Klassik trifft Pop
18.11.2007
Pro:
wunderschöne Stimme
Kontra:
wenig Abwechslung auf der CD
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 princesse
Über sich:
Ich lese gegen Jeden!
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 79 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Emma Shapplin ist meine persönliche Neuentdeckung diesen Jahres. Ein Link der zu Youtube führte, zugesandt von einem virtuellen Bekannten, veranlasste mich umgehend diese CD zu bestellen. Ich persönlich erlag nur ihrer Stimme und der Musik, Männer liegen ihr wohl auch des blendenden Aussehens wegen zu Füssen. Obwohl ich Schönheit bei Frauen neidlos anerkenne und die Emma's uneingeschränkt bestätigen kann. Sie wird schon mal als die weibliche Andrea Bocelli bezeichnet, genau wie er setzt sie ihre klassisch geschulte Stimme ein um Klassik mit Rock/Pop zu verbinden. Es ist die glockenhelle starke Sophranstimme, die mir bei Emma Shapplin besonders gefällt, da kann Andrea Bocelli nicht mithalten, wenn ich seine Musik zwar auch mag, ihn aber ungleich selten aktiv höre. Nachdem ich diese CD einen Woche hatte kaufte ich mir gleich noch die nächste "Etterna", ich denke, das spricht für sich und für meine Begeisterung. Emma Shapplin ist Französin und singt Italienisch, nicht das heutige Alltagsitalienisch, sondern ein barockes. Ich persönlich höre das nicht unbedingt heraus, weil ich die Sprache kaum kann, es ist für meinen Musikgenuss aber auch nicht entscheidend. Ich seziere und analysiere nicht, sondern höre und entscheide, ob es mir gefällt oder nicht. Ich bin nicht in der Lage Oktaven zu erkennen und bei manchen Klängen weiss ich nicht, durch welches Instrument sie erzeugt wurden. Ich bin nur Konsumentin, die sich beim Hören wohl fühlt, Begeisterung empfindet, bezaubert wird und den Drang hat, die Musik noch einmal und noch mal hören zu wollen. Das Vorwort zu dieser CD von Emma Shapplin:
Whistle, infinite flight of the time The past, the present, the future Prints of Eternity Torn of scales, taken away, Shining... Colour of infinity, Ocean of one love, The abyss... Life and death lightly touch each other Join together, come united, Catch each other, and run away...
Nature, ultimate art, sublime art From wich we are... Nature, An echo of your voice... Die Songtexte sind auf dem ansonsten einfachen Booklet sowohl in Italienisch wie auch in English abgedruckt, so auch dieses Intro.
Anspiel-Tipps: spente le stelle 4'27
Ein eher ruhiges Stück, sehr durch Emma Shapplins Stimme dominiert, die instrumentale Musik ist nur Unterlage, ein Rhythmus, ein Background, nichts mehr. Ein Chor setzt kurz nach Beginn ein, männliche Stimmen als Kontrast zu ihrer hellen, eine sehr schöne und stimmige Komposition, und dann immer wieder ihre Solis, der Chor ist nur für den Refrain, dazwischen steigt ihre Stimme so hoch dass es Gänsehaut verursacht. Die Instrumente sind im wesentlichen Schlagzeug und Geige und verleihen dem Stück diesen Touch von moderner Musik, was ihre Musik so interessant macht. Siehe und höre auch den 1. Link am Ende des Beitrags.
cour senza sangue 4'03 Una piogga, batte lâ´onda Fra le pietre, sosperi... Sbandita, fu quella terra Di subito, châ´iâ´ vidi Celeste sole Spirto di cosa mentale Non se fosse le parole Di cui dolezza dole Non viverei
Doleti Parole Vedraâ´ van destinâ´ Châ´un cour senza sangue Non piu poi cantar .... Dies wirkt noch eine Spur ruhiger, der instrumentale Background sind Schlagzeug und Trommeln, wieder ist ihre Stimme sehr präsent und wieder begleitet sie der Chor im Hintergrund, ein sehr harmonisches Zusammenspiel. Es ist erstaunlich was Emma Shapplin mit ihrer Stimme vollbringt, wie kraftvoll sie wirkt, wie hoch sie damit zu steigen im Stande ist.
reprendo mai più 3'44 Klavierspiel ist der Einstieg, dann setzt die Stimme ein, langsam und bedächtig, dunkler und tiefer als sonst, um dann immer wieder hoch zu klettern. Die Begleitung bleibt dieses Mal das Klavier, kein anderes Instrument, kein Chor.
.... No-one does what they say No-one says what rhey do And this is how her life goes her broken hart has gone to haven and I blame her no more For her life filled with errors deprived from peace and hope ....
ira di dio 4'35 Hier gefällt mir besonders gut der Einstieg, der Chor beginnt mit Kirchenglocken im Hintergrund, es hört sich an wie gregorianische Gesänge, dauert aber nicht lange, dann setzt das Schlagzeug ein, allerdings sehr verhalten, nur Rhythmus gebend, und Emma Shapplins Stimme folgt zugleich, dazwischen setzt wieder der Chor ein, ein schönes Stück, welches sich ausgezeichnet in die CD einfügt.
Dies soll nur als Auswahl dienen, stellvertretend für die gesamte CD, keines der Stücke ist grundlegend anders, nur in Nuancen. Ich könnte auch nicht sagen, welches mein Lieblingsstück ist auf der CD, sie ähneln sich alle ein wenig. Vielleicht misere, venere... welches eine besonders schöne Geigenbegleitung hat, siehe auch den 3. Link am Ende des Beitrags. Es ist wohl eine Krux dieser CD, dass sich die Stücke nicht wesentlich von einander unterscheiden, obwohl die Instrumente wechseln und der Chor eine zusätzliche schöne Komponente ist, wird jedes Stück durch Emma Shapplins Stimme stark dominiert, und obwohl diese wirklich ausgesprochen und ohne Einschränkung schön ist, bringt das einen gewissen Gleichklang auf die CD, wenig Abwechslung unter den einzelnen Stücken, was zuweilen einen Anflug von Langeweile und sogar Überdruss erwecken kann, hört man die CD länger und öfter, sozusagen auf Endlosschleife, wie ich das beim Autofahren mache. So gäbe ich der Stimme und der Musik insgesamt 10 Punkte, der CD von 5 aber nur 4, aus eben diesem Grund. Eine verhaltende ganz leise Kritik sozusagen am Gesamtwerk.
Zum Hören und Sehen: spente le stelle (Video): http://de.youtube.com/watch?v=iSuRRE-dAw4 cuor senza sangue (Video): http://de.youtube.com/watch?v=lt4kEpUeUT0&feature=related miserere, venere... (Live-Mitschnitt): http://de.youtube.com/watch?v=_V20hcKdwN0
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Epilog: Anmerk ung zu Musikstücken und Videos im Internet wie auf Youtube: Eine Studie hat ergeben, dass die Möglichkeit, Stücke im Internet hören und sehen zu können, den Vekauf von Musik eher beflügelt als bremst. Ich persönlich höre mir gerne online das eine oder andere an, bevor ich etwas kaufe, beziehungsweise wurde schon einige Male zum Kauf durch das Hören erst animiert, so wie im Falle von Emma Shapplins Musik. Ich "teste" Musik lieber so als sie mir in einem Geschäft anzuhören, es ist einfacher, komfortabler und das Angebot ist vielfältiger.
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Bilder von Carmine Meo - Emma Shapplin
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14.12.2007 10:56
Ich habe sie noch nicht entdeckt, aber du hast mich neugierig gemacht. @Epilog: dito..... Liebe Grüße Peter.
29.11.2007 23:23
Die CD fand ich auch umwerfend, eine tolle Mischung - und diese Stimme! Hab ich bestimmt fast 10 Jahre nicht mehr gehört....
27.11.2007 00:43
sehr interessanter bericht! mfg andre