They say live is what you make it..........
15.09.2001
Pro:
Viele Hits, Abwechslung, kann man gut durchhören
Kontra:
nur 33 Minuten lang
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 STUFFBREAKER
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:43
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Sick of it all – Call to arms Heute möchte ich über eines meiner derzeitigen Lieblingsalben berichten.
1.Zuerst mal eine art Bandbiographie: ( ist die gleiche, wie bei meinem Bericht zum Video, wollte sie nicht neu schreiben, da der Inhalt sowieso der selbe ist ) Die Band wurde im Jahre 1985 bei den Brüdern Lou (Vocals) und Pete Koller (Gitarre) im Keller gegründet. Armand Majidi sitzt seit dem am Schlagzeug und Craig Setari spielt Bass. Sie können stolz sein, als eine der wenigen Hardcore – Bands auf eine 16 jährige Bandgeschichte zurückblicken zu können und alle Höhen und Tiefen der Hardcoreszene miterlebt zu haben. Durch Ihre 1986 beginnende endlose Clubtour konnten sie sich schnell eine große Zahl Anhänger erspielen, und legten somit die Grundlage für relativ gute Verkaufszahlen ihres 1987er Debütalbum „Blood, Sweat & No tears“.
Bereits auf diesem ersten Gehversuch in der Welt des Hardcores, bewiesen die 4 Jungs eine große Eigenständigkeit, die andere HC Bands sehr oft vermissen ließen. Besonders charakteristisch für den typischen „Sick of it all Sound“ bestehend aus meist sehr schnellen und immer wieder durch ein bischen Melodie ( aber wirklich nur ein kleines bischen ) angehauchten Songs, deren Spielzeit nur selten die 3 Minuten Marke überschritt, war, und ist immer noch das immense Stimmorgan des Sängers bzw. Shouters Lou Koller, das jeden, der sich auch nur ein bischen für Hardcore interessiert ist, sofort erkennen lässt: Hey dat is doch Sick of it all“ . Dieser stil sollte sich über die Jahre hinweg nur wenig ändern, und ist auch heute beim aktuellen Album „Yours, truly“ wiederzuerkennen. Im Jahre 1991 folgte eine aus 6 Songs bestehende Mini CD namens „We stand alone“, ein Jahr später folgte das 2. richtige Album der Jungs, das etwas metallischer klang als der Vorgänger.
Bis dahin hatte niemand etwas an der Band auszusetzen, was sicherlich daran lag, dass „Sick of it all“ auf übertriebenes Gepose und Prollerei verzichteten und lieber mit musikalischer Qualität als mit großer Klappe überzeugten. Doch im Jahre 1994 musste sich die Band schweren Vorwürfen stellen: Nach einem fabelhaften Live-album „Live in a world full of hate“, bekam die Band ein Angebot von einem Major Label namens „East-West records“. Sick of it all unterzeichneten schließlich den Vertrag und wurden somit zum Gespott der Szene, die den Jungs den totalen sellout und die Verschriebenheit zum Kommerz vorwarf. Um diesen Leuten den Wind aus den Segeln zu nehmen, nahmen sie die Produktion ihres Albums „Scratch the surface“ selbst in die Hand und verzichteten auf große Produktionsgelder. Das Ergebnis war das härteste „Sick of it all“ Album das roh und ungeschliffenes klingt und alle Kritiker maßlos überzeugte. Somit waren alle wieder zufrieden und „Sick of it all“ gewannen einen Haufen neuer Fans. Insgesamt verkaufte sich „Scratch the surface“ ca. 200.000 mal, was für ein Hardcorealbum eine extrem hohe Zahl ist.
1997 erschien dann „Built to last“. Bei dieser Scheibe haben sich „Sick of it all“ einen zeitgemäß dicken Sound verpassen lassen, was zur folge hat, dass diese Scheibe mächtig knallt. 1999 kam dann „call to arms“, eines der besten Sick of it all Alben überhaupt. Hier hatten die New Yorker auf den fetten Sound des Vorgängers verzichtet, und versucht das Album mehr nach Live klingen zu lassen, was auch ziemlich gut gelungen ist.
2000 erschien dann das Aktuelle Album „Yours truly“ bei dem man sich weiter als je zuvor vom typischen Stil entfernt hat. Extrem schnelles Gebretter steht hier eher an zweiter Stelle. Hauptanteil sind Oi Punk lastigere Stücke und kraftvolle Groove Stücke. Trotzdem ist dieses Album immer noch unverkennbar „Sick of it all“. 2. das Album „Call to arms”
„Call to arms“ ist die mittlerweile 6. richtige Album ( wenn man die „We stand alone“ Mini CD nicht mitzählt) von Sick of it all. Bei dieser 1999 erschienenen Scheibe zeigen die Mannen um die Gebrüder Lou und Pete Koller, wie ordentlicher Hardcore aus New York klingen muss. Eine gehörige Portion Wut, Speed und nicht zu starke Melodie – Einflüsse werden hier zu einem hochklassigen Soundgebräu verrührt. Ferner ist dies ihre erste Scheibe nach dem Ausflug in die Welt der Major Labels, mit der sie überhaupt nicht zurecht kamen. Nun sind sie wieder auf einem Indie Label gelandet, bei „Fat Wreck Chords“. Den Wechsel der Plattenfirma merkt man dieser Scheibe auch sofort an. Statt wieder mit fettem Sound wie beim Vorgänger anzutreten, hat man auf „Call to arms“ mehr auf Live – Atmosphäre abgesehen. Außerdem kommt „Call to arms“ wesentlich frischer und lockerer als „Built to last“, der Vorgänger daher. Für Abwechslung ist ebenfalls bestens gesorgt, denn man hat hier alle Stärken der Band perfekt harmonieren lassen. Bei Songs wie „The future is mine“ oder „Sanctuary“ kommt besonders das Gespür der Band für melodische Parts zur Geltung, während „Falter“ oder „Falling apart“ astreine Klopper darstellen. Im folgenden werde ich näher auf die einzelnen Songs eingehen.
1. Let go Bereits der erste Song namens „Let go“ lässt die Klasse dieser CD erahnen. Hier haben wir schon den ersten Highspeed Prügler, auf den noch weitere folgen werden. Leider dauert der ganze Spass nur knapp mehr als eine Minute.
2. Call to arms .... übertrifft den Opener sogar noch. Zwar wird hier nicht ganz so schnell vorgegengen, dafür aber melodischer. Insgesamt einer der besten Songs der Scheibe. Auch auf Konzerten immer wieder der Bringer.
3. Potential for a fall Hier verzichten “Sick of it all” auf Tempogebolze und setzen eher auf Groove. Heraus kommt auch wieder ein guter Song, der mir persönlich nicht so zusagt. Zu „Potential for a fall“ gibt es übrigens ein Video und der Song wurde auch als Single ausgekoppelt.
4. Falter Wesentlich mehr anfangen kann ich da schon mit „Falter“, einem Geschwindigkeitskracher, an dem einfach alles stimmt. Schnell und hektisch und einfach genial.
5. The future is mine Bei “The future is mine” beweisen die Jungs ihr Gespür für Melodien. Ein super Mitgröhl Hit und einer der besten Songs auf dieser Platte. Der Refrain geht einem so schnell nicht mehr aus den Ohren.
6. Guilty Guilty stellt nach dem melodischen „The future is mine“ wieder einen ziemlich schnellen Prügler im typischen „Sick of it all“ Stil mit mehreren Stimmen im Refrain dar. Auch ein sehr guter Song, aufgrund des durchweg hohen Niveaus dieser CD kann sich „Guilty“ aber nicht aus dem anderen Songmaterial entscheidend herausheben.
7. Falling apart Einer meiner persönlichen Favoriten der Scheibe. Ein sehr aggressiver und gleichzeitig grooviger Song, der einfach nur geil abgeht. Wieder eines der vielen Highlights der „Call to arms“.
8. Sanctuary Nach der „Falling apart“ – Vollklatsche gibt es hier wieder Melodie gepaart mit Schnelligkeit und Chören im Refrain. Einfach ein göttlicher Song mit 100 % Ohrwurm Garantie. Leider nur knapp 2 Minuten Spielzeit.
9. Morally Confused Kann mich nicht so überzeugen. Zwar ist der Song alles andere als schlecht, aber insgesamt zu unspektakulär. Doch dafür wird man bei Lied Nummer 10 vollkommen entschädigt.
10. Hindsight „Hindsight“ ist der Song überhaupt. Einer der besten, wenn nicht sogar der beste Song den „Sick of it all“ je gemacht haben. In den Strophen wird mächtig gebolzt, im Refrain bekommt man astreine Singalongs zu hören. Definitiv das Highlight der CD. Auch auf Konzerten darf „Hindsight“ auf keinen Fall fehlen.
11. Martin Ein Song der im Midtempo Bereich angesiedelt ist. Auch wieder sehr melodisch und etwas ruhiger als der Rest der Platte.
12. Pass the buck Ein weiterer sehr geiler Songs, der besonders durch die genialen Shouts überzeugen kann. Leider dauert der Spass nur 1,30 Minuten.
13. Quiet man Ziemlich langsam, gefällt mir nicht, da es einfach zu ruhig und langsam für meinen Geschmack ist.
14. Drastic Gegen Ende der CD geben „Sick of it all“ wieder ordentlich Gas. „Drastic“ ist ziemlich schnell und kann mit einem geilen Refrain, der mehrstimmig vorgetragen wird, überzeugen.
15. (just) a patsy erinnert ein wenig an „Potential for a fall“. Hier hat man auch wieder mehr Wert auf Groove als auf Geschwindigkeit gelegt.
Bonus Track Ein Song, der von Schlagzeuger Armand und Basser Graig auf Akustik – Gitarren vorgetragen wird. Dieser Song wurde wohl nur aus Spass aufgenommen, denn ernstnehmen kann man das wirklich nicht.
Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Überblick über das verschaffen, was diese Platte zu bieten hat. Anspieltipps, sowie beste Songs der Platte sind: 1. Hindsight 2. Call to arms 3. Sanctuary 4. Falling apart 5. Falter 6. Pass the buck Jeder, der die Musik von „Sick of it all“ kennt und schätzt, sollte diese Platte sein Eigen nennen können. „Sick of it all“ haben hier ein Stück Hardcore Geschichte geschrieben, und die Messlatte für künftige Alben extrem hoch gelegt. Jeder, der sich nur ein bischen für Hardcore interessiert muss dies Platte in seinem Schrank haben. Für 25 bis 30 Mark dürfte die Scheibe in jedem Laden mit größerer Auswahl an Punk und Hard- Zeug zu finden sein. Falls ihr in eurer Umgebung trotzdem Probleme haben solltet, empfehle ich eich es so wie ich zu machen und das Ding bei Amazon zu bestellen. Dann habt ihrs gewöhnlich innerhalb von 3 Tagen. Ich hoffe, ihr findet genauso viel Spass an der CD wie ich.
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18.10.2001 23:48
Soweit ich weiß wußten SOIA gar nichts von Veröffentlichung des Livealbums auf Lost & Found Records. AUch bin ich mir sicher das es bei SOIA doch schon einen Line up Wechsel gab, auf der ersten Platte war noch ein anderer Man am Bass, check das mal aus und korrigier Deine GFeschichte. Ansonsten finde ich das Album ist eines der schwächsten die SOIA je aufgenommen haben, also wenn DU diesem schon 5 Punkte gibts verdienen alle anderen mindestens 6.
08.10.2001 23:49
wow, super ausführlich! das mit den bios is ne gute idee, so kann man den leuten die sone mucke nich unbedingt kennen, den kram näher bringen. "sanctuary" is eines der geilsten lieder von soia! ROCK ON !
19.09.2001 18:38
die cd is echt geil, gut zum mitgröhlen! greetz, manu