Kekse...
13.09.2010
Pro:
tanzbarer Indie - Britrock
Kontra:
mit Leerlaufphasen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Senilm
Über sich:
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Manche Alben brauchen einfach Zeit, auf unserer Plattform hier ein Jahr um entsprechend gewürdigt zu werden. Sicherlich wisst Ihr inzwischen auch schon, daß die 1990s den Indierockhimmel letztes Jahr mit Ihren wohlschmeckenden Cookies bereichert haben. Die Cookies von Jackie McKeown, Michael McGaughrin und Jamie McMorrow sind selbstgebacken, mit einigen Schokostückchen drin. Im Laufe des Albums kann man sich aber dem Verdacht nicht erwehren, daß neben der guten Kulturpflanze Hanf auch noch ein paar andere Gemütsaufheller im Teig waren. Wenn man Jackie McKeown ist, darf man sich aber auch mal was genehmigen, schliesslich war der gute Herr Mitglied bei den YUMMY FUR, welche nach seinem Ausstieg als FRANZ FERDINAND den großen Reibach machten. Sowas kann schon an die Substanz gehen, aber er hat sich ja wieder eingekriegt und im letzten Jahr mit seiner neuen Band 1990s selbst den Angriff auf die Indieclubtanzflächen gewagt. Dabei hat Jackie McKeown wohl ganz genau aufgepasst was seine Ex-Bandmitglieder richtig gemacht haben, denn auch die 1990s haben massig griffige Riffs, schmissige Hooks und tanzbare Rhythmen im Gepäck. Da verwundert es nicht, daß "You made me like it" an FRANZ FERDINAND denken lässt, textlich aber noch ne Spur schwarzhumoriger daherkommt und mit Zitaten keineswegs spart. "My cult status is keeping me alive,my cult status keeps me fucking your wife" - solche Zeilen, gehören bei den 1990s zum guten Ton. Die jungen Wilden mit der Vorliebe für Neopunk verpackt in Britpopschemata legen gleich 12 Titel voller potenzieller Tanzflächenfüller vor. Nicht verwunderlich das "See you at the lights" mit seiner in die Hüfte zielenden 70ies Hook zu den Indie-Rock-Highlights 2007 gehört, zumindest laut MTV. Stimmt schon, der Groove und die BeachBoys-Refrains visieren die Happyness-Zentrale im Kleinhirn an.
Leider hält dieser Zustand nicht dauerhaft an, für ein paar Durchläufe versetzen die Jungs Arsch und Hirn in Bewegung, aber irgendwann hat mein Krümelmonster auch die letzten schmackhaften Cookies weggemampft und Ernüchterung macht sich breit. Doch bis es soweit ist, hat man sich ne ganze Ladung humorvollen Brian-Wilson-Refrains verseuchten Britrock zur Leibesertüchtigung reingezogen. Und dafür ist es schliesslich nie zu spät... auch auf www.triggerfish.de
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14.09.2010 15:08
*dumdidumdidum* ...KEKSE!
14.09.2010 11:00
... da muß ich doch glatt ein Ohr riskieren ...
13.09.2010 23:02
Grundsätzlich gut, aber noch ausbaufähig... aber hilfreich auf jeden Fall. lg. Masl