Erfahrungsbericht über

Crush - Bon Jovi

Gesamtbewertung (223): Gesamtbewertung Crush - Bon Jovi

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The Bon Jovi Chronicles - Part IV

3  22.01.2004

Pro:
Just older, One wild Night

Kontra:
Viele nur durchschnittliche Songs

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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SuperMario80

Über sich: Ein Brilli für meinen iPod Mini Bericht. Danke für die vielen Lesungen und BHs. Noch 2.000 Punkte bi...

Mitglied seit:18.06.2001

Erfahrungsberichte:180

Vertrauende:49

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Bon Jovi – Crush

Heute ist der vorletzte Bericht meiner Bon Jovi Reihe dran. Schon wieder haben die Jungs eine viel zu lange Pause gemacht und ich habe mich in den fünf Jahren nach These Days und vor Crush irgendwie von ihnen wegbewegt. Weil ich aber Fan war und bin, habe ich das Album gekauft aber es damals irgendwie nie wirklich gehört. Erst vor etwa zwei Wochen hat mich die Lust an Bon Jovi wieder gepackt und ich hab´s einfach mal in den CD-Player gelegt.

Dass ich seit dem wieder nicht mehr von der Band lassen kann, sagt sicher viel, aber nicht alles. Wie gut die Scheibe wirklich ist, könnt ihr erfahren, wenn ihr weiter lest. Viel Spaß...


Gliederung
***********************
1. Die Band
2. Die Aufmachung
3. Das Album
4. Mein Fazit

zu 1. Die Band
***********************

Da ich fünf Berichte über fünf Alben der Band schreibe und mich nicht ständig unnötig wiederholen will, habe ich mir überlegt, dass ich in jedem Bericht ein Mitglied der Band vorstelle. Der Aufbau ist wie folgt:

New Jersey – Alec John Such (Bass)
Keep the Faith – Tico Torres (Drums)
These Days – David Bryan (Keyboard)
Crush – Richie Sambora (Gitarre)
Bounce – Jon Bon Jovi (Gesang)


Richie Sambora
Er ist am 11. Juli 1959 geboren, heißt eigentlich Richard Stephen Sambora und ist auch Gründungsmitglied der Band. Er spielt die Gitarre und tut das meiner Ansicht nach sehr gut. Ich finde, er beherrscht sein Instrument wie kaum ein anderer und wenn ich nicht schon Phil Collen von Def Leppard als Lieblingsgitarristen hätte, dann wäre es sicher Richie geworden.

Er macht neben der Musik nicht so viel wie Jon, aber auch er schon TV Gastaufritte. So z.B. in der Serie American Dreams in der er Eric Clapton gespielt hat. Daneben wird er als einer der talentiertesten Songwriter im Musik Geschäft angesehen. So zeichnet er sich auch für die meisten Hits der Band mit verantwortlich. Nett zu wissen ist auch, dass er mit Heather Locklear verheiratet ist (sie hat ihm den Antrag gemacht) und das die beiden ein Kind zusammen haben... Darüber hinaus war er anderthalb Jahre mit Cher zusammen.

Zu seinen Hobbys gehört: Basketball, Jetskiing und Gitarren sammeln, seine Idole sind die Beatles und er hat eine Villa am Strand von LA (*träum). Außerdem ist er rot/grün-farbenblind... Ob er Auto fahren darf?


zu 2. Die Aufmachung
***********************
Diese CD hebt sich im Design deutlich von ihren Vorgängern ab. Der Grundton ist weiß und es sind 16 kleine quadratische Fotos auf der Vorderseite und 20 Stück auf der Rückseite. Die Bilder zeigen entweder Bandmitglieder oder irgendwelche anderen Motive.

Das Booklet ist im gleichen Stil, zeigt aber neben vielen kleinen Bildern auch noch ein paar große Fotos der Band. Erstmals gibt es keine Songtexte, aber dafür ist Hugh McDonald nun zumindest als Mitglied aufgeführt. Auf den Fotos entdecke ich ihn aber nirgendwo.

Die CD selber hat ein echt cooles Foto drauf: Bon Jovi als Men in Black. Es wirkt zwar irgendwie unpassend aber dennoch cool.

zu 3. Das Album
***********************

Nun zum wichtigen Teil: Was erwartet mich, wenn ich das Album in meinen CD Player lege? Ich habe mich entschieden bei den Berichten über die Bon Jovi Alben nicht jeden Song ausführlich vorzustellen, sondern nur ein kurzes Statement und meine Bewertung zu nennen. Im nächsten Punkt gibt es dann meine abschließende Meinung zur Scheibe.

1. It´s my life
Das Album steigt gleich in die Vollen. Der wohl bekannteste Bon Jovi Song der letzten Jahre und das teilweise berechtigt. Er verbreitet gute Laune und regt zum mitsingen und tanzen an. Aber er ist für Bon Jovi einfach zu sehr kommerziell meiner Meinung nach. Mir gefällt er zwar gut und ich höre ihn auch sehr gerne und freue mich immer, wenn ich auf Partys etwas von Bon Jovi zu hören bekommen, aber ich weiß, dass die Jungs es besser können.
Fazit: Tolles Lied zum Einstieg lässt mich These Days fasst vergessen => 8/10 Punkte

2. Say it isn´t so
Es bleibt einigermaßen Temporeich. Es ist ein halbschneller Song der zwar einen tollen Text zu bieten hat, aber sonst nicht viel mehr. Er klingt zwar sehr rockig, aber ist irgendwie langweilig und für einen „schnellen“ Bon Jovi Song nicht mit den Hits zu vergleichen.
Fazit: Mal wieder Einheitsbrei => 6/10 Punkte

3. Thank you for loving me
Die erste Ballade der CD ist eine tolle Liebesgeschichte die eigentlich in jede Kuschelrock Sammlung gehört. Schön langsam, ruhig und ein wahrer Schmusesong mit einer der sanftestes Jon Bon Jovi Stimme, die ich je gehört habe. Leider kommt sie unterm Strich aber nicht ganz an meine absoluten Balladenfavoriten ran.
Fazit: Endlich mal wieder ne Gute BJ Ballade => 8/10 Punkte

4. Two Story Town
Als ich den das erste Mal gehört habe, dachte ich das wäre ein Cover von One of us von Joan Osbourne. Am Anfang könnte man das echt meinen. Der Sound ist eindeutig derselbe und sogar Jons Stimme könnte man fast verwechseln *g. Viel mehr brauche ich wohl nicht sagen, da One of Us wohl so ziemlich jeder kennen dürfte. Auch hier fehlt mir das Bon Jovi typische.
Fazit: Noch ein weiterer eher durchschnittlicher Song => 6/10 Punkte

5. Next 100 Years
Wir bleiben schnell, aber kommen wieder auf ein etwas anderes Thema. Es handelt sich um eine weiteres Liebeslied mit erstaunlich viel Ähnlichkeit zum Rest des Albums. Der Refrain ist zwar echt gut gelungen aber wieder ohne die früher gewohnte Einzigartigkeit. Wäre Jons Stimme nicht so unverkennbar, würde ich das Lied im Radio vermutlich nicht als Bon Jovi Titel identifizieren könne.
Fazit: Noch mal ohne das für Bon Jovi typische Flair => 6/10 Punkte

6. Just older
Die Melodie verbreitet von Anfang an Gute Laune. Es erinnert stark an einige Titel vom New Jersey Album und macht wirklich Spaß. Der Text ist zwar für meine Altergruppe nicht anwendbar, aber das kommt schneller als man es sich wünscht. *g. Ich höre es sehr gerne und ist bis hier das beste was dieses Album zu bieten hat. Aber hoffentlich kommt der 10 Punkte Kandidat noch und bleibt nicht, wie bei These Days, einfach irgendwo im Studio auf der Strecke.
Fazit: Geiler Song, aber es geht noch besser => 9/10 Punkte

7. Mystery Train
Hier handelt es sich um einen gemütlichen sehr souligen Song, der wie so viele auf dieser Scheibe eher durchschnittlich ist. Scheinbar sind Bon Jovi nicht mehr Bon Jovi, denn bisher hat nur ein Song meine Anforderungen an ein Album der Jungs erfüllt. Dieser ist auch weit davon entfernt und zieht meine gute Laune nach Just older direkt wieder runter.
Fazit: Es geht wieder abwärts => 6/10 Punkte

8. Save the World
Es bleibt langsam und die ersten Töne könnten (bitte schlagt mich nicht dafür) auch von Pur sein. Das ist doch echt traurig, oder? Aber das hört zum Glück nach dem Intro auf und es wird ein Song zum träumen. Er ist wie gesagt relativ langsam, aber außer einem Feuerzeugtauglichen Refrain hat er nicht so viel was ihn hörwürdig macht.
Fazit: Trotz Pur am Anfang nachher ganz nett => 6/10 Punkte

9. Captain Crush & the Beauty Queen from Mars
Leise fadet die Musik ein und dann gibt’s typischen Rock & Roll Sound. Knalliger Rhythmus, krachige Gitarrenriffs und mal wieder gute Laune. Es ist ein etwas anderes Liebeslied und auf jeden Fall einer der besseren Titel von Crush. Ich höre ihn immer wieder gerne und muss unterwegs immer aufpassen, dass ich nicht auf einmal anfange mitzusingen. Bisher konnte ich mich zum Glück beherrschen.
Fazit: Endlich mal wieder was Besseres => 8/10 Punkte

10. She´s a Mystery
Die Band scheint wohl auf Tempowechsel und völlig fehlende Kontinuität zu stehen. Ergo: Noch ein langsames Lied, diesmal nur leider irgendwie ohne alles, was ein Lied haben sollte. Schade, denn es hätte leicht mehr sein können, da der Text durchaus Potential hat. Aber leider ist es dann doch wieder nur Einheitsbrei geworden.
Fazit: Mir fällt nix mehr dazu ein => 5/10 Punkte

11. I got the Girl
Der Song fängt sehr langsam an und der Refrain haut einen denn echt um. Es scheint ein weiterer gute Laune Titel zu sein. Leider wird man mit jeder Sekunde dann wieder ein bisschen mehr enttäuscht. Jetzt reicht es nicht mehr nur die Lieder abwechselnd schnell und langsam zu machen, sondern nun müssen sie das auch noch in ihre Songs einbauen.
Fazit: Durchschnittlicher Titel der nur teilweise ertragbar ist => 6/10 Punkte

12. One wild Night
Nun kommen wir zum Abschluss der CD. Am Anfang des Songs klingt es sehr nach 20er Jahre Sound, aber dieser Faden reist dann schnell ab. Von da an erwartet den Hörer ein schneller Track mit krachigem Sound und endlich wieder viel guter Laune. Damit haben die Jungs einen sehr guten Abschluss für das Album gefunden, denn das Beste kommt zum Ende. Jetzt werden sie es aber schwer haben, dieses Ende mit dem Anfang vom Nachfolger zu toppen…
Fazit: Endlich mal ein würdiger Abschluss für ein Album => 9/10 Punkte


Meine Durchschnittsbewertung liegt somit bei 6,91 also so etwa 7 von 10 möglichen Punkten. Was das konkret für mich heißt, gibt’s im Fazit.

zu 4. Mein Fazit
***********************

Alle Dauerleser meiner Reihe will ich nicht länger auf die Folter spannen und jeder mit einem sehr guten Zahlengedächtnis kann sich wohl auch schon ausrechnen, wo ich Crush einsortiere. Somit ist die Liste nun fast komplett und lediglich der Spitzenplatz ist noch frei. Wer das wohl werden wird...?

1. mit x,xx Punkten – XXX
2. mit 7,46 Punkten – Keep the Faith
3. mit 7,08 Punkten – New Jersey
4. mit 6,91 Punkten – Crush
5. mit 6,71 Punkten – These Days

Das Album sortiert sich also ziemlich genau zwischen New Jersey und These Days ein. Es ist auf jeden Fall besser als letzteres, weil es keine wirklich schlechten Lieder drauf hat. Aber dennoch fehlt leider der Überflieger auch auf der CD. Es mag ja sein, dass It´s My Life beim breiten Publikum sehr gut angekommen ist und dass auch ich ihn sehr gerne auf Partys höre, aber er ist doch weit weg, von den Songs, die ich an Bon Jovi so schätze.

Da ich These Days schon eine Empfehlung gegeben habe, bleibt mir hier ja nix anderes übrig, da es hörbar besser ist und man eigentlich bedenkenlos zugreifen kann, wenn man Bon Jovi oder ihre Musik im Allgemeinen gut leiden kann. Die CD eignet sich, auch wegen der nicht vorhandenen Durchhänger, sehr gut zum „von Anfang bis Ende hören“.

Für meine Bewertungen in den Ciao Kategorien habe ich mich sehr schwer getan, denn ich wollte die Alben irgendwie unterscheiden, aber auch nicht einem Album das ich eigentlich ganz gerne höre nur 2 Sterne oder so geben. In sofern habe ich mich entschlossen, meiner Nummer 1 fünf Sterne zu geben, Nummer 2 und 3 bekommen jeweils vier Sterne und Nummer 4 und 5 erhalten je drei Sterne.

Somit bekommt Crush von mir 3 Sterne und die schon begründete Empfehlung.

Vielen Dank fürs lesen, bewerten und kommentieren und hoffentlich bis morgen dann zum letzten Teil.

Euer
SuperMario80

© 17. – 19.01.2004


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Music-King

Music-King

22.01.2004 12:38

Das Album ragt leider nicht mehr an die alten Sachen ran, zu sehr in Richtung Pop sind sie abgedriftet und kommerziell ist es schlimmer als KTF. "Es mag ja sein, dass It´s My Life beim breiten Publikum sehr gut angekommen ist[...], aber er ist doch weit weg, von den Songs, die ich an Bon Jovi so schätze." Genau hier liegt das Problem: Bon Jovi sind nicht mehr das, was sie früher waren: weg von der Hardrockband, hin zur Schnulzenband mit Popcharakter. Damit tun sich die Jungs zwar keinen Gefallen (die weltweitern Verkaufszahlen zeigen ja deutlich den Rückgang), aber wir Fans können ja nix ändern:-( Übrigens ist Dein Bericht nicht komplett, da Du "I could make a living without loving you" vergessen hast - für die europäische Ausgabe hat man sich für den Titel als Bonustitel entschieden, "Neurotica" (erschienen auf der Japan-Ausgabe) hätte aber auch sehr gut auf das Album gepasst, viel besser als manch anderer Song. Schönen Gruß vom ♪-König:-)

Sabine_im_Netz

Sabine_im_Netz

22.01.2004 11:14

Das Album kannte ich noch gar nicht, obwohl ich seit gut 10 Jahren Bon Jovi sehr gerne höre

11071984

11071984

22.01.2004 11:10

Nee, dann doch lieber The Offspring, Sportfreunde Stiller oder die Ärzte. Gruss aus dem schönen Spreewald 11071984

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