Chicago III - Experimentierfreudig
12.06.2001
Pro:
Experimentierfreudiger Jazz - Rock
Kontra:
ein bisschen eklektizistisch
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Posdole
Über sich:
"Gier!" Mein neuer Kriminalroman, Books on Demand
ISBN 978-3-8448-1556-6, Paperback, 312 ...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
1970 brachte die Gruppe »Chicago« ihr drittes Album heraus (s. zur Entstehung der Gruppe meinen Bericht zu »Chicago I«) – mein Liebslingsalbum dieser Gruppe, bevor sie leicht zugängliche Charthits à la »If you leave me now« ab dem sechsten Album präsentierte. Nun: »Chicago« damals und dann später – das ist sicherlich eine Geschmacksfrage. Aber auf dieser LP produzierten die Musiker Robert Lamm (Orgel, Piano, Gesang) Terry Kath (Gitarre, Gesang) Jim Pankow (Posaune) Walter Parazaider (Saxofon, Klarinette) Lee Loughnane (Trompete, Flügelhorn) Daniel Seraphine (Drums) Peter Cetera (Gesang, Bassgitarre)
noch für damalige Verhältnisse experimentelle Musik, die trotzdem gut ins Ohr ging, neben hardrockigen Stücken wie »I d'ont want your money« oder »Sing a mean tune kid«, das aus dem üblichen Hardrock der damaligen Zeit durch einmalige Improvisationen hervorsticht. Daneben treten lange Suiten, die beste wohl die »Travel Suite«, ein Arrangement, in dem durch die Kombination u.a. von Free-Jazz-Techniken, Big-Band-Anleihen und Country-Effekten eine eigenartige, kompositionell aber einheitliche und eingängige Struktur geschaffen wurde. »Chicago« hat nicht nur auf dieser LP derartige Suiten produziert, denen damalige Kritiker manchmal »ambitionierten Eklektizismus« vorwarfen, der allerdings – so die FAZ damals – eine »zwingende formale Logik« nicht abzusprechen sei. Teilweise ist diese Kritik sicherlich richtig, etwa bezüglich der LP »Chicago II«. Die Suiten sind aber durchaus unterschiedlich in dieser Hinsicht. Und das dritte Album der Band ist – auch aus heutiger Sicht – durchaus eine kompakte musikalische Einheit.
Daneben enthält es den damaligen Chart-Hit »Lowdown«, der trotz seiner Eingängigkeit musikalisch hohe Qualität besitzt. Die »New York Times« meinte damals, die Elegy-Suite auf dieser LP »degeneriert ins Getöse von Stan-Kenton-Manierismen und fällt schließlich in musique concrète-Effekten auseinander, die mit dem Rauschen einer Toilettenspülung enden«. Böse, böse. Es bleibt also nichts übrig, als sich die LP, die – soweit ich sehe – nur noch über das Internet bestellt werden kann (amazon oder andere), selbst anzuhören. I like it, but some say: No!« Zitate aus: Siegfried Schmidt-Joos, Barry Graves: Rocklexikon, Reinbek bei Hamburg 1973, rororo, 1. Auflage, S. 71 f.).
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11.03.2008 16:01
Chicago habe ich leider schon ewig nicht mehr gehört, lg tanja
12.06.2001 17:13
Hi guter bericht, ich mag Jazz auch sehr, tolle Musikrichtung:) Nette Grüsse+Bis bald-Sebi:-)