~Deep Purple in Topform~
31.07.2011
Pro:
alles
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 MartinMetz
Über sich:
Mitglied seit:27.08.2001
Erfahrungsberichte:349
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 36 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo Zusammen, gerade bin ich mal wieder auf eine Art von muikalischer Vergangenheitstrip der mich meistens besinnlich an meine Jugend erinnert in der einige Hardrock-Bands Songs zum besten gaben die auch heut noch immer wieder gerne höre.Eine dieser Bands war Deep Purple die bereits 1973 leider einige personelle Veränderungen über sich ergehen lassen mußte. Denn von der schon fast legendären Mark II-Besetzung schieden mehr oder weniger im Streit Ian Gillian (Vocals) und Roger Glover (Bass) aus und wurden durch Glenn Hughes (Bass) und David Coverdale (Vocals)
Glenn Hughes wurde dabei mehr oder weniger zufällig im Londoner Marquee Club von den übrigen Bandmitgliedern Ritchie Blackmore, Jon Lord und Ian Paice entdeckt wo Hughes mit seiner Band "Trapeze" auftrat. David Coverdale dagegen schickte aufgrund einer Zeitungsannonce ein Demo-Band und durfte sich daraufhin prompt als Frontmann von Deep Purple fühlen. Im November 1973 wurde dann das Album "Burn" in der erstmalig agierenden Mark III-Bestzung mit folgender Besetzung eingespielt. Zudem wurde im letzten Jahr eine *30th Anniversary Edition* des gleichnamigen Albums veröffentlicht von dem dieser Beitrag handelt: Ritchie Blackmore (Lead Guitar) John Lord ( Keyboards) Ian Paice (Drums) David Coverdale (Vocals) Glenn Hughes (Bass)
Die Trackliste: **************** 1. Burn 2. Migh Just Take Your Live 3. Lay Down,Stay Down 4. Sail Away 5. You Fool No One 6. Whats Going On Here 7. Mistreated 8. A 200 Zu den einzelnen Tracks: **************************** 1. Burn*.....direkt schon am Anfang des Albums folgt der Kracher schlechthin der anfänglichst Erinnerungen an "Highwaystar" aufkommen läßt. Blackmore und Jon Lord treiben den Song förmlich geschwindigkeitsmäßig vor sich hin wobei sich Coverdale und Hughes bei den Vocals strophenmäßig abwechseln. In der Mitte des Tracks folgt dann eines der genialen Soli von Ritchie Blackmore in Begleitung von Jon Lord am Keyboard. Highlight des Songs ist dann zweifellos das Soli von Jon Lord was ich damals zigmale hintereinander anhörte. Aufgebaut auf Keyboard-Synthi-Klängen explodiert Jon Lord förmlich beim weiteren fast schon klassischen Ablauf seines Soli.
2 .Migh Just Take Your Live*....das Intro dieses Songs erinnert stark an "Woman from Tokio", einer Single-Auskoppelung vom Album Vorgänger "Who Do We Think We Are". Der weitere Verlauf ist meiner Meinung nach reichlich "Funky" geraten wobei allseits bekannte stampfende Rock wie weggeblasen ist. Auch hier herrscht der Wechselgesang von Hughes/Coverdale wobei Jon Lord sich gewohnheitsmäßig von seiner besten Seite zeigt. 3. Lay Down, Stay Down*....hier gehts schon wieder etwas rockiger ab der von Ritchie Blackmores trockenen Gitarren-Riffs getragen wird. Auch darf natürlich nicht Jon Lord mit seinem Soli nicht fehlen wobei die Chorus-Vocals von Coverdale/Hughes mir gar nicht gefielen.
4. Sail Away*...OHHH JOOOHH, mal wieder was für mein schon leicht Funk-Soul angehauchtes Ohr, denn hier gehts richtig knochentrocken und blueslastig zu. Blackmore begleitet den Song den David Coverdale mit schwerem und schon fast traurigem "Gemüt" besingt. Endlich kommt die Stimme von David Coverdale mal richig ins "Ohr"....und diesen Song darf er dann auch alleine zu Ende singen 5. You Fool No One*....schon wieder ein Song der mit Vocals-Wechseln zwischen Coverdale und Hughes sein "dasein" fristet. Anscheinend soll der Hörer irgendwann entscheiden wer denn nun der bessere Sänger ist...wobei ich zu Glenn Hughes tendiere. Hier kommt endlich mal Ian Paice an seinen Drums zur Geltung der den Song mit Ritchie Blackmore eröffnet und in seiner Struktur bis zum Ende hin begleitet. Irgendwie kann man bei dem Song immermal wieder "mitsummen" bevor er in mal wieder eines der spitzenmäßigen Soli von Ritchie Blackmore mündet.
6. Whats Going On Here*....hier arbeitet Jon Lord erstmalig mit dem Piano wobei der Rest der Truppe sich musikalischen Ergüssen hingibt die sich anhören als würden in einer Kneipe bei einer leicht angehauchten Rock Roll Party spielen. Das war jetzt positiv gemeint wobei besonders das phantastische Pianospiel und Soli sehr beeindrucken kann. Ein mehr oder weniger "Finger-Schnipp-Song". 7. Mistreated*....zweites Highlight nach dem Song "Burn". Alleine schon das langsame Intro von Ritchie Blackmore läßt Gänsehaut aufkommen. Knallhart der weitere Verlauf des Songs von Blackmore gespielt der trotzdem sehr langsam und blueslastig ans Ohr kommt. Genial auch das langsame und fast beruhigende Soli von Blackmore in der Mitte des Tracks wobei sich David Coverdale mit seinem "Babyyy, Babyy" Gehauche fast an die Grenze seiner damaligen Ausdrucksstärke kommt.
8. A200*....ist ein Instrumental-Track der besonders von Ian Paice (Drums) und Jon Lord (Keybords) getragen wird. Ein nettes Stück was man eigentlich gerne ab und zu mal hört, ansonsten aber nichts besonderes ist. Bonustracks *************** Der erste Bonus-Track ist ein Remix von *Coronarias Redig*, einem weiteren Instrumental-Song, der als B-Seite von *Might Just Take Your Life* veröffentlicht wurde. Anschließend kann man noch die Remixe von von *Burn*, *Mistreated*, *You Fool No One* und *Sail Away* die einen deutlichen frischeren Eindruck hinterlaßen als die Orginalversionen. Allerdings sind die Laufzeiten dieser neu überarbeiteten Werke fast absolut identisch so das diese CD eigentlich nur für hartgesottene Fans geeignet ist.
Abschließendes ****************** Für "harte" Deep Purple Fans die mit "In Rock" und "Machine Head" aufgewachsen sind war das erstmalige hören vom Album "Burn" wahrscheinlicher ein musikalischer Schock. Der stampfende und knallharte Rock der vergangenen Tage wurde abgelöst vom Funkigen/Souligen Gesang der "Neulinge" Coverdale/Hughes.Auch musikalisch wurde für Deep Purple Verhältnisse Neuland erschlossen, weg von knalligen Gitarrenriffs und Keyboard-Gewittern hin zu fast melodischen Soli der beiden musikalischen Hauptakteure Blackmore/Lord. Trotzdem kann ich allen Deep Purple Fans "Burn" empfehlen da dieses Album einige musikalische Ergüsse der besonderen Art bietet und mit "Mistreated" sowie "Burn" zwei erstklassige Kracher besitzt. Das 24 seitige Booklet ist mit Orginal Artwork ausgestattet und bietet neben ausführlichen Informationen noch sehr seltene Photos der Band. Somit lohnt sich der Kaufpreis von knapp 13 Euro für Deep Purple-Fans sicherlich, andere wären mit der "normalen" Version sicherlich genauso gut bedient.
Martin Metz
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|
02.08.2011 23:07
Als Deep Purple-Fan der ersten Stunde und Besitzer aller Alben war damals das Burn-Album erstmal eine Enttäuschung und ich musste mich erstmal an die Stimme von Glen Hughes gewöhnen, der ja nun auch singen durfte. Mittlerweile höre ich das Album immer mal wieder gerne, wobei die LIVE-Aufnahmen um Klassen besser als das Studioalbum sind ... LG Andreas
01.08.2011 00:03
Guter Erfahrungsbericht! Aber der Titelsong "Burn" erinnert mich gar nicht an "Highway Star"... Bei "Purple" fand ich übrigens die Live-Alben meist besser als die Studio-Alben, und wem die Songs auf "Burn" gefallen, der sollte sich unbedingt auch die die Werke "Live in London" (hier fetzt "Burn" meiner Meinung nach erst so richtig) und "Made in Europe" ( legendär finde ich hier "Mistreated") LG Thomas