Dead Ringer...
27.01.2003 (29.01.2003)
Pro:
Meat Loafs unvergleichliche Stimme, anspruchsvolle Titel & Melodien, Songs & Lyrics von Jim Steinman
Kontra:
etwas zu leise Aufnahme der CD - Version, nur etwas "einfachere" Titel
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Lost_Hero
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ich bin zurück!
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 78 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
So, dies ist nun mein erster Bericht im Rahmen der von Floehe, Music-King, doctorpepper und mir initiierten Meat-Loaf-Wochen, anlässlich des Erscheinens seiner neuen Single „Did I Say That“ und dem im März folgenden neuen Album – dem ersten seit, lasst mich überlegen, ganzen acht Jahren! Aber nun zum eigentlichen Bericht: Es war ruhig geworden um den Sänger und Schauspieler Marvin (oder doch Michael) Lee Aday, besser bekannt als Meat Loaf. Man schrieb das Jahr 1981 und man hatte den „Fleischklops“, wie er sich selbst nach einem Spitznamen aus seiner High-School-Zeit benannt hat, eigentlich schon ziemlich abgeschrieben. Zugegebenermaßen war die Ausgangslage auch nicht allzu hoffnungserweckend: So hatte Meat Loaf nach einem Totalzusammenbruch während einem seiner unzähligen Live-Auftritte und einem Beinahe-Verlust seiner grandiosen Stimme sich auch noch einen langwierigen Streit mit seinem „Leibkomponisten“, dem Songwriter-Genie Jim Steinman, geleistet. Daraufhin nahm dieser das bereits fertig konzipierte Album „Renegade Angel“ unter dem neuen Titel „Bad For Good“ selbst auf, trotz seiner im Vergleich zu Meat Loaf nur recht begrenzen stimmlichen Fähigkeiten. Allzu großer Erfolg war ihm mit der Platte dann auch nicht beschieden... Doch schon bald darauf, viel früher als irgendwer erwartet hätte, tauchte Meat Loaf wieder auf der Bühne des internationalen Plattengeschäftes auf und versöhnte sich mit Steinman, woraufhin dieser acht neue Titel für ein Meat Loaf-Album geradezu hervorzauberte – woher, das weiß kein Mensch, v.a. wenn man bedenkt, dass Jim Steinman zwar als einer der kreativsten, aber eben auch der langsamsten, Songwriter und Komponisten im Musikbusiness gilt. Jedenfalls wurde ebenfalls noch im Jahr 1981 das Album „Dead Ringer“ fertiggestellt und um dieses soll es nun im Folgenden auch gehen:
Die einzelnen Titel des Albums: **************************** 1. Peel Out ************ Ein eher simpel aufgebauter Titel, dessen textlicher Inhalt den Übermut jugendlicher Lebensgefühle schildert. Alles in allem handelt es sich bei dem Stück um nichts allzu Aufsehenserregendes, und um ihn als typischen Meat Loaf-Titel bezeichnen zu können, fehlt diesem Track irgendwie die gehörige Portion Piano-Begleitung. An der Mittelmäßigkeit des Titels ändert es auch nichts, dass er, wie alle anderen Tracks des Albums auch, von Jim Steinman stammt und u.a. Meats Ehefrau Leslie als Backgroundsängerin in Erscheinung tritt. Bewertung: ***
2. I’m Gonna Love Her For Both Of Us ********************************* Unerwartet hart und teilweise recht dissonant geht es in Track 2 zur Sache, zumindest gilt das für Anfang und Mittelteil mit ihren verzerrten E-Gitarren und der passenden Schlagzeug-Begleitung. Ganz anders dagegen das Ende des Stückes: Ein wunderbares Frage-und-Antwort-Spiel zwischen Meat Loaf und wirklich gutem Backgroundgesang beschließt einen ziemlich hörenswerten Song. Bewertung: **** 3. More Than You Deserve ************************ Dieser Titel ist eigentlich schon etwas älter und stammt ursprünglich aus dem gleichnamigen Steinman-Musical, das mehr oder weniger den Beginn der Zusammenarbeit dieses Rockschwergewichts mit eben jenem Starkomponisten darstellte. Inhaltlich geht es in dieser sehr ruhig & gefühlvoll gehaltenen Ballade (mit entsprechender Piano-Begleitung, versteht sich) um das Leid des Erzählers mit seiner untreuen Ehefrau. Das Stück ist nicht schlecht, aber leider fehlt ihm das gewisse Etwas zum wirklichen Top-Titel... Bewertung: ****
4. I’ll Kill You If You Don’t Come Back: *********************************** Hier gibt’s jetzt eigentlich gleich zwei Songs in einem: Anfangs geht’s recht rockig, ein wenig altmodisch klingend, zur Sache, etwa 3 lang. Allerdings hört sich das Ganze bis dahin noch nicht allzu spektakulär an. Doch dann! Der Klang eines zerspringenden Glases (So hört es sich jedenfalls an) zerreißt die sich ausbreitende Stille und der Zuhörer befindet sich in einer der schönsten & herzergreifendsten Balladen wieder, die man sich nur vorstellen kann. Inhalt: Wie soll es denn auch anders sein, natürlich die Liebe – in diesem Fall eine Art Hassliebe, doch das muss man selber gehört haben. Bewertung: ***** 5. Read’em And Weep: ********************* Und wo wir grad’ dabei sind, haben sich die beiden da wohl gedacht, hängen wir gleich noch eine reinrassige Ballade hinten dran. Und auch die ist nicht von schlechten Eltern. Emotional, mit Tempowechseln, dramatischer Betonung und textlicher Eleganz, so kennen wir Meat Loaf und seine (typischen) Songs. Allerdings wurde dieser Song erst in einer Cover-Version von Barry Manilow, die um einiges „softer“ klingt, so richtig bekannt. Bewertung: *****
6. Nocturnal Pleasure ******************* Hinter dem „nächtlichen Vergnügen“ befindet sich ein gesprochener Text, der sich meiner Ansicht nach ziemlich nach einer Art Endzeitvision anhört. Als Sprecher tritt hierbei Jim Steinman höchstselbst in Erscheinung. Da der kurz gehaltene Track 6 aber nur eine Überleitung zu Track 7 darstellen soll, verzichte ich hier auf eine Wertung... 7. Dead Ringer For Love ********************** Hierbei handelt es sich um den meines Wissens nach größten Single-Erfolg dieses Albums, um ein Duett mit der US-Sängerin Cher, die damals durchaus noch im Bereich der Rockmusik zuhause war und nicht wie heute irgendwo bei teilweise komischen elektronischen Klängen. Nein, das hier ist fast schon richtiger Rock’n’Roll und in punkto Stimme und Intensität steht Cher ihrem männlichen Gegenpart auch in nichts nach. Zu diesem Song wurde übrigens auch ein Video veröffentlicht. Fetziger Track, der zwar nichts irgendwie revolutioniert, aber dennoch als wirklich gut zu bezeichnen ist. Bewertung: ****
8. Everything Is Permitted *********************** Mit dem achten und letzten Track der CD, wiederum einer sehr langsamen Ballade, lassen Meat Loaf und Jim Steinman die Platte nun langsam & recht ruhig ausklingen. Dabei hört sich dieser Titel, zumindest scheint es mir & meinem Gehör so, ziemlich ähnlich an, wie auch schon Track 3. Auch das Fazit lässt sich hier übertragen: Ganz nett, aber nun wirklich nichts Weltbewegendes... Bewertung: *** Noch ein paar Anmerkungen: ************************** Das Cover ist natürlich, wie das für die Platten von Meat Loaf eben so typisch ist, sehr aufwendig gestaltet, immer recht nah am totalen Kitsch vorbei gleitend. Das Booklet zu der CD ist eher enttäuschend, aber wenigstens sind die kompletten Songtexte darin zu finden. Zur Qualität der Aufnahme lässt sich sagen – LP-Freunde aufgepasst - dass die der Original-LP weitaus höher ist als die der recht leisen & bassarmen CD. Sie ist allerdings nicht für den vielleicht doch etwas ungewohnten Klang von Meats Stimme verantwortlich; diese war zu diesem Zeitpunkt eben doch noch nicht wieder ganz hergestellt. Dies war vermutlich auch der Grund, dass Steinmans Kompositionen auf diesem Album nicht allzu komplex & anspruchsvoll geraten sind, wobei natürlich hinzukommt, dass er die besten Stücke ja schon selbst veröffentlicht hatte...
Ach ja, was ich in der Erstauflage meines Berichts ganz vergessen habe: Angeblich ist dieses Album nicht mehr offiziell in Deutschland erhältlich, dennoch hab’ ich zu dem Zeitpunkt, als ich dies das erste Mal im Internet gelesen habe, in verschiedenen Geschäften noch so einige Exemplare der CD gefunden. Mit etwas Glück klappt das vielleicht auch heute noch, zumindest im gutsortierten Fachhandel, natürlich nicht bei den Chart-Discountern. Gelöhnt habe ich dafür übrigens rund 18 DM – Wie man sieht ist der Kauf schon etwas länger her – und ich denke, dieser Preis geht auch voll in Ordnung für ein solches Album... Mein persönliches Fazit: ********************** Für einen wahren Fan von Meat Loaf ist diese Platte ein Muss. Und auch für jeden anderen, der nur ein wenig mit solcher Musik anfangen kann – Ich geb’s ja zu, die Bombastorgien von Meat Loaf sind nun nicht unbedingt jedermanns Sache – ist sie das Reinhören allemal wert... Ende des Fazits und damit des Berichtes...
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06.03.2003 22:38
Mann bin ich dusselig - Kommentieren aber net bewerten *lol* Hab ich aber hiermit nachgeholt:o) Gruß vom König:-)
03.02.2003 12:46
Wohl selten liegen Kunst,Kitsch und Kommerz derart eng beisammen wie bei Meat Loaf. Mein Ding ist das nicht,aber was soll's, Musik soll in erster Linie Spaß machen. Gruß Tom
30.01.2003 14:51
Ich honoriere den Bericht, nicht den Geschmack, danach müßte ich ja ein ... geben. Also Meat Loav ist nicht mein Ding. Ich hatte das fragwürdige Vergnügen eins seienr neusten Werke zu hören. Ich fand es grauenhaft. Aber über Geschmack sollte man ja nun nicht streiten. *g* Gruß und byeee