Manu Chao
13.01.2000
Pro:
Kontra:
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 tomschrott
Über sich:
Ok hier mal ein paar neue Zeilen: In der Provinz halte ich es nur aus durch häufiges Reisen, leider ...
Mitglied seit:09.01.2000
Erfahrungsberichte:42
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 5 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Mano Negra, mal als beste Life band der Welt, mal als die Erfinder des world-punk beschrieben, haben sich vor drei Jahre leider leider aufgel`st. Was soll unsereiner da im Sommer h`ren, wenn das Wetter nach leichter Musik schreit. In diesem Jahr war es besonders schlimm. Sch`nes Wetter den ganzen Juli und die Sommerhits einer grausammer als der andere. Da viel mir zum Glhck die Platte des S@ngers und Mitbegrhnders von Mano Negra, Manu Chao ein, die er im letzten Jahr nach einer langen Shdamerikareise in Frankreich produziert hatte. In der Schweiz war die Platte im letzten Jahr ein Renner und hier v`llig unbeachtet. Die Musik die Manu Chao von seiner Reise mitbrachte pl@tschert mit genau der Leichtigkeit vor sich hin, bei der sich Bilder des Shdens in die Tagtr@ume mischen und er reiht im Grunde einen Sommerhit an den anderen. Ob Rumba, Reggae, Afro Beat oder die Musik seiner Heimat Andalusien, Manu Chao verbreitet mit der Musik Leichtigkeit und wohlige Melancholie. Die Texte, zumeist in spanischer Sprache, benennen die Alltagsprobleme in diesem Shden. Das einzige Liebeslied ist in Franz`sisch. (Es handelt von der Konsequenz einer gescheiterten Beziehung) Wie eine derart einfache Liedstruktur es schafft sich locker vom Schlager wie von den oben genannten Sommerhits abzugrenzen macht einfach Freude. So leicht wie die Musik daherkommt, so tief sitzen die Texte. Es ist unhbertroffen, wie er besingt, dass die ganze Welt eine Lhge ist, oder die Geliebte keine Schuld hat, an der H@sslichkeit der Erde. `Welcome to Tijuana@, ist fhr mich der herausragende Titel auf dieser CD. Diese Stadt an der Grenze Mexikos zu den USA, Durchgangsstadt fhr Latino/as, die in die USA wollen und Ziel fhr US-touristen auf der Suche nach billigem Alkohol, Shit oder Huren bietet immer wieder Stoff fhr Lieder. Meistens wird jedoch nur eine Seite dieser Stadt, die Ausdruck fhr die shdliche Seite an der Grenze zwischen verlockendem Norden und ausgebeutetem Shden ist. So zum Beispiel J.J. Cale, der die Begegnung mit einem M@dchen beschreibt, das ihn bittet, sie als seine Tochter auszugeben und so hber die Grenze mit nach Norden zu nehmen. Manu Chao l@sst beide Seiten auftreten, den Norden auf Englisch, den Shden auf Spanisch. Neben den Mariachi Bl@sern taucht die Gitarrenmelodie aus Desaperecido (Der Verschwundene), einem anderen Lied der CD, wieder auf. Subcommandante Marcos fordet am Ende des Liedes Bildung Demokratie, Brot etc. vor dem Hintergrund einer Stra8enscene. Auch in anderen Liedern wendet Manu Chao eine @hnliche Collagetechnik an. Verweise auf anderer Sthcke, auch von Mano Negra, gespickt mit Nachrichtenausschnitten oder Tierger@uschen. So bekommt die Leichtigkeit der Musik Brhche, Kanten und verhindert, dass sie Eint`nig wirken. Eine Kritikerin schrieb: `Eine Stunde lang scheinen die Kontinente zusammenzudriften, wen khmmern da noch Nebens@chlichkeiten wie B`rsenkurse.@ Aber das ist es eben genau nicht, vielmehr balanciert Manu Chao auf der Grenze zwischen Norden und Shden, wartend auf die letzte Welle die da s@mtlichen B`rsenkursen den Garaus macht.
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09.09.2009 17:51
Hier ist der doppelte Bericht ---> http://musik.ciao.de/Clandestino_Manu_Chao__Test_43476
09.09.2009 17:50
Doppelposting = NH (http://musik.ciao.de/Clandestino_Manu_Chao__Test_55157)