Vorwort
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Früher war Popmusik nie wirklich mein Ding und vor allem in den Achtzigern konnte ich das Discogehopse echt nicht hören.
Doch vergleiche ich heute mal die Popmusik von früher mit der aktuellen oder Bands wie „Spandau Ballet“ mit Jammerlappen wie „N-Sync“ so muss ich ganz klar sagen, „Ich will die Achtziger wieder haben“.
Eine „Pat Benatar“ hatte doch schon beim husten mehr Gesangstalent als eine „Britney „Silikonmops“ Spears“, „Duran Duran“ hatte im großen Zeh mehr erotische Ausstrahlung als die „Backstreet Boys“ und ein „George Michael“ musste sich nicht durch eine Sendung wie „Deutschland sucht den Superstar“ schleimen.
Es gab viele Bands doch die meisten konnten was und standen nicht wegen dem Aussehen oder wegen einer Sendung auf der Bühne.
Ein „Oli P“ wäre mit Katzenscheiße beworfen worden und „Dieter Bohlen“ hat damals noch nicht dafür gesorgt das der musikalische Amoklauf „Daniel „Ich kotz gleich ins Eck“ Kübelböck“ den Menschen auf den Nerven herum trampelt sondern hat noch rosa Jogginganzüge getragen und hat die Menschen selber genervt mit seinem „Cherie Cherie win if you Louie Cadillac your my heart Atlantis ist calling“ oder wie auch immer das Lied mit 14 verschiedenen Texten hieß.
„Cock Robin“ war zu dieser Zeit eine der großen Bands die ich mir damals schon recht gerne angehört habe und die sich auch heute noch ab und an in meinem CD-Player dreht.
Um das Selbstbetitelte Album von 1985 soll es heute gehen.
Viel Spaß beim lesen.
Bandgeschichte und Diskografie
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- Die Geschichte der Band „Cock Robin“ steht und fällt mit einem Mann. Die Rede ist von Peter Kingsberry“.
- Geboren wurde Peter Kingsberry am 02.12.1952 in den USA.
- Er wuchs in Texas auf und lernte schon in ganz jungen Jahren das Klavierspielen. Schon mit 10 Jahren gewann er erste Klavierwettbewerbe auf denen er Chopin und Beethoven zum Besten gab.
- 1972 soll der gute nach Vietnam und kann sich nur dadurch entziehen indem er sich am klassischen Musikkonservatorium in Austin, Texas, anmeldet und welches er mit Diplom abschließt.
- Nun sollte man denken dass er sich voll und ganz der klassischen Musik widmen würde doch dem war nicht so. Beeinflusst durch die großen Popkünstler dieser Zeit schlug er selber eine Popkarriere ein.
- Er schreibt Songs für andere Künstler, macht selber Musik und ganz nebenbei entdeckt er auch noch sein Talent als Dolmetscher.
- Er beginnt in der Tourband von Brenda Lee erste Popband Erfahrungen zu sammeln.
- 1982 gründet er in Los Angeles seine Band „Cock Robin“.
- Das erste Mitglied wird Anna LaCazio die am 26.01.1962 in den USA geboren wurde. Schnell ist ihm klar dass ihre Stimme wunderbar mit seiner harmoniert.
- Peter selber zeigt sich für Keyboards, Gesang und den Bass zuständig also fehlt noch ein Gitarrist sowie ein Schlagzeuger.
- Diese findet er in Clive Wright, geboren am 02.08.1953 und zuständig für die Gitarre sowie Lou Molini, geboren am 06.09.1954, welcher das Schlagzeug bearbeiten soll.
- Peter hat schon einiges an Songmaterial geschrieben welches er nun nach und nach mit der Truppe einübt.
- 1984 hat er mit seiner Band die Chance sich als Opener für „Billy Idol“ zu betätigen was er natürlich auch tut. Hierbei wird „CBS“ auf die Band aufmerksam und bietet ihr einen Plattenvertrag an.
Ein paar Worte zu diesem Album
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Der Plattenvertrag ist unterschrieben und die Tinte darunter noch nicht richtig trocken schon geht es ab ins Studio.
Das Songmaterial steht ja bereits und hat sich vor Publikum bewährt also wieso noch warten.
Steve Hillage führt die Regie im Studio und so entsteht das erste Album der Band „Cock Robin“ mit dem schlichten Titel „Cock Robin“.
Das Album erschien 1985 und ging förmlich ab wie eine Rakete.
Die Verkaufszahlen waren absolut unerwartet hoch und die Songs fanden riesen Zuspruch.
Es folgten viele Singleauskopplungen wovon „When your heart is weak“ im November 1985 auf Platz 8 und „The promise you made“ im Februar 1986 auf Platz 6 der deutschen Charts stand.
Letzterer platzierte sich auch in der Schweiz jedoch auf Platz 7
Vor allem in Deutschland wurde die Musik der Band rauf und runtergespielt weshalb man sich natürlich gerne in Deutschland bewundern ließ.
Der Sound der Songs ist meist balladesk und weißt einen sehr starken Gesangspart auf.
Das Keyboard spielt ein wichtige Rolle in der Musik der Band.
Schon beim Sound erkennt man wer der Boss im Stall ist denn Bass, Keyboard und Gesang dominieren, Schlagzeug und Gitarre stellen reine Begleitung dar.
Meine Lieblingstitel des Longplayers sind „Thought you were on my side“, „Just when you’re having fun” und “More than willing”.
So und nun etwas zu den Songs
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1 >>Thought you were on my side<< 4:17 Minuten Spielzeit
Eröffnet wird das Album gleich vom ersten meiner Lieblingssongs.
Das Schlagzeug dominiert zusammen mit dem sehr starken Bass die Instrumentierung der Strophe.
Das Keyboard legt eine leicht verträumte Stimmung unter den Titel.
Die Stimmen jedoch stehen über allem und zwar gleich mit dem so starken Wechselgesang zwischen Peter und Anna.
Der Song weißt eine wirkliche spitzen Melodie auf und eine weit überdurchschnittliche Eingängigkeit.
Der Refrain ist dann sehr Gefühlvoll und dennoch recht flott.
Der Zweistimmige Gesang wirkt sehr Kraftvoll und ist sehr präzise was ihn im Refrain wie einen Magneten wirken lässt zu dem man förmlich hingezogen wird.
Ein Song der jedem gefallen dürfte der auf Popmusik der Achtziger steht und der genau richtig ist um sich auf Sommer einzustimmen auch wenn es sicher nicht um einen typischen Sommersong handelt.
2 >>When your heart is weak<< 4:39 Minuten Spielzeit
Die erste Singleauskopplung der Band die in die deutschen Top Ten einzog.
Es handelt sich hier um einen wirklich sehr gefühlsbetonten Track im stark balladesken Soundgewand.
Wieder spielt der Bass eine sehr dominante Rolle genau wie die Stimme von Peter die den Song fast im Alleingang bestreitet.
Die Drums klingen satt jedoch unauffällig genau wie die Gitarre, die sich nie richtig in Szene setzen kann.
Das Keyboard ist in der sehr guten Strophe eher verhalten dafür wird es im Refrain knackiger und spielt sich deutlicher nach vorne.
Der Refrain ist super und sehr eingängig, man muss sogar sagen dass der Titel in diesem Part zum echten Ohrwurm wird.
3 >>Just when you’re having fun<< 3:42 Minuten Spielzeit
Mein Lieblingstitel Nummer zwei ist nun am Start.
Dieser sehr sommerlich fröhliche Song mit einem spitzer Samba vermischt macht das hören zum echten Genuss.
Die Instrumentierung ist schon in der Strophe absolut klasse und so locker dass man eigentlich nicht still sitzen kann.
Anna bestreitet diesen Titel Gesanglich im Alleingang und schneidet dabei keinesfalls schwächer ab als bei den Solotiteln des Chefs.
Der Refrain hebt sich nur leicht ab hat aber das gewisse etwas.
In meinen Augen der beste Song des Albums den ich auch jedem als Anspieltipp ans Herz legen möchte.
Nichts leitet einen sonnigen Tag im offenen Cabrio besser ein als diese Nummer.
Anhören und kennen ist Pflicht.
4 >>The promise you made<< 3:54 Minuten Spielzeit
Die erfolgreichste Singleauskopplung des Albums ist nun zu hören.
Sicher für viele der beste Song des Albums da es sich um eine wunderschöne Ballade handelt die einen schnell gefangen nimmt.
Die Perkussion mittels Keyboard gibt dem Titel den besonderen Kick dient aber nur zu Unterstreichung der besten Gesangsleistung des Albums.
Peter geht mit sehr viel Gefühl zur Sache, zumindest in der ersten Strophe sowie dem ersten Refrain doch dann wird die Intensität des Songs angehoben und ebenso das Tempo leicht beschleunigt.
Anna geht mit leicht fordernder Stimme zu Werke um dann den Refrain mit Peter zu bestreiten.
Nach einem kurzen Gitarrensolo dominiert das Keyboard ganz deutlich hinter der Stimme.
Der Titel wirkt auch nach dem hundertsten hören Frisch und unverbraucht und kann den geneigten Hörer immer wieder erfreuen.
Ganz klar ein Höhepunkt des super Albums.
5 >>Because it keeps on working<< 4:40 Minuten Spielzeit
Nun ein Titel der sehr ruhig und Orchestral beginnt um dann das Tempo zu erhöhen und sehr groovig zur Sache zu gehen.
Sofort mit beginn des Titels wird eines klar, an die vorherigen Titel reicht es einfach nicht ran.
Zu unspektakulär geht man hier zur Sache.
Sicher eine insgesamt starke Nummer die einen jedoch nicht so schnell und vor allem nicht so fest in ihren Bann ziehen kann.
Rockiger und vor allem vom Keyboard her wesentlich knackiger als zuvor präsentiert sich die Band beim gut durchdachten Titel dem einfach der letzte Funken zum Entzünden der Zuhörerherzen fehlt.
Eine nette Melodie mit simpler Struktur die dennoch nicht als schwach angesehen werden darf und sicher wegen der vorangegangenen starken Konkurrenz etwas schwächer dasteht als es ihr gebührt.
6 >>Born with teeth<< 4:13 Minuten Spielzeit
Flott geht es weiter.
Der Bass spielt sich sofort wieder in den Vordergrund den er sich jedoch mit dem sehr starken Keyboard teilen muss.
Anna liefert hier eine wirklich sehr starke Gesangsleitung ab.
Die Strophen bestreitet sie im gesanglichen Alleingang, im Refrain wird’s dann zweistimmig und Peter unterstützt was möglich ist.
Eine sehr starke und sehr eingängige Nummer mit einem Rhythmus der in die Beine geht und einer Melodie die gleichzeitig die Ohren einnimmt.
Wieder ein frischer, fröhlicher Titel der zu begeistern weiß.
Ein sehr kurzweiliger Titel der sehr schnell vorbei geht und ein gutes Gefühl zurück lässt.
Keiner der ganz großen Titel des Albums aber ein reinhören allemal wert.
7 >>Once we might have known<< 5:10 Minuten Spielzeit
Nun einer der längsten Songs des Albums.
Der Anfang lässt eine Ballade erwarten allerdings schwenkt das ganze nach wenigen Sekunden schon auf eine leicht rockige Nummer um.
Also eines muss man diesem sehr Bass lastigen Track lassen, er geht so richtig in die Beine und bringt auch den faulsten Hund dazu sich zu bewegen.
Eine Nummer die man so schnell nicht vergisst darf man jedoch nicht erwarten.
Man kann ruhigen Gewissens von einem „Nett zum anhören danach aber sofort wieder vergessen“ Titel sprechen.
Unspektakulär ohne besonderen Höhepunkt und ohne eingängige Strukturen zeigt sich die dennoch interessante Nummer.
Ganz klar einer der schwächsten Titel des Albums.
8 >>More than willing<< 4:29 Minuten Spielzeit
Der letzte meiner Lieblingstitel des Longplayers ist nun am Start um zu zeigen was er kann.
An diesem Titel gefallen mir die sinnliche Struktur und der sehr einfache aber wirkungsvolle Aufbau.
Beim ersten hören, für die meisten, sicher kein echtes Highlight doch mit der Zeit kommt der Titel immer mehr auf einen zu.
Es macht Spaß sich die leicht flotte Ballade anzuhören und sich durch den sehr starken Bass und die zum ersten mal sehr hervorstechende Gitarre verzaubern zu lassen.
Die Melodie ist schön aber alles andere als eingängig dennoch geht die Melodie nach einigem hören ins Ohr und dann auch sehr schwer wieder heraus.
Ein wunderbarer Titel an dem ich erst spät gefallen fand ihn nun aber nicht mehr missen möchte.
9 >>A little innocence<< 5:37 Minuten Spielzeit
Schon ist es wieder soweit, wir sind am ende des Albums angelangt und wollen mal schauen wie wir verabschiedet werden.
Stampfend und extrem Bass lastig beginnt der längste Song des Albums.
Eine etwas eigenwillige Gesangslinie durchzieht die Strophe des eher schleppenden Titels.
Gesanglich sicher keine schlechte Leistung aber schon nach dem ersten Refrain wird klar, wenn die Melodie irgendwann mal zum Ohrwurm werden soll dann darf man 3 Wochen am Stück nix anderes hören.
Eher langweilig plätschert der Schlusstitel dahin und gerade bei der Länge geht einem das schnell auf den Nerv.
Schade dass Peter zum Schluss nichts besseres eingefallen ist, denn das macht den Gesamteindruck des Albums doch etwas kaputt.
Dennoch bleibt dass es sich um ein starkes Album handelt das eben schwach abgeschlossen wird.
Fazit
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Das erste Album von „Cock Robin“ ist ein echter Überflieger der gegen Ende etwas ins stocken gerät.
Außerdem muss man auch sagen dass die Band diese Qualität nie wiedererreichen konnte.
Die Produktion ist für das alter schon absolut klasse und die Spielweise ist absolut lobenswert genau wie das beinahe durchgängige spitzen Songwriting.
Peter Kingsberry dominiert das Album deutlich und das auch bei den Songs wo er nicht am Mikro steht.
Das Bass spiel ist sehr dominant und auch sehr gut, der Keyboardsound wirkt frisch und unterstützt sehr gut ohne auf die Nerven zu gehen.
Empfehlen kann ich das Album jedem Popfan der noch auf Handgemachte Musik steht.
180 Beats pro Minute gibt’s hier nicht sondern klasse Melodien die frisch daher kommen und nie angestaubt wirken.
Fans der Achtziger Jahre werden begeistert sein und Fans der Band sowieso.
Für Metaller ist das Album ganz klar nix, bei Rockfans könnte das Album ankommen wenn die Geschmacksrichtung doch eher soft ist.
Alle anderen sollten reinhören oder aber gleich „An der Nordseeküste“ von „Klaus und Klaus“ kaufen. *gg*
Für 9 Euro kann man die Scheibe genauso finden wie im Angebot für 7 Euro.
Wert ist der Longplayer diesen Preis auf jeden Fall.
Der Langzeithörspaß ist sehr groß vor allem in der ersten Hälfte des Albums.
Ein starkes Werk das man zumindest kennen sollte.
Abzüge gibt’s für den schwachen Abschluss und den kleinen Durchhänger in der Mitte des Werkes.
Ansonsten gibt’s nichts zu bemängeln.
Danke für´s Lesen.
17.05.2003 10:48
Ich habe immer noch keinen Link gefunden, wo ich mir die Musik mal anhören kann ;o( Die Namen sagen mir nicht viel, muss ich ehrlich zugeben, allerdings sagen mir Klaus und Klaus was *g* Nach deinem Bericht, könnte es ja was für mich sein. Ich mag die 80iger und stehe nicht auf Metall ;o) LG vom stillen Wässerchen
17.05.2003 00:16
Persönliche Erinnerungen an das Jahr 1986: Sommer, Sonne, Mädchen - und zu den damals gern von mir gehörten Stücken gehören "The Promise..." und "Thought You Were...". Auch andere Stücke aus dem Album wurden damals im Radio gespielt, von CD, was damals eine Seltenheit war. Selbst Besitzer des kompletten Albums wurde ich aber erst 1993, erst auf einer rauschenden Kassette, dann habe ich mir vor ca. 2 Jahren die Original-LP gebraucht gekauft. Müsste sie mir mal wieder anhören.
11.05.2003 20:04
Detailierter Bericht. "Sehr hilfreich". Gruß xX*Milosj*Xx