... auch das Band-Erstlingswerk "Cafe Passe" mit dabei. Also habe ich letzte Woche das Internet angeschmissen und bei einem CD-Versand eben diese zum Preis von 9,99 EURO entdeckt und natürlich gleich geordert.
Gestern kam nun endlich der Silberling mit der Post an, und ich begann einmal anzuhören, ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Meskalero über Cafe Passe - Eav 03.11.2007
Produktbewertung des Autors:
Klangqualität:
annehmbar
Langzeithörspaß:
mittelmäßig
Dieser Tonträger ist:
durchschnittlich für den Künstler
Pro:
die Songs "Alpen - Punk", "Vienna", "Knickebrogger - Rock"
Kontra:
die "Cafe Passe" - Einspieler, der Song "Wir marschieren"
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Da nun bald wieder Weihnachten naht bin ich jetzt schon auf der Suche nach passenden Geschenken. Und da meine Schwester ein absoluter Fan der EAV ist, habe ich mich neulich einmal bei ihr erkundigt, welche Alben dieser Band ihr noch fehlen. Und außer der neuen Platte war u. a. auch das Band-Erstlingswerk "Cafe Passe" mit dabei. Also habe ich letzte Woche das Internet angeschmissen und bei einem CD-Versand eben diese zum Preis von 9,99 EURO entdeckt und natürlich gleich geordert. Gestern kam nun endlich der Silberling mit der Post an, und ich begann einmal anzuhören, was ich denn meiner Schwester eigentlich schenke.
Hier die Tracks des Albums im Einzelnen:
01. Sohn, Wo bist Du ? Der Eröffnungssong des Albums beginnt mit einem kurzen Blasorchester, was ein bisschen an Volksfeststimmung erinnert. Allerdings hält dieser Eindruck nur wenige Sekunden an, da es dann doch ziemlich rockabilly-mäßig zur Sache geht. Der Gesang ist hier sehr wechselhaft, da der Sänger teilweise in einer Art weinendem Ton singt, teilweise mit sehr hoher Stimme recht bedrohlich klingt oder er einfach nur zur Musik erzählt. Jedenfalls macht dieses erste Stück mich sehr neugierig, was mich als Zuhörer noch weiteres auf diesem Album erwartet.
02. Im Cafe Passe (1) Die ist erst einmal kein Gesangsstück, sondern eine Art kleines Trailer-Hörspiel. Jedenfalls werden hier ein kleines bisschen diverse Szenen, wie sie sich in einem Cafe zutragen können, nachgestellt. Des weiteren wird man hier dann natürlich auch ein bisschen auf den folgenden Musikbeitrag eingestimmt.
03. Im Sommer ´53 Mit einer Gesamtspielzeit von einer Minute und vier Sekunden ist dies der kürzeste Song des Albums. Es ist, wie ich finde, auch das ruhigste Stück des Albums. Rein musikalisch meint man, hier nur ein Klavier zu hören, zu dem die Band eine A-Cappella-Gesangseinlage abliefert. Und irgendwie klingt das Ganze auch ein kleines bisschen nach Mischung aus Volksmusik und Männerchor. Hier finde ich vor allem den sehr ungewöhnlichen Schluß bemerkenswert, ansonsten reißt einen dieses Stück aber auch nicht wirklich vom Hocker.
04. Knickebrocker-Rock Hier meint man, am Anfang den Sound eines Motorrads zu hören, was aber auch zur Nummer passen wird. Das Stück selbst ist ein astreines Rock´n´Roll-Stück, welches tempomäßig auch richtig ordentlich abgeht. Ich würde sogar behaupten, daß es die schnellste Single des Albums ist, zu dem man auch sehr gut das Tanzbein schwingen. Des weiteren ist es persönlich für mich auch das drittbeste Stück hierauf. Das Einzige, was mich hier ein kleines bisschen stört ist, daß der Sänger ziemlich schnell singt und ich der österreichischen Sprache leider nicht mächtig bin, so daß ich selbst leider auch nicht alle Wörter verstehe. Aber diese kleine Umstand gibt nur minimalen Abzug in der B-Note.
05. Oh, nur Du Dieser Song ist die eingedeutschte bzw. österreichische Adaption des englischen Songs "Only You", der meines Wissens im Original von den PLATTERS stammt (falls dies nicht stimmt, bitte kurz bei Kommentaren berichtigen-danke). Natürlich darf man die Übersetzung nicht 1:1 mit dem Original gleichsetzen, da sonst doch einige Unterschiede auftreten könnten. Die Melodie hat man zum Glück nicht wirklich verändert und auch der Hintergrund-Chor wurde, so weit es möglich war, beigelassen. Natürlich darf man dieses Stück nicht mit den Ansprüchen des Originals vergleichen, aber für zwischendurch eignet es sich schon, daß man es sich anhört. Und dies soll heißen, daß der Song gar nicht einmal schon schlecht ist.
06. Im Cafe Passe (2) Der zweite Teil des Trailer-Hörspiels, welcher sich logischerweise wieder einmal im Cafe Passe zuträgt. Diesmal erzählt der Wirt ein kleines bisschen aus dem Nähkästchen, was die Vergangenheit angeht. Man kann allerdings diese Hörspiel-Sequenzen ohne Probleme überspringen und zum nächsten Song gehen.
07. Aberakadabera Nein, dies ist keiner weitere Cover-Version von der STEVE MILLER BAND sondern wieder ein eigener Song der Band. Musikalisch würde ich diesen von der Melodie her im weitesten Sinne in die Ecke Ska-Rock einordnen. Vom Tempo her ist der Song auch recht langsam, allerdings frisst auch hier die Melodie bereits nach dem ersten Anhören ziemlich schnell ins Ohr. Der Text wird auch recht langsam und verständlich vorgetragen. Allerdings fehlt mir persönlich bei dieser Nummer irgendwie der letzte Schliff, der sie zu etwas Besonderem macht. Müßte ich hier eine Schulnote vergeben, so bekäme dieser Song eine glatte 3,0.
08. Woodstock Hier handelt es nicht um eine Flower-Power-Nummer, sondern um eine kleine schöne Ballade. Den ganzen Song über hört man fast bloß ein Klavier und eine Gitarre. Der Gesang dazu ist auch sehr schön langsam gehalten, passt aber auch prima zur Musik dazu. Allerdings ist es keine Ballade, bei der Gänsehaut-Feeling oder so etwas entsteht. Es ist einfach ein schönes Stück, welches angenehm zum Zuhören ist. Und ein kleines Schmankerl hat man zum Schluß dann auch noch ein minimales Gitarrensolo miteingebaut.
09. Im Cafe Passe (3) Teil Drei der Hörspiel-Sequenz im Cafe Passe. Wieder wird wieder ein bisschen erzählt um auf den nächsten Song eingestimmt zu werden.
10. Wir marschieren Das Intro dieses Stückes fängt ziemlich düster an und erinnert ein bisschen an Millitär-Musik. Der Sänger versucht hier auch, ein bisschen den Ton eines Feldwebels nachzuahmen, was aber meiner Meinung nicht so recht gelingt. Des weiteren lässt man dann auch mal im Refrain einen kleinen Kinderchor kurz singen und unterlegt das Ganze mit "Lalalalala"-Sprechchören. Diese klingen, wie ich finde, fast besser als der eigentliche Gesang des ganzen Stückes. Aber gesehen von dieser Tatsache, empfinde ich dieses Stück trotzdem als den schlechtesten Beitrag auf dieser Platte.
11. Alpen-Punk "Chefober Franz und die Volksmusik..."-mit diesen Worten wird dieses Stück eingeleitet. Ich glaube, daß dies einmal auch die erste Single-Auskopplung des Albums war. Die Melodie hat man hier vom bekannten "Kufstein-Lied" geklaut und mit einem neuen, ziemlich sarkastischen Text versehen. Musikalisch hat man das Ganze mit etwas härteren Klängen untermalt, die teilweise sogar ein bisschen in Heavy Metal-Klischee abdriften und dann ohne Vorwarnung wieder auf Blasmusik zurück gehen. Dies ist nicht nur meine persönliche Lieblingsnummer und auch für mich somit der beste Song der Platte, sondern auch mit der härteste Track auf dem Album !
12. Im Cafe Passe (4) Dies ist der vierte und letzte Teil der Hörspiel-Sequenzen. Und auch hier finde ich, wie bei den drei vorhergehenden Sequenzen auch, daß es sie nicht gebraucht hätte und man sie wohl nur mitdraufgepackt hat, um die Zeitlücken zu füllen.
13. Rasta Disasta-Reggae Wie man schon am Titel hier erkennen kann, handelt es sich hierbei tatsächlich um eine Art Reggae-Stück. Man muß allerdings dazu sagen, daß man dieses Stück nicht mit Koryphäen wie BOB MARLEY & Co vergleichen darf. Man hält sich mit der Melodie so gut es geht an den Reggae-Rhythmus. Der Text ist sehr einfachem, banalem Schulenglisch gehalten und amn kann im Hintergrund immer solche Zeilen wie "..I wanna/I wanna/smoke Marijuana..." hören. Und ein bisschen klingt es auch, als ob die Band ein bisschen zu viel eben von diesem geraucht hat. Aber das Lied selbst ist sehr lustig, eingängig und hat auch irgendwo eine Art "Gute Laune"-Faktor miteingebaut.
14. Vienna Wie man vom Titel her schon erkennen kann, ist dies eine Art Lobeshymne auf die österreichische Hauptstadt. Und wer schon immer einmal wissen wollte, wie es klingt, wenn UDO JÜRGENS, FALCO und RELAX aufeindertreffen, der erfährt hier, wie eine solche Zusammenkunft klingen kann. Deshalb ist dies musikalisch auf alle Fälle der abwechslungsreichste Song dieser CD. Und irgendwie hat er auch etwas Fesselndes, so daß man ihn sich gerne mehr als einmal anhören will. Insgesamt ist dies auch der zweitbeste Track auf dem Silberling. Und mit einer Gesamtspiellänge von drei Minuten und 45 Sekunden ist es auch das zweitlängste Stück aller sich befindlichen Lieder.
15. Wien, Wien nur Du allein Der letzte Beitrag ist sozusagen und die Reprise als Ausklang zum vorangegangenen Lied "Vienna". Hier ist auch sehr schnell erklärt, um was es geht, da es sich um ein 45-sekündiges Instrumental handelt, dem man aber nicht unbedingt große Beachtung schenken muß.
Diese CD der EAV stammt aus dem Jahre 1981 und erhielt damals sogar den "Deutschen Schallplattenkritikerpreis". Im Vergleich zu den heutigen Standards einer CD-Produktion merkt man jedoch sofort, daß von damals bis heute schon einige Jahre ins Land gezogen sind. Man merkt dies auch daran, daß die hierauf behandelten Themen auch nicht mehr aktuell sind und keine Maus hinter dem Ofen vorlocken. Ebenfalls sollte man erwähnen, daß die Band heute keine der sich hierauf befindlichen Stücke mehr live auf ihren Konzerten spielen.
Insgesamt muß ich sagen, daß man diese CD definitiv nur eingefleischten Fans der Band empfehlen kann, die sich bestimmt beim Anhören darüber amüsieren. Deshalb bekommt dieses Album von mir auch nur ein ganz knappes "empfehlenswert"-von der Benotung ist es nicht mehr und weniger als ein glattes "ausreichend", also in Schulnoten ausgedrückt eine 4,0.
Pro: Ein paar gute Ideen Kontra: Viel schlechte Songs, Hörspiele, Produktion
Vorwort
*************************************
Die „Erste Allgemeine Verunsicherung“, kurz „EAV“, dürfte eigentlich jedermann ein Begriff sein.
Richtig bekannt wurde die Band zwar erst 1986 als sie das erste mal die Hitparaden stürmte doch erfolgreich ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Go Karli Go, Aloa He, Schweinefunk Kontra: leider nur 10 Songs
...Das 1984 erschienene Album "A la Carte" der österreichischen Band "Erste Allgemeine Verunsicherung" (EAV) ist die vierte LP-Produktion nach "Allgemeine Verunsicherung" (1978); Café passé (1981) und "Spitalo Fatalo (1983).
Diese Platte hebt sich ziemlich deutlich von den vorhergegangenen ab, sie ist zunächst einmal "geschmeidiger" und offenbar "mainstreammäßiger" produziert, zum erstenmal besteht hier die Band aus genau jenen Mitgliedern, die in der Zeit danach durch etliche Hits bekannt und berühmt wurde.
Ganz klar, die Texte sind auf den ersten Blick oft nicht so kritisch wie beispielsweise auf dem Album davor, natürlich bieten sie auch den EAV-typischen Witz inkl. gekonnter Reimkunst, schwarzem Humor und Gesellschaftskritik, allerdings gibt es hier vermehrt lustige Textpassagen.
Es mag sein, dass die EAV auch deswegen von einigen...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich