... Nachfolgemodell für das GX700 und das SX700 ist das Boss VF-1.
Vorbildlich ist beim GX700 die einfache Bedienbarkeit, die Handbuch-Exzesse unnötig macht. An der Frontseite befinden sich Taster mit denen die einzelnen Effekte der Kette aus/eingeschaltet werden können. Alles ist sehr übersichtlich ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von assinger über Boss GX 700 14.12.2000
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Effekte/Bedienbarkeit
Kontra:
Farbe/Amp - Simulationen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Das BOSS GX700 ist Multieffektgerät und Ampsimulator im 17" Rackformat zugleich. Das Gerät wird nicht mehr gebaut, ist aber noch in den meisten Läden erhältlich. Nachfolgemodell für das GX700 und das SX700 ist das Boss VF-1.
Vorbildlich ist beim GX700 die einfache Bedienbarkeit, die Handbuch-Exzesse unnötig macht. An der Frontseite befinden sich Taster mit denen die einzelnen Effekte der Kette aus/eingeschaltet werden können. Alles ist sehr übersichtlich angeordnet und auch das Editieren der Effektparameter ist logisch aufgebaut.
Das GX700 kann über jede herkömmliche Midileiste angesteuert werden und bietet neben den Effekten (Chorus, Flanger, Phaser, Tremolo, Reverb, Compressor, Delay, Rotary-Speaker, WahWah) auch einen Einschleifweg für ein zusätzliches Effektgerät, welches sich dann in die Effektkette des GX700 integrieren lässt. Weiterhin können auch ein Tuner und ein Noise-Gate genutzt werden.
Das GX700 ist sehr gut zum Einschleifen in einen Gitarrenverstärker geeignet und das Umschalten zwischen den einzelnen Patches verursacht keine(!) Umschaltpause, wie bei vielen anderen Geräten dieser Klasse. Theoretisch wäre es auch möglich, das GX700 live direkt in die P.A. zu spielen, da ich die Ampsimulationen (besonders im Distortion-Bereich) aber für nicht ganz so gelungen halte, sollte man möglichst davon absehen und die Ampsimulationen nur beim Homerecording oder zum Üben verwenden.
Im Gegensatz zu den Ampsimulationen sind die Effekte durchweg gut, auch wenn man wie bei Geräten dieser Preisklasse üblich, Abstriche beim Reverb machen muss. Es ist relativ schwer ein zu gebrauchendes Reverb einzustellen - es klingt einfach zu unnatürlich. Die anderen Effekte sind dafür aber wirklich O.K. und lassen den Sound nicht digital wirken.
Über den MIDI Anschluss des GX700 können auch Sounds mit anderen GX700 Usern ausgetauscht werden. DAS GX700 bietet 200 Userbänke, auf denen selbstprogrammierte Sounds hinterlegt werden können. Die Werkseinstellungen sind mal wieder weniger zu gebrauchen, aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit, da die Jungs einfach Wert darauf legen zu zeigen, was ihre Kiste kann und nicht versuchen sinnvolle Effekte zu programmieren.
Das GX700 ist für alle, deren Verstärker einen Einschleifweg hat, eine Sinnvolle Alternative zu Bodeneffekten und auch Hasser von Rackgeräten werden zugeben müssen, dass die meisten Sounds genauso klingen, wie bei den BOSS Bodeneffekten. Die Ampsimulationen sind, wie schon erwähnt, nicht besonders gut. Insbesondere die Overdrive und Distortion Sounds klingen zu digital und lassen so die Durchsetzungskraft, die für eine Live-Situation benötigt wird, vermissen. Für den Homerecording-Bereich kann man aber durchaus auch die Simulationen nutzen, wobei ich hier das POD von Line6 eher empfehlen würde. In der Klasse der Multieffektgeräte unter 1000.- hält das GX700 aber auf jeden Fall einen Spitzenplatz, eine weiter Alternative wäre vielleicht das erste preisgünstige Effektgerät von t.c.-Electronics (m-one).
...Für alle die es nicht wissen: Das GX-700 von Boss ist ein Multieffektgerät für E-Gitarren in 19" Format. Damit kann man gewöhnliche Effekte wie Hall aber auch sehr eigenwillige Sachen wie den Humanizer in seine Musik einbeziehen.
Hier zum eigentlichen ...
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...-Pedalen ansteuern.
Problematisch für den Live-Betrieb könnte allerdings die Tatsache sein, dass beim Umschalten auf einen anderen Effekt eine kurze Pause entsteht - mich persönlich nervt das unglaublich und ich frage mich, warum die Hersteller so etwas immer noch in kauf nehmen, zumal es auch anders geht -siehe BOSS GX700.
Für das Erstellen von eigenen Effekten stehen dem User 200 Speicherplätze zur Verfügung, die sich in verschiedene Kategorien (Guitar, Vocals,...) einteilen lassen. 200 weitere Speicherplätze sind fest programmiert und können nicht überschrieben werden. Die Presets sind, wie so oft, nur zu einem sehr geringen Anteil von nutzen, aber wer spielt schon mit Hersteller-Presets ?
Alles in allem erhält man für einen relativ geringen Preis ein schönes, gut klingendes, universell einsetzbares Multieffektgerät, mit einigen Schwächen...
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