City of Evil - Avenged Sevenfold

City of Evil - Avenged Sevenfold

von Avenged Sevenfold

Rock - 1 - CD - Label: Warner Brothers - Vertrieb: Warner Music - Veröffentlicht am: 27. Juni 2005 - EAN: 093624861324 mehr

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... Nun steht mit City of Evil also bereits das dritte Full-length Album in den Startlöchern, und es ist anders. Es ist einfach genial. 11 Songs, 1:12h Musik. Kein Lied unter 5 Minuten (Burn it Down ist mit 4:58 knapp drunter und das kürzeste). Das sagt so einiges. Aber steckt in der Länge ... Bericht lesen





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Crossover-Mischungen der letzten Jahre. Freakiger,
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sich nicht einmal Hammerfall- und Helloween-Klons
zu singen trauen. Zusammengehalten wird die ganze
Geschichte von einer absolut sattelfesten
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richtig schön fett draufloszubraten. Die teils arg
süßlichen Gesangslinien sind zwar verschärft
Geschmackssache, aber wer an The Darkness das
Überdrehte und am True Metal das Pathos liebt,
wird City Of Evil vergöttern. -- Michael Rensen
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Ein Meisterwerk epischer Größe
Erfahrungsbericht von PoMuCKeL über City of Evil - Avenged Sevenfold
22. Dezember 2005


Produktbewertung des Autors:   

Cover-Design: nicht so toll 
Klangqualität: ausgezeichnet 
Langzeithörspaß: wird nie langweilig 

Pro: 11 Songs  - > 72 Minuten, sehr vielseitig, Gänsehautgefahr
Kontra: nix da

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hoi und so.

Eins vorweg: Dieser Bericht ist wohl mein längster bisher, ihr werdet noch lesen warum. Falls ihr lange Berichte nicht wirklich gern lest, ist das Fazit immer noch da. Thanks!

Die Band:

M. Shadows - Vocals
Synister Gates - Leadgitarre
Zacky Vengeance - Gitarre
Johnny Christ - Bass
TheRev - Drums

Avenged Sevenfold. Wer sind die eigentlich? Das ist das dunkle Quintett mit so bösen Namen wie Zacky Vengeance oder
Sinister Rouge, welches aus der Nähe von Las Vegas stammt. Mit Waking the Fallen und Sounding the Seventh Trumpet stehen von ihnen bereits zwei Studienalben in voller Länge in den Läden, die Warmness on the Soul EP komplettiert
die Diskographie von Avenged Sevenfold (A7X).
In den USA ist man längst über den Underground-Status hinweg und gut bekannt. Hierzulande sieht dies jedoch etwas
anders aus. Ein Bandmitglied meinte nach dem Auftritt im Hamburger Logo:"Es ist wie ein Zeitsprung drei Jahre zurück".

Nun steht mit City of Evil also bereits das dritte Full-length Album in den Startlöchern, und es ist anders.
Es ist einfach genial. 11 Songs, 1:12h Musik. Kein Lied unter 5 Minuten (Burn it Down ist mit 4:58 knapp drunter und das kürzeste). Das sagt so einiges. Aber steckt in der Länge auch Qualität?
Erstmal die Tracks:

01 - Beast and the Harlot [05:40]
02 - Burn it Down [04:58]
03 - Blinded in Chains [06:34]
04 - Bat Country [05:13]
05 - Trashed and Scattered [05:53]
06 - Seize the Day [05:32]
07 - Sidewinder [07:01]
08 - The Wicked End [07:10]
09 - Strength of the World [09:14]
10 - Betrayed [06:47]
11 - M.I.A. [08:46]
Gesamtspielzeit: [72:48]

Home: http://www.avengedsevenfold.com


Zum Album:

Mit dem Opener Beast and the Harlot geht es furios los. Schon hier wird ein düsteres Bild gemalt und eine Atmosphäre erzeugt,die einem wohlige und doch kalte Schauer über den Rücken laufen lassen. Und das ist nur das Intro.
"This shining city built of gold a far cry of innocence." Was suggeriert einem diese goldene Stadt? Frieden? Schönheit? Freiheit? Das sollte sie vielleicht, doch irgendwie sieht der Himmel so schwarz aus und jeder See um die Stadt so Richtung dunkelgrün.
Hier regiert das siebenköpfige Monster mit seiner Hure.
Die Stimme von M. Shadows passt sich hier perfekt ins Gesamtwerk ein. Supermelodisch und doch dezent, kräftig und nicht aufdringlich.
Mittendrin ein wunderschönes Solo, dass einem Gänsehaut macht. Der Hammer.
Der Chorus nach diesem Solo wiegt einen melodisch schon in Sicherheit, der Text spricht jedoch eine andere Sprache. "She's a dwelling place for demons..." Da könnte man fast Angst kriegen.
Doch gut, dass zum Ende hin so extrem schnell gespielt wird, dass man das Monster mit den 10 Hörnern mit Sicherheit besiegt und die Stadt gerettet hat. Erst ziehen sich die Gitarristen scheinbar in eines der Häuser zurück und sind nur noch dumpf zu hören, während der Drummer eine Attacke nach der anderen fährt.
Dann hauen die beiden nochmal ordentlich rein und TheRev gibt auch nochmal ordentlich Sperrfeuer. So. Das müsste eigentlich gereicht haben. Freedom!

In Burn it Down tobt sich der Drummer voll aus. Es hagelt wie Bomben aus den Boxen und man möchte sich am liebsten
hinter dem Sofa verstecken, um sein Trommelfell zu schützen.
Zum Glück legt sich bald ein schützender Gitarrenschleier über unsere Ohren, die uns die vorhergehenden Angriffe leicht vergessen lassen. Als dann Shadows einsetzt, wird es immer schneller. Fast wie eine Attacke zu Pferd, wo man nun zum Angriff stürmt. Im Hintergrund das Katapultfeuer des Rev stürmt man immer weiter.
"I'll burn ya down (you can't help me), one Lord will watch the horsemen fall (i won't help you). I can't trust anyone..."
Womit wir wieder bei den Pferden wären.
Mein Bild malt sich dann fast von alleine weiter, in dem die dunklen Reiter mit Fackeln in der Hand auf ihr Ziel zureiten.
Doch nach etwa 2:30 Minuten scheint der Angriff etwas ins Wanken zu geraten. Man scheint am Ziel, die Musik wird langsamer und wesentlich drumlastiger.
"Before I tear you down" jetzt gehts wohl ans Eingemachte.
Shadow's Stimme ist auf einmal großen Schwankungen unterlegen... mal samtig weich, mal kratzig langgezogen, doch immer passend. Bis zum Solo, wo er kurzzeitig verstummt.
Der Angriff scheint nun gelaufen und man reitet wieder gen Heimat. Ein letztes mal der Chorus. Wir haben gewonnen. Zerstörung. Gerechtigkeit. Ein Oxymoron, und doch so schön beschrieben. Nun klingt alles leise aus, Siegesessen zu Hause am Kaminfeuer.

In Blinded in Chains stellt man sich jedoch schon einem neuen Kampf. Drummer und Gitarristen scheinen sich jedoch schon im Intro freizuspielen, ist das Intro alleine schon das Reinhören wert. Zuerst kloppt sich TheRev die Seele aus dem Leib, bis ihn endlich die Leadgitarre und dann auch die Backup Guitar entlasten. Zusammen sind wir stark.
Nur Shadows klingt schwächlich. Er scheint noch in Ketten in seinem Verlies zu hängen und singt ein Klagelied. Lediglich im Refrain scheint er Kraft zu schöpfen und brüllt uns dies in die Ohren:
"As they thank the Lord the blind can't see.Like a plague fed to the brain deadly disease". Scheinbar ein aussichtsloser Kampf gegen ein Terrorregime eines Einzelnen.
Zur zweiten Hälfte des Songs scheint sich Shadows jedoch weiter zu erholen, sich jedoch eher auf eine Flucht als auf einen Kampf vorzubereiten. Alles wird insgesamt sehr kräftig und man scheint wirklich alles zu versuchen.
Zum Ende des Songs hat man jedoch verloren. Die Melodie lässt etwas nach und auch die Stimme wird leise.
"Falling asleep in denial. Look at the way we're dying. How it ends I'll never know. Just live your life blind like me".
Vergessenheit? Ich vergesse diesen Song bestimmt so schnell nicht.

Bat Country beginnt mit einem Zitat, welches auch am Anfang des Films Fear and Loathing in Las Vegas eingeblendet wird:
"Every man makes the beast out of himself and gets rid of the pain of being a man."
Dies wird von Shadows leise und fast sprechend vorgetragen, bevor er anfängt, ins Mikro zu "stöhnen". Die Drums im Hintergrund sind dieses Mal deutlich zu hören. Der Mann hats drauf!
Der Song ist extrem melodisch und soll ein Rip-off der ersten 30 Minuten von oben genanntem Film sein. Wer das Video gesehen hat, weiß wohl, was ich meine. (Gibts im Web kostenlos zum Anschauen, einfach mal googlen).
Da die Band selbst ca. 4 Autostunden entfernt von Vegas lebt, hat man da so einige Erinnerungen an diese Stadt, in der man nicht nur einmal Trips geschmissen hat.
Das Video ist auch so gehalten. Zu Beginn sieht man sie wie im Fear and Loathing in einem roten Cabrio auf einer Wüstenstraße fahren, wobei einer von ihnen steht und mit einer Fliegenklatsche versucht, die Fledermäuse um sie herum loszuwerden. In Vegas warten die merkwürdigsten Kreaturen auf sie: Frauen mit Schwänzen von Eidechsen oder Menschen, die einfach mal eben ihr Gesicht verformen sind da noch das normalste.
"Can't you help me as I'm starting to burn, too many doses and I'm starting to get an attraction. My confidence is leaving me on my own. No one can save me and you know i don't want the attention."
Das ist der Chorus, und der nimmt einem wohl die meisten Fragen ab.
Fast wie auf Drogen spielt man sich auch in ein Delirium, was wohl so manchen Nicht-Fan noch mitreißen wird.
Einer meiner Anspieltips.

Jetzt wirds jedoch wieder etwas heller. Die Klangfarben dieses Songs entziehen sich größtenteils dem dunklen oder gar schwarzen Bereich, der vorher so unübersehbar über den Lieder prangte.
Ein kurzes aber prägnantes Intro von Leadgitarrist Synister Gates und schon treibt theRev wieder alles nach vorne.
"Keep on writing you're just raping yourself" beginnt es. Sollte ich an dieser Stelle lieber mit dem Schreiben aufhören? So far. Nein, ich tus nicht, ich widerstehe!
"Don't you ask about me ask 'bout somebody else"... aber hier gehts doch um Avenged Sevenfold und nicht um jemand anderen. Scheinbar geht dieser Song gegen die Schreiber der sogenannten Musikszene, die ganzen Selbsternannten Kenner und diejenigen, die meinen, anderen ihren Geschmack aufdrücken zu müssen.
Doch dagegen setzt man sich eindrucksvoll zur Wehr. Besonders der Chorus setzt Zeichen.
"I won't be your victim but the first to cast a stone. [...] Don't try to judge or take shots on me i'll never let you seize control. Play your game you better walk away cause your integrity don't mean shit". Das war ein eindeutiger Mittelfinger, den die ganze Band scheinbar mit aller Kraft unterstützt. Gerade während des Chorus lebt Gates voll auf und setzt all seine Energie in seine Stromklampfe.
"Trashed and scattered again i'm feeling so low, you waste your breath while fucking with me, my blood is so cold..."
Fürchtet euch, ihr Möchtegern-Kenner vor Avenged Sevenfold.
Etwa 2 Minuten vor Ende des Songs gibts mal wieder einen Bruch, in dem eine neue Einheit beginnt. Und wieder schaltet man einige Gänge zurück, um der mächtigen Stimme von M. Shadows den Vortritt zu lassen, der dieses auch dankend annimmt. So klingt der Song mit einer Gänsehautpassage aus, der sich wohl kaum jemand erwehren kann.

Dass man auch anders kann, beweist die Band mit Seize The Day. Das Lied kommt wie eine Erlösung. Nicht, dass die vorhergehenden Lieder in irgendeiner Art und Weise schlecht sind, aber dieses Lied ist einfach anders. Einfühlsam, weich und einfach schön.
Hier zeigt sich die ganze Vielseitigkeit von A7X. Die Drums plätschern im Hintergrund so vor sich hin, während Gitarre und Klavier eine wunderschöne Melodie spielen.
Der Titel sagt über den Inhalt eigentlich schon alles aus. Nutze den Tag.
"I see my vision burn, i feel my memories fade with time, but i'm too young to worry"... macht was aus eurem Leben, an das ihr euch später erinnern könnt. Jagt euren Träumen nach oder macht was, was euch Spaß macht, anstatt zu Hause rumzuhocken und nichts zu tun.
Seize the day or die regretting the time you lost! Weise Worte von einem weißen Mann.
Und so wunderschön dargeboten von dieser Samtstimme. Das ist auf jeden Fall auch ein Lied für Fans von seichterer Musik wie Pop oder Softrock wie Nickelback und dem ganzen anderen Kram was da so an Schrott im Radio läuft.
Und obwohl man textmäßig so ein bisschen einen auf Xavier Naidoo macht und predigt klingt es hier nicht ein bisschen abgedroschen, was ich von Naidoo (sorry aber ich hasse den Kerl) nicht behaupten kann.
Kurz vor der 3-Minuten-Marke beginnt ein Solo, dass einem die Ohren wegfetzt. Dieser Synister Gates ist ein verdammter Teufelskerl!! Spätestens hier erwischt es auch die letzten mit der Gänsehaut, die dann durch einen Stimmwechsel ins Maximum getrieben wird.
"So what if i never hold you near" kriegt man in bester Bon-Jovi Manier zu hören, bevor es wieder zum Refrain zurückgeht. Einfach der Hammer.
Das Ende ist etwas weniger melodisch, hier steht deutlich der Text im Vordergrund:" Silence, you lost me. No chance for one more day." Das klingt nach persönlichen Erfahrungen, die man uns hier ersparen will.
Ich sage danke für dieses Lied und das ist mein Anspieltip Nummer 2.

Sidewinder fängt an, wie eine typische Rocknummer. Erst eine immer wiederkehrende und lauter werdende Melodie, dann kurze und abgehackte Riffs unterstützt von wummernden Drums.
"I slide through the wasteland that's my world."
Das erinnert schon wieder an Bat Country. Wohl mal wieder ne Überdosis gehabt, was? Wenn doch nur jeder auf Drogen so gut singen könnte. Naja. Man kann nicht alles haben.
Jedenfalls ist Sidewinder einer der ruhigeren Songs, in der man auch dem Backgroundgesang etwas mehr Beachtung schenkt.
Shadows singt ähnlich Seize the Day wieder ruhig, doch wirkt seine Stimme etwas kratzig. Wunderbar. Kräftig. Eingängig.
Und doch plätschern die ersten 4 Minuten so ein bisschen vor sich hin. Ein Song zum Autofahren. Weit weit weg vom eigenen Wasteland und auf zu neuen Ufern.
Nun erhebt sich jedoch alles noch einmal, um ein Zeichen zu setzen. Kurzzeitig.
"Can't you feel the poison rising straight to the heart from the venomous bite?" Oh ja. Ich spüre es.
Danach schlägt man von Minute zu Minute ruhigere Töne an, bis das Ganze in den Latino-Style abdriftet. Man könnte meinen, das passt absolut nicht, doch ihr habt vergessen, um welche Band es hier geht: die Meister im kombinieren der unmöglichsten Songparts. Und dabei kommt kein Wischiwaschi oder sonstiger Mist raus. Nachdem man dann immer leiser wird klingt das Lied langsam aus und man wird mit der Zeile
"Lost the final fight - no love will be shown" ins nächste Lied entlassen.

Betrayed gönnt einem jedoch keinesfalls eine Pause. Das Lied kann etwas anstrengend werden. Hat man sich erstmal reingehört, kriegt man so einiges geboten.
Von einer verzerrten und doch passenden Melodie über einen dezenten Bass bis zu wummernden Drums ist alles mal dabei.
Und doch ist es für Sänger Shadows ein Leichtes, sich über all das hinwegzusetzen, um sich in den Mittelpunkt zu rücken, und das, obwohl er gelegentlich auch mal an Mister Gates abgeben muss, der einen mit seinen Soli immer wieder verzaubert.
Etwa zur Hälfte des Songs stellt er bei einem gekonnten Einsatz mal wieder seine Fingerfertigkeit unter Beweis, um so einen neuen, leisen Teil des Liedes einzuleiten, der mich total an Herr der Ringe erinnert. Irgendwie wird einem zu fast jedem Song ein Bild gemalt. Mittelalterliche Klänge mit einer Frauenstimme, die im Hintergrund immer weiter ihr ohhoh (oder so ähnlich, irgendwie kann ich das nicht wirklich beschreiben) wiederholt erinnern an eine dunkle Wüste oder ein unwirtliches Bergland.
Doch dann kommt Meister Shadows wieder ins Spiel, und setzt seine Waffe gekonnt ein. Rauchig langgezogen verzerrt schreit er seine Textzeilen ins Mikro, bevor es dann wieder zurück zu Einheit 1 der Melodie geht. Denkt man. Klingt aber nur so.
Doch dann wird man nicht enttäuscht und kriegt nochmal den Chorus zu hören, bevor es nach über 7 Minuten auch mit diesem Lied zuende geht.

Nun kommt der wohl mächtigste Song des gesamten Albums. Allein eine Länge von 9:14 Minuten sagt schon einiges aus.
Zu Beginn wird nur sanft an den Saiten gezupft und einer Geige Vortritt gelassen. Ein wunderschönes Intro. Gates selber sagt, es geht in diesem Song um ein Racheszenario, bei dem am Ende dem Sonnenuntergang entgegengeritten wird. Na mal schauen.
Nach etwa eineinhalb Minuten kriegen wir ihn dann auch mit seiner diesmal betont rockigen Gitarre zu hören. TheRev hält das Tempo anfangs noch etwas zurück, doch dann spielen die Gitarreros sich frei und bestimmen das Tempo, um die besten Bedingungen zu schaffen.
Auch hier kriegen wir wieder mal einen kratzigen und doch bestimmten M. Shadows zu hören, der sich bestimmt gegen alles durchsetzt, was seine Lautstärke übertreffen will.
Der Mittelteil erstreckt sich etwa über 4 Minuten, in denen die Geschichte erzählt wird.
Nach etwa fünfeinhalb Minuten zieht man ein Resumée, in dem man die Lautstärke um zehn und die Geschwindigkeit um drei Gänge drosselt, um der Konklusion genug Respekt zu zollen.
Auf diese folgt nochmal ein Part mit supergeschliffenen Riffs, die anderen Gitarristen Tränen in die Augen treiben werden, bevor man nach nochmaligem Durchschreiten des Chorus scheinbar wirklich nach Hause reitet. Das Outro erinnert mich an Musik aus Anno 1503, die dem wirklich sehr nahe kommt.
Und da dieser Song eine Geschichte ist, füge ich hier ausnahmsweise mal den kompletten Text ein:

My story starts the day they said "she can't be found"
the news so dark, heart stopped, I stood silent without a sound
It's over, she's finished, mother lies with my father and sister too
Cold-blooded, they suffered, shot down by the outlaws after you
Sorrow swallows my screams

Strength of the world - is on my shoulders
Strength of the world - is on my side
Strength of the world - the one true beholder
Ice in my veins - for those who've died

I've seen my family fade away, you've taken my whole life
There's nothing left to say

Avenge the dead kill all who cross me in my path
Suicidal, I never planned on coming back
I want it, I need it, revenge is dripping from my teeth
Need nothin', to feel power, and bring the killers to their knees
Nothin' ta lose vengeance ta gain (you know I'll never be the same)
So taste my breath I'm close behind you (so desperate on your final day)
Sorrow swallows my screams

Strength of the world - is on my shoulders
Strength of the world - is on my side
Strength of the world - the one true beholder
Ice in my veins - for those who've died

I've seen my family fade away, you've taken my whole life
There's nothing left to say

Sitting in silence with heaven above me I prayed every night by their graves
While I search for closure I feel it no longer
I can't turn my cheek away
I stand before you; I'll sin when I have to
But now I leave your side, to avenge my family's pride

I've seen my family fade away, you've taken my whole life
There's nothing left to say

Strength of the world - is on my shoulders
Strength of the world - is on my side
Strength of the world - the one true beholder
Ice in my veins - for those who've died

So far forever now alone, a greater punishment on me has been imposed
A killer falling from the light, I'll miss my family, I'll never be alright

(Quelle: http://www.plyrics.com/lyrics/avengedsevenfold/strengthoftheworld.html)

Betrayed lässt es dann auch etwas langsamer angehen, um dem Hörer nach dem fast einlullenden Outro von Strength of the World guten Zugang zum Song zu verschaffen. Mit 6:47 Minuten ist Betrayed schon fast "kurz".
Nach der ersten Strophe werden dann die Drums und der Bass kurzerhand mal stummgeschaltet und Shadows haucht seinen Text von leisem Gitarrenspiel begleitet ins Mikro.
Zu dem Lied kann man sich größtenteils sicher gut entspannen, solange man es nicht allzu laut hört.
Nach knapp zweieinhalb Minuten scheint keiner mehr Bock auf seichte Musik zu haben ... "Passion in my eyes I live it everyday..."
Diese Passion hört man auch ganz deutlich. "In my dreams it's me and you, it's there i saw it all come true..." Ein Liebeslied. Wow!
Nach viereinhalb Minuten wieder einer der A7X-typischen Zäsuren, eine Bridge leitet zum letzten Teil des Songs über.
"Finally, together we were destined, I know what's best for us in the end."
Hier lässt sich bereits das Ende des Songs vermuten, da die Instrumente plötzlich alle immer leiser werden, doch das ist die Ruhe vor dem Chorus, der noch ein letztes Mal aus den Boxen erklingt. Diesmal jedoch mit einer leicht geänderten letzten Zeile:"As time went by faith in you grew, so one thing's left to finish you (hahaha)"
Damit erreicht der nunmehr vorletzte Song auch sein finish.

Mit M.I.A. klingt das Album dann endgültig aus. Allerdings ist der Song mit 8:46 Minuten der zweitlängste auf der Platte, somit ist noch etwas Zeit bevor man sowieso wieder von vorne durchhört.
Der extrem softe Anfang mit einer extrem flüsternden Stimme und einer superleisen Gitarre lassen eine weitere Ballade im Stil von Seize the Day erwarten. Auch das samtweiche ooooooooooh was einem prima runter geht trägt dazu bei, bis nach einer guten Minute wieder mal mitten in die Fresse gerockt wird.
Der Name des Songs ist textlich gesehen mal wieder Programm. M.I.A. heißt Missing in Action, folglich wird das Lied wohl vom Krieg handeln, und so ist es auch.
Textpassagen wie "Now fighting rages on and on, to challenge me you must be strong. I walk your land but don't belong, two million soldiers can't be wrong." oder "So many soldiers on the other side, I take their lives so they can't take mine." sprechen wohl eine eindeutige Sprache.
Und nachdem dann also wieder mit Rocken angefangen wird hängt sich auch unser mittlerweile bester Freund mit dem unbekannten Vornamen wieder richtig rein und hört auf zu hauchen.
Der Refrain jagt mir das Blut überall hin und am Liebsten möchte ich aufstehn und rumpogen oder sonstwas. Superharmonisch und total energiegeladen geht man hier ans Werk.
"Fight for honor, fight for your life. Pray to god that our side is right. Even though we won, I still may lose ntil' I make it home to you. I see our mothers filled with tears, grew up so fast where did those years go? Memories wont let you cry unless I don't return tonight."
Dass der Song gegen den Krieg ist braucht man hier eigentlich nicht extra zu erwähnen (ich machs frecherweise trotzdem mal).
Etwa dreieinhalb Minuten kriegt man nun ein Metalbrett zu hören, das seinesgleichen sucht, bis sich wohl zum letzten Mal Synister Gates vollständig vom Rest der Band in den Stromgitarrenolymp spielt und ein Solo hinlegt, das sich gewaschen hat. Nur noch 4 Minuten bis Buffalo. Dann isses zuende. Schade eigentlich.
Nach dem Solo sinds auch schon nur noch drei.
Auf einmal setzt ein Chor ein, der einen dank der düsteren Thematik sofort an einen Armeechor erinnert, der sein ohhhhhohohohoooooooooh im Hintergrund seine Kreise ziehen lässt. und irgendwann wieder verstummt. Noch 2 Minuten bis Buffalo. Und mein Herz ist so garnicht froh.
Nun lässt man das Album so ausklingen, wie der Song begonnen hat. Die letzten Worte von Shadows sind:
"Walk the city lonely
Memories that haunt are passing by
A murderer walks your street tonight
Forgive me for my crimes; don't forget that I was so young
Fought so scared in the name of God and country."
Er fängt dabei fast an zu weinen und erinnert dabei an Protagonisten aus Büchern wie Erich Maria Remarque's "Im Westen Nichts Neues" oder Wolfgang Borchert's "Draußen vor der Tür", in denen die anfangs noch euphorische Jugend in den Krieg zieht, um nachher als die desillusionierte Jugend in die Geschichte einzugehen. Dies war im 1. Weltkrieg.
So ein Hauch von "Ich-komme-nach-Hause-und-alles-was-war-ist-anders" (siehe Draußen vor der Tür) kommt aber auch durch, bevor dann alle Instrumente endgültig verstummen.
Nun hat man sagenhafte 72 Minuten (1 Stunde 12 Minuten!!!) Musik hinter sich, und das alles von einer CD.

Fazit:

City of Evil ist für das Album 2005 überhaupt. Allein dass man heutzutage noch über eine Stunde Musik auf einer CD mit handgemachter Musik (Gitarre Bass Schlagzeug) findet, ist schon eher selten. Und dann auch noch so ein Hammer.
City of Evil ist ein Album, aus denen andere Bands eine ganze Karriere machen würden. Aus jedem der Songs könnte man mindestens zwei oder drei machen und besonders die Überlängen Strength of the World und M.I.A. sind so komplex, dass man sie schon mindestens zwei oder drei mal hören sollte, um wirklich alles zu erfassen.
Das Album besticht in jedem Punkt. Besonders gut getan hat Avenged Sevenfold besonders die Abkehr vom Schreien à la Unholy Confessions.
Die Songs wirken ausgereift und haben ein prima Songwriting hinter sich. Die Produktion ist extrem sauber, was ich hier mal nicht bemängeln will. Da ich A7X noch nicht live gesehen habe, kann ich den Unterschied zum Livesound nicht beurteilen, doch ich denke, da wird einer sein.
Die Band stellt nicht zuletzt mit ihrer Ballade Seize the Day oder den ruhigen Parts von Strength of the World oder Betrayed ihre Vielseitigkeit und ihr Können unter Beweis, Synister Gates gehört für mich zu den besten Gitarristen "wo gibt".
Am meisten hervor sticht jedoch Sänger M. Shadows, der uns eindrucksvoll zeigt, was ein Mensch mit seiner Stimme alles anstellen kann. Ob es jetzt ruhig und samtweich wie in Seize The Day oder rockig hart wie im Mittelteil von M.I.A. oder melodisch wie in Beast and the Harlot sein soll, er kann uns alles dieses bieten.
Auch theRev, der Drummer hat so viel auf dem Kasten, was man beim ersten Hören garnicht mitkriegt.
Jeder, der den etwas ruhigeren, melodischeren Metal bevorzugt, sollte hier unbedingt zugreifen.
Auf der Website der Band (siehe oben) gibts unter Music --> City of Evil (das Bild ganz links anklicken) die Songs Beast and the Harlot und Trashed and Scattered als MP3 zum kostenfreien Probehören. Hört sie euch an und bildet euch selbst eine Meinung.
Ein Wort noch zum Cover: Das Design finde ich nicht allzu stark, seht ihr ja auf dem Bild. Dieser Comicstil ist nicht so wirklich mein Fall, auch wenn das Bild zum Thema City of Evil ganz gut passt. Das ist aber auch das einzige, was ich ein wenig zu bemängeln habe.
Ihr werdet mit diesem Album sicher euren Spaß haben, mich wird es mit Sicherheit noch lange begleiten.
Gäbe es einen Zusatzstern, ich würde ihn vergeben (jaja blabla schon 1000 mal sone Sätze gelesen ich weiß :-) ).

Ich weiß, dass dieser Bericht extrem lang ist, allerdings ist es das Album auch und ich finde dass es das wert ist. So komplexe Songs und überhaupt (aber ich wiederhole mich schon).

In diesem Sinne

Tschö und rock on!

PS: Im März kommen die fünf für zwei Shows nach Deutschland!!!
Termine sind am 3.3. in Hamburg/Knust und am 5.3. in Köln/Prime Club. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt hingehen!! 


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...Mein heutiger Bericht dürfte wohl nahtlos an meinen Bericht von vor einigen Wochen anknüpfen, denn wieder geht es um die Band Avenged Sevenfold. Während es beim letzten Mal um eine Live-DVD der Band geht, möchte ich euch heute über ein Album der Musiker aus Huntington Beach berichten. Kleine Information am Rande: obwohl es sich um Hard Rock/Heavy Metal handelt, höre ich dieses Album wahnsinnig gerne zum Einschlafen :o) ? Informationen zum Künstler: Avenged Sevenfold wurde 1999 in Huntington Beach, Kalifornien gegründet. Während ihre ersten beiden Alben "Sounding the Seventh Trumpet" und "Waking the Fallen" eher in Richtung Metalcore tendierten, sind die neueren Alben "City of Evil" und "Avenged Sevenfold" eher im Bereich des Hard Rock und Heavy Metal anzusiedeln. Mit Covers von Bands wie Black Sabbath, Iron Maiden... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich

sehr hilfreich
05.08.2009


Avenged Sevenfold - Avenged Sevenfold

Haupteigenschaften

Titel: City of Evil

Künstler: Avenged Sevenfold

Genre: Rock

Schlagworte: Heavy Metal; Hard Rock; Alternative

Medium: CD

Set-Inhalt: 1

Veröffentlichungsdatum: 27. Juni 2005

Label: Warner Brothers

Vertrieb: Warner Music

EAN: 093624861324

Titel auf cd 1

1.: Beast and the Harlot - Avanged Sevenfold

2.: Burn It Down - Avenged Sevenfold

3.: Blinded in Chains - Avanged Sevenfold

4.: Bat Country - Avanged Sevenfold

5.: Trashed and Scattered - Avanged Sevenfold

6.: Seize the Day - Avanged Sevenfold

7.: Sidewinder - Avanged Sevenfold

8.: The Wicked End - Avanged Sevenfold

9.: Strength of the World - Avanged Sevenfold

10.: Betrayed - Avanged Sevenfold

11.: M.I.a. - Avanged Sevenfold

Ciao

auf Ciao gelistet seit : 22/12/2005

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