The final answer for what is wrong with rock !
04.04.2002
Pro:
Melodic Rock
Kontra:
wie man ihn schon tausendmal ( besser ) gehört hat . . .
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 61 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo und Willkommen, es ist nicht zu übersehen - der HipHop Boom ist am abflachen, NuMetal hatte auch schon mehr begeisterte Anhänger ... ROCK ist wieder groß im Kommen !
In Amerika hat "Modern Rock" seit Jahren Tradition, vor allem in den Charts - Bands wie Matchbox 20 und Third Eye Blind machten es vor... und fanden auch ihre Nachahmer. Eine dieser Nachahmerbands möchte ich euch heute vorstellen - The Calling ! I. DIE BAND
The Calling stammen aus L.A. ! Gegründet wurde die Band bereits Mitte der 90er von Alex Band und Aaron Kamin - welche sich durch Aarons Schwester kennenlernten. Die beiden gewannen bereits früh erste Talentwettbewerbe, doch fehlten Ihnen die übrigen Musiker um ein richtig großes Rockprojekt zu starten. So wurden als weitere Mitglieder Billy Mohler ( Bass ), Sean Woolstenhulme ( Gitarre - Bruder von Lifehouse Bassisten ) und Nate Wood ( Schlagzeug ) mit aufgenommen. 2000 begann man dann an den Aufnahmen für das Debutalbum "Camino Palmero", welches nach der Strasse benannt ist, in welcher die Studioaufnahmen stattfanden. Ersten Erfolg konnte man allerdings erst mit der Single "Wherever you`ll go" 2002 verbuchen - dafür blieb der Song aber über 10 Wochen unter den Top10 der Billboardcharts. II. DAS ALBUM
Das dunkel gehaltene Cover lässt nur Vermutungen zu, was darauf abgebildet sein mag.. anscheinend handelt es sich hier um ein endendes Gleis - welches von Bahnhofsgebäuden umsäumt wird... Das Booklet enthält eine Playlist und Momentaufnahmen der Band während der Studioarbeit.
"Unstoppable" wollen die Jungs bereits mit dem ersten Song sein. Hier wird auf sanfte Gitarrenriffs und einen raunend, deprimiert klingenden Alex Band gesetzt. Sein langatmig, weinerlicher Stimmeinsatz weicht erst beim Refrain hohen, fast schon ohrbelastenden gellenden Tönen, welche vom Schlagzeuger kräftig untermauert werden. Band erzählt uns die Geschichte einer jungen Liebe - in der anscheinend alles von einer Nacht abhängt. Der Song wird mit zunehmender Dauer aufbrausender und lässt den Gitarren mehr Spielraum - allerdings wirkt das ganze doch schon arg verbraucht ! Mit "Nothing`s changed" setzt man mehr Strom auf die Gitarren, welche stakkato riffend diesen durch die Saiten zucken lassen. Bands Stimme, welche leicht an Eddie Vedder erinnert versäumt es hier die nötige Energie einzubringen um den Titel etwas mehr Eindringlichkeit zu verleihen. Beim Refrain geht er das ganze zwar mit mehr Motivation an, wird aber von den aufspielenden Gitarren und dem Hintergrundgesang glatt überboten ! Darunter leidet die Eingängigkeit sehr - was man dann wiederum mit längeren Gitarrensoli versucht wettzumachen !
Die erfolgreiche Single "Wherever you`ll go" steht in Tradition erfolgreicher Melody-Rock Stücke wie Sie so oft in den amerikanischen Charts wiederzufinden sind. So ist auch dieser Titel nur wieder einer von vielen, welcher irgendwie ständig an die Musik von Matchbox 20 erinnert ! Während der Schlagzeuger bestimmt taktend den Ton vorgibt, zupfen die Gitarren leise im Hintergrund ruhige Akkorde. Alex Band stellt sich mit seiner tief, etwas sonor klingenden Stimme in den Mittelpunkt und versäumt es diesmal nicht den Refraineinsatz rechtzeitig zu geben. Unter energischen Schlagzeug und Gitarreneinsätzen erhebt sich seine Stimme um kraftvoll die Refrainzeilen zum Besten zu geben. Eingängig und vor allem melodisch ist dieses Werk wohl als gelungen zu bezeichnen. "Could it be any harder" fragt man sich bei diesem akustisch klingenden Titel. Die Gitarrenakkorde werden sanft gespielt und auch der Drummer bedient sich an Percussioninstrumenten. Genauso zurückhaltend agiert auch Alex Brand, welcher seine ohnehin tiefe Stimme auch noch sanft und langsam erklingen lässt - was dieser endgültig die Kraft nimmt. Der Titel scheint aber dennoch die meiste Energie aus seiner Stimme zu ziehen, denn die Instrumente versäumen jede Gelegenheit energischer aufzuspielen ! Der Titel ist dennoch nur einer von vielen, die man einmal hört und schnell wieder vergisst.
"Final Answer" beginnt eher rhytmisch von Gitarren getrieben. Von Anfang an begleitet Band den Titel mit besonders langanhaltender Stimmlage - welche er aber ab und an unsanft abbricht. Den einsetzenden Schlagzeuger verpasst er dann vollends und so ist die Harmonie kurzzeitig dahin - doch der Gitarrist führt Stimme und Schlagzeuger wieder zusammen und sorgt auch für einen Temposchub. Erst dann wird der Titel wirklich eingängig und melodisch ! Brand wiederum fragt sich die ganze Zeit warum er durch so schwere Zeiten gehen musste um nun endlich mit der "letzten Frage" konfrontiert zu werden ! Die Gitarren in den Mittelpunkt stellt "Adrienne". E-Gitarren unterbrechen riffend die rhytmischen Akustikakkorde, welche ihr Tempo aus dem bestimmten Schlagzeugertakt ziehen. Alex Brand geht etwas ungestüm zu Werke, was vor allem den ansonsten eingängigen Refrain total versaut - mit wenig Gefühl für Gleichklang raunt er hier seine Textzeilen heraus ohne Rücksicht auf die begleitenden Hintergrundsänger ! Dennoch ist seine Energie in der Stimme ausreichend um den Refrain trotzdem das Prädikat eingängig zu vergeben !
"We`re forgiven" geht es dann vollends akustisch an. Die Percussiondrums bauen sich im Laufe des Titels immer wieder auf und auch die Gitarren versäumen ihren Einsatz zum Refrain niemals. Hauptdarsteller ist jedoch eindeutig Alex Band, welcher seine Stimme mal raunend, mal sanft überschlagend zum besten gibt und dabei seiner Energie im Refrain den meisten Lauf lässt ! Kraftvoll gibt sein Organ das Textwerk zum besten, während Schlagzeuger und Gitarrist anfeuernd zur Seite stehen ! "Things don`t always turn out that way" geht es da schon etwas düsterer an. Pochend schlägt der Bassist auf sein Instrument ein und lässt sich dabei vom Schlagzeuger eingängig die Saitenspielerei untermalen. Raunend schleppt sich Band durch die Textzeilen um zusammen mit der Gitarre im Refrain kurz aufzublühen - dabei tönt er kurzzeitig so hoch, das ich schon Angst um meine Hochtöner hatte - Primaballerina sag ich da nur !
Mit "Just that Good" wird wieder einer dieser Versuche angefahren ein eingängiges Melody -Rock Stück einzuspielen. Was teilweise, gerade aufgrund der eindringlichen Hookline gelingt. Doch ist es auch hier wieder einmal Alex Band der es schafft den Titel zu demontieren, seine Einsätze kommen meist verspätet und dann auch vollkommen disharmonisch zur Instrumentalbegleitung ! Deshalb wirkt dieser Titel schnell wie ein Ineinandergleiten nicht zusammenpassender Komponenten... Temporeich und rhytmisch versucht man "Thank you" darzubieten... dabei klingt man als hätte man die letzten Jahre zuviel "Tonic" gehört ! Der Gitarrist versteht es sehr gut rhytmisch zupfend seine Gitarre zu spielen und auch der Schlagzeuger gibt eingängiges Spiel zum besten. Wie ausgewechselt auch Alex Band, welcher es hier mal wieder schafft in den Mittelpunkt zu treten. Mit bestimmter Tonlage singt er sich motiviert durch die Wände von E-Gitarrenriffs und temporeichen Akkorden die Ihm entgegen gestellt werden ! Und verleiht dem Refrain die Energie die er benötigt um das Prädikat Ohrwurm zu bekommen ... dabei spielt er auch wieder mit seinen Stimmfarben und lässt tief und hoch angesetzte Lagen ertönen.
"Stigmatized" ist als letzter Titel wieder voll auf Akustik ausgelegt - die Ballade des Albums. Die Akustikgitarre gibt sich alle Mühe ihr Spiel hinter dem melancholischen Gesang von Band einzureihen, welcher anscheinend Gefallen daran gefunden hat auch höhere Stimmlagen zu erklimmen. Dabei wird der Titel ab der zweiten Strophe etwas im Klang angehoben und auch Band kann sich nun vollends seiner Passion widmen. Die Gitarren wollen sich nun auch nicht mehr in den Hintergrund drücken lassen und brechen ab und an mit klampfendem Spiel hervor, was auch den Schlagzeuger inspiriert ordentlich auf die Drums zu klopfen ! III. MEIN FAZIT
Ein Album welches man hört, schon tausendmal besser gehört hat und dementsprechend schnell wieder vergisst ! Keiner der Titel scheint etwas Eigenständigkeit zu besitzen - alles ist kopiert, geklaut und nach altbewährten Rezepten neu aufgekocht worden ! Die berühmte Rezeptur - melodische Instrumentalbegleitung zu sanftruhigem Gesang mündet in aufbrausendem Spiel mit ebenso lauter Stimme - zieht auch hier wieder von Anfang bis Ende seinen Faden durch die Produktion !
Ein Album das man haben kann, aber bestimmt nicht muss !
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02.06.2002 19:26
"Wherever you will go" war der Song zum Trailer für die neue Star Trek Serie Enterprise. Ich kann mich auch heute noch nicht daran abhören, aber der Rest vom Album ist echt schwach, auch wenn die Jungs rein optisch eigentlich ganz knuffig sind. :)
29.04.2002 11:02
Also ich find das Album richtig gut ;-P .. hehe.. GreetZ
05.04.2002 11:44
hey, du stehst wohl voll auf Musik! Das merkt man in deinen cooooollen Berichten.