht begeistern können und es ist sogar so, daß ich sagen kann, daß auf Invincible die Songs zu finden sind, die ich zu den besten Michael Jacksons zählen möchte. Wie zum Beispiel Speechless, dieses Meisterwerk. Gesamt zeigt sich Jackson auf Invincible sehr wandelbar, was ich großartig finde. So bedient er auf diesem Alben viele verschiedene Genres. Er zeigt sich romantisch, er zeigt sich kritisch, er zeigt sich kämpferisch, energisch. Seine Stimme hat so viele verschiedene Klangfarben, daß man darüber nur staunen kann. Nachvollziehen kann ich nicht, daß allerorts Invincible als das schwächste Album gewertet wurde, ich denke eher, daß die üble Presse der Vergangenheit dazu beigetragen hat, das Jacksons letztes Studioalbum so schlecht verkauft wurde im Vergleich zu seinen anderen Werken. Ich kann nicht nachvollziehen, daß es sich hier um mangelnde Qualität handeln soll. Von daher sehe ich die zweite CD dieses Doppelpacks deutlich als die schwächere an. Die 5 neuen Songs auf Blood on the dancefloor sind stark und gut. Sie reißen die Gesamtbewertung der CD dermaßen raus, daß ich sie schlechtweg als gut befinden kann. Die Remixe hingegen treffen überhaupt nicht meinen Geschmack und machen meiner Meinung nach mehr gute Musik kaputt, als daß sie nützen. Die Originale können mich da um etliches mehr begeistern.
Noch ein Wort zur Gestaltung des Covers. Es sind hier beide Cover der einzelnen CDs zu sehen. Das finde ich sehr gelungen. Wobei ich sagen muss, daß mich das Cover von Invincible mehr ansprechen würde. Ich finde es einfach nur schön, pur. Das Cover von Blood on the dancefloor finde ich etwas eigentartig. Es sieht aus wie ein Gemälde und würde meiner Meinung nach von Jacksons Bewegung irgendwie besser zum Song "They don´t care about us" passen. Dieses energische Auftreten legt er meiner Ansicht nach eher bei diesem Lied an den Tag. Wie dem auch sei, das Cover ist nicht schlecht und beide zusammengenommen auf dem Cover der Doppelcd wirkt interessant. Doch letztlich geht es um die Inhalte, die Musik. Die Klangqualität ist ausgzeichnet. Darüber kann auch nach etlichen Abspielrunden nichts negatives sagen.
Alles in allem das Doppelalbum gesamt genommen, kann ich sagen, daß man sich mit diesem Werk gute Jacksonmusik ins Haus geholt hat. Ich möchte es nicht mehr missen und zolle meinen Tribut einem großen Künstler, der sich gerade auf den Scheiben so wandelbar präsentiert hat, so vielfältig wie nie zuvor. Von daher eine absolute Empfehlung und ich ziehe meinen Hut vor Michael Jackson.
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15.05.2010 14:31
Ging ja doch schneller als ich dachte...!?
14.05.2010 12:39
Sehr selten können mich Remixe mehr begeistern als das Original. Trotzdem, das Album würde auch mir gefallen, da hier viele meiner Jackson-Favoriten dabei sind. Bemerkenswert, wie ausführlich... ja fast schon lyrisch Du seine Werke interpretiert hast. Weisst Du was? Das belohne ich Dir gerne mit einem BH... nur leider erst in paar Tagen. *notier* Bis bald!
22.11.2009 02:26
Wir Michael jackson Fans leben intensiver ;) Schön rezensiert.. von BotD gefällt mir Bllod on the Dancefloor und Morphine sehr gut, auch wenn mich letzteres ebenfalls tief getroffen hat.. von Invincible mag ich You rock my world, Butterflies, Threatened und Don't walk away am schönsten.