mehr als nur MUSIK: THE CURE LIVE
07.10.2001
Pro:
alle songs
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 MICHAsWORLD
Über sich:
HOW CAN SOMEONE SO YOUNG _ WRITE WORDS SO SAD ? ;o)
www.synthiepop.de
Mitglied seit:14.12.1999
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Noch immer die letzten dumpfen Basstakte von "A Forest" in meinem Kopf versuche ich mich an letzten Abend zu erinnern und herauszubekommen, warum ich plötzlich ein völlig anderes Bild von den Gruftrockern hatte als zuvor. Dazu muss ich folgendes erklären: Mein erstes und letztes Cure- Konzert (außer das jetzige natürlich) sah ich anno 1994 in Innsbruck und dieses Ereignis blieb mir als Geld- und Zeitverschwendung in Erinnerung. Ich mag The Cure zwar sehr, aber das Konzert damals war wirklich das Letzte! Doch wie hatte sich die Band in den letzten fünf Jahren gewandelt! Eine Stunde vor Konzertbeginn war die Halle bloß knapp zu einem Drittel gefüllt und ich befürchtete das Schlimmste. Es ist zwar allgemein bekannt, dass DJ Bobo in Österreich mehr Fans hat als The Cure, aber so schlimm konnte es doch nicht sein! Aber die Libro Hall mit ihren 2500 Personen Kapazität füllte sich rasch und sichtlich. Doch keine Spur von den von mir erwarteten 15-jährigen Grufties mit hochtoupierten Haaren und weißer Schminke. Das Publikum war durch-schnittlich 25, trug zwar schwarze Klamotten, aber bei weitem nicht gestyled und sah so aus, als ob sie das bekannte Video zu dem Welthit "Lullaby" nicht nur vom Geschichtsunterricht kennen würden.
Robert Smith, Simon Gallup, Perry Bamonte, Jason Cooper und Roger O´Donnell kamen gut gelaunt und spielfreudig auf die Bühne und legte gleich los mit ein paar Songs aus dem neuen Album "Bloodflowers", darunter "Watching me fall", "39" und "Out of this world". Das Bühnenbild war sehr sparsam arrangiert, dafür war die Lightshow umso genialer. In violettes, grünes und blaues Licht getaucht spielte die Band rund um Robert Smith, die es nun schon seit mehr als 20 Jahren gibt und die trotz einiger Trennungsgerüchte mehr Spaß am Livespielen hat wie je zuvor, Songs wie "Inbetween days", "Just like heaven" und "One hundred years". Natürlich durften auch die "heimlichen" Hits der neuen CD (Robert Smith hatte sich ja geweigert, Singles auszukoppeln) nicht fehlen, und so wurden die Songs "Maybe someday", "There is nof if ..." und "The last day of summer" zu meinen persönlichen Highlights des Konzertes. Die Songs wurden von der Band viel rockiger und mit mehr Beat gespielt als auf den Studioversionen, was zur Folge hatte, dass es nie langweilig, eintönig oder zu langsam wurde. Nach dem gleichnamigen Song "Bloodflowers" verabschiedete sich die Band und verließ die Bühne, jedoch nicht für lange. Nochmals folgten drei Songs aus alten und neuen Zeiten und Robert konnte es sich nicht verkneifen, zum Bühnenrand zu kommen, um sein berühmtes Lächeln und seine "Teddybärstellung" einzunehmen und sich von der Masse bejubeln zu lassen. Nochmals gingen sie von der Bühne und nochmals kamen sie wieder und spielten zum Abschluss "A Forest", einer der besten Songs von The Cure, bei dem die Bühne in grünes Licht getaucht war. Es konnte nicht mehr besser werden und das dachte sich wohl auch die Band, als sie nach ca. 140 Minuten die Bühne verließ. Man sollte ja den Trennungsgerüchten nicht glauben, aber wenn sich die Band nun tatsächlich auflöst, so war diese Tournee sicherlich ein Abschluss, auf den sie sehr stolz sein kann. Und ich bin sehr stolz und froh darüber, The Cure noch eine zweite Chance gegeben zu haben!
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07.10.2001 14:29
FURY ist noch zu empfehlen, ansonsten fehlen mir die Vergleiche ;-)
07.10.2001 14:11
*lach* Du bist schon der Zehnte, der die Kombination DeMo/Cure favorisiert. das scheint wie eie Seuche um sich zu greifen ;-). Guter Bericht. MfG Dash