Blue sky mining
23.12.2002
Pro:
Wirklich interssante Stücke
Kontra:
2 Totalausfälle
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 kentbrockmann
Über sich:
Ich bin so wild auf Deinen Erdbeermund, ich schrie mir schon die Lungen wund, nach Deinem weißen Lei...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 98 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Meinen kleinen Ausflug zur australischen Band Midnight Oil, möchte ich gerne mit dem Album beenden, welches ich mir damals zu allererst von dieser Band holte, damals sogar noch als MC. Blue Sky Mining war das Nachfolgeralbum des Welterfolges Diesel & Dust, die Erwartung der Fans aus aller Welt war gespannt, ob Midnight Oil an die Klasse des Vorgängers anknüpfen konnte. Ich selbst habe damals noch als absoluter Oil-Ignorant mal in ein paar CD's reingehört. Diese hat mir gefallen und deswegen hab ich sie mir für 24,95 gekauft. Da ich das Album Diesel & Dust damals noch nicht kannte, war ich nicht sonderlich voreingenommen und konnte mir so diese CD ganz objektiv in mein Herz schließen. Das Cover ist oben abgebildet (vielen Dank übrigens noch einmal an SaschaT für den raschen Produktvorschlag :-) ), im Inlay sind auf dunkelblauem Hintergrund die Songtexte aufgedruckt.
1. Blue Sky Mine Ein sehr guter Opener, das Lied fängt sehr ruhig an, nimmt aber mit der Zunahme an Instrumenten gut an Fahrt auf, besonders einprägsam sind die kleinen Mundharmonikasequenzen vom Sänger Peter Garret. Der Refrain wird durch den stärkeren Einsatz von Drums noch einmal hervorgehoben. Insgesamt ein sehr gutes Lied zum Tanzen.
2. Stars of Warburton Ein recht langsames Lied, Peter Garrets Stimme liegt hier im Vordergrund, Drums und Gitarre begleiten harmonisch aber nicht aufdringlich. Der Song hat ein sehr sehnsuchtsvollen und heimatverbundenen Inhalt, obwohl das Lied nur balladenähnlich ist, ist es doch zum Träumen geeignet.
3. Bedlam Bridge Wieder ein Lied, dass eher zum nachdenken, als zum tanzen anregt. Eine träge, fast schon finstere Stimmung durchsetzt von dunklen Orgeltönen ,Bass und Trommeltönen durchzieht das Lied.
4. Forgotten Years Es wird wieder schneller und es beginnt auch wieder in den Beinen zu zucken, so hört sich guter Rock aus den 80ern an. Handgemachte Musik ohne Schnörkel, ein gutes Tempo und ein richtig guter sozialkritischer Text, der dazu aufruft, die schlimmsten, die dunkelsten Jahre nie in Vergessenheit geraten zu lassen.
5. Mountains of Burma Es geht gemächlich weiter auf diesem Album, allerdings beweist Midnight Oil hier wieder einmal, dass sie keine Band für langsame Lieder sind. Der Sound und selbst der sonst so souveräne Gesang von Garret wirken etwas unglücklich und ungekonnt. Ein Song, den ich kaum zu Ende höre.
6. King of the Mountains Sobald es etwas schneller wird, findet Midnight Oil auch zu gewohnter Stärke zurück, so wie bei diesem Lied. Interessante Gitarreneinsätze, ein stürmischer Sänger, ein toller Rhythmus lassen keine Wünsche meinerseits an gute Musik offen.
7. River runs Red Das absolut schlechteste Lied dieser CD, wieder versucht sich Midnight Oil an einem langsamen Stück, der Text ein einzige fades Geschwafel, einzig beim Refrain selbst kommt eine Spur von musikalischer Qualität auf.
8. Shakers and Movers Wieder ein nicht sehr temporeiches Stück, welches aber weitaus besser gelingt, als alle Versuche vorher, trotz eines langsamen Rhythmus, haben die Instrumente und die Stimme, die nötige Kraft, um dem Lied eine gewisse Klasse zu geben.
9. One Country Mein absolutes Lieblingslied auf diesem Album. Endlich gelingt es Midnight Oil, einen langsamen Rhythmus soundmäßig gut zu interpretieren. Es beginnt, wie in einem Unplugged Stück, Peter Garret singt in Begleitung an einer Gitarre, später setzen leise Drums und Klavierklänge ein und von Sekunde zu Sekunde wird aus einem leisem verträumten Song eine Hymne, die vor Energie nur so sprüht. Ich kanns nur empfehlen, mal zu hören.
10. Antarctica All die Klasse, die im vorigen Lied zum Vorschein kam, geht bei dem letzten Lied wieder verloren. Das Lied wird von der Band gesungen und Garrets Stimme setzt nur in kurzen Abständen ein. Drums und Bass begleiten das Lied, dass bei längerem Zuhören an Lagerfeuerstimmung erinnert, zum Ende setzt noch ein kleiner Instrumentalteil ein, der sehr hörenswert, weil wieder etwas satter im Sound ist.
Insgesamt gesehen ein Album dass durchaus hörenswert sein kann, abgesehen von 2 Songs, die doch weit unter dem Durchschnitt liegt, was Midnight Oil sonst musikalisch leisten konnte. Als Nachfolgealbum zu Diesel & Dust konnte es mich nicht ganz überzeugen, da die Band sich hier auf diesem Album alles in allem ein wenig langsamer in der Musik und ein wenig leidenschaftsloser und unpolitischer darstellt, vielleicht schon ein wenig zu kommerziell wirkt. Da es Midnight Oil aber auch hier wieder schafft einen ganz eigenen Stil einzubringen, der so ganz anders war, als die anderen Bands zu dieser Zeit (Aufnahmejahr 1989) und musikalisch dem Mist, den man sich heute in den Charts ansieht weitaus überlegen sind, gibt es von mir 4 Sterne und eine Kaufempfehlung, da die CD mit EUR 9,99 doch relativ günstig zu haben ist. Fastweihnachtliche Grüße vom jens
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28.12.2002 00:45
Midnight Oil hab ich früher oft gehört, irgendwo fliegt hier bei mir noch die DIesel and Dust rum, aber keine Ahnung wo. ich fand die immer gut. Gruss hirbele
26.12.2002 20:35
Einfach ein tolles Album! Über MO muss ich jetzt aucj langsam mal was schreiben, du hast mir immerhin die "Earth & Sun & Moon" entjungfert ;-)
23.12.2002 20:55
auch das ein toller bericht von dir. ich stehe aber mehr auf meinen metal ;)