P-P-P-Please stop the beat !
24.06.2003
Pro:
Tanzbeats . . .
Kontra:
die irgendwie gar nicht zum tanzen einladen wollen
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Senilm
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 63 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
--- CIAO MARATHON--- ... so jetzt ist es bald geschafft... die Nummer 23 von 24 lest ihr jetzt!
--- 23 / 24 --- Hallo und Willkommen,
was ist so toll daran, wenn ein schmächtiger Nerdtyp und ein etwas dicklich geratener Homosexueller Musik machen... eigentlich nichts! Doch es gibt schliesslich genug Homosexuelle die mit Ihrer Musik für Furore sorgen, wobei ich hiermit nicht unbedingt Elton John meine. Denn auch einer der beiden Dancebeatschrauber des Dänischen Duos „Junior Senior“ ist Homosexuell und seit dem ihr Hit „Move your feet“ die englischen Charts geknackt hat, sind deren Dancetracks mehr als gefragt. Mit ihrem Album „D-d-d-on`t Stop the beat“ wollen Sie uns nun auf voller Länge zum Schwitzen bringen – und wohl auch ihren Erfolg mit einigen anderen Boxenknallern weiter vorantreiben.
So pushen Sie sich mit dem Klimperbimper Einstand bei „Go Junior, Go Senior“ selbst hoch... das textliche Niveau ist unter aller Sau..“we wanna shake you the human race.. we wanna give you a heart attack“... Zumindest geht der Rockrotzgitarrenunterlegte Refrain ordentlich in die Beine. Die „Rhythm Bandits“ treiben mit Breakbelasteten Trommellastigem Gebeate ihr Unwesen, bevor sich ein gitarrenverliebter „Sunshinerefrain“ mit ordentlich Guter-Laune in die Lenden groovt – da geht dann auch das gesangliche ordentlich ins Ohr, während man ansonsten mit Gestammelraps nur nervt.
An dritter Stelle kommt dann auch schon der Knaller, der halb England in einen Freudentaumel versetzt hat. Da waren Berichte von ausverkauften CD-Regalen und Discmanbewehrten Traumtänzern, die sich sinnentleert auf den Doppeldeckerbussen ihrer Kleidung entledigten um lautstark...“Everybody move your feet“ zu plärren! Der extreme Groove des Titels hämmert sich so dermassen leichtgängig ins Gehirn das es einer Unverschämtheit gleich kommt, die Lenden kreisen wie wild beim Bläserbetonten Rhytmschwung so dass man sich arge Sorgen um seine Bandscheiben machen sollte. Die Beine schwummern beim Groove wie wild und steppen zum Beat „can`t control my feet“ – und um nicht nur den Körper durchbrennen zu lassen, passiert dasselbe auch mit den Sicherungen im Gehirn wenn der Refrain einsetzt – der ist zwar leicht plärrig, pluckert dafür aber unaufhörlich durch die Gehirnwindungen ! Richtig proletenhaft wird’s mit „Chicks and Dicks“ hier holt man Papas Rock`n`Roll Scheiben aus der Vinylkiste und schrammelt nach bester Manier auf Mundharmonika und packt die 08/15 Riffgriffe für Anfänger aus um dazu sich richtig gehen zu lassen – und „gimme girls“ ins Mikro zu jaulen ! Das dabei der Beat tempolastig das ganze ins Chaotische entarten lässt stört nicht unbedingt...
Ziemlich debil klingt „Shake your coconut“ zwar, dafür ist es aber ein echter Tanzknaller – Hier zieht die Nummer mit der Gitarre endlich! Dafür klatscht man sich erst mal einen narrensicher dahinschnellenden Beat zusammen, der keine Zeit zum Nachdenken lässt, drüber legt man Zwei-Akkorde die man auf Dauerloop rotieren lässt und engagiert noch ein paar frohlockende Sängerinnen als Hintergrundstimmen während man selbst seinen anscheinend viel zu hohen Grasgenuss am Mikro auslebt ! Dabei knallt der Refrain beim Hörer so ins Ohr, wie vorher das Weed bei den beiden Dänen ! Mit 3:51 Minuten der längste Titel auf dem Album ist „Boy meets Girl“ auch der ausgefallenste –und seltsamerweise meiner Meinung nach beste – auf dem Album. Der Hybrid aus 60ies, 70ies PsychPop inklusive schwurbeliger Gitarren, vertrackter Beats und hymnischer Refrain krabbelt sich ins Ohr und lässt dank, absolut mieser Mikroakustik auch noch ein authentisches Feeling aufkommen ! Als dann auch noch von „Lovemachine“ und „Scratch me – love me for just one night“ im Refrain die Rede ist, wähnt man sich schon im falschen Album!
Zurück auf Dancepfaden finden wir uns aucb bei „C`mon“ nicht, denn da handelt es sich um einen ziemlich bekloppten, im wahrsten Sinne des Wortes, Stomper – der sich wieder einmal auf die Loopgitarre stützt, die sich noch dazu mit weichgeklopften Beats füttern lässt. Was textlich abgeht – erinnert an die 50ies – „get your booty down on the jukebox – baby c`mon“! Ziemlich schräger 50ies Stuff – der dann zu allem Überfluss auch noch zum Händeklatschen auffordert… oh NO! Schnaubende Beats und „Catch my breath“ Stammel Lyrics heizen bei „Good girl, bad boy“ ein, das ganze lässt auch nicht los von den 60ern – nervt dabei aber mit seiner bemühten Akustik zur arg haspeligen Instrumentierung. Da kann eigentlich nur der Refrain mit catchy Riff und Gesang gefallen – der geht dann ins Ohr.
Wie man`s richtig macht zeigt „Just shake it brother“, hier groovt sich der Gitarrist zu bestem Rhytmusgeklopfe sofort ins Ohr, während die Beine wie verrückt wetzen – und als man denn den himmelhochjauchzend abgehenden Refrain erwartet – wird man enttäuscht ! Was soll das – langweilig, langatmiger Gesang mit Streicheruntermalung mäandert Schlagersängermässig umher, das es einem graust ! Hier wurde eindeutig, der letzte Kick für den Titel verschenkt ! Wär bei „Dynamite“ ne Explosion erwartet, wird bitter enttäuscht – total naiv, nervende Gesänge und absolut schwülstiger Stilmix aus 60ies Pop und 70ies Rockgeschwurmel lässt zwar etwas BeachBoys Rhytmik durch die Boxen huschen – und auch der Refrain orientiert sich am Kanongesang der Vorbilder – nervt aber dennoch mit seinem steten Abfall ins Chaotische !
Apropos Chaotisch – das sind auch die letzten drei Minuten in denen man uns den wilden Noisekracher „White Trash“ inklusive abgeschrammelt, abgefahrener Gitarrenriffs, wilder Soliausraster, irrer Kreischerei und noch derber Ampüberlastung!
RHYTM BANDITS ! Irgendwie kann man den Jungs ja nicht böse sein, sehr abwechslungsreich gestaltet sich ihr Album schon – so vollzieht sich der Wandel vom Elektroklimperbaukasten zum rockenden 60ies Popper mit ordentlich Lackschuhfetisch in gerade mal elf Tracks mit wenig mehr als einer halben Stunde Spielzeit! Dennoch sind nur zwei Tracks wirklich überzeugend – der Rest ist entweder verschwurbelter Baukastendance oder abgelutschter Akkordeklau aus Papa`s Vinylsammlung. Das dazu meist noch äusserst peinliche Gesangseinlagen kommen, die bei einem Dancealbum zwar nicht wirklich wichtig sind, aber dennoch störend wirken –kommt noch erschwerend hinzu! So wird das nichts ....
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01.07.2003 15:57
Hätte mehr erhofft von ihnen, Schade. Met
29.06.2003 19:38
Will doch schon erwähnen, auch ich find diese Dänen, vor allem eins: Zum Gähnen
26.06.2003 18:10
Das doofe an den Songs ist, dass man sie nicht mag und gerade deswegen bleiben sie einem länger im Ohr als einem lieb ist *grummel* Grüssle Jude