Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Hals, Tonabnehmer, Griffbrett, Saitenlage, Floyed Rose, Preis, Klang |
| Kontra: |
Verbindung Hals - Korpus |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Ich werde euch heute die Charvel So Cal Style 1 etwas näher bringen.
Diese Gitarre habe ich mir vor 2 Jahren ( damals noch für 1049€) in Köln gekauft.
Zuvor habe ich sie in einem kleinen Laden in Berlin das erste mal in der Hand gehabt und war sofort von dem Griffbrett überzeugt!
Ich hab nie zuvor so ein unglaublich geschmeidiges Griffbrett in der Hand gehabt. Die Bespielbarkeit ist erstklassig, so wie die gesamte Verarbeitung der Gitarre.
Die Saiten (9-42) liegen beim 12. Bund gerade einmal 4mm über dem Bundstäbchen, was das Bespielen sehr einfach gestaltet.
Die 22 Bünde werden mit Jumbo Frets bestückt, dies ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man vorher flacherer gespielt hat, tut dem Spielgefühl jedoch keinen Abbruch.
Der Hals der Gitarre ist komplett gerade, hat sich bisher noch nicht ein bisschen verzogen (musste also noch nicht nachstellen) und ist schön flach gehalten ( für schnelles und ermüdungsarmes Bespielen geeignet).
Negativ am Hals ist, dass das Ahorn bei mir sehr schnell dunkler wurde (durch das Bespielen und ablagern von Schmutz). Diesen bekommt man auch nicht mehr weg und der Hals bleibt dunkler ... man sieht also genau wo und wie internsiv man gespielt hat ... Used look eben.
Beim Spielen merkt man dies jedoch gar nicht.
Gekauft habe ich die Gitarre in der Farbe "Pagan Gold", eine sehr schöne und auffällige Farbe, welche man nicht allzu oft antrift.
Die beiden verarbeiteten Tonabnehmer sind zum einen der DiMarzio Tone Zone am Steg und der DiMarzio Evolution am Hals.
Beides sind Humbucker und überzeugen durch Druck und Durchsetzungsfähigkeit, sowohl im Rhytmus wie im Soli-Betrieb.
Der DiMarzio Evolution wird auch in den Steve Vai JEM verarbeitet, allein dies spricht schon für sich.
Ansonsten ist die Gitarre recht spatanisch ausgerüstet. Sie besitzt einen Toggle-Switch für die Tonabnehmer und einen Volume-Poti für das Regulieren der Lautstärke an der Gitarre. Mit ein wenig Feingefühl und dem nötigen Know-how kann man den fehlenden Tone-Poti selbst nachrüsten.
Unter dem Pickguard (Schlagbrett) befindet sich noch eine Fräsung für einen Single-Coil Tonabnehmer, also wer Bedarf an einem hat, kann ihn ebenfalls nachrüsten.
Was auch noch auffällt, ist dás original Floyed Rose System, welches zum einen dazu dient, die Gitarre stimmstabil zu halten und zum anderen tiefe Divebombs ermöglicht, welche wirklich fett an dieser Gitarre klingen.
Mit der Stimmstabilität habe ich bisher noch keine Probleme gehabt, also scheint das Floyed ja zu funktionieren :).
Vom Klang kann man mit ihr eigentlich alles im Rock und Metal-Bereich spielen.
Von Van Halen (Charvel halt) bis hin zu Death, Megadeth und Slayer überzeugt diese Gitarre einfach.
Sie erzeugt mit dem richtigen Verstärker bestialischen Druck und kann mit Metalklampfen ala Jackson, Dean mithalten.
Was vielleicht auch daran liegt das Charvel Gitarren im selben Werk wie die von Jackson gefertigt werden.
Zuletzt aber ein großes Manko.
Die Verbindung zwischen Hals und Korpus ist gigantisch dick, was das Bespielen der hinteren Bünde echt anstrengend macht. Dies ist unnötig und sicherlich auch anders zu lösen.
Deshalb! Spielt diese Gitarre vorher an, wenn ihr auf Rock-Metal steht ist sie genau das richtige für euch, an der Bespielbarkeit des Halses (bis auf in den letzten 4 Bünden) lässt sich meiner Meinung nach nichts bemängeln.
Also Rock on !