Snoop und No Limit? Kann das gutgehen?
23.05.2012 (03.12.2012)
Pro:
Snoops Rapstil ist nach wie vor super, paar richtig geile Tracks, auch interessante Kollabos
Kontra:
Nicht auf dem Level der Vorgängeralben, Füllmaterial, zu No Limit lastig
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 zOckerKING123
Über sich:
Mitglied seit:06.01.2012
Erfahrungsberichte:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Rahmen meiner Snoop Reviews folgt jetzt eine Einschätzung zu seinem 3. Studioalbum "Da Game is to be sold not to be told". Für viele Anhänger war dieses Album eine große Enttäuschung, was vorallem an dem zuständigen Label "No Limit Records" gelegen haben mag. Viele beklagten dass hier nicht mehr viel von Snoops Stil übrig geblieben wäre und verteufelten die Zusammenarbeit mit Master P. "Death Row" steckte zu dieser Zeit schon ziemlich tief in der Tinte und Snoop musste nun mal ein anderes Label finden, und No Limit ist sicher nicht schlecht" verteidigten wiederrum andere das Album. Fakt ist jedoch, dass Master P eine Menge für Snoop getan hat. Nach Jahren unter dem korrupten Labelboss von Death Row, Suge Knight, und dessen Ausbeutung, welche Snoop sogar durch die vielen anschließenden teuren Gerichtsverhandlungen dazu zwang sein Haus in Kalifornien zu verkaufen, und ihn schließlich Pleite machte, kaufte P ihm nicht nur ein Haus in New Orleans um dort an seinem Album zu arbeiten und zu wohnen, sondern befreite ihn auch gleichzeitig aus Knights Knebelvertrag und sicherte so seine Karriere und nach den erfolgreichen Alben die auf No Limit noch erscheinen sollten, auch seine finanzielle Situation. Doch nun zu meiner neutralen Einschätzung der musikalischen Qualitäten: Track 1: Snoop World Am Anfang des Albums wird Snoop von Master P persöhnlich bei seinem Label begrüßt. Der Song ist sehr entspannt und sommerlich gehalten. Snoop rappt hier leider nicht besonders toll, nicht wirklich schlecht, aber man hört jetzt keine übermäßige Anstrengung raus, was sich auch darin äußert das Snoop zu 60 % immer wieder die selbe Zeile wiederholt. Auch Master P legt einen arg einen durchschnittlichen Auftritt hin und schreit eigentlich nur irgendwas wirres im Hintergrund herum. Leider ist das Lied mit 5:19 min viel zu lang geworden, hier hätten locker auch 2,5 min gereicht, so fängt das Album leider etwas schwach an. 2,5/5 Punkten
Track 2: Slow Down Das eher RnB lastige "Slow Down" fängt sofort mit einem verträumten, schönen Gesang und Hintergrundgeräuschen an, da weiß man sofort das wird ein gutes Lied. Der Track kombiniert Snoops gute, aber leider wieder nicht heruasragende Raps mit denen von Mia X welche hier einen besseren Job macht. Auch das Instrumental geht mit samt der Hintergrundmelodie und dem schönen Refrain von O Dell und Anita Thomas sofort ins Ohr. Alle Beteiligten machen ihren Job hier gut, nur Snoop bleibt hinter Mia X fast schon etwas zurück. Ein schöner Track, nur treten hier fast die Raps hinter die Melodie zurück, alles in allem eher ein nettes RNB Stück. 3/5 Punkten
Track 3: Woof Der erste Dirty South Banger kommt uns mit Woof entgegen. Der Bass kracht und donnert durch die Boxen, auch das Hundegebell im Hintergrund geht schon gut ab. Snoop zeigt sich ebenfalls cool und gechillt sowie ungewöhnlich schnell. Fiend ist ebenfalls, gut doch was den Song erst richtig geil macht ist die Hook in welcher wirklich die Post abgeht, und zum anderen der Auftritt von Mystikal welcher hier seine gewohnte Reibeisenstimme demonstriert und perfekt reinpasst, allerdings hat auch er schon bessere Leistungen gezeigt. Trotzdem einer der besseren Songs, wenn auch nach einer Zeit ziemlich eintönig und nicht die allerbeste Leistung aller Beteiligten. 3,5/5 Punkten
Track 4: Gin&Juice 2 Dieser Song ist sozusagen die düstere Version von Gin & Juice. . Snoop rappt hinterhältig und verschlagen, zeigt gute Verse und Rhymes doch die ganze Stimmung ist deutlich düsterer und bedrohlicher als das Original aber immernoch genauso legere. Gefällt mir persönlich gut, natürlich nicht ganz so gut wie wie das Original, trotzdem ein düsterer, smoother Track mit einem ziemlich guten Snoop! 4,/5 Punkten
Track 5: Show me Love Hier ist einzig die Melodie und der Gesang von Charlie Wilson im Hintergrund noch halbwegs gut, Snoops Raps sind gerade noch ok, wirklich bemüht hat sich hier niemand. Insgesamt ist die Nummer arg lahmarschig, zu soft und eben einfach langweilig. Alles drumherum wie Beat etc. sind hier einfach nur solche die man hört und danach wieder vergisst, eben etwas was man hören kann, aber einfach an einem vorbeizieht. 1,5/5 Punkten
Track 6: Hustle and Ball Keine Steigerung zum vorherigen Track, wieder ein Schnarcher. Raps ok, Beat solide, Melodie kaum auffallend, vlt. etwas düster, aber sonst nichts. Alles etwas unmotiviert. Am Ehesten ist der Refrain, welcher aber auch schnell nervt, sowie Snoops nette Raps noch irgendwie was was hängen bleibt aber herausragend ist hier nichts. Da liegt das Problem. 1,5/5 Punkten
Track 7: Dont let go Schon der 3. Schnarcher in Folge, hier ist wieder die Melodie und der Beat "nett", auch der Refrain welcher nur aus den 3 Wörtern "Dont Let Go" besteht ist ein bisschen was woran man sich vielleicht erinnert eingängig. Snoop rappt hier wieder etwas unmotiviert, wieder einmal nicht besonders oder so, und verweist hauptsächlich auf die anderen NO LIMIT Soldiers ,sowie kurz auf Pac und die Gewalt in der Hip Hop Szene zu der Zeit, welche hier aber mal ausnahmsweise nicht vertreten sind. Ein typischer "Zum Einen Ohr rein, zum Anderen wieder raus" Track. 1,5/5 Punkten
Track 8: Tru Tank Doggs Aufjedenfall muss man dem Track gleich ein Plus für den donnernden Beat und den agressiven Auftritt von Mystikal gleich am Anfang geben, welcher hier besser ist als auf "Woof". Auch der Refrain geht gut ins Ohr, und Snoops Auftritt ist auch mal wieder gut, mit coolen Rhymes und nem guten Flow welcher auf den Beat passt. Insgesamt eine gute Kollaboration mit einem No Limit Artist, was vorallem am Zusammenspiel von Snoops smoother Performance und Mystikals agressivem Auftritt liegt. 4/5 Punkten
Track 9: Watcha gon do? An Track 9 kann man schonmal die gute Melodie un den passenden Beat loben. Snoop ist hier wieder ziemlich gut, mit auf den Beat passendem Flow und coolen Rhymes. Master P ist allerdings bis auf die gelungene Hook, welche jedoch auch jeder andere hätte übernehmen können. komplett überflüssig, dieser schreit wieder einmal nur im Hintergrund herum wie ein Patient bei einer OP ohne Narkose. 2,5/5 Punkten
Track 10: Still a G Thang Die Fortsetzung zum Dr Dre und Snoop Klassiker erreicht natürlich nicht das Niveau des Originals. Die Melodie ist jedoch funkig, frisch wie damals das Original, und die Raps sitzen hier endlich mal wieder wie angegossen, und Snoop präsentiert sich hier in Topform mit ein einem tollen Flow, herausragenden Rhymes, und coolen Versen. Insgesamt eine tolle, frische Melodie, ein dazu passender Beat und ein klasse Snoop. Der beste Song auf dem Album, der wieder an gute alte Zeiten erinnert, woran auch die ultra chillige Hook schuld ist. 5/5 Punkten
Track 11: 20 Dollars to my Name Auch wieder ein guter Track, eine passende Melodie und ein guter Beat, sowie ein guter Snoop mit schnellen Raps klingen erstmal gut. Die Hook ist auch cool, und eingängig. Auch die Gastrapper Silkk the Shocker, Fiend und Soulja Slim passen erstaunlich gut auf den Track, das alles gibt ein gutes Gesamtbild. Vorallem Fiends Performance bei der pötzlich ein schnellerer Beat einsetzt ist richtig geil geworden, mit schnellen, harten Raps und fetten Rhymes. Insgesamt ist der Track aber schon fast eher der Track der Feats und Snoop der Feat. Egal, trotzdem ein guter Track, nicht perfekt aber allemal gut. 3,5/5 Punkten
Track 12: D.O.G.S get lonely Hier schlägt der Doggfather deutlich leisere Töne an, das ganze ist sozusagen als Lovesong zu bezeichnen. Die Melodie ist angenehm, Snoop ist solide und irgendwie klappt das Lied ganz gut, was man zuerst gar nicht vermuten würde. Vorallem der wunderschöne Refrain der Hook Sängerin ist richtig toll. Snoop kanns auch ruhiger, zeigt aber trotzdem schöne "gemäßigte" Raps. ;D 3/5 Punkten
Track 13: "Ain't Nut'in Personal" Hier begrüßt einen erstmal ein richtig schön düsterer, harter Beat inklusive einer passenden Hintergrundmelodie. Dazu sind vorallem die Gastfeatures ungewöhnlich gut und perfekt passend zum harten Song, auch Snoop ist gut dabei und zeigt schnelle, fette Raps und passt sich hier wieder perfekt der düsteren, bedrohlichen Atmosphäre an. Vorallem das Hintergrundgewispere "Kill, Kill, Kill, Murder, Murder, Murder untersteicht das nochmal perfekt. Der wohl 2. beste Song des Albums, ein hinterhältiger, fieser Kracher! 5/5 Punkten
Track 14: "DP Gangsta" Hier wird uns ein Remake das NWA Klassikers "Gangsta,Gangsta" geboten. Schon die Schüsse am Anfang stimmen schonmal gut ein, auch Snoop ist in einer guten Verfassung und serviert eine coole Performance mit hohem Tempo und fetten Raps, auch die Hook die nur aus dem simplen "Gangsta, Gangsta" besteht ist eingängig. Insgesamt eine fette Show von Snoop inklusive einer geilen Hook. Was anfangs etwas irritiert ist das ab 3:15 plötzlich kurz eine etwas andere Melodie einsetzt und dann noch 2 Feats für die letzten 1,5 Minuten vorbeischauen, aber insgesamt passt es gut zusammen. Ebenfalls ein guter Track des Albums. 4/5 Punkten
Track 15: Game of Life Ein wieder West Coast mäßigerer Track mit einem guten Snoop und einem ordentlichen, etwas roughen Steady Mobb´n. Gut zum Mitnicken während der Hook, auch sonst in Sachen , Beat, Melodie und Raps auf beiden Seiten, eigentlich ziemlich gut. Kann man mal zwischendurch gut hören, ein ganz großer Wurf ist es jedoch nicht geworden. Nicht mehr, nicht weniger. 2,5/5 Punkten
Track 16: See ya when i get there Hier gibts mal wieder einen richtig chilligen, West Coast lastigen Track. C-Murder übernimmt die erste Strophe welche gut gelungen ist, Snoop darf den chilligen Refrain raushauen, und Mystikal kreischt mal wieder die 2te Strophe, was leider gar nicht richtig zur Grundstimmung passt. . Schöner Track, verbreitet sofort duch die Meldodie und den Refrain ne chillige Atmosphäre. Auch Snoops 2. Strophe ist echt cool geworden, nur Mystikal schadet hier mehr als dass er nutzt. Das ganze ist hervorragend zum Chillen im Zimmer, am Strand oder wo auch immer geeignet. 3/5 Punkten
Track 17: Pay for P**** Das Ganze hier ist ein Skit mit Big Pimpin und Snoop die zu einer entspannten Beat/Melodie Kombination etwas Pimp Wissen verbreiten. Das ganze wird im Hintergrund noch mit einer netten, gesangsartigen Performance von Snoop veruiert, welche sich allerdings nur auf ein paar Sekunden bezieht.
Track 18: "Picture this" Hier ist Mia X als Feat dabei, trotzdem wirkt die ganze Abstimmung von Beat, Melodie und Raps irgendwie etwas wirr und beliebig, hier lässt sich nichts irgendwie tolles feststellen, auch ein "Ein Ohr rein, anderes Ohr raus" Track. Immerhin nicht allzu lang. 1,5/5 Punkten
Track 19: "Doggz gonna get Ya" Der Track ist ganz ok, aber leider zu lang. Das permanente Gehechel im Hintergrund nervt auch schonmal ziemlich. Allerdings kommen Snoop Geschichtenerzählerfähigkeiten gut zur Geltung indem er tolle Raps hinlegt und eine interessante Idee einbringt: Er versetzt sich hier in die Antagonisten Rolle des Hauptcharakters. Interessante Idee, nur leider fehlt hier eine gute Melodie, beziehungsweise ein guter Beat, den beides ist fast nicht vorhanden. Auch der Refrain der nur aus "Doggz Gonna Ge Ya" Rufen besteht ist total unspektakulär. Auch die Performance von Gastrapper Mac ist nicht der Rede wert. Insgesamt irgendwie so wie die "Freestyle Conversation" auf "Tha Doggfather", es geht nur um das Demonstrieren der Rapfähigkeiten, was hier wirklich ausgezeichnet gelingt. Die 2 Punkte gibt es für einen klassen Snoop, vorallem das Gehechel im Hitergrund und die Überlänge sind ein großes Problem. 2,5/5 Punkten
Track 20: Hoes, Money & Clout Hier war zur Abwechslung mal wieder Soopafly der Producer, der Beat, kracht zwar schön rein, das ganze Drumherum ist aber trotzdem wieder ziemlich austauschbar, Snoop ist jedoch nichtsdestotrotz ziemlich gut. Auch die Hook ist eher lahm ausgefallen und ist nicht besonders erinnerungswürdig. Auch hier ist wieder Snoop die einzige Erklärung dafür sich den Track überhaupt anzuhören, trotzdem leider eher etwas schlechter. 2,5/5 Punkten
Track 21: Get bout it & Rowdy Zum Abschluss lassen Master P und Snoop das Album zusammen ausklingen, aber hier ist in erster Linie der etwas düstere Melodie/Beat Kombo gut, auch Snoop ist hier ziemlich gut, aber Master P hätte es auch hier nicht gebraucht, die Hook hätte auch hier jeder machen können, und auf sein Rumgeheule verzichtet er leider auch nicht sondern nervt wieder kräftig. Insgesamt eher ein Snoop Outro, P ist nicht der Rede wert. Trotzdem ein ganz gutes Outro, vorallem aufgrund der düsteren Stimmung. 3/5 Punkten
//Fazit// Snoops 3. Album ist sicher ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist das Album wohl eines seiner schwächsten, wenn nicht gar das schwächste Album seiner Karriere. Trotzdem kann man für das Album bedingt eine Empfehlung aussprechen. Es hat nämlich wirklich auch gute Tracks wie Still a G Thang, Gin & Juice 2 , Aint nuttin personal, und auch ein paar die noch etwas über dem Durchschnitt liegen wie 20 Dollars to my Name,Tru Tank Doggs, DP Gangsta, oder Woof und Slow Down. Allerding muss man sich hier auch mit SEHR VIEL Füllmaterial abfinden, und einiges an Schnarchern und faden Tracks durchstehen. Gesamt 2,25/5 Punkten, aber da man das hier nicht vergeben kann eher 2 von 5
Beste Tracks: -DP Gangsta -Woof -Aint nuttin personal -Gin and Juice 2 -Still a G Thang -Tru Tank Doggs -20 Dollars to my Name -Slow Down
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